Es ist eine Frage, die sich vermutlich viele Menschen schon einmal gestellt haben: Kann Klatsch oder üble Nachrede eine Karriereoption zerstören? Auch Schauspielerin Jennifer Lawrence, 35, hat sich gezwungenermaßen mit dem Thema auseinandergesetzt – und jetzt in einem Interview darüber gesprochen, wie schwer es für sie selbst ist, herauszufinden, ob ein Verdacht stimmt.
Konkret geht es um Quentin Tarantinos Film »Once Upon a Time in Hollywood« aus dem Jahr 2019. Schon im Vorfeld hatte es damals Gerüchte gegeben, Lawrence sei für die Rolle der Sharon Tate vorgesehen, diese bekam dann aber Margot Robbie. Der US-Podcasthost Josh Horowitz hat Lawrence jetzt in einem Interview auf diese Gerüchte angesprochen. Stimme es denn nicht, dass Tarantino eigentlich Lawrence für den Film habe besetzen wollen, fragt er im Verlauf des Gesprächs. Und Lawrence reagiert ziemlich direkt: »Ja, das wollte er. Aber dann hieß es überall: ›Sie ist nicht schön genug, um Sharon Tate zu spielen.‹«
Jennifer Lawrence und Quentin Tarantino nach ihren Oscar-Siegen 2013 (mit unterschiedlichen Filmen)
Foto:Jonathan Short / AP Photo / picture alliance
»Das stimmt nicht!«, geht Horowitz darauf dazwischen, aber die Schauspielerin bleibt bei ihrer Version: »Ich bin mir ziemlich sicher, dass es stimmt.« Dann schränkt sie ein: »Oder es ist so, dass ich die Geschichte schon so lange so erzähle, dass ich sie selbst glaube.« Vielleicht habe sie Tarantino ja in Wahrheit nie für die Rolle in Betracht gezogen, schließt sie dann sarkastisch. »Und das Internet hat mich einfach so als hässlich bezeichnet.«
- Schauspieler und seine Partnerinnen: Stichelt Jennifer Lawrence hier gegen Leonardo DiCaprio?
- Hollywoodschauspielerin: Jennifer Lawrence hat gerade den besten Kinofilm aller Zeiten geguckt (sagt sie)
- Gemeinsame Sexszenen: Darum hat Jennifer Lawrence beim Dreh mit Robert Pattinson keinen Intimitätskoordinator gebraucht
Was Lawrence in dem Interview nicht dezidiert erwähnt: Im Vorfeld von »Once Upon a Time in Hollywood« hatte sich tatsächlich eine im Zusammenhang mit dem Film relevante Person wenig freundlich über ihr Äußeres geäußert: Sharon Tates Schwester Debra Tate erklärte 2017 in einem Interview mit »TMZ« , sie halte Margot Robbie für die ideale Besetzung in dem Film. Jennifer Lawrence hingegen sei, so leid ihr es tue, das zu sagen, »einfach nicht hübsch genug, um Sharon zu spielen«.
Und wer hört solche Dinge schon gern über sich? Nur: Ist so eine Äußerung der Grund, eine Rolle nicht zu bekommen? Es ist weder von der Hand zu weisen, noch lässt es sich nachweisen.
Da bleibt dann vielleicht nur Sarkasmus.
