In Island herrscht nach einer angeblich scherzhaften Äußerung des designierten US-Botschafters Billy Long Entsetzen. Der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete hatte gewitzelt, Island könne der 52. US-Bundesstaat werden – und er selbst dessen Gouverneur. Darüber hatte »Politico« berichtet . In Longs Zählung wäre Grönland bereits als 51. US-Bundesstaat eingerechnet.
In Island starteten Bürger daraufhin eine Petition, die Außenministerin Thorgerdur Katrín Gunnarsdóttir dazu auffordert, Long als Botschafter abzulehnen. Er habe die Worte möglicherweise nicht ganz ernst gemeint, »doch sie sind eine Beleidigung für Island und die Isländer, die für ihre Freiheit kämpfen mussten und stets Freunde der Vereinigten Staaten waren«, schreiben die Organisatoren. Am Freitagvormittag hatten gut 4100 Personen die Onlinepetition unterschrieben. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, bat das isländische Außenministerium die dortige US-Botschaft um eine Klarstellung.
Longs angeblicher Witz kommt in einer angespannten Lage zwischen Grönland, Dänemark und den Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump äußert wiederholt, Amerika wolle das zum dänischen Königreich gehörende Grönland kaufen oder notfalls auch mit militärischer Gewalt annektieren.
Später folgt eine Entschuldigung
Wie »Arctic Today« berichtet , entschuldigte sich Long später für seine Äußerung. Er betonte demnach, dass es sich um einen Scherz gehandelt habe. »Wenn sich jemand dadurch beleidigt gefühlt hat, entschuldige ich mich«, sagte Long dem Blatt.
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Island ist zwar kein Mitglied der EU, jedoch Teil des Europäischen Wirtschaftsraums sowie Gründungsmitglied der Nato. Genau wie Grönland zählte auch Island einst zum Königreich Dänemark, wurde aber 1918 unabhängig und 1944 zur Republik erklärt.
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