Wichtige Updates
Sortierung
Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das US-Militär will seit Kriegsbeginn fast 2000 Ziele attackiert und 17 iranische Schiffe zerstört haben.
- Teheran antwortet mit Gegenschlägen. Diese treffen auch Ziele in anderen Ländern, etwa in Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo sich Militärstützpunkte der USA befinden.
- Die proiranische Hisbollah-Miliz greift in die Kämpfe ein und attackiert Israel. Das israelische Militär reagiert mit Gegenschlägen im Libanon und hat Bewohner im Südlibanon zur Evakuierung aufgerufen.
- US-Präsident Donald Trump droht Spanien, das den USA die Nutzung seiner Militärbasen für den Irankrieg untersagt, mit der Einstellung des Handels. Ministerpräsident Pedro Sánchez erneuert seine scharfe Kritik am Angriff.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Warum es darauf ankommt, wie ein Herrscher stirbt: Die Art von Khameneis Tod könnte über die Zukunft Irans mitentscheiden.
- Fünf Erkenntnisse aus Merz’ Treffen mit Trump: Eigentlich wollte der Kanzler in Washington über Zölle, China und den Ukrainekrieg sprechen. Der US-israelische Militärschlag gegen Iran änderte alles.
- Den USA gehen die Abfangraketen aus: Hilfe könnte ausgerechnet aus Europa kommen.
- So gnadenlos späht Irans Regime die eigene Bevölkerung aus: SPIEGEL-Recherchen gewähren Einblick in das System der Mullahs
- Daten und Grafiken zum Irankrieg: Wo fliegen die Truppen von den USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? Hier geht’s zum Überblick
- Spanien riskiert Bruch mit den USA: Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilt den US-Angriff auf Iran so deutlich wie kein anderer europäischer Regierungschef. Das ist politisch gefährlich
- Anschlagsrisiko, neue Gefahren für die Bundeswehr, Futter für Populisten: Das sind die größten Risiken für Deutschland in der Irankrise
- Er soll retten, was vom Regime in Teheran übrig ist: Ali Larijani hat die Führung in Iran übernommen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Nato verurteilt Beschuss in Richtung Türkei
Nato-Sprecherin Allison Hart hat Irans Beschuss in Richtung des türkischen Luftraums verurteilt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Nato stehe fest an der Seite aller Verbündeten, einschließlich der Türkei. »Unsere Abschreckungs- und Verteidigungshaltung bleibt in allen Bereichen stark, auch wenn es um Luft- und Raketenabwehr geht.« Das türkische Außenministerium lege zudem Protest bei dem iranischen Außenministerium ein, berichtet Reuters mit Verweis auf Diplomatenkreise.
Türkei meldet Nato-Abwehr von ballistischer iranischer Rakete
Die Nato hat eine ballistische iranische Rakete abgefangen, die beinahe in türkischen Luftraum eingedrungen sein soll. Das meldeten die Nachrichtenagenturen AP und Reuters unter Verweis auf das türkische Verteidigungsministerium. Demnach sei die Rakete von Iran abgefeuert worden, habe zunächst irakischen und syrischen Luftraum durchflogen und sei auf dem Weg in Richtung Türkei gewesen. Nato-Luft- und Raketenabwehrsysteme hätten sie über dem östlichen Mittelmeer zerstört, teilte das Verteidigungsministerium demnach mit.
In einer Erklärung hieß es, es habe bei dem Vorfall keine Opfer oder Verletzten gegeben. Die Türkei behalte sich das Recht vor, auf jegliche feindliche Handlungen gegen sie zu reagieren, und warnte die Konfliktparteien davor, Schritte zu unternehmen, die den Konflikt eskalieren könnten.
In einer Erklärung hieß es, es habe bei dem Vorfall keine Opfer oder Verletzten gegeben. Die Türkei behalte sich das Recht vor, auf jegliche feindliche Handlungen gegen sie zu reagieren, und warnte die Konfliktparteien davor, Schritte zu unternehmen, die den Konflikt eskalieren könnten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iranische staatsnahe Stiftung meldet mehr als tausend Todesopfer
In Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen offenbar mindestens 1045 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien sowohl Zivilisten als auch Militärangehörige, berichteten iranische Medien übereinstimmend unter Berufung auf die staatliche Stiftung für Märtyrer und Veteranen.
Die Organisation ist eine staatlich finanzierte Stiftung, die seit ihrer Gründung Familien von im Krieg getöteten Menschen sowie Kriegsversehrten finanzielle und institutionelle Unterstützung gewährt. Sie veröffentlicht in Kriegszeiten auch Daten über Opfer.
Eine Frau läuft in Teheran entlang einer zerstörten Polizeistation. Foto: Abedin Taherkenareh / EPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

In Dubai häufen sich Privatjet-Anfragen
Seit Beginn des Irankriegs gebe es vermehrt Anfragen von Menschen, die Dubai mit gecharterten Privatjets verlassen wollen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa mit Verweis auf die Anbieter Global Charter und Jet-VIP. Dabei hätten sich nicht nur die üblichen Kunden, sondern auch Geschäftsreisende und Familien gemeldet, so der Chef eines Anbieters gegenüber dpa.
Die Preise für solche Flüge seien deutlich höher als normalerweise. Grund dafür seien unter anderem Versicherungsbedingungen, aber auch längere Flugstrecken, um gewisse Lufträume zu vermeiden. Zudem sei die Nachfrage hoch, doch die Zahl der Jets und auch des Personals, das in dem Gebiet zu fliegen bereit ist, begrenzt. Genaue Preise nannten die Unternehmen laut dpa nicht.
Lesen Sie hier mehr zum Thema: In Dubai schlagen Raketen ein – deutsche Influencer bewerben Kajal.
Lesen Sie hier mehr zum Thema: In Dubai schlagen Raketen ein – deutsche Influencer bewerben Kajal.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Iran seit 100 Stunden offline
Laut dem Portal Netblocks.org, das Netzsperren systematisch erfasst, dauert der Internetausfall in Iran nun schon 100 Stunden an. »Die Messwerte zeigen, dass die Internetverbindung bei 1 % des normalen Niveaus stagniert, während der regionale Konflikt eskaliert«, schreibt NetBlocks auf X.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Sichtbare Schäden an Atomanlagen, aber derzeit kein Strahlungsrisiko in Iran
Nahe dem iranischen Atomtechnologiezentrum in Isfahan im Zentrum Irans sind nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zwei Gebäude beschädigt worden. Es seien aber keine Gebäude betroffen, in denen sich nukleares Material befinde. Daher bestehe derzeit auch kein Strahlungsrisiko, teilte die IAEA auf X mit. Bereits am Dienstag bestätigte die Behörde, dass auch der Eingangsbereich der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans teilweise beschädigt sei. Rafael Grossi, Chef der IAEA, wiederholte auf X seinen Aufruf an die Kriegsparteien, maximale Zurückhaltung zu üben, um einen Atomunfall zu verhindern.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Türkei meldet Nato-Abwehr von ballistischer iranischer Rakete
Die Nato hat eine ballistische iranische Rakete abgefangen, die beinahe in türkischen Luftraum eingedrungen sein soll. Das meldeten die Nachrichtenagenturen AP und Reuters unter Verweis auf das türkische Verteidigungsministerium. Demnach sei die Rakete von Iran abgefeuert worden, habe zunächst irakischen und syrischen Luftraum durchflogen und sei auf dem Weg in Richtung Türkei gewesen. Nato-Luft- und Raketenabwehrsysteme hätten sie über dem östlichen Mittelmeer zerstört, teilte das Verteidigungsministerium demnach mit.
In einer Erklärung hieß es, es habe bei dem Vorfall keine Opfer oder Verletzten gegeben. Die Türkei behalte sich das Recht vor, auf jegliche feindliche Handlungen gegen sie zu reagieren, und warnte die Konfliktparteien davor, Schritte zu unternehmen, die den Konflikt eskalieren könnten.
In einer Erklärung hieß es, es habe bei dem Vorfall keine Opfer oder Verletzten gegeben. Die Türkei behalte sich das Recht vor, auf jegliche feindliche Handlungen gegen sie zu reagieren, und warnte die Konfliktparteien davor, Schritte zu unternehmen, die den Konflikt eskalieren könnten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Stimmen von der iranisch-türkischen Grenze: »Wir werden unter dem Daumen der Amerikaner zerquetscht werden«
Der Irankrieg könnte eine Fluchtwelle auslösen. Im Nachbarland Türkei dürfen sich Menschen mit iranischem Reisepass 90 Tage lang ohne Visum aufhalten. Während des Zwölftagekriegs im vergangenen Sommer strömten zahlreiche Iranerinnen und Iraner über den Grenzübergang Kapıköy in der ostanatolischen Provinz Van. Derzeit ist es dort ruhig, berichtet SPIEGEL-Mitarbeiterin Şebnem Arsu von vor Ort. Etwa 500 Grenzübergänge seien am Dienstag registriert worden, erfuhr sie von türkischen Grenzbeamten. Sie sprach an diesem Tag mit mehreren Personen auf der Durchreise.
Arman, 17 Jahre alt, war gemeinsam mit seinem Vater in Istanbul, als am Samstag der Krieg begann. Nun endet der Kurztrip, Vater und Sohn kehren zurück in ihr Heimatland. Arman sei wütend. »Viele Menschen sagen, dass die USA und Israel das iranische Volk befreien wollen, aber wir alle wissen, dass sie das Öl und die natürlichen Reichtümer Irans wollen«, sagt er. Er glaubt, Washington wolle in Iran ein Regime fördern, mit dem es verhandeln könne. »Amerika will einen Deal machen und einen neuen Obersten Führer für das iranische Volk wählen. Einen Führer, der bereit ist, ihnen zu geben, was sie wollen.«
Tarane, 26 Jahre alt, lebt bereits seit einigen Jahren in der Türkei, dort hat sie zuletzt ihre Familie für einen Besuch empfangen. Schwester und Mutter seien in dem letzten Flugzeug gewesen, das vor Kriegsbeginn Teheran verlassen habe – nur Minuten bevor am Samstag der Luftraum geschlossen worden sei. »Der Grund für diesen Angriff ist unser eigenes Regime«, sagt sie. Absurd sei jedoch, den Krieg damit zu rechtfertigen, dem iranischen Volk Frieden bringen zu wollen. Für Tarane ist das ein Vorwand. Die Ingenieurin habe ihren Angehörigen von der schnellen Rückreise abhalten wollen. Doch die Familie führe ein Unternehmen und wolle die 500 Mitarbeiter nicht im Stich lassen, sagt sie. »Dieses Mal geht es um das Überleben des fast 50 Jahre alten Regimes und seines Kreises von Nutznießern, also werden sie alles tun, um zu überleben«, sagt sie. »Die Menschen haben große Angst, dass sich eine Situation wie in Venezuela in Iran wiederholt.« Dennoch vertraue sie den USA und Israel mehr als dem iranischen Regime. »Das Regime hat vor einem Monat 40.000 seiner eigenen Bürger getötet.« Um sich erneut zu erheben, brauche die Bevölkerung Unterstützung.
