Israel hat am Samstagmorgen einen Angriff auf Teheran begonnen. Über der iranischen Hauptstadt sind Rauchwolken zu sehen, Explosionen waren zu hören, wie Zeugen berichten.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem vorsorglichen Angriff, um »Bedrohungen zu beseitigen«, nannte jedoch keine Details. Auch das genaue Ziel des Militärschlags war zunächst unklar.
Der Angriff soll sich in der Nähe des Büros des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Khamenei ereignet haben. Es war zunächst unklar, ob er dort anwesend war. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf einen Regierungsvertreter jedoch, der 86-Jährige sei an einen sicheren Ort gebracht worden. Er halte sich nicht in Teheran auf. Khamenei ist seit Tagen nicht mehr öffentlich aufgetreten.
Sirenenalarm in Israel
Die USA beteiligen sich Medienberichten zufolge an dem israelischen Militärschlag. Das berichtet etwa die »New York Times « unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Auch die Nachrichtenagentur AP berichtet darüber.
In Israel wurde verbreitet Alarm ausgelöst, Sirenen tönten. Das Militär teilte mit, die Bevölkerung solle sich »auf die Möglichkeit eines Raketenangriffs auf Israel« vorbereiten. Die Menschen sollten sich in der Nähe geschützter Räume aufhalten.
Israel hatte bereits im vergangenen Jahr Krieg gegen Iran geführt. Der neue Angriff erfolgt nur zwei Tage nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik.
Einen Durchbruch hatte es bei den Gesprächen in Genf nicht gegeben. US-Präsident Donald Trump hatte der iranischen Führung in den vergangenen Wochen wiederholt mit militärischen Angriffen gedroht – auch vor dem Hintergrund des brutalen Vorgehens des iranischen Sicherheitsapparats gegen die Proteste zu Jahresbeginn. Trump stellte Iran kürzlich ein Ultimatum bis Anfang März. »Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich.«
Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Irans Regierung zeigte sich zuletzt bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.
Irans Staatsführung betonte zuletzt ihre Bereitschaft zu einem Abkommen wie auch zu einer militärischen Eskalation. Präsident Masoud Pezeshkian drohte mit einem »umfassenden Krieg«, sollte etwa Revolutionsführer Ali Khamenei attackiert werden.
Verfolgen Sie die weiteren Entwicklungen zur Eskalation in Nahost hier in unserem Liveblog: USA UND ISRAEL GREIFEN IRAN AN
