Man merkt, wie schwer es ihr fällt: Immer wieder macht Melinda French Gates, 61, im Interview Pausen, schaut ins Leere, ihre Stimme wirkt brüchig: Die Ex-Frau von Bill Gates hat sich in einem Interview über die Verwicklungen des Softwaremilliardärs in den jüngst veröffentlichten Epstein-Akten geäußert.
Sie fühle angesichts der neuesten Publikationen eine »unglaubliche Traurigkeit«, sagte Gates in dem Podcast des US-Senderzusammenschlusses NPR . Sie müsse an das denken, was den jungen Frauen geschehen sei, und fühle sich zugleich an »sehr schmerzhafte Zeiten« aus ihrer eigenen Ehe erinnert, sagte Melinda Gates.
Verbindungen zwischen Bill Gates und dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein waren schon länger bekannt. Medienberichte legten auch nahe, dass die Bekanntschaft zu dem später verurteilten Sexualstraftäter Mitgrund für das Ehe-Aus im Jahr 2021 gewesen sein könnte. In den nun bekannt gewordenen Akten tauchen E-Mails auf , die Epstein offenbar im Sommer 2013 an sich selbst geschickt hat.
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In diesen heißt es unter anderem, Gates habe versucht, eine sexuell übertragbare Krankheit vor Melinda zu verbergen, nachdem er Sex mit »russischen Mädchen« gehabt habe. Epstein habe Gates hierfür Antibiotika besorgt. Auch soll Gates nach Epsteins Darstellung versucht haben, Melinda die Medikamente heimlich unterzumischen. Bill Gates weist die Anschuldigungen zurück. Ein Sprecher bezeichnete sie als »absurd und völlig falsch«.
Melinda Gates sagte nun in dem Gespräch, sie sei froh, »diesem Dreck« entkommen zu sein. In der Folge forderte sie ihren Ex-Mann indirekt auf, sich zu erklären. Offene Fragen beträfen andere Personen. »Diese Fragen richten sich an diese Personen und meinen Ex-Mann. Sie müssen Antworten auf diese Fragen geben und nicht ich.«
Melinda Gates erklärte weiter, sie hoffe auf Gerechtigkeit für die mittlerweile erwachsenen Frauen. »Was sie durchgemacht haben, ist einfach unvorstellbar.«
Elon Musk, Bill Gates, Howard Lutnick, Ex-Prinz Andrew – und immer wieder Trump: Die Epstein-Akten fördern bislang unbekannte Verbindungen zum Sexualstraftäter ans Licht. Lesen Sie hier mehr über die jüngsten Enthüllungen.