Arman, 17 Jahre alt, war gemeinsam mit seinem Vater in Istanbul, als am Samstag der Krieg begann. Nun endet der Kurztrip, Vater und Sohn kehren zurück in ihr Heimatland. Arman sei wütend. »Viele Menschen sagen, dass die USA und Israel das iranische Volk befreien wollen, aber wir alle wissen, dass sie das Öl und die natürlichen Reichtümer Irans wollen«, sagt er. Er glaubt, Washington wolle in Iran ein Regime fördern, mit dem es verhandeln könne. »Amerika will einen Deal machen und einen neuen Obersten Führer für das iranische Volk wählen. Einen Führer, der bereit ist, ihnen zu geben, was sie wollen.«
Tarane, 26 Jahre alt, lebt bereits seit einigen Jahren in der Türkei, dort hat sie zuletzt ihre Familie für einen Besuch empfangen. Schwester und Mutter seien in dem letzten Flugzeug gewesen, das vor Kriegsbeginn Teheran verlassen habe – nur Minuten bevor am Samstag der Luftraum geschlossen worden sei. »Der Grund für diesen Angriff ist unser eigenes Regime«, sagt sie. Absurd sei jedoch, den Krieg damit zu rechtfertigen, dem iranischen Volk Frieden bringen zu wollen. Für Tarane ist das ein Vorwand. Die Ingenieurin habe ihren Angehörigen von der schnellen Rückreise abhalten wollen. Doch die Familie führe ein Unternehmen und wolle die 500 Mitarbeiter nicht im Stich lassen, sagt sie. »Dieses Mal geht es um das Überleben des fast 50 Jahre alten Regimes und seines Kreises von Nutznießern, also werden sie alles tun, um zu überleben«, sagt sie. »Die Menschen haben große Angst, dass sich eine Situation wie in Venezuela in Iran wiederholt.« Dennoch vertraue sie den USA und Israel mehr als dem iranischen Regime. »Das Regime hat vor einem Monat 40.000 seiner eigenen Bürger getötet.« Um sich erneut zu erheben, brauche die Bevölkerung Unterstützung.
Ali, ein Mann in den 60ern, ist aus der fast 300 Kilometer von der Grenze entfernten Stadt Urmia in die Türkei gereist. Auf dem Weg sei er nur knapp einem Luftangriff entgangen. »Israel hat zwei Autos direkt vor mir getroffen«, sagte er. »Die Autos sind zu Asche geworden. Gott hat uns gerettet.« Er fürchtet einen langen Krieg. »Dieses Regime hat 40.000 unschuldige Menschen getötet und alle Brücken zu seinem eigenen Volk abgebrochen«, sagte er. »Und jetzt werden die USA eine Marionettenregierung einsetzen, und wir werden unter dem Daumen der Amerikaner zerquetscht werden. Der Schah war auch nicht besser, sie sind alle korrupt.«
Laut SPIEGEL-Mitarbeiterin Arsu sind die Grenzübertritte am heutigen Mittwoch im Vergleich zu Wochenbeginn weniger. Von einem Zollbeamten hat sie erfahren, dass die iranische Seite die Bearbeitung von Ausreisen iranischer Staatsangehöriger vorerst eingestellt habe.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Marvin Milatz
Faktenchecker

Faktencheck: Manipulierte Satellitenbilder
Bereits am Samstag fand ein mittels künstlicher Intelligenz manipuliertes Satellitenbild starke Verbreitung in den sozialen Medien. Es soll ein amerikanisches Radar in Katar zeigen. Verbreitet wurde der Fake etwa vom offiziellen X-Account der iranischen Zeitung »Tehran Times«.
Bis heute ist der Post online, wurde mittlerweile fast eine Million Mal angesehen und das Bild verbreitet sich auch auf anderen Plattformen.
Der Vorher-Nachher-Vergleich soll extreme Schäden an Radar-Technik und umliegenden Gebäuden zeigen. Die Manipulation lässt sich an der teilweise veränderten Architektur der Gebäude erkennen. Die KI hat manche Gebäudeteile erfunden.
Eigentlich handelt es sich bei dem gezeigten Standort um einen – tatsächlich auch durch iranische Angriffe beschädigten – amerikanischen Marine-Stützpunkt in Manama, Bahrain.
Satellitenbilder von Kriegsgebieten ermöglichen Aufklärung von oben. Gerade daher räumen Militärexperten den Bildern oft einen hohen Stellenwert ein, um schwer zugängliche Krisenregionen schnell und unabhängig zu bewerten. Das Beispiel zeigt, dass diese Bilder, sobald sie verbreitet werden, auch nicht vor Fälschung sicher sind.
Satellitenbilder von Kriegsgebieten ermöglichen Aufklärung von oben. Gerade daher räumen Militärexperten den Bildern oft einen hohen Stellenwert ein, um schwer zugängliche Krisenregionen schnell und unabhängig zu bewerten. Das Beispiel zeigt, dass diese Bilder, sobald sie verbreitet werden, auch nicht vor Fälschung sicher sind.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Spanien wirft Merz bei Nahost-Eskalation mangelnde Solidarität vor
US-Präsident Donald Trump ärgert sich über die mangelnde Unterstützung Spaniens für seinen Militärschlag gegen Iran. Während eines Treffens mit Friedrich Merz im Weißen Haus drohte er Madrid mit einem Handelsembargo. Dort zeigt man sich nun brüskiert über den mangelnden Beistand des deutschen Kanzlers. Mehr dazu lesen Sie hier.
Spaniens Außenminister Albares kann sich nicht vorstellen, dass Angela Merkel oder Olaf Scholz solche Äußerungen gemacht hätten. Foto: Daniel Gonzalez / EPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Carlotta Böttcher
Deutschlandressort

Erster Evakuierungsflug der Bundesregierung soll Donnerstagmorgen landen
Der erste Evakuierungsflug im Auftrag der Bundesregierung soll nach Angaben der Lufthansa am frühen Donnerstagmorgen in Frankfurt landen. Der Jet soll demnach um 1.55 Uhr Ortszeit in Maskat, der Hauptstadt Omans, starten. Laut Lufthansa ist die Landung am Frankfurter Flughafen gegen 5.45 Uhr geplant.
Für den Flug mit rund 280 Plätzen sollten nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul besonders vulnerable Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder. Weitere Flüge seien in den kommenden Tagen geplant.
Flughafen Frankfurt erwartet mehrere Flüge aus Nahost
Nach zahlreichen Flugausfällen wegen des Irankriegs werden heute am Flughafen Frankfurt mehrere Flüge aus dem Nahen Osten erwartet. Man könne keine genauen Angaben machen und die Lage sei sehr volatil, sagte eine Sprecherin von Fraport, dem Flughafenbetreiber in Frankfurt am Main. Derzeit zeichne sich aber ab, dass einige Flugbereiche wieder geöffnet seien.
Aktuell stünden Bewegungen nach und von Dubai, Bahrain, Maskat, Beirut, Riad und Amman auf dem Flugplan, sagte die Sprecherin. So könnten den Angaben zufolge heute fünf Flugzeuge aus der Konfliktregion in Frankfurt landen. Allerdings: Ein Flug aus Dubai mit geplanter Ankunft am Morgen sei kurzfristig wieder annulliert worden, sagte die Sprecherin weiter.
Aktuell stünden Bewegungen nach und von Dubai, Bahrain, Maskat, Beirut, Riad und Amman auf dem Flugplan, sagte die Sprecherin. So könnten den Angaben zufolge heute fünf Flugzeuge aus der Konfliktregion in Frankfurt landen. Allerdings: Ein Flug aus Dubai mit geplanter Ankunft am Morgen sei kurzfristig wieder annulliert worden, sagte die Sprecherin weiter.
Ein Airbus A380 der Emirates-Airline am Montag im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen – als eine der ersten Maschinen aus Dubai nach Deutschland im Zuge des Kriegs. Foto: Florian Wiegand / dpa
Weiterhin definitiv nicht möglich sind demnach Flüge von und nach Tel Aviv und Doha. Bereits jeweils mehr als ein Dutzend ankommende und ausgehende Flüge in der Region sind heute storniert worden. Gestern Nachmittag landete erstmals wieder eine Maschine der Fluggesellschaft Emirates aus Dubai in Frankfurt am Main. Am späten Abend kam ein weiterer Flieger am Flughafen München an.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Trauerfeier für Khamenei wird verschoben
Die für heute Abend geplante Trauerfeier für das getötete geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Khamenei, wird verschoben. Das berichten staatliche iranische Medien. Ein neuer Termin werde später bekannt gegeben, heißt es weiter. Gründe für die Absage des Traueraktes an der Imam-Khomeini-Gebetsstätte wurden zunächst nicht mitgeteilt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israel rückt offenbar mit Bodentruppen in den Libanon ein
Israels Armee ist offenbar mit Bodentruppen in den Südlibanon eingerückt. Das meldeten libanesische Staatsmedien. Demnach sind israelische Truppen mehrere Kilometer weit auf libanesisches Gebiet vorgedrungen. Der etwa sechs Kilometer hinter der Grenze liegende Ort Khiam stehe unter »anhaltendem Artilleriebeschuss, während der israelische Feind in den Ort eingedrungen ist«, hieß es in den Berichten. Dem Sender Al-Manar zufolge sollen auch die Orte Marun al-Ras, Aita al-Schaab und Qaouzah aus der Luft und mit Artillerie beschossen worden sein.
Israelische Panzer manövrieren in der Nähe der israelisch-libanesischen Grenze im Norden Israels. Foto: Ariel Schalit / AP / dpa
Zuvor hatte Israel bereits eine Evakuierungsanordnung für den Südlibanon ausgegeben. Menschen im betroffenen Gebiet sollten sich nördlich des Flusses Litani zurückziehen, hieß es darin. Mehr dazu lesen Sie hier:
Israel ruft Bewohner im Südlibanon zur Evakuierung auf
Die israelische Armee hat die Menschen im Süden des Libanons aufgefordert, ihr Zuhause sofort zu verlassen. In einem Post eines Armeesprechers auf X heißt es, es ergehe eine »dringende Warnung«. Grund für die Evakuierungsanordnung seien demnach »terroristische Aktivitäten der Hisbollah«, die Israel »gewaltsam« bekämpfen werde.
Die Betroffenen sollen sich den Anweisungen nach »unverzüglich nördlich des Litani-Flusses begeben. Jede Bewegung nach Süden könnte Ihr Leben gefährden!«, so der Sprecher.
Die Betroffenen sollen sich den Anweisungen nach »unverzüglich nördlich des Litani-Flusses begeben. Jede Bewegung nach Süden könnte Ihr Leben gefährden!«, so der Sprecher.
»Die israelischen Streitkräfte haben nicht die Absicht, Ihnen Schaden zuzufügen«, heißt es außerdem in dem Posting. »Zu Ihrer eigenen Sicherheit müssen Sie Ihre Häuser unverzüglich verlassen. Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Mitgliedern, -Einrichtungen oder -Waffen aufhält, begibt sich in Lebensgefahr. Jedes Haus, das von der Hisbollah zu militärischen Zwecken genutzt wird, kann Ziel eines Angriffs werden.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Demokraten kritisieren US-Regierung für »unnötigen Krieg«
»Es ist so viel schlimmer, als man gedacht hat«: Die US-Regierung informiert den Kongress über den Krieg gegen Iran, die Reaktionen der Demokraten sind gemischt. Auch aus Trumps eigener Partei kommen Bedenken. Lesen Sie hier die ganze Meldung.
Chuck Schumer bei einer Pressekonferenz zum Irankrieg. Foto: Jim Watson / AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israel ruft Bewohner im Südlibanon zur Evakuierung auf
Die israelische Armee hat die Menschen im Süden des Libanons aufgefordert, ihr Zuhause sofort zu verlassen. In einem Post eines Armeesprechers auf X heißt es, es ergehe eine »dringende Warnung«. Grund für die Evakuierungsanordnung seien demnach »terroristische Aktivitäten der Hisbollah«, die Israel »gewaltsam« bekämpfen werde.
Die Betroffenen sollen sich den Anweisungen nach »unverzüglich nördlich des Litani-Flusses begeben. Jede Bewegung nach Süden könnte Ihr Leben gefährden!«, so der Sprecher.
Die Betroffenen sollen sich den Anweisungen nach »unverzüglich nördlich des Litani-Flusses begeben. Jede Bewegung nach Süden könnte Ihr Leben gefährden!«, so der Sprecher.
»Die israelischen Streitkräfte haben nicht die Absicht, Ihnen Schaden zuzufügen«, heißt es außerdem in dem Posting. »Zu Ihrer eigenen Sicherheit müssen Sie Ihre Häuser unverzüglich verlassen. Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Mitgliedern, -Einrichtungen oder -Waffen aufhält, begibt sich in Lebensgefahr. Jedes Haus, das von der Hisbollah zu militärischen Zwecken genutzt wird, kann Ziel eines Angriffs werden.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Irak meldet Drohnenangriff auf US-Militärstützpunkt in Bagdad
Die Angriffe weiten sich aus: In Bagdad ist eine Drohne am US-Militärstützpunkt eingeschlagen, wie örtliche Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise berichteten. Schäden habe es nicht gegeben. Der Stützpunkt befindet sich in der Nähe des Flughafens von Bagdad. Wer die Drohne abfeuerte, ist derzeit noch nicht bekannt.
Eine mit Teheran verbündete Miliz beanspruchte heute einen Drohnenangriff auf eine US-Basis in Erbil in der Kurdenregion für sich. Zudem habe sie in Erbil ein Hotel angegriffen, in dem US-Soldaten untergebracht seien.
Der Irak teilt sich eine 1500 Kilometer lange Grenze mit Iran. Teheran hat großen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss auf das Nachbarland unter anderem durch die mächtigen, Iran-treuen Milizen dort. Beobachter fürchten neue Unruhen im Irak durch die Entwicklungen im Nachbarland.
Eine mit Teheran verbündete Miliz beanspruchte heute einen Drohnenangriff auf eine US-Basis in Erbil in der Kurdenregion für sich. Zudem habe sie in Erbil ein Hotel angegriffen, in dem US-Soldaten untergebracht seien.
Der Irak teilt sich eine 1500 Kilometer lange Grenze mit Iran. Teheran hat großen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss auf das Nachbarland unter anderem durch die mächtigen, Iran-treuen Milizen dort. Beobachter fürchten neue Unruhen im Irak durch die Entwicklungen im Nachbarland.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Leseempfehlung: Warum es darauf ankommt, wie ein Herrscher stirbt
Als der Krieg begann, saß Revolutionsführer Ali Khamenei ungerührt in seiner Residenz. Und starb. Die Art seines Todes könnte über die Zukunft Irans mitentscheiden, schreibt unser Kollege Christoph Reuter.
Khamenei-Plakat in Teheran: War die tödliche Ortswahl sein bewusstes Kalkül? Foto: AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iranisches Schiff vor Sri Lanka angegriffen
Vor der Küste Sri Lankas wurde ein iranisches Militärschiff von einem U-Boot angegriffen. Mindestens 101 Menschen werden noch von dem sinkenden Schiff vermisst, heißt es laut der Nachrichtenagentur Reuters. Sri Lankas Behörden nennen noch keine Zahl an Vermissten, die Suchaktion laufe noch. 78 Personen seien verletzt worden. 32 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iran offenbar nicht bereit für Gespräche mit USA
Ein hochrangiger Berater des bei US-israelischen Angriffen getöteten obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Khamenei hat Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. Mohammad Mokhber sagte Berichten zufolge im Staatsfernsehen, dass Iran »kein Vertrauen in die Amerikaner« habe und dass es »keine Basis für jegliche Verhandlungen« mit den USA gebe. »Wir können den Krieg so lange fortsetzen, wie wir wollen«, fügte er demnach hinzu.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Flughafen Frankfurt erwartet mehrere Flüge aus Nahost
Nach zahlreichen Flugausfällen wegen des Irankriegs werden heute am Flughafen Frankfurt mehrere Flüge aus dem Nahen Osten erwartet. Man könne keine genauen Angaben machen und die Lage sei sehr volatil, sagte eine Sprecherin von Fraport, dem Flughafenbetreiber in Frankfurt am Main. Derzeit zeichne sich aber ab, dass einige Flugbereiche wieder geöffnet seien.
Aktuell stünden Bewegungen nach und von Dubai, Bahrain, Maskat, Beirut, Riad und Amman auf dem Flugplan, sagte die Sprecherin. So könnten den Angaben zufolge heute fünf Flugzeuge aus der Konfliktregion in Frankfurt landen. Allerdings: Ein Flug aus Dubai mit geplanter Ankunft am Morgen sei kurzfristig wieder annulliert worden, sagte die Sprecherin weiter.
Aktuell stünden Bewegungen nach und von Dubai, Bahrain, Maskat, Beirut, Riad und Amman auf dem Flugplan, sagte die Sprecherin. So könnten den Angaben zufolge heute fünf Flugzeuge aus der Konfliktregion in Frankfurt landen. Allerdings: Ein Flug aus Dubai mit geplanter Ankunft am Morgen sei kurzfristig wieder annulliert worden, sagte die Sprecherin weiter.
Ein Airbus A380 der Emirates-Airline am Montag im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen – als eine der ersten Maschinen aus Dubai nach Deutschland im Zuge des Kriegs. Foto: Florian Wiegand / dpa
Weiterhin definitiv nicht möglich sind demnach Flüge von und nach Tel Aviv und Doha. Bereits jeweils mehr als ein Dutzend ankommende und ausgehende Flüge in der Region sind heute storniert worden. Gestern Nachmittag landete erstmals wieder eine Maschine der Fluggesellschaft Emirates aus Dubai in Frankfurt am Main. Am späten Abend kam ein weiterer Flieger am Flughafen München an.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Wirtschaftsministerin Reiche sieht keine Knappheit bei Öl und Gas
Energie ist zwar teurer geworden. Doch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betont, dass es in Deutschland keine Knappheit an Öl und Gas gebe. Der Krieg in Nahost habe zwar zu Preisausschlägen geführt, es gebe aber kein Mengenproblem. »Die Lage bleibt volatil«, sagte die CDU-Politikerin in München.
Wirtschaftsministerin Reiche. Foto: Chris Emil Janssen / Chris Emil Janßen / IMAGO
Die Bundesregierung gehe nicht unvorbereitet in die Situation und habe Instrumente zum Handeln. Es gebe aber noch keinen Anlass, sie auch einzusetzen. Auch einer möglichen Neuauflage der Spritpreisbremse erteilte Reiche eine Absage. »Die steht nicht auf der Agenda.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Griechische Kampfjets fangen verdächtiges Objekt vor Zypern ab
Die Behörden in Zypern haben am Morgen kurzzeitig eine Flugsicherheitswarnung ausgegeben. Grund war ein »verdächtiges Objekt«, das Kurs auf Zypern nahm, meldeten die Nachrichtenagentur Reuters und die Zeitung »Cyprus Mail« übereinstimmend. Deshalb seien griechische Kampfflugzeuge aufgestiegen. Sie fingen demnach das Objekt ab.
