Japans neue nationalkonservative Ministerpräsidentin Sanae Takaichi steuert bei der Unterhauswahl auf einen deutlichen Sieg zu. Ihre Liberaldemokratische Partei (LDP) konnte eine Mehrheit in der mächtigen Parlamentskammer zurückerobern, wie japanische Medien auf Basis von Wählerbefragungen nach Schließung der Wahllokale berichteten.
Die Partei kommt Prognosen des öffentlich-rechtlichen Senders NHK zufolge auf 274 bis 328 der 465 Sitze im Unterhaus. Damit liegt sie deutlich über den für eine Mehrheit notwendigen 233 Mandaten.
Die seit 1955 fast ununterbrochen regierende LDP hatte wegen Skandalen bei den vorherigen Wahlen im Unterhaus wie auch im Oberhaus die Mehrheit verloren. Gestützt von der rechten Partei Ishin hatte sie zuletzt nur mit hauchdünner Mehrheit regiert.
Takaichi war Ende Oktober als erste Frau an die Spitze der Regierung in Japan gewählt worden. Sie genießt sehr hohe Umfragewerte und hatte mit der kurzfristig einberufenen Neuwahl die Opposition regelrecht überrumpelt.
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