SpOn 29.01.2026
13:04 Uhr

K-Popstar Rosé kämpft bei »Call Her Daddy« mit den Tränen


Eine der erfolgreichen K-Popsängerinnen ringt um Worte, als sie in einem Videopodcast auf ihr Liebesleben angesprochen wird. In der Szene ein heikles Thema – bei »Call Her Daddy« erklärt Rosé, warum sie das bewegt.

K-Popstar Rosé kämpft bei »Call Her Daddy« mit den Tränen

»Datest du gerade jemanden?« – eine einfache Frage, könnte man meinen. Doch K-Popstar Rosé, 28, musste die Tränen zurückhalten, als Podcasterin Alex Cooper sie auf ihr Liebesleben ansprach. »Wenn ich Nein sage, merkt man, dass es eine Lüge ist … Ich bin auf der Suche nach Liebe«, sagte sie in der US-Show »Call Her Daddy« , in der kürzlich unter anderem Michelle Obama und Avril Lavigne zu Gast waren.

Rosé ist Mitglied der südkoreanischen Girlgroup Blackpink, die zu den weltweit bekanntesten Popacts zählt. Die Sängerin erklärte, sie habe Sorge, verurteilt zu werden, sollte sie öffentlich über Dating sprechen. Sie sehe schon all die Artikel und die Kommentare. Jemand könnte ihre Aussage nutzen, um eine »verrückte Geschichte« über sie zu erfinden, »wie süchtig ich nach Männern bin, zum Beispiel«, sagte Rosé.

Die Reaktion der Sängerin kommt nicht von ungefähr: Viele K-Popstars vermeiden es, öffentlich über ihr Liebesleben zu sprechen. In der Szene ist es üblich, dass eine Illusion der Verfügbarkeit um Artists kreiert wird, die als perfekte Freundinnen und Freunde vermarktet werden. Wird öffentlich, dass eine Musikerin oder ein Musiker eine Beziehung führt, sorgen sich Labels um das Image und den Umsatz der Stars. Früher waren deshalb Dating-Verbote üblich. K-Pop-Agenturen verboten Musikerinnen und Musikern teils private Handys.

2024 entschuldigte sich die Sängerin Karina von der Band Aespa öffentlich bei ihren Fans, nachdem ihre Beziehung zu Schauspieler Jae-wook Lee bekannt wurde – für die Anhänger der Gruppe ein Skandal.

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Rosé, die dieses Jahr mehrfach für die Grammys nominiert ist, erzählte, wie sehr es sie belaste, nicht transparent sein zu können: »Ich würde liebend gern einfach Ja oder Nein sagen. Aber ich überlege: Wird mich das definieren? Wie traurig. Was für eine traurige Realität ist das?« Im Videopodcast ist zu sehen, wie sie sich über die Augen wischt und um Worte ringt.

Sie sei traurig für die K-Pop-Industrie, denn Dating sei etwas ganz Normales: »Nur weil ich in einer K-Pop-Gruppe bin, bin ich keine andere Sorte Mensch.«

fwu