Die israelische Armee hat eine Laserabwehrwaffe erhalten, die im Sommer erstmals unter echten Bedingungen getestet wurde und nun in die mehrschichtige Flugabwehr des Landes integriert werden soll. An der Entwicklung waren die Rüstungsunternehmen Elbit Systems und Rafael beteiligt.
Das System Iron Beam (Eiserner Strahl) gilt als weiterer Baustein der israelischen Luftabwehr neben Iron Dome, David’s Sling und Arrow.
Nach US-Angaben können mit dem Lasersystem etwa Drohnen für rund vier Dollar pro Einsatz neutralisiert werden. Das bislang eingesetzte mehrstufige Raketenabwehrsystem ist dagegen erheblich teurer.
Juval Steinitz, Vorsitzender des Rüstungskonzerns Rafael
Der Rafael-Vorsitzende Juval Steinitz erklärte: »Heute beginnt das Zeitalter der Hochenergielaser-Verteidigung.« Israel ist das erste Land, das ein einsatzfähiges Lasersystem zur Abwehr von Bedrohungen aus der Luft in Betrieb nehme.
Israel will laut einem ranghohen Entwickler sein neues Laser-Abwehrsystem in Zukunft nicht nur vom Boden aus betreiben, sondern auch auf Flugzeugen installieren. »Wir sind bereits in der nächsten Generation«, sagte Daniel Gold vom israelischen Verteidigungsministerium in einem TV-Interview. Gold ist kein Unbekannter. Er hat das Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) erdacht und maßgeblich entwickelt.
Gold sagte, man arbeite bereits an einem noch stärkeren Laser, der ein noch breiteres Spektrum an Bedrohungen abwehren könne. »Wir werden ihn auch in die Luft bringen«, erklärte der Leiter der Abteilung für Verteidigungsforschung und -entwicklung. Dafür sei aber noch einige Zeit notwendig.
Man arbeite intensiv an einem Programm, mit dessen Hilfe man die Laserabwehrwaffen auch auf Flugzeugen installieren könne. Damit könnten Flugzeuge verschiedener Größe über den Wolken fliegen und von dort aus Raketen und Drohnen abschießen, die auf Israel abgefeuert würden. All dies werde weit weg von Israel selbst geschehen. »Das ist die nächste Vision«, sagte Gold.