Zuvor seien die Mitarbeiter der US-Botschaft in Nikosia vorsorglich in den Keller des Gebäudes gebracht worden, hieß es weiter bei »Cyprus Mail«. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis sagte, dass eine potenzielle Bedrohung jenseits der Insel identifiziert worden sei. Auf X schrieb er, dass man im Luftraum nahe dem Libanon »ein möglicherweise verdächtiges Objekt entdeckt« habe. »Vorsorglich wurden von den zuständigen Behörden alle geeigneten Maßnahmen ergriffen, um den Vorfall zu untersuchen und gegebenenfalls zu bearbeiten.«
Zuvor seien die Mitarbeiter der US-Botschaft in Nikosia vorsorglich in den Keller des Gebäudes gebracht worden, hieß es weiter bei »Cyprus Mail«. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis sagte, dass eine potenzielle Bedrohung jenseits der Insel identifiziert worden sei. Auf X schrieb er, dass man im Luftraum nahe dem Libanon »ein möglicherweise verdächtiges Objekt entdeckt« habe. »Vorsorglich wurden von den zuständigen Behörden alle geeigneten Maßnahmen ergriffen, um den Vorfall zu untersuchen und gegebenenfalls zu bearbeiten.«
Zwei Flugzeuge, die im Landeanflug auf Larnaka waren, wurden den Berichten zufolge umgeleitet.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Brüssel gibt Spanien Rückendeckung
Spaniens Regierung will den USA nicht erlauben, in Spanien gelegene Luftwaffenstützpunkte für den Krieg gegen Iran zu nutzen. US-Präsident Trump drohte Spanien dann am Dienstag deswegen mit einem kompletten Handelsstopp.
Die EU stellt sich nun hinter Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez. Brüssel werde »sicherstellen, dass die Interessen der Europäischen Union gewahrt werden« und stehe in »Solidarität« mit allen Mitgliedstaaten, teilte ein Sprecher mit. Die Kommission sei »im Rahmen der gemeinsamen Handelspolitik bereit zu handeln«.
Die EU stellt sich nun hinter Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez. Brüssel werde »sicherstellen, dass die Interessen der Europäischen Union gewahrt werden« und stehe in »Solidarität« mit allen Mitgliedstaaten, teilte ein Sprecher mit. Die Kommission sei »im Rahmen der gemeinsamen Handelspolitik bereit zu handeln«.
EU-Fahnen wehen vor dem Gebäude der Kommission. Foto: Helena Dolderer / dpa
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Analyse: Will Trump einen Bürgerkrieg in Iran anzetteln?
Worum geht es der Trump-Regierung in Iran? Um einen Machtwechsel? Um eine Neuordnung des Nahen Ostens? Außenminister Marco Rubio hat zuletzt zurückgerudert und behauptet, die USA wollten lediglich der Bedrohung durch das iranische Atom- und Raketenprogramm begegnen.
Dem steht nun eine Nachricht des US-Senders CNN gegenüber, wonach der US-Auslandsgeheimdienst CIA kurdische Kräfte in Iran und im Nordirak aufrüsten möchte. So soll offenkundig ein Volksaufstand »angezettelt« werden, berichtet CNN unter Berufung auf anonyme Quellen. »Wir glauben, wir haben jetzt eine große Chance«, zitiert CNN einen »hohen iranisch-kurdischen Offiziellen«.
Es wäre ein potenziell dramatischer Schritt. Iran hat mehr Einwohner als Irak und Afghanistan zusammen. Die ethnischen und konfessionellen Bruchlinien, die das Land durchziehen, reichen weit über dessen Grenzen hinaus, vom Golf bis Zentralasien, von Pakistan bis in die Türkei. Ein Bürgerkrieg zwischen verschiedenen Gruppen in Iran könnte die gesamte Region destabilisieren.
US-Präsident Trump (beim Treffen mit Kanzler Merz am Montag). Foto: Jonathan Ernst / REUTERS
Jakob Müller
Hauptstadtbüro

CIA will offenbar kurdische Kräfte bewaffnen, um Aufstand in Iran zu entfachen
Die CIA arbeitet offenbar an der Bewaffnung kurdischer Kräfte, um einen Aufstand von Gegnern des islamischen Regimes zu unterstützen. Das berichtete der Sender CNN unter Berufung auf mehrere mit dem Plan vertraute Quellen.
Die Trump-Regierung führe aktive Gespräche mit iranischen Oppositionsgruppen und kurdischen Führern im Irak über die Bereitstellung militärischer Unterstützung, hieß es. Die iranisch-kurdischen Oppositionskräfte würden voraussichtlich in den kommenden Tagen an einer Bodenoperation im Westen Irans teilnehmen, wie ein Beamter CNN mitgeteilt haben soll.
Die Trump-Regierung führe aktive Gespräche mit iranischen Oppositionsgruppen und kurdischen Führern im Irak über die Bereitstellung militärischer Unterstützung, hieß es. Die iranisch-kurdischen Oppositionskräfte würden voraussichtlich in den kommenden Tagen an einer Bodenoperation im Westen Irans teilnehmen, wie ein Beamter CNN mitgeteilt haben soll.
Iranisch-kurdische bewaffnete Gruppen unterhalten Tausende Kämpfer entlang der irakisch-iranischen Grenze, hauptsächlich in der irakischen Region Kurdistan. Seit Beginn des Krieges haben mehrere Gruppen öffentliche Erklärungen abgegeben, in denen sie auf bevorstehende Aktionen hinweisen und iranische Militärangehörige zur Desertion auffordern.
Wie ein iranisch-kurdischer Beamter dem CNN mitteilte, werden Oppositionskräfte voraussichtlich in den kommenden Tagen eine Bodenoperation im Westen Irans starten. »Wir glauben, dass wir jetzt eine große Chance haben«, sagte die Quelle und fügte hinzu, dass die Milizen mit Unterstützung aus den USA und Israel rechnen.
Wie ein iranisch-kurdischer Beamter dem CNN mitteilte, werden Oppositionskräfte voraussichtlich in den kommenden Tagen eine Bodenoperation im Westen Irans starten. »Wir glauben, dass wir jetzt eine große Chance haben«, sagte die Quelle und fügte hinzu, dass die Milizen mit Unterstützung aus den USA und Israel rechnen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Dieselpreis klettert über 2-Euro-Marke
Teures Tanken: Der bundesweite Dieselpreis ist infolge der Verwerfungen durch den Irankrieg auf mehr als zwei Euro geklettert. In der morgendlichen Preisspitze um 7.15 Uhr ermittelte der ADAC einen bundesweiten Durchschnittspreis von 2,054 Euro pro Liter, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet.
Der Preisanstieg bei Diesel und Benzin sorgt für laute Kritik an der Mineralölbranche – und lässt Politiker über ein Comeback der Spritpreisbremse nachdenken. Mehr darüber lesen Sie hier.
Der Preisanstieg bei Diesel und Benzin sorgt für laute Kritik an der Mineralölbranche – und lässt Politiker über ein Comeback der Spritpreisbremse nachdenken. Mehr darüber lesen Sie hier.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Spanien erneuert Kritik an Iranangriff: »So beginnen die großen Katastrophen der Menschheit«
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat seine Ablehnung des Angriffs der USA und Israels auf Iran bekräftigt. »So beginnen die großen Katastrophen der Menschheit«, sagte Sánchez in einer Fernsehansprache. »Man kann nicht mit dem Schicksal von Millionen Menschen Russisches Roulette spielen«.
Sánchez hatte die Bombardierungen in Iran durch die USA und Israel zuvor bereits als rücksichtslos und illegal verurteilt. Er untersagte US-Flugzeugen die Nutzung von Marine- und Luftwaffenstützpunkten in Südspanien für die Offensive. Seine Regierung werde sich nicht »an etwas mitschuldig machen, das der Welt schadet und unsere Werte und Interessen widerspricht, nur aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen«, sagte Sánchez dazu nun.
Spanien verhalte sich »furchtbar«, sagte US-Präsident Trump am Dienstag bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). »Wir werden den gesamten Handel mit Spanien einstellen. Wir wollen nichts mit Spanien zu tun haben.«
Sánchez hatte die Bombardierungen in Iran durch die USA und Israel zuvor bereits als rücksichtslos und illegal verurteilt. Er untersagte US-Flugzeugen die Nutzung von Marine- und Luftwaffenstützpunkten in Südspanien für die Offensive. Seine Regierung werde sich nicht »an etwas mitschuldig machen, das der Welt schadet und unsere Werte und Interessen widerspricht, nur aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen«, sagte Sánchez dazu nun.
Spanien verhalte sich »furchtbar«, sagte US-Präsident Trump am Dienstag bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). »Wir werden den gesamten Handel mit Spanien einstellen. Wir wollen nichts mit Spanien zu tun haben.«
Spaniens Ministerpräsident Sánchez im Mai 2025. Foto: Fernando Sanchez / Europa Press / Getty Images
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Deutscher Aktienmarkt startet mit leichtem Plus
Nach kräftigen Verlusten an den Vortagen hat sich der deutsche Aktienmarkt am Morgen zunächst stabilisiert. Der deutsche Leitindex Dax eröffnete ein halbes Prozent höher. Derzeit notiert er bei rund 23.861 Punkten, ein Plus von rund 0,3 Prozent.
Zuvor hatte der Irankrieg an den asiatischen Börsen für einen dramatischen Kursrutsch gesorgt. Der südkoreanische Leitindex Kospi gab um rund zwölf Prozent nach, zeitweise war der Handel wegen der starken Verluste unterbrochen worden. Börsianer erklärten den Kursrutsch auch mit Gewinnmitnahmen, nachdem der südkoreanische Index zuletzt stark zugelegt hatte.
Zuvor hatte der Irankrieg an den asiatischen Börsen für einen dramatischen Kursrutsch gesorgt. Der südkoreanische Leitindex Kospi gab um rund zwölf Prozent nach, zeitweise war der Handel wegen der starken Verluste unterbrochen worden. Börsianer erklärten den Kursrutsch auch mit Gewinnmitnahmen, nachdem der südkoreanische Index zuletzt stark zugelegt hatte.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israel greift Iran an, Iran und Libanon greifen Israel an
Israel hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle in Iran gestartet. Es handele sich um Angriffe auf Ziele der iranischen Führung in Teheran, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Nach israelischen Angaben war es die bisher zehnte Angriffswelle seit Kriegsbeginn am Samstag.
