14 Stunden – so lang dauert in etwa ein Flug von Tokio nach Frankfurt am Main. Die Passagiere an Bord von JA875A beziehungsweise NH223, einer Maschine der Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA), waren am Dienstag ungefähr genauso lang unterwegs. Allerdings: Nach dem Start in Japan landeten die Fluggäste nicht in Deutschland – sondern wieder am Ausgangsort.
Das Flugzeug hob Medienberichten zufolge pünktlich um 10.42 Uhr Ortszeit vom Airport Haneda in der japanischen Hauptstadt ab. Anschließend flog es in nordöstlicher Richtung an Russland vorbei in Richtung Alaska. Doch im Luftraum über der Arktis, etwa sechs Stunden nach dem Start, drehte die Maschine plötzlich um und kehrte zurück, statt über den Nordpol weiter Richtung Deutschland zu fliegen. Die Route lässt sich in Flugtrackingportalen wie »Flightradar24« oder »Flightaware « gut verfolgen.
Reparatur am Heimatflughafen
Grund für die Kehrtwende war den Berichten zufolge eine Anzeige für niedrigen Öldruck in einem der Triebwerke. Ein akuter Notfall sei es nicht gewesen, hieß es, die Crew entschied sich dennoch dazu, nach Tokio zurückzukehren. Denn: Der Airport Haneda ist für die Fluggesellschaft ein zentraler Hub, auf dem Techniker, passendes Reparaturequipment und Ersatzteile zur Verfügung stehen.
Nach rund 10.000 Kilometern in der Luft landete die Maschine wieder in Tokio. Medien bezeichneten die Reise als »Flug nach nirgendwo«, ANA entschuldigte sich bei den betroffenen Passagieren für die »Unannehmlichkeiten«. Als Begründung gab die Airline an, die an der Maschine notwendig gewordenen Reparaturarbeiten hätten unbedingt von »eigenen Spezialisten« durchgeführt werden müssen.
Der Flughafen Frankfurt listete die Maschine auf seiner Website als »verspätet«. Sie wurde für Mittwochmittag gegen kurz nach 13 Uhr zur Landung in Frankfurt am Main angekündigt.
