Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Iranische Gegenschläge treffen auch Ziele in anderen Ländern der Golfregion.
- Die proiranische Hisbollah-Miliz und Israel liefern sich Gefechte. Das israelische Militär forderte Einwohner in Beiruts Vororten auf, diese zu verlassen – und begann mit Angriffen auf die Vororte.
- Mehrere Evakuierungsflieger haben Reisende aus Nahost zurückgeholt. Ein Linienflug der Lufthansa-Gruppe musste auf dem Weg nach Riad wegen der Sicherheitslage abdrehen.
- Donald Trump hat den Einsatz von Bodentruppen ausgeschlossen und als »Zeitverschwendung« bezeichnet. Die US-Spritpreise steigen derweil immer weiter.
- Die Bundesregierung distanziert sich vom Vorgehen der USA im Irankrieg. Bundeskanzler Friedrich Merz hat nun Ziele formuliert, um einen »endlosen Krieg« zu verhindern.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Netanyahus Triumph könnte Israel schwer schaden: Eine gemeinsame Iran-Operation mit den USA ist für den israelischen Premier wie ein Traum, der wahr geworden ist. Ihn selbst könnte das zur Wiederwahl tragen, doch für sein Land sind die Konsequenzen möglicherweise verheerend.
- Der Wutkrieger: Donald Trump versprach erst Frieden und »America First«, doch dann packte ihn die Lust an der Zerstörung. Seine Anhänger kommen da nicht hinterher. Die SPIEGEL-Titelstory.
- So bedroht der Irankrieg die Ukraine: In der Golfregion werden jeden Tag Hunderte Patriot-Flugabwehrraketen verschossen. Sie fehlen an anderer Stelle.
- Der Beschuss der Schule von Minab: Dutzende Kinder sollen getötet worden sein. Was wir wissen und was nicht
- An dieser Stelle haben die Ajatollahs die Weltwirtschaft im Würgegriff: Fast jeder dritte Liter Öl kommt aus der Region um den Persischen Golf, beim Flüssigerdgas sieht es ähnlich aus. Nun blockiert Iran die Straße von Hormus. Diese Karten zeigen, wie abhängig die Welt ist
- Irans Regime erleidet hohe Verluste: So lange kann es militärisch noch durchhalten
- Folgen für Deutschland: Warum der Irankrieg für Merz zum echten Problem werden könnte
- Machtkampf der iranischen Führung: Der Ajatollah ist tot, sein Regime hat Justiz, Armee und große Teile der Wirtschaft des Landes fest im Griff. Kann die Mullah-Herrschaft wirklich zusammenbrechen?
- Das Dilemma der Golfstaaten: Iranische Angriffe treffen Konsulate, US-Stützpunkte und Energieanlagen auf der Arabischen Halbinsel. Nun müssen die Golfmonarchien entscheiden, ob sie weiter abwarten – oder selbst zur Kriegspartei werden
- Daten und Grafiken zum Irankrieg: Wo fliegen die Truppen von den USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? Hier geht’s zum Überblick
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»Rechtswidrige Angriffe«: Uno-Chef fordert Ende des Kriegs
Uno-Generalsekretär António Guterres hat ein sofortiges Ende des Irankriegs verlangt. »Es ist Zeit, die Kämpfe zu beenden und zu ernsthaften Verhandlungen zurückzukehren«, sagte Guterres laut Mitteilung in New York. Die Angriffe seien »rechtswidrig«, führten zu »enormem Leid« bei der Bevölkerung in der Region und stellten eine große Gefahr für die Weltwirtschaft dar. »Die Situation könnte außer Kontrolle geraten«, warnte Guterres. »Das Risiko könnte gar nicht höher sein.«
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Offenbar iranischer Angriff auf zivile Ziele in Bahrain – US-Militär kündigt Antwort an
Die USA kündigen eine Reaktion auf iranische Angriffe auf Zivilisten im gesamten Nahen Osten an. Iran habe seit den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf die Islamische Republik in der vergangenen Woche zwölf verschiedene Länder attackiert, erklärt Brad Cooper, Chef des US-Zentralkommandos.