Auch in Israel dauerten derweil iranische Raketenangriffe an. In der Nacht und am Morgen heulten im Großraum Tel Aviv erneut die Warnsirenen. Vor wenigen Stunden sei eine 17. Welle mit mehr als 40 Raketen auf israelisch-amerikanische Ziele gefeuert worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk veröffentlichten Erklärung der Revolutionswächter.
Auch aus dem Libanon flogen in der Nacht erneut Raketen auf den Norden Israels. Die meisten Geschosse seien abgefangen worden, teilte die Armee mit. Nach Angaben von Rettungskräften gab es zunächst keine Verletzten bei den neuen Angriffen auf Israel. Am Vortag waren nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom 45 Menschen bei Raketenangriffen verletzt worden.
Auch aus dem Libanon flogen in der Nacht erneut Raketen auf den Norden Israels. Die meisten Geschosse seien abgefangen worden, teilte die Armee mit. Nach Angaben von Rettungskräften gab es zunächst keine Verletzten bei den neuen Angriffen auf Israel. Am Vortag waren nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom 45 Menschen bei Raketenangriffen verletzt worden.
Israel: Stellungen iranischer Basidsch-Milizen angegriffen
Israel hat bei den massiven Angriffen nach Militärangaben auch Stellungen der Basidsch-Milizen ins Visier genommen. Es seien »Dutzende Stützpunkte« angegriffen worden, teilte ein Sprecher der israelischen Armee auf der Plattform X mit. Kampfjets hätten zahlreiche Geschosse abgeworfen. Die Basidsch-Milizen sind besonders für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt.
Mitglieder der Basidsch-Kräfte marschieren während einer Militärparade im Januar 2025 in Teheran. Foto: Vahid Salemi / AP / dpa
Auf der Basis von Hinweisen des Militärgeheimdienstes habe die Luftwaffe »eine weitere Angriffswelle durchgeführt, die auf Einrichtungen des iranischen Systems in ganz Teheran abzielte«, hieß es weiter. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die Basidsch-Stützpunkte seien von der iranischen Führung dazu genutzt worden, ihre Stabilität zu sichern und die Kontrolle der verschiedenen Landesteile aufrechtzuerhalten. Israels Armee werde die Angriffe »auf die Infrastruktur des iranischen Systems weiter vertiefen«, kündigte der Sprecher an.
Die Basidsch-Stützpunkte seien von der iranischen Führung dazu genutzt worden, ihre Stabilität zu sichern und die Kontrolle der verschiedenen Landesteile aufrechtzuerhalten. Israels Armee werde die Angriffe »auf die Infrastruktur des iranischen Systems weiter vertiefen«, kündigte der Sprecher an.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Miriam Khan
Nachrichtenressort
Israel greift laut libanesischen Angaben Hotel in Vorort von Beirut an
Bei einem Angriff auf ein Hotel in der libanesischen Hauptstadt Beirut sind offenbar fünf Menschen verletzt worden sein, eine davon lebensgefährlich. Das sagte der Hotelbesitzer der Nachrichtenagentur dpa. Es handle sich bei dem Schwerverletzten um eine Frau, die an der Rezeption des Hotels arbeitete. Der Libanon macht Israel für die Attacke verantwortlich. In dem Hotel hatten sich demnach Menschen aufgehalten, die vor Israels Angriffen im Raum Beirut geflohen waren.
Libanesische Soldaten stehen vor dem beschädigten Hotel. Foto: Hussein Malla / AP / dpa
Einen Aufruf zur Evakuierung gab es, anders als bei anderen israelischen Angriffe im Libanon, vorher nicht. Deshalb kam die Vermutung auf, dass bei dem Angriff etwa ein hochrangiges Mitglied der Hisbollah-Miliz gezielt getötet werden sollte. Das Hotel liegt aber nicht in einem der Vororte, in denen die Hisbollah besonders stark vertreten ist und viele Anhänger hat.
Die russische Armee teilte mit, sie habe mit Angriffen auf die »Hisbollah-Infrastruktur» in Beirut begonnen. Laut Augenzeugen bombardierten Kampfjets am Morgen weiter die südlichen Vororte der Hauptstadt.
Die russische Armee teilte mit, sie habe mit Angriffen auf die »Hisbollah-Infrastruktur» in Beirut begonnen. Laut Augenzeugen bombardierten Kampfjets am Morgen weiter die südlichen Vororte der Hauptstadt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Übersicht: Wo derzeit angegriffen wird
Die Kampfhandlungen weiten sich aus – auch der Libanon wird immer stärker beschossen. Unsere Karte zeigt die aktuelle Situation in der Region:
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Frankreich will Bürger aus mehreren Staaten ausfliegen
Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hat mehrere Rückholflüge für französische Staatsbürger angekündigt. Geplant seien Flüge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Israel, sagte Barrot dem Sender France 2. Zu der genauen Zahl der Passagiere äußert er sich nicht. In der Region halten sich derzeit rund 400.000 französische Staatsbürger auf.
Frankreichs Außenminister Barrot in Bagdad im Februar. Foto: Ahmed Saad / REUTERS
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Jakob Müller
Hauptstadtbüro

Israel droht mit Tötung von Khameneis Nachfolger
Bevor dieser benannt ist, hat Israel bereits angekündigt, auch den Nachfolger des toten iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Khamenei ins Visier zu nehmen. Jeder Anführer, der in Iran ernannt werde, sei ein »ein eindeutiges Ziel für eine Eliminierung«, schrieb der israelische Verteidigungsminister Israel Katz auf der Plattform X.
Israelischer Verteidigungsminister Israel Katz (l.) mit Ministerpräsident Netanyahu (M.) und dem Generalstabschef Zamir (r.). Foto: Maayan Toaf/dpa
Es spiele dabei keine Rolle, »wie er heißt oder wo er sich versteckt«. Man werde sich weiterhin gemeinsam mit den USA dafür einsetzen, »die Fähigkeiten des Regimes zu zerschlagen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das iranische Volk es stürzt und ersetzt«. Als einer der möglichen Nachfolger Khameneis gilt sein Sohn Mojtaba.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Innenminister Dobrindt sieht keine erhöhte Bedrohungslage
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht durch den Krieg in Iran keine erhöhte Bedrohungslage für Deutschland. Es gebe wie vor dem Krieg eine abstrakte Bedrohung, sagte der CSU-Politiker im ZDF-»Morgenmagazin«. Es gebe »keine konkreten Anschlagspäne, die wir kennen«.
Dobrindt verwies darauf, dass die Sicherheit für US-amerikanische, israelische und jüdische Einrichtungen in Deutschland erhöht worden sei. Seit dem Wochenende habe es zudem rund 60 Demonstrationen gegeben, die ruhig verlaufen seien. Die Behörden hätten im Blick, ob diese womöglich von Sympathisanten der iranischen Führung ausgespäht werden – sowie mögliche Gefährdungen aus dem Ausland und Bedrohungen im Cyberbereich. Es würden täglich Lagebilder erstellt.
Innenminister Dobrindt Ende Februar in Berlin. Foto: Jürgen Heinrich / IMAGO
»Die Lage kann sich aber jeden Tag natürlich verändern«, betonte Dobrindt. »Aber zum heutigen Tag sehen wir nichts, was eine zusätzliche neue Gefährdungslage für Deutschland bedeuten würde«, wiederholte der Minister. Auch sehe man derzeit keine zusätzlichen Fluchtbewegungen aus Iran in Richtung Deutschland.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Ölpreis steigt weiter
Die Ölpreise haben ihren Höhenflug nach dem Beginn des Irankriegs fortgesetzt. Zwar hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass die US-Marine Tankschiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus falls erforderlich eskortieren wird (mehr darüber lesen Sie hier). Doch das konnte den Anstieg nur zeitweise bremsen.
Im frühen Handel wurde Brent-Öl aus der Nordsee mit Lieferung im Mai bei 84,07 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt. Das sind rund drei Prozent mehr als am Vorabend. Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen Iran am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile etwa 16 Prozent verteuert. Am Dienstag erreichte der Brent-Preis zeitweise den höchsten Stand seit Juli 2024.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Staatsbegräbnis für Khamenei soll am Abend beginnen
Nach Angaben von Staatsmedien hält Iran ab Mittwochabend ein dreitägiges Staatsbegräbnis für den bei US-israelischen Luftangriffen getöteten Obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei ab. Gläubige könnten Khamenei ab 22 Uhr Ortszeit in der großen Imam-Khomeini-Moschee in Teheran die letzte Ehre erweisen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf eine Erklärung des Islamischen Koordinierungsrates für Entwicklung.
Der getötete Khamenei hier im März 2024. Foto: KHAMENEI.IR / AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Asiatische Börsen brechen ein
Der Irankrieg sorgt an den Aktienmärkten weiter für Turbulenzen: Der südkoreanische Leitindex Kospi ist um rund zwölf Prozent gefallen. Wegen des starken Kurseinbruchs verhängte die Börse in Seoul sogar einen vorübergehenden Handelsstopp, der fünf Minuten dauerte.
Auch an der japanischen Börse ging es bergab. Der Leitindex Nikkei steht derzeit rund 3,6 Prozent im Minus. Südkorea und Japan hängen stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten ab, die größtenteils über die Straße von Hormus transportiert werden. Derzeit ist der Schiffsverkehr in der Meeresenge wegen des Irankriegs stark eingeschränkt und gilt als sehr riskant.
Auch an der japanischen Börse ging es bergab. Der Leitindex Nikkei steht derzeit rund 3,6 Prozent im Minus. Südkorea und Japan hängen stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten ab, die größtenteils über die Straße von Hormus transportiert werden. Derzeit ist der Schiffsverkehr in der Meeresenge wegen des Irankriegs stark eingeschränkt und gilt als sehr riskant.
