SpOn 26.02.2026
18:49 Uhr

Jeffrey Epstein: Hillary Clinton will, dass Donald Trump unter Eid zu Epstein aussagt


Vor einem US-Kongressausschuss sagt Hillary Clinton zu ihrer Beziehung zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein aus. Und behauptet: Sie wisse nichts. Stattdessen solle der Fokus auf dem aktuellen US-Präsidenten liegen.

Jeffrey Epstein: Hillary Clinton will, dass Donald Trump unter Eid zu Epstein aussagt

Der US-Kongressausschuss soll Trump »unter Eid zu den Zehntausenden Male befragen, die er in den Epstein-Akten auftaucht«, fordert Hillary Clinton. Sie selbst habe nichts von den Aktivitäten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gewusst, sagte sie in ihrer Eröffnungsrede vor dem Aufsichtsausschuss, die sie auf X veröffentlichte.

»Ich kann mich nicht daran erinnern, Herrn Epstein jemals begegnet zu sein. Ich bin nie mit seinem Flugzeug geflogen und habe nie seine Insel, seine Häuser oder seine Büros besucht. Ich habe dem nichts hinzuzufügen«, so Clinton.

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Die Clintons hatten eine Aussage vor dem Untersuchungsausschuss zunächst verweigert, ihre Anwälte verwiesen darauf, dass das Paar bereits zuvor alle verfügbaren Informationen übermittelt habe. Die Republikaner im Repräsentantenhaus drohten daraufhin mit einem Verfahren wegen Missachtung des Kongresses. Bill und Hillary Clinton lenkten schließlich ein.

Untersuchung ist »Theater«

Die ehemalige Außenministerin bezeichnete die monatelange Untersuchung des Ausschusses zu Jeffrey Epstein als »parteiisches politisches Theater« – keine Suche nach Wahrheit, Transparenz oder Rechenschaftspflicht. Stattdessen sei sie gezwungen worden, auszusagen, »obwohl Sie genau wissen, dass ich keinerlei Kenntnisse besitze, die Ihre Ermittlungen unterstützen würden«. Dies passiere ihrer Ansicht nach, »um von den Handlungen von Präsident Trump abzulenken und diese trotz berechtigter Forderungen nach Antworten zu vertuschen«.

Clinton warf den republikanischen Abgeordneten vor, ihre Untersuchung in einer Weise durchzuführen, die »darauf abzielt, eine politische Partei und einen Amtsträger zu schützen«. Wenn Transparenz wirklich das Ziel wäre, würde der Ausschuss »die vollständige Veröffentlichung aller Akten« sicherstellen.

Chappaqua Performing Arts Center: Hier werden die Clintons befragt

Chappaqua Performing Arts Center: Hier werden die Clintons befragt

Foto: John Angelillo / UPI / ddp

Das Justizministerium hatte jüngst weitere Akten veröffentlicht; in den Epstein-Papieren sollen aber unter anderem 50 Seiten fehlen. Es geht um FBI-Interviews mit einer Frau, die behauptet, sie sei als Minderjährige von Donald Trump missbraucht worden (mehr dazu hier ).

Clintons Ehemann, der ehemalige Präsident Bill Clinton, soll am Freitag vernommen werden. Der Ausschuss kommt in Chappaqua, New York, in der Nähe des Hauptwohnsitzes des Paares zusammen.

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Die Befragung findet hinter verschlossenen Türen statt. Bill und Hillary Clinton hatten gefordert, dass ihre Anhörung öffentlich stattfindet. Sie wollten »die Spielchen beenden und das richtig machen«, schrieb Bill Clinton Anfang Februar im Onlinedienst X.

esk