Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für Israel aktualisiert. »Von Reisen nach Israel sowie nach Ostjerusalem wird dringend abgeraten«, heißt es auf der Website des Ministeriums.
Zuvor galt dieser Hinweis nur für das Gebiet um den Gazastreifen und den Norden Israels. Für Israel riet das Auswärtige Amt lediglich von »nicht notwendigen Reisen« ab.
Die Behörde warnt zudem, dass die Sicherheitslage in der Region »zunehmend volatil« sei und es bei einer Eskalation »ohne Vorwarnung« zu sicherheitsrelevanten Vorfällen kommen könne. Auch diese Aspekte wurden ergänzt.
US-Ministerium genehmigt Ausreise von Mitarbeitern
Frankreich bekräftigte am Freitag ebenfalls, dass Bürger wegen der Sicherheitslage in Iran nicht nach Israel, Jerusalem und in das Westjordanland reisen sollten, auch nicht zu touristischen Zwecken oder für Familienbesuche. Großbritannien rät von nicht notwendigen Reisen ab und verlegte einige Diplomaten und ihre Angehörigen an sicherere Orte innerhalb Israels.
Das US-Außenministerium hat Regierungsmitarbeitern, die nicht in Notfällen gebraucht werden, erlaubt, Israel zu verlassen. Sie sollten das erwägen, »solange noch kommerzielle Flüge verfügbar sind«, heißt es in einer Mitteilung auf X .
Laut »New York Times« schrieb US-Botschafter Mike Huckabee in einer Mail an seine Mitarbeitenden: Wer ausreisen wolle, »sollte dies HEUTE tun«. Das Angebot des Ministeriums werde »wahrscheinlich zu einer hohen Nachfrage« nach Flügen führen. Das Personal solle sich darauf konzentrieren, an einen »beliebigen Ort« zu reisen, »von dem aus Sie dann Ihre Reise nach Washington fortsetzen können«. Die »oberste Priorität« sei es, »das Land schnell zu verlassen.« Einen Grund zur Panik gebe es ihm zufolge aber nicht.
US-Präsident Donald Trump droht der mit Israel verfeindeten Führung Irans seit Wochen mit einem Militäreinsatz. Er hat Teheran eine Frist bis Anfang März gesetzt, um sich mit Washington auf ein neues Atomabkommen zu einigen. Gespräche am Donnerstag blieben ohne einen Durchbruch.
Trump sagte über Iran, er sei »nicht glücklich darüber, dass sie nicht bereit sind, uns das zu geben, was wir brauchen.« Man »werde sehen, was passiert«, wenn die nächsten Gespräche anstehen. Der Außenminister des Omans, der das Treffen moderierte, kündigte für Anfang der kommenden Woche einen Austausch »auf technischer Ebene« in Wien an.
Auf die Frage danach, ob er Gewalt anwenden würde, sagte Trump, dass die Vereinigten Staaten über die stärkste Armee der Welt verfügten. »Ich würde sie lieber nicht einsetzen, aber manchmal muss man es eben tun.«