Angestellte einer Bank in Seoul. Foto: Jeon Heon-Kyun / EPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Jakob Müller
Hauptstadtbüro

CIA will offenbar kurdische Kräfte bewaffnen, um Aufstand in Iran zu entfachen
Die CIA arbeitet offenbar an der Bewaffnung kurdischer Kräfte, um einen Aufstand von Gegnern des islamischen Regimes zu unterstützen. Das berichtete der Sender CNN unter Berufung auf mehrere mit dem Plan vertraute Quellen.
Die Trump-Regierung führe aktive Gespräche mit iranischen Oppositionsgruppen und kurdischen Führern im Irak über die Bereitstellung militärischer Unterstützung, hieß es. Die iranisch-kurdischen Oppositionskräfte würden voraussichtlich in den kommenden Tagen an einer Bodenoperation im Westen Irans teilnehmen, wie ein Beamter CNN mitgeteilt haben soll.
Die Trump-Regierung führe aktive Gespräche mit iranischen Oppositionsgruppen und kurdischen Führern im Irak über die Bereitstellung militärischer Unterstützung, hieß es. Die iranisch-kurdischen Oppositionskräfte würden voraussichtlich in den kommenden Tagen an einer Bodenoperation im Westen Irans teilnehmen, wie ein Beamter CNN mitgeteilt haben soll.
Iranisch-kurdische bewaffnete Gruppen unterhalten Tausende Kämpfer entlang der irakisch-iranischen Grenze, hauptsächlich in der irakischen Region Kurdistan. Seit Beginn des Krieges haben mehrere Gruppen öffentliche Erklärungen abgegeben, in denen sie auf bevorstehende Aktionen hinweisen und iranische Militärangehörige zur Desertion auffordern.
Wie ein iranisch-kurdischer Beamter dem CNN mitteilte, werden Oppositionskräfte voraussichtlich in den kommenden Tagen eine Bodenoperation im Westen Irans starten. »Wir glauben, dass wir jetzt eine große Chance haben«, sagte die Quelle und fügte hinzu, dass die Milizen mit Unterstützung aus den USA und Israel rechnen.
Wie ein iranisch-kurdischer Beamter dem CNN mitteilte, werden Oppositionskräfte voraussichtlich in den kommenden Tagen eine Bodenoperation im Westen Irans starten. »Wir glauben, dass wir jetzt eine große Chance haben«, sagte die Quelle und fügte hinzu, dass die Milizen mit Unterstützung aus den USA und Israel rechnen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israel: Stellungen iranischer Basidsch-Milizen angegriffen
Israel hat bei den massiven Angriffen nach Militärangaben auch Stellungen der Basidsch-Milizen ins Visier genommen. Es seien »Dutzende Stützpunkte« angegriffen worden, teilte ein Sprecher der israelischen Armee auf der Plattform X mit. Kampfjets hätten zahlreiche Geschosse abgeworfen. Die Basidsch-Milizen sind besonders für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt.
Mitglieder der Basidsch-Kräfte marschieren während einer Militärparade im Januar 2025 in Teheran. Foto: Vahid Salemi / AP / dpa
Auf der Basis von Hinweisen des Militärgeheimdienstes habe die Luftwaffe »eine weitere Angriffswelle durchgeführt, die auf Einrichtungen des iranischen Systems in ganz Teheran abzielte«, hieß es weiter. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die Basidsch-Stützpunkte seien von der iranischen Führung dazu genutzt worden, ihre Stabilität zu sichern und die Kontrolle der verschiedenen Landesteile aufrechtzuerhalten. Israels Armee werde die Angriffe »auf die Infrastruktur des iranischen Systems weiter vertiefen«, kündigte der Sprecher an.
Die Basidsch-Stützpunkte seien von der iranischen Führung dazu genutzt worden, ihre Stabilität zu sichern und die Kontrolle der verschiedenen Landesteile aufrechtzuerhalten. Israels Armee werde die Angriffe »auf die Infrastruktur des iranischen Systems weiter vertiefen«, kündigte der Sprecher an.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Jakob Müller
Hauptstadtbüro

USA haben Iran laut Rubio nicht wegen Israel angegriffen
Nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio wurde der Angriff auf Iran zum Schutz von Sicherheitsinteressen der USA gestartet – und nicht wegen des Agierens von Israel. Es sei nicht mehr darum gegangen, ob die USA angreifen, sondern nur noch um den Zeitpunkt, sagte Rubio, bevor er und weitere Vertreter der US-Regierung den Kongress über den Krieg mit Iran informierten.
US-Außenminister Rubio vor der Erklärung im Kongress. Foto: Kylie Cooper / Reuters
»So oder so musste es passieren«, das habe er bereits am Montag gesagt, seine Aussage sei aber nicht korrekt wiedergegeben worden. Rubio und hatte zuvor das Vorgehen Israels in den Fokus gerückt. »Wir wussten, dass dies einen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte auslösen würde«, führte er aus. Die USA seien deshalb zu dem Schluss gekommen, dass sie mehr Verletzte und Tote hinnehmen müssten, wenn sie unter diesen Umständen nicht »präventiv« gegen Iran vorgegangen wären.
Nun betonte Rubio, die Entscheidung zum Krieg habe allein Präsident Donald Trump getroffen. »Seine Entscheidung lautete, dass es Iran nicht gestattet sein würde, sich hinter seinem Programm für ballistische Raketen zu verstecken.« Zudem dürfe Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen. Der parteilose Senator Angus King kritisierte Rubio für dessen Begründung. Für King habe es gewirkt, als habe Rubio in seiner früheren Aussage zur Rolle Israels »unabsichtlich die Wahrheit gesagt«.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Irankrieg laut BDI keine unmittelbare Gefahr für Konjunktur
Die deutsche Industrie sieht wegen des Irankriegs vorerst keine unmittelbare Gefahr für die konjunkturelle Erholung in Deutschland. Wolfgang Niedermark vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sagte, der Krieg habe die Weltmarktpreise für Rohöl und Gas bereits merklich erhöht. »Dies kann auch in Deutschland preiserhöhend wirken, wird die konjunkturelle Erholung in Deutschland und Europa jedoch voraussichtlich nicht gefährden.«
Nach Jahren der wirtschaftlichen Schwächephase wird in diesem Jahr in Deutschland ein leichtes Wirtschaftswachstum erwartet. Der BDI erwarte bei der Öl‑ und Gasversorgung keine unmittelbaren Engpässe in Europa. Auch aus Sicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gibt es kurzfristig keine Versorgungsprobleme in Deutschland.
Iran hat nach den Angriffen der USA und Israels den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. »Eine langfristige Sperrung oder Beeinträchtigung dieses Seeweges hätte erhebliche Auswirkungen auf Lieferketten und Preise«, so Niedermark. Für die deutsche Industrie seien Erdgas und Strom zentral. Öl spiele als Produktionsfaktor eine vergleichsweise kleine Rolle und sei vor allem als Kraftstoff‑Vorprodukt relevant. »Die Verwundbarkeit liegt daher primär bei Energie‑ und Transportkosten, nicht bei der physischen Verfügbarkeit.«
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Syrien schickt zusätzliche Soldaten an libanesische Grenze
Syrien hat seine Grenze zum Libanon mit Raketeneinheiten und Tausenden Soldaten verstärkt. Dies geschehe zum Schutz und zur Kontrolle der Grenzen angesichts des eskalierenden regionalen Konflikts, erklärte das syrische Verteidigungsministerium am Mittwoch. Entsandt wurden demnach Infanterieeinheiten, gepanzerte Fahrzeuge sowie Kurzstreckenraketenwerfer, betroffen waren die Grenzregionen im westlichen Homs und südlich von Tartus. Ein syrischer Offizier erklärte, die Maßnahme ziele darauf ab, Waffen- und Drogenschmuggel zu verhindern sowie die von Iran unterstützte libanesische Hisbollah und andere Kämpfer an der Infiltration Syriens zu hindern.
Die syrischen Militärs dementierten Pläne für eine Militäraktion gegen Nachbarländer. Ein syrischer Sicherheitsvertreter sagte jedoch, Damaskus sei bereit, »mit jeder Sicherheitsbedrohung für sich selbst oder seine Partner umzugehen«. Israel und die Hisbollah attackieren sich nach Ausbruch des Irankriegs wieder gegenseitig. Zehntausende Libanesen sind bereits vor israelischen Luftangriffen geflohen, viele davon in Richtung Syrien.
Menschen, die vor dem Kämpfen im Libanon geflohen sind, warten an einem Grenzübergang nach Syrien (3. März) . Foto: Ghaith Alsayed / AP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Feiern in Zeiten des Kriegs
Trotz täglicher Raketenangriffe aus Iran begehen einige Israelis ausgelassen das jüdische Purimfest. In öffentlichen Bunkern werden regelrechte Purim-Partys gefeiert: Kinder verkleiden sich als Spiderman, Prinzessin oder Polizist und Erwachsene tanzen zu Musik. Beim Purimfest soll an die Rettung der jüdischen Gemeinschaft im antiken Persien erinnert werden. Eindrücke in Bildern:
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Elfjährige stirbt durch herabfallende Trümmer in Kuwait
In Kuwait ist ein elf Jahre altes Mädchen von herabfallenden Trümmern tödlich verletzt worden. Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte blieben erfolglos: Sie wurde wenig später in einem Krankenhaus in Kuwait-Stadt für tot erklärt, wie das Gesundheitsministerium bei X mitteilte. Es machte keine genauen Angaben zur Art der Trümmer, die das Mädchen getroffen hatten.
Zuletzt kam es aufgrund des Abschusses iranischer Drohnen und Raketen durch die Flugabwehr zu mehreren Zwischenfällen mit herabfallenden Trümmern. Am frühen Morgen etwa erklärte das Verteidigungsministerium, die Flugabwehr habe im kuwaitischen Luftraum feindliche Ziele abgeschossen. Dabei habe es aufgrund herabfallender Trümmer Schäden und Verletzte gegeben. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.
Iran nimmt bei seinen Gegenangriffen unter anderem Länder in der Golfregion ins Visier, in denen es US-Militärstützpunkte gibt. Einen Überblick dazu finden Sie hier in Karten und Grafiken.
