SpOn 03.03.2026
08:26 Uhr

Justin Timberlake klagt gegen Veröffentlichung eines Polizeivideos


Der US-Sänger sieht seine Privatsphäre verletzt. Die Behörden verweisen auf Vorgaben, nach denen Polizeiaufnahmen grundsätzlich freigegeben werden müssen.

Justin Timberlake klagt gegen Veröffentlichung eines Polizeivideos

US-Sänger Justin Timberlake, 45, geht juristisch gegen die geplante Veröffentlichung von Polizeiaufnahmen seiner Festnahme nach einer Alkoholfahrt vor. Seine Anwälte reichten Klage ein, nachdem sie nach eigenen Angaben darüber informiert worden waren, dass Behörden Teile des Materials geschwärzt herausgeben wollen.

Unter anderem hatte die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) die Freigabe beantragt. Den Behörden zufolge umfasst das Video rund acht Stunden – zu sehen seien unter anderem die Verkehrskontrolle, Befragungen, ein Alkoholtest und Timberlakes Festnahme.

In der Klage heißt es, die Aufnahmen zeigten Timberlake in einem »äußerst verletzlichen Zustand« und enthielten »intime Details über das Aussehen, das Verhalten, die Sprache und das Auftreten des Antragstellers«. Eine Veröffentlichung würde seine Privatsphäre verletzen und seinem Ruf einen »schweren und irreparablen Schaden« zufügen.

Timberlake war im Juni vor zwei Jahren in den Hamptons im Osten des Bundesstaats New York festgenommen worden. Vor Gericht bekannte er sich schuldig, unter Alkoholeinfluss Auto gefahren zu sein. Er wurde zu 500 Dollar Geldstrafe, 25 Stunden gemeinnütziger Arbeit und 90 Tagen Führerscheinentzug verurteilt.

Mehr zum Thema

Der Bürgermeister des betroffenen Village Sag Harbor, Thomas Gardella, sagte AP, man wolle mit dem Material »so transparent wie möglich« umgehen. Das Gesetz des Bundesstaats schreibe vor, Aufnahmen aus Polizeikameras generell freizugeben.

Ein Anwalt aus Sag Harbor teilte mit, der Richter habe nach der Verhandlung am Montag zunächst keine Entscheidung getroffen; beide Seiten sollten über eine Lösung beraten und im Laufe der Woche Bericht erstatten.

boc/AP