In Galatone, einem kleinen Ort in Apulien, hat ein gesuchter Verbrecher sich offenbar als Krippenfigur zu tarnen versucht. Wie die italienische Tageszeitung »La Stampa« berichtet, ist ihm dies auch kurz gelungen. Der Vorfall hat sich demzufolge bereits am vergangenen Samstag abgespielt. Ein von der Zeitung veröffentlichtes Foto zeigt den Mann, der seine Hände auf Brusthöhe hält und sich neben Figuren von Josef, Maria und einer weiteren Figur an der Krippe im Stall positioniert hat.
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Der Bürgermeister, Flavio Filoni, sei zufällig vorbeigekommen und habe erst an eine neue Figur gedacht, die der ortsansässige Verein aufgestellt haben könnte, heißt es im Artikel. Dann habe die Figur sich allerdings bewegt und auch gesprochen. Filoni habe die Polizei gerufen. Als diese den Mann aufforderte, die Krippe zu verlassen, habe der gesagt: »Das ist mein Haus, ich will hier schlafen.«
Daraufhin habe die Polizei festgestellt, dass es sich um einen 38-jährigen Ghanaer handelt, der seit einigen Wochen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und schwerer Körperverletzung per Haftbefehl gesucht wurde. In Bologna war er demnach zu einer neunmonatigen Haftstrafe verurteilt worden. Wie er nach Süditalien kam und warum er sich ausgerechnet im Krippenspiel versteckt hat, ist noch unklar. Derzeit befindet er sich im Gefängnis von Lecce.