Zuletzt kam es aufgrund des Abschusses iranischer Drohnen und Raketen durch die Flugabwehr zu mehreren Zwischenfällen mit herabfallenden Trümmern. Am frühen Morgen etwa erklärte das Verteidigungsministerium, die Flugabwehr habe im kuwaitischen Luftraum feindliche Ziele abgeschossen. Dabei habe es aufgrund herabfallender Trümmer Schäden und Verletzte gegeben. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.
Iran nimmt bei seinen Gegenangriffen unter anderem Länder in der Golfregion ins Visier, in denen es US-Militärstützpunkte gibt. Einen Überblick dazu finden Sie hier in Karten und Grafiken.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Bericht über mehrere Todesopfer im Libanon
Bei einem israelischen Luftangriff auf ein vierstöckiges Wohngebäude in der ostlibanesischen Stadt Baalbek sind mehrere Menschen getötet worden: Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Demnach arbeiten Einsatzkräfte derzeit daran, Familien aus den Trümmern des Gebäudes zu befreien.
Rauch über Baalbeck im Libanon nach einem israelischen Angriff (am Montag). Foto: Nidal Solh / AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iranische Rakete trifft US-Stützpunkt in Katar
Eine aus Iran abgefeuerte ballistische Rakete hat den auch vom US-Militär genutzten Stützpunkt Udeid in Katar getroffen. Dabei sei niemand verletzt worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Doha bei X. Die Behörde machte keine Angaben zum genauen Einschlagsort der Rakete oder möglichen Schäden. Eine zweite ballistische Rakete aus Iran sei von der Flugabwehr abgefangen worden.
Udeid am Rande der katarischen Hauptstadt Doha gilt als »Nervenzentrum« der US-Luftwaffe im Nahen Osten (mehr dazu hier). Der Stützpunkt wird auch von katarischen und britischen Streitkräften genutzt.
Iran hatte Udeid bereits im vergangenen Jahr als Vergeltungsschlag für das US-Bombardement iranischer Atomanlagen angegriffen. Die iranischen Streitkräfte erklärten auch am Samstag nach Beginn der US-israelischen Angriffe, sie hätten Raketen auf den Stützpunkt in Katar abgefeuert.
Udeid am Rande der katarischen Hauptstadt Doha gilt als »Nervenzentrum« der US-Luftwaffe im Nahen Osten (mehr dazu hier). Der Stützpunkt wird auch von katarischen und britischen Streitkräften genutzt.
Iran hatte Udeid bereits im vergangenen Jahr als Vergeltungsschlag für das US-Bombardement iranischer Atomanlagen angegriffen. Die iranischen Streitkräfte erklärten auch am Samstag nach Beginn der US-israelischen Angriffe, sie hätten Raketen auf den Stützpunkt in Katar abgefeuert.
Rauch über Doha nach iranischem Angriff – in der Richtung liegt der Militärstützpunkt Udeid (am 28. Februar). Foto: Mahmud Hams / AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Pentagon veröffentlicht Namen von vier der sechs gefallenen US-Militärangehörigen
Es handelt sich demnach um:
- Captain Cody Khork, 35, aus Winter Haven, Florida
- Sergeant 1st Class Noah Tietjens, 42, aus Bellevue, Nebraska
- Sergeant Declan Coady, 20, aus West Des Moines, lowa
- Sergeant 1st Class Nicole Amor, 39, aus White Bear Lake, Minnesota
Alle vier gehörten einer Einheit an, die Lebensmittel, Treibstoff, Wasser und Munition, Transportausrüstung und Vorräte bereitstellt. Sie starben am Sonntag, als eine Drohne ihr Kommandozentrum in Kuwait traf. »Diese Männer und Frauen haben sich alle mutig freiwillig gemeldet, um unser Land zu verteidigen, und ihr Opfer wird niemals vergessen«, hieß es von der US-Armee. Die Identitäten der anderen zwei US-Todesopfer sind bisher nicht bekannt.
Das US-Militär hat diese Aufnahmen veröffentlicht (von links oben im Uhrzeigersinn): Khork, Tietjens, Coady, Amor. Foto: U.S. Army Reserve / Brent Newton Photography / Reuters
Iran hat seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf das Land am Samstag zahlreiche Raketen auf Israel und andere Länder der Region abgefeuert. Dabei starben in Israel elf Menschen, Dutzende weitere wurden verletzt.
In Iran wurden nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond rund 800 Menschen getötet.
In Iran wurden nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond rund 800 Menschen getötet.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kanadas Premier nennt Irankrieg »ein weiteres Beispiel für das Versagen der internationalen Ordnung«
Der kanadische Premierminister Mark Carney ist gerade zu Besuch im australischen Sydney. Dort ruft er nun zu einer Entschärfung des Irankriegs auf: »Kanada fordert eine rasche Deeskalation der Kampfhandlungen und ist bereit, bei dem Erreichen dieses Ziels zu helfen«, sagt er und nennt den Krieg »ein weiteres Beispiel für das Versagen der internationalen Ordnung«.
Es sei zwar bedauerlich, dass internationale Bemühungen nicht zu einer Entwaffnung Irans geführt hätten. Zugleich sagt Carney, dass »die USA und Israel gehandelt haben, ohne die Vereinten Nationen einzubeziehen oder sich mit ihren Verbündeten, einschließlich Kanada, abzustimmen«. Das Völkerrecht sei »für alle Kriegsteilnehmer bindend«.
Es sei zwar bedauerlich, dass internationale Bemühungen nicht zu einer Entwaffnung Irans geführt hätten. Zugleich sagt Carney, dass »die USA und Israel gehandelt haben, ohne die Vereinten Nationen einzubeziehen oder sich mit ihren Verbündeten, einschließlich Kanada, abzustimmen«. Das Völkerrecht sei »für alle Kriegsteilnehmer bindend«.
- Mehr Hintergründe hier: Wie sich Politiker zu den Angriffen auf Iran äußern – und was Völkerrechtler dazu sagen
Video: Reuters
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
USA signalisieren Schutz für Tanker – Ölpreise steigen weniger schnell
US-Präsident Donald Trump will den von Iran bedrohten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus absichern – auch mit der eigenen Marine. »Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Zudem habe er die zuständige Behörde für Entwicklungsfinanzierung DFC angewiesen, Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten. Die Maßnahmen sollen eine mögliche Energiekrise wegen des Irankriegs verhindern.
Trumps Ankündigung dämpfte den Anstieg der Ölpreise. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent hatte am Dienstag zwischenzeitlich 85,54 US-Dollar gekostet – der höchste Stand seit Juli 2024. Später sank der Preis für diese Sorte auf 80,26 Dollar. Das waren 2,52 Dollar mehr als am Vortag und gut 7 Dollar mehr als zu Beginn des Irankriegs.
Tanker in der Straße von Hormus (Dezember 2018). Foto: Hamad I Mohammed / REUTERS
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
USA: Bisher fast 2000 Ziele in Iran getroffen, 17 Schiffe zerstört
Die Vereinigten Staaten geben ein Update zu ihrer Militäroperation »Epic Fury«:
- Seit Beginn der Mission, also in weniger als hundert Stunden, habe man fast 2000 Ziele in Iran getroffen, sagt Brad Cooper, Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen US-Zentralkommandos (Centcom). »Wir schießen auf alles, was auf uns schießen könnte.«
- Außerdem seien 17 iranische Schiffe zerstört worden, darunter ein U-Boot. »Heute ist kein einziges iranisches Schiff im Arabischen Golf, in der Straße von Hormus oder im Golf von Oman unterwegs«, sagt Cooper in der Videobotschaft. »Und wir werden nicht stoppen.«
- Die Iraner hätten im Gegenzug mehr als 500 Raketen und mehr als 2000 Drohnen abgefeuert. Dabei habe das Regime wahllos Zivilisten ins Visier genommen.
Cooper erklärt in dem Video auch, dass die US-Streitkräfte gegen Iran neue Waffen einsetzten, darunter eine sogenannte Precision Strike Missile (PrSM). Diese Kurzstreckenrakete ist erst seit 2024 im Dienst der US-Armee. Auch militärische Einwegdrohnen kommen seinen Angaben zufolge zum Einsatz: Das US-Modell basiere auf einer iranischen Kamikazedrohne, sagt Cooper. »Wir haben sie in die USA geholt, verbessert, und schießen sie direkt wieder zu ihnen zurück.« Mehr dazu, welche Waffen die USA gegen Iran einsetzen, erfahren Sie hier.
In der Region seien nun mehr als 50.000 Soldaten, 200 Kampfflugzeuge, zwei Flugzeugträger und mehrere Bomber aus den USA im Einsatz, sagte Cooper. Weitere Einheiten seien auf dem Weg.
Die US-Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. In Iran gibt es neben den Kriegsschiffen des Militärs auch eine Flotte der Revolutionswächter, die in der Vergangenheit zum Beispiel kleinere Schnellboote eingesetzt haben.
Die US-Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. In Iran gibt es neben den Kriegsschiffen des Militärs auch eine Flotte der Revolutionswächter, die in der Vergangenheit zum Beispiel kleinere Schnellboote eingesetzt haben.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Langstrecken-WM in Katar wird verschoben
Vom 26. bis zum 28. März hätte in Katar eigentlich die Langstrecken-Weltmeisterschaft starten sollen. Der Termin wurde jetzt allerdings verschoben: Die »Sicherheit der Teilnehmer, Mitarbeiter und Fans« habe »oberste Priorität«, hieß es zur Begründung von dem Motorsport-Weltverband Fia nach Rücksprache mit dem Katarischen Automobil- und Motorradverband (QMMF). Man beobachte weiter »die Entwicklungen in der Region, und unsere Gedanken sind bei allen, die von den jüngsten Ereignissen betroffen sind. Wir hoffen auf Ruhe, Sicherheit und eine Rückkehr zur Stabilität.«
Zu gegebener Zeit soll mitgeteilt werden, wann genau die Veranstaltung über 1812 Kilometer auf dem Lusail International Circuit nördlich der Hauptstadt Doha in der zweiten Saisonhälfte nachgeholt werden könne.
