Der Betrugsprozess gegen Jimi Blue Ochsenknecht könnte in eine neue Runde gehen. Der Schauspieler und Reality-TV-Star legte gegen seine Verurteilung beim Landesgericht Innsbruck Berufung ein, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Jetzt muss das Oberlandesgericht Innsbruck (OLG) über die Berufung entscheiden.
Ochsenknecht war jüngst wegen einer jahrelang nicht bezahlten Hotelrechnung über 14.000 Euro zu einer Geldstrafe von 34.500 Euro verurteilt worden . Ochsenknecht hatten bis zu drei Jahre Haft gedroht.
Der in Dubai lebende Angeklagte habe ohne Betrugsvorsatz gehandelt, so sein Verteidiger beim Prozess vor einer Woche. Ochsenknecht habe zum Zeitpunkt des Hotelaufenthalts über flüssige Finanzmittel verfügt.
Party zum 30. Geburtstag
Ende 2021 hatte Ochsenknecht in einem Vier-Sterne-Hotel im österreichischen Tirol seinen 30. Geburtstag gefeiert. Die Rechnung betrug knapp 14.000 Euro. Die Summe wurde aber erst im Sommer 2025 beglichen – finanziert von Yeliz Koc, Ochsenknechts Ex-Freundin und Mutter der gemeinsamen Tochter.
Damals stand Ochsenknecht bereits unter massivem Druck: Aufgrund eines Haftbefehls wurde er Ende Juni 2025 in Hamburg festgenommen. Er wurde anschließend nach Österreich ausgeliefert und dort gegen Kaution freigelassen.
Am ersten Prozesstermin im August 2025 hatte die Richterin ursprünglich entschieden, kein Urteil zu fällen. Im Gegenzug sollte der Darsteller eine Geldbuße von 18.000 Euro zahlen. Nach österreichischem Recht ist es möglich, einen Prozess mit einer sogenannten Diversion auf diese Weise abzuschließen. Doch die Staatsanwaltschaft legte gegen die Diversion erfolgreich Berufung ein. Deshalb wurde der Prozess kürzlich fortgesetzt.
Es sah schon so aus, als käme Zechpreller Jimi Blue Ochsenknecht glimpflich davon. Doch der Fall wurde erneut verhandelt, im Mittelpunkt: der geschädigte Hotelier, dem der Schauspieler Märchen erzählte. Mehr dazu lesen Sie hier .
