Internet-Detektive haben verschiedenen englischsprachigen Medien zufolge damit begonnen, Schwärzungen in den Dokumenten zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu entfernen. Das berichten etwa »The Guardian« , »Forbes« und CBC .
So haben etwa die politischen Kommentatoren Brian Krassenstein sowie sein Zwillingsbruder Ed Krassenstein eine Reihe von Beiträgen gepostet , in denen sie erklären, wie sie die Schwärzungen entfernen. Sie kopieren nach eigenen Angaben geschwärzte Stellen und fügen sie in ein anderes Dokument ein, durch den Vorgang wird der geschwärzte Text sichtbar.
Auch die »New York Times« berichtet, dass Teile einiger Epstein-Akten nicht ordnungsgemäß digital geschwärzt wurden. Zensierte Informationen könne man leicht durch Kopieren und Einfügen in eine separate Datei sichtbar machen.
Aktuell lässt sich weder das Vorgehen überprüfen noch, ob oder inwieweit die geschwärzten PDFs fehleranfällig sind.
This is one file in the Epstein files that was released. And you won't believe how I unredacted these redactions.
— Ed Krassenstein (@EdKrassen) December 22, 2025
I simply highlighted the text, copied it, and pasted it in a document.
Why is the Trump administration hiding this stuff and why are they so freaking incapable…
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Auf X fragt Ed Krassenstein: »Wie viele andere Dateien sind eigentlich gar nicht wirklich geschwärzt?«
Einige X-User teilen ebenfalls ihre Erfahrungen dazu.
So apparently there are many Epstein files on the DOJ website where you can highlight the redacted text, copy it, and paste it onto another document to read the redactions
— Liam Nissan™ (@theliamnissan) December 22, 2025
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Das US-Justizministerium hatte Heiligabend erklärt, dass man noch »einige Wochen« für die Veröffentlichung aller Jeffrey-Epstein-Akten benötigen werde. Der US-Kongress hatte als Frist für die Veröffentlichung aller Unterlagen den 19. Dezember 2025 bestimmt.
Der Mitteilung zufolge haben die Staatsanwaltschaft und das FBI mehr als eine Million weitere Dokumente gefunden, die für den Fall relevant sein könnten. Das Justizministerium betonte, dass Anwälte »rund um die Uhr« daran arbeiteten, die Dokumente zu prüfen und die gesetzlich vorgeschriebenen Schwärzungen vorzunehmen.
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Das Justizministerium hatte die ersten Unterlagen zum Fall Epstein erst einen Tag vor dem Stichtag öffentlich gemacht und weitere Dokumente an den folgenden Tagen veröffentlicht.
US-Senatoren haben die Aufsichtsbehörde des Justizministeriums aufgefordert, die Verzögerung zu untersuchen. Sie möchten unter anderem wissen, warum das Ministerium nicht alle Unterlagen Epsteins vor Ablauf der Frist veröffentlicht hat. Die Opfer hätten »ein Recht auf vollständige Offenlegung« und die »Gewissheit« einer unabhängigen Prüfung.
Eine Chronologie des Falles Epstein lesen Sie hier.