Die Langstrecken-WM startet nun mit dem eigentlichen zweiten Rennen, den sechs Stunden von Imola, vom 17. bis zum 19. April in der Emilia-Romagna. Am 7. November soll die Rennserie ihre Saison in Bahrain beschließen.
Die Langstrecken-WM startet nun mit dem eigentlichen zweiten Rennen, den sechs Stunden von Imola, vom 17. bis zum 19. April in der Emilia-Romagna. Am 7. November soll die Rennserie ihre Saison in Bahrain beschließen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Angebliche Spione der Revolutionswächter in Katar gefasst
Sicherheitsbehörden in Katar haben zehn angebliche Spione der iranischen Revolutionswächter festgenommen. Sieben von ihnen hätten den Auftrag gehabt, Informationen über die militärische Infrastruktur des Golfstaats zu sammeln, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur QNA. Drei weitere sollten demnach Sabotageakte verüben und waren im Umgang mit Drohnen geschult. Sie hätten ihre Verbindung zu der iranischen Elitestreitmacht eingeräumt.
Im Zuge der US-israelischen Angriffe auf Iran sind auch Golfstaaten wie Katar ins Visier des iranischen Militärs geraten. Seit Samstag feuerte Iran nach Angaben der Regierung in Doha mehr als hundert ballistische Raketen sowie zahlreiche Drohnen auf Katar ab. Auch der internationale Flughafen in Doha, eines der wichtigsten Drehkreuze in der Region, war demnach Ziel der Angriffe. Die Regierung Katars warf der iranischen Führung vor, nicht nur militärische Ziele, sondern auch lebenswichtige zivile Infrastruktur zu attackieren.
Im Zuge der US-israelischen Angriffe auf Iran sind auch Golfstaaten wie Katar ins Visier des iranischen Militärs geraten. Seit Samstag feuerte Iran nach Angaben der Regierung in Doha mehr als hundert ballistische Raketen sowie zahlreiche Drohnen auf Katar ab. Auch der internationale Flughafen in Doha, eines der wichtigsten Drehkreuze in der Region, war demnach Ziel der Angriffe. Die Regierung Katars warf der iranischen Führung vor, nicht nur militärische Ziele, sondern auch lebenswichtige zivile Infrastruktur zu attackieren.
- Mehr Hintergründe hier: Die Golfstaaten standen für Luxus. Jetzt sind sie ein Angriffsziel
Raketen über Doha (am Dienstag). Foto: Mahmud Hams / AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Leseempfehlung: Den USA und den Golfstaaten gehen die Abfangraketen aus
Besonders den Golfstaaten mangelt es an Abfangraketen, auch bei Amerikanern und Israelis werden sie knapp – und das vier Tage nach Kriegsbeginn. Offenbar wurden die Golfstaaten von der Vehemenz der iranischen Reaktion auf den Angriff der USA und Israels überrascht. Laut einem Bericht von »Bloomberg« hat Katar noch Patriot-Raketen für vier Tage übrig, in Bahrain dürfte die Lage in Anbetracht der ohnehin kleinen Luftverteidigung ähnlich schlecht stehen. Hilfe könnte ausgerechnet aus Europa kommen. Mehr dazu lesen Sie hier.
Eine schwarze Rauchwolke steigt am 1. März 2026 aus einem Lagerhaus im Industriegebiet von Sharjah City in Dubai auf. Foto: Altaf Qadri / AP / dpa
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israelische Armee: Unterirdische Atomanlage in Iran angegriffen
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine unterirdische Atomanlage in Iran attackiert. Der israelische Militärgeheimdienst habe die Aktivitäten der Wissenschaftler weiter verfolgt und ihren neuen Standort lokalisiert, »sodass ein präziser Angriff auf die geheime unterirdische Anlage möglich war«, erklärte die israelische Armee am Dienstag. Sie veröffentlichte eine Karte, auf der die Anlage am östlichen Stadtrand von Teheran zu sehen ist.
An dem Standort habe »eine Gruppe von Atomwissenschaftlern heimlich an der Entwicklung einer Schlüsselkomponente für Atomwaffen« gearbeitet, hieß es weiter. Die Wissenschaftler hätten an dem unterirdischen Standort gearbeitet, nachdem Israel im Juni vergangenen Jahres im Zwölftagekrieg mehrere iranische Atomanlagen angegriffen hatte.
Damals hatten Israel mit den USA drei wichtige iranische Atomanlagen bombardiert. US-Präsident Donald Trump zufolge wurden die Anlagen Fordo, Natans und Isfahan in dem zwölf Tage dauernden Krieg vollständig zerstört, der wirkliche Umfang der Schäden ist aber nicht klar. Die Angriffe im Juni erfolgten mit dem erklärten Ziel, Teheran vom Bau einer Atombombe abzuhalten.
Damals hatten Israel mit den USA drei wichtige iranische Atomanlagen bombardiert. US-Präsident Donald Trump zufolge wurden die Anlagen Fordo, Natans und Isfahan in dem zwölf Tage dauernden Krieg vollständig zerstört, der wirkliche Umfang der Schäden ist aber nicht klar. Die Angriffe im Juni erfolgten mit dem erklärten Ziel, Teheran vom Bau einer Atombombe abzuhalten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israel meldet massive iranische Angriffe – Explosionen in Jerusalem
Iran hat Israel binnen 30 Minuten erneut mit zwei massiven Angriffswellen überzogen. Wie die israelische Polizei erklärte, gingen am späten Dienstagabend Meldungen über herabfallende Trümmerteile von Geschossen im Raum Tel Aviv ein. Polizisten und Experten für Bombenentschärfung seien im Einsatz, um die betroffenen Gebiete zu sichern und abzusperren. Nach Angaben von Rettungskräften wurde eine Frau von den Trümmerteilen leicht verletzt.
Wenige Minuten später meldete die israelische Armee eine zweite Raketenwelle aus Iran. Im Großraum Tel Aviv und im Zentrum Israels heulten die Luftalarm-Sirenen. Reporter berichteten von anschließenden Explosionen in Jerusalem. Ein Journalist in Netanja nördlich von Tel Aviv sah Raketen am Nachthimmel.
Rakete des israelischen Iron Dome zur Luftabwehr (3. März). Foto: Atef Safadi / EPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Khamenei wird in schiitischem Heiligtum beigesetzt
Der getötete ehemalige Oberste Führer Irans, Ali Khamenei, soll nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars in einem schiitischen Heiligtum in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden. Laut der Agentur, die den Revolutionswächtern nahesteht, soll Khameneis Beisetzung voraussichtlich hinter dem Schrein des achten schiitischen Imams Resa stattfinden. Das Mausoleum gilt als wichtigstes Heiligtum der Schiiten in Iran.
Zuvor ist laut Fars eine öffentliche Abschiedszeremonie in Teheran geplant. Details zum Ablauf und Zeitplan sollen später bekannt gegeben werden.
Maschhad, eine Millionenmetropole im Nordosten des Landes, ist die zweitgrößte Stadt in Iran. Khamenei war dort am 19. April 1939 geboren worden. Er starb bei einem israelischen Luftangriff am 28. Februar in Teheran. Einen Nachruf lesen Sie hier.
Maschhad, eine Millionenmetropole im Nordosten des Landes, ist die zweitgrößte Stadt in Iran. Khamenei war dort am 19. April 1939 geboren worden. Er starb bei einem israelischen Luftangriff am 28. Februar in Teheran. Einen Nachruf lesen Sie hier.
Ein Plakat in Teheran zeigt Khamenei. Foto: IMAGO/Fatemeh Bahrami
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Feuer nach »Drohnenvorfall« an US-Konsulat in Dubai
Das US-Konsulat in Dubai wurde von einer mutmaßlich iranischen Drohne getroffen. Der US-Sender CNN konnte Videos verifizieren, die eine schwarze Rauchwolke zeigen, die über dem Konsulatsgebäude aufsteigt und aus großer Entfernung sichtbar ist. In einem Beitrag auf X gab das Medienbüro von Dubai später bekannt, dass das durch einen »Drohnenvorfall« verursachte Feuer gelöscht und niemand verletzt worden sei.
Die US-Botschaft im Land hatte zuvor bereits dazu aufgerufen, wegen der Gefährdung keineswegs zur Botschaft oder dem Konsulat zu kommen. Die iranischen Angriffe in den Vereinigten Arabischen Emiraten dauern auch am vierten Tag des Kriegs an. Insgesamt habe sich die Lage aber beruhigt, sagten Augenzeugen der Nachrichtenagentur dpa. Seit zwei Tagen habe es kaum Explosionen gegeben.
Die US-Botschaft im Land hatte zuvor bereits dazu aufgerufen, wegen der Gefährdung keineswegs zur Botschaft oder dem Konsulat zu kommen. Die iranischen Angriffe in den Vereinigten Arabischen Emiraten dauern auch am vierten Tag des Kriegs an. Insgesamt habe sich die Lage aber beruhigt, sagten Augenzeugen der Nachrichtenagentur dpa. Seit zwei Tagen habe es kaum Explosionen gegeben.
Bei den verschiedenen Explosionen in Dubai handle es sich um Einsätze zur Flugabwehr, teilte das Medienbüro mit. Die Behörden verfolgten die Lage genau und würden alle notwendigen Schritte unternehmen, um die öffentliche Ordnung sicherzustellen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Frankreich schickt Flugzeugträger ins Mittelmeer
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den Flugzeugträger Charles de Gaulle, dessen Luftstreitkräfte und Marine-Eskorte damit beauftragt, aus der Ostsee ins Mittelmeer aufzubrechen, um die Verbündeten zu schützen. Eine entsprechende Verkündung veröffentlichte er unter anderem auf X.
»Angesichts dieser instabilen Lage und der Unsicherheiten der kommenden Tage habe ich angewiesen, dass der Flugzeugträger Charles de Gaulle in Richtung Mittelmeer in See stechen soll«, sagte er.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Die USA und Israel greifen weiter Ziele in Iran an, Teheran antwortet mit Gegenschlägen. Der Bundeskanzler ist zu Besuch in Washington, und in Deutschland kehren die ersten Urlauber aus Nahost zurück. Was am Dienstag noch geschah, lesen Sie hier im Newsblog.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mit Material der Agenturen