Dazu gehöre der Abschuss von sieben Angriffsdrohnen auf zivile Wohnviertel in Bahrain am Donnerstagabend. »Das ist inakzeptabel und wird nicht unbeantwortet bleiben«, sagt Cooper. Bahrain hatte zuletzt angegeben, seit Kriegsbeginn 78 Raketen und 143 Drohnen abgefangen und zerstört zu haben.
Dazu gehöre der Abschuss von sieben Angriffsdrohnen auf zivile Wohnviertel in Bahrain am Donnerstagabend. »Das ist inakzeptabel und wird nicht unbeantwortet bleiben«, sagt Cooper. Bahrain hatte zuletzt angegeben, seit Kriegsbeginn 78 Raketen und 143 Drohnen abgefangen und zerstört zu haben.
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Hilfsorganisation: Fast 500.000 Vertriebene im Libanon
Im Libanon sind nach Angaben des Norwegischen Flüchtlingsrats (NRC) fast eine halbe Million Menschen durch die israelischen Angriffe vertrieben worden. Dies teilt die internationale Nichtregierungsorganisation mit. Etwa 100.000 Menschen hätten Zuflucht in staatlichen Notunterkünften gefunden, sagte die für den Libanon zuständige Landesdirektorin, Maureen Philippon, bei CNN.
Foto: Wael Hamzeh / EPA
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Merz verteidigt Kurs beim Trump-Besuch: »Werde nicht vor laufenden Kameras streiten«
Der Bundeskanzler hat sein Agieren beim Besuch des Weißen Hauses in Washington verteidigt. »Wenn da die Kameras laufen, dann werde ich nicht anfangen, mit dem amerikanischen Präsidenten zu streiten«, sagte er in Stockach beim Wahlkampfabschluss der CDU für die Landtagswahl in Baden-Württemberg. Der ein oder andere habe ihm vorgeworfen, zu freundlich gewesen zu sein.
Merz hatte US-Präsident Donald Trump Anfang der Woche im Weißen Haus getroffen. Im Fokus standen unter anderem der Irankrieg und Handelsfragen.
Foto: Samuel Corum / action press / CNP / Sipa USA
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US-Spritpreise steigen immer weiter
Erstmals seit Oktober 2023 ist der Ölpreis auf über 90 US-Dollar pro Barrel (US-Sorte WTI) gestiegen – und auch die Preise für Benzin und Diesel schnellen an US-Tankstellen immer weiter hoch. Am Freitag kostete die Standard-Benzinsorte Regular nach Angaben des US-Automobilclubs AAA im Landesdurchschnitt 3,32 US-Dollar je Gallone (3,79 Liter). Das sind 39 Cent mehr als zu Beginn des Krieges am Samstag. Seit eineinhalb Jahren war Benzin in den Vereinigten Staaten nicht mehr so teuer.
Diesel kostet an der Zapfsäule mit durchschnittlich 4,33 Dollar je Gallone gt 57 Cent mehr als vor Wochenfrist. So teuer war dieser Kraftstoff seit Ende 2023 nicht mehr.
Diesel kostet an der Zapfsäule mit durchschnittlich 4,33 Dollar je Gallone gt 57 Cent mehr als vor Wochenfrist. So teuer war dieser Kraftstoff seit Ende 2023 nicht mehr.
Die hochschnellenden Spritpreise dürften Donald Trumps Krieg und den Präsidenten selbst in den USA noch unpopulärer machen. Trump hatte seinen Vorgänger Joe Biden und die damalige Vizepräsidentin Kamala Harris im Präsidentschaftswahlkampf 2024 immer wieder wegen der hohen Energiepreise attackiert. Und gelobt, er selbst werde die Preise für Energie binnen zwölf oder maximal 18 Monaten nach seinem Einzug ins Weiße Haus halbieren. Tatsächlich jedoch sind Strom, Gas, Benzin und Diesel nun allesamt teurer als zu Trumps Amtsantritt im Januar 2025.
