David Barnea hat abgeliefert als Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes. Der Mossad war maßgeblich mitverantwortlich für die erfolgreichen Militärschläge gegen das iranische Regime und dessen Atomprogramm im Sommer; zuvor hatten die Agenten und Expertinnen bereits am Knockout der Hisbollah mitgearbeitet.
Im Juni endet die fünfjährige Amtszeit von Barnea nun und Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hat seinen Militärattaché Roman Gofman als Nachfolger auserkoren.
Die letzten drei Mossadchefs hatten zusammengenommen 100 Mossad-Dienstjahre. Gofman, ein Berufssoldat, der unter anderem im Südlibanon gekämpft hat und seine Laufbahn bei der Panzerstruppe begann, kann hingegen keine Geheimdienst-Erfahrung vorweisen.
Nach der Nominierung des umstrittenen Generalmajors David Zini von der ultrarechten zionistischen Bewegung zum neuen Chef des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, hat Netanyahu mit Gofman einen weiteren Mann ernannt, der seinen nationalistischen Ideen nahesteht.
Gofman, der aus Belarus stammt und mit 14 nach Israel einwanderte, studierte an der Talmudschule von Ely, einer führenden Institution des religiösen Rechtszionismus in der gleichnamigen Siedlung im von Israel besetzten Westjordanland. Nachdem er beim Überfall der palästinensischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 durch eine Kugel am Knie verletzt worden war, berief Netanyahu ihn in sein Kabinett. Er lebt in Aschdod, ist verheiratet und Vater
Der Mossad gilt als einer der weltweit besten Auslandsgeheimdienste. Das Versagen der israelischen Sicherheitskräfte am 7. Oktober 2023 ging spurlos an dem Dienst vorüber, da die palästinensischen Gebiete traditionell nicht in sein Einsatzgebiet fallen. Dagegen traten die damaligen Leiter des Schin Bet und des Militärgeheimdienstes Aman zurück, nachdem sie Verantwortung für das Fiasko übernommen hatten.
