Im ehemaligen Braunkohletagebau Jänschwalde in der Lausitz ist eine gigantische Förderbrücke gesprengt worden.
Nachdem die Sprengladungen gezündet wurden, krachte der 31.000 Tonnen schwere Stahlkoloss ein. Das Spektakel konnte live im Internet verfolgt werden. Die Sprengung erfolgte unter strengen Sicherheitsvorkehrungen.
Über 45 Jahre lang war die Abraumförderbrücke mit dem Namen F60 das Herzstück der Arbeit mehrerer Bergmannsgenerationen. Mit einer Länge von 500 Metern und einer Höhe von 80 Metern galt F60 als eine der größten mobilen Technikanlagen der Welt.
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Doch mit dem Kohleausstieg bis 2038 wandeln sich der Energieerzeuger Leag und das Lausitzer Bergbaurevier grundlegend. Künftig entstehen auf ehemaligen Tagebaugebieten große Wind- und Solarparks sowie Seen. Drei andere Förderbrücken des Typs F60 sind im Lausitzer Revier noch im Betrieb. Eine F60 wird als Besucherbergwerk im Süden Brandenburgs genutzt.