Foto: Jeremy Hogan / Sipa USA / picture alliance
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Netanyahu droht Gegnern Israels mit stärkeren Angriffen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat eine weitere Intensivierung der Angriffe seines Landes gegen dessen Gegner in Aussicht gestellt. Für das militärische Vorgehen brauche es vor allem drei Dinge: »erstens Entschlossenheit, zweitens Initiative und drittens List«, sagte Netanyahu. Davon habe Israel »reichlich«, und der Feind habe dies bereits festgestellt.
Dieser werde diese Fähigkeiten »noch viel stärker« zu spüren bekommen, sagte der Regierungschef weiter. Israel sei zudem auf dem Weg, alle seine Missionen zu vollenden. Weitere Details zu möglichen nächsten Schritten nannte Netanyahu allerdings nicht. Er äußerte sich bei einem Besuch der Wüstenstadt Beer Scheva. Israels Angriffe richten sich derzeit gegen Ziele in Iran und dem Libanon.
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Fluggesellschaft Emirates will wieder in Normalbetrieb gehen
Dubais internationale Fluggesellschaft Emirates kündigt an, in den nächsten Tagen ihren vollständigen Flugplan wiederherzustellen, sofern es die Bedingungen zulassen. Emirates rechne damit, »innerhalb der kommenden Tage wieder 100 Prozent ihres Streckennetzes bedienen zu können – vorbehaltlich der Verfügbarkeit des Luftraums sowie der Erfüllung aller operativen Voraussetzungen«, teilt die nach internationalen Passagierkilometern weltgrößte Fluglinie mit. »Die Sicherheit hat dabei weiterhin oberste Priorität, ebenso wie die Verantwortung von Emirates gegenüber seinen Kunden.«
Nach eigenen Angaben fliegt Emirates nun wieder mehrfach täglich nach Deutschland. Am Samstag werde man sieben Flüge, verteilt auf die Zielflughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg, durchführen. Kunden könnten die Verfügbarkeit prüfen und buchen, hieß es. Passagiere mit bereits bestehenden Buchungen würden dabei vorrangig berücksichtigt. »Derzeit sollten Kunden nur dann zum Flughafen kommen, wenn sie eine bestätigte Buchung haben.«
Kurz nach den Militärschlägen Israels und der USA gegen Iran am Samstag wurde der regionale Luftraum über den Vereinigten Arabischen Emiraten gesperrt. Dubai schloss beide Flughäfen, darunter auch den International Airport (DXB), das Drehkreuz von Emirates. Noch am selben Tag kam es, offenbar im Zuge eines iranischen Angriffs, zu einem Einschlag auf diesem Flughafen. Niemand wurde nach offiziellen Angaben getötet, aber Tausende Emirates-Passagiere saßen tagelang in Dubai fest. Mittlerweile ist der regionale Luftraum laut Emirates in Teilen wieder eröffnet worden. Ob die Fluggesellschaft tatsächlich so schnell ihr 100-Prozent-Ziel erreicht, ist offen.
Foto: Kai Pfaffenbach / REUTERS
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Libanon: Bereits mehr als 200 Tote nach Angriffen Israels
Im Zuge der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben bereits 217 Menschen getötet worden. 798 Menschen wurden bisher verletzt, wie das Gesundheitsministerium in Beirut mitteilte.
Die Hisbollah hatte am Montag in Reaktion auf die Tötung des iranischen Obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei begonnen, Raketen auf Ziele in Israel zu feuern. Das israelische Militär reagiert seitdem mit erneut umfangreichen Luftangriffen in mehreren Teilen des Landes. Zehntausende Menschen wurden zur Flucht aufgerufen.
Foto: AFP
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Trump will »Tausende« US-Bürger ausfliegen – still und heimlich
Erst hieß es, die USA hätten keinen Evakuierungsplan für ihre Staatsbürger, die im Nahen Osten festsitzen. Jetzt schreibt Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social, man sei dabei