Der französische Skipper Thomas Coville hat mit seinem Team Sodebo den Rekord für die schnellste Nonstop-Weltumseglung gebrochen. Im vierten Anlauf seit 2020 sicherte er sich mit seiner Crew einen der wichtigsten Titel im internationalen Segelsport – die Jules‑Verne‑Trophäe.
Der Maxi-Trimaran »Sodebo Ultim 3« passierte die Start- und Ziellinie bei Ouessant vor der bretonischen Westküste am Sonntagmorgen um 7.46 Uhr – nach 40 Tagen, 10 Stunden, 45 Minuten und 50 Sekunden. Im Kampf um die 1990 ausgelobte Jules‑Verne‑Trophäe war es der 15. erfolgreiche Versuch von insgesamt 31 Versuchen einer Crew – und der zehnte, der mit einem Rekord endete.
Das Team Sodebo
Foto: Sebastien Salom-Gomis / AFPZuvor hatten seit dem 26. Januar 2017 Francis Joyon und seine Crew auf »Idec Sport« die Bestmarke für die schnellste Weltumseglung ohne Zwischenstopps gehalten. Coville, Benjamin Schwartz, Frédéric Denis, Pierre Leboucher, Léonard Legrand, Guillaume Pirouelle und Nicolas Troussel waren nun zwölf Stunden, 44 Minuten und 40 Sekunden schneller.
Auch Sturmtief »Ingrid« stoppte Sodebo nicht. In den letzten 24 Stunden ihrer Fahrt mussten sie die Auswirkungen des schweren Tiefs bewältigen. Der klassische Kurs führte das Team von der Startlinie in Frankreich den Atlantik hinunter, im Südmeer um die drei großen Kaps – das Kap der Guten Hoffnung, Kap Leeuwin und Kap Hoorn – und schließlich wieder nach Norden.
Der Rekord für die schnellste Weltumseglung muss noch vom World Sailing Speed Record Council (WSSRC) ratifiziert werden. Den ersten Jules‑Verne‑Rekord, den 1993/1994 Bruno Peyron und seine Crew auf »Commodore Explorer« mit 79 Tagen, sechs Stunden, 15 Minuten und 56 Sekunden aufgestellt hatten, haben Coville und sein Team nun fast halbiert.
