Irans Außenminister hat vor Auftakt der Verhandlungen mit den USA Gespräche auf Augenhöhe gefordert. »Gleichberechtigung, gegenseitiger Respekt und gegenseitige Interessen sind keine Rhetorik – sie sind unverzichtbar und die tragenden Säulen eines dauerhaften Abkommens«, schrieb Abbas Araghchi auf der Plattform X. »Wir handeln in gutem Glauben und bestehen zugleich entschlossen auf unseren Rechten.«
Iran enters diplomacy with open eyes and a steady memory of the past year.
— Seyed Abbas Araghchi (@araghchi) February 6, 2026
We engage in good faith and stand firm on our rights.
Commitments need to be honored. Equal standing, mutual respect and mutual interest are not rhetoric—they are a must and the pillars of a durable…
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Bei dem Treffen in der omanischen Hauptstadt Maskat wird er unter anderem von seinen Vizeministern Majid Takht Ravanchi und Kasem Gharibabadi begleitet, wie der staatliche iranische Rundfunk berichtete. Die Verhandlungen sollen um 10 Uhr deutscher Zeit beginnen. Für die USA wird der Sondergesandte Steve Witkoff in Maskat erwartet. Begleitet wird er von Präsident Donald Trumps Schwiegersohn, Jared Kushner.
Trump droht mit Militärschlag
Dem staatlichen Rundfunk zufolge will das Team um Araghchi bei den Verhandlungen mit den USA ausschließlich über Irans Atomprogramm sprechen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans verbündeten Milizen in der Region Thema sein müssten.
Die Gespräche gelten als heikel. US-Präsident Donald Trump droht dem Regime in Teheran seit Wochen mit einem erneuten Militärschlag. Iran schlug trotz der Warnungen aus Washington die größte Protestbewegung in der Geschichte des Landes blutig nieder (lesen Sie hier, was Augenzeugen von den tödlichen Tagen berichten).
Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Golfregion seitdem massiv verstärkt – auch zum Schutz eigener Stützpunkte vor möglichen Vergeltungsangriffen. Im Fall eines amerikanischen Luftschlags fürchten Beobachter eine regionale Eskalation, mehrere Staaten versuchten deshalb zuletzt zu vermitteln. (Lesen Sie hier ein Interview mit dem Experten Ali Vaez zur Frage, ob ein Krieg im Nahen Osten noch zu vermeiden ist.)

