Die frühere neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern, 45, lebt mit ihrer Familie in Australien, wie ein Sprecher bestätigt hat. »Die Familie ist seit einigen Jahren viel unterwegs«, teilte ihr Büro der britischen Zeitung »Guardian« mit. »Im Moment haben sie ihren Basisstandort in Australien – sie haben dort Arbeit, und das bringt den zusätzlichen Vorteil, dass sie mehr Zeit zu Hause in Neuseeland verbringen können.«
Ardern ist demnach aus den USA nach Australien gezogen. Spekulationen darüber, Ardern erwäge einen Umzug nach Australien, waren aufgekommen, nachdem australische Medien berichtet hatten, sie habe zusammen mit ihrem Ehemann Clarke Gayford und ihrer siebenjährigen Tochter Neve in Sydneys nördlichen Strandvororten Häuser besichtigt.
Ikone für linke Politik und Frauen in Führungspositionen
Als Ardern 2017 im Alter von 37 Jahren Regierungschefin in Neuseeland wurde, avancierte sie schnell zu einer weltweiten Ikone für linke Politik und Frauen in Führungspositionen. Im Jahr 2018 war sie erst die zweite gewählte Regierungschefin der Welt, die während ihrer Amtszeit ein Kind zur Welt brachte. Später nahm sie ihre kleine Tochter mit in die Generalversammlung der Vereinten Nationen.
2020 wurde sie wiedergewählt, kündigte im Januar 2023 aber überraschend ihren Rückzug an: Ihr fehle die Kraft, um als Premierministerin weiterzumachen. In ihre Amtszeit fielen der Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch, ein tödlicher Vulkanausbruch und die Coronapandemie.
Als Mitglied der sozialdemokratischen Labour-Partei setzte sie sich im Wahlkampf für die Bekämpfung von Kinderarmut und die Stärkung der Rechte der indigenen Māori ein. Ihre Regierung plante auch ein landesweites Rauchverbot. Ardern wurde international bekannt für einen Führungsstil, der als mitfühlend galt.
Nach ihrem Rücktritt forschte und lehrte sie an der renommierten Universität Harvard in den USA. Sie erhielt zudem eine der höchsten Auszeichnungen Neuseelands: Sie wurde vom britischen König Charles III. zur »Dame Grand Companion« ernannt. Ardern setzt sich weiterhin für Klimaschutz, die Rechte von Frauen und Empathie in der Politik ein.
