SpOn 30.01.2026
17:54 Uhr

Jeffrey Epstein: US-Justizministerium veröffentlicht drei Millionen neue Seiten aus Epstein-Akten


Drei Millionen Seiten Dokumente, 2000 Videos, 180.000 Bilder. Das US-Justizministerium gewährt weitere Einsicht in die Akten um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Donald Trump sei dabei nicht geschont worden.

Jeffrey Epstein: US-Justizministerium veröffentlicht drei Millionen neue Seiten aus Epstein-Akten

Das US-Justizministerium hat neue Akten im Zusammenhang mit dem verstorbenen verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht. Dies ist die jüngste Maßnahme der Trump-Regierung zur Einhaltung eines im November verabschiedeten Gesetzes, das das Ministerium verpflichtet, alle Akten im Zusammenhang mit Epstein bis zum 19. Dezember 2025 freizugeben.

Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche erklärte, dass es um mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten sowie über 2000 Videos und 180.000 Bilder geht. Die auf der Website des Ministeriums veröffentlichten Dateien umfassen einen Teil der mehreren Millionen Seiten an Unterlagen, die laut Angaben von Beamten bei der ersten Veröffentlichung von Dokumenten im Dezember zurückgehalten worden waren.

Die weiteren Dokumente wurden gemäß dem Epstein Files Transparency Act offengelegt, einem Gesetz, das nach monatelangem öffentlichen und politischen Druck verabschiedet wurde und die Regierung verpflichtet, ihre Akten über den verstorbenen Finanzier und seine Vertraute und ehemalige Freundin Ghislaine Maxwell zu öffnen.

Erste Frist verstrichen

Nachdem die vom Kongress festgelegte Frist für die Freigabe aller Akten am 19. Dezember verstrichen war, erklärte das Justizministerium, es habe Hunderte von Anwälten damit beauftragt, die Akten zu prüfen, um festzustellen, was zum Schutz der Identität der Opfer sexuellen Missbrauchs geschwärzt werden muss.

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»Die heutige Veröffentlichung markiert das Ende eines sehr umfassenden Prozesses der Identifizierung und Überprüfung von Dokumenten, um Transparenz gegenüber der amerikanischen Bevölkerung und die Einhaltung des Gesetzes zu gewährleisten«, sagte Blanche auf einer Pressekonferenz, auf der die Veröffentlichung bekannt gegeben wurde. US-Präsident Donald Trump sei bei der heutigen Veröffentlichung nicht »geschützt« worden, so Blanche.

Trump, der in den Neunziger- und frühen Nullerjahren mit Epstein befreundet war, bevor sie sich Jahre vor Epsteins erster Verurteilung entfremdeten, hatte sich monatelang gegen eine Freigabe gewehrt, bis sowohl Demokraten als auch Republikaner im Kongress das Gesetz gegen seinen Widerstand vorantrieben.

Lesen Sie hier, was in den im Dezember veröffentlichten Seiten aus den Epstein-Akten steht.

czl/AP/Reuters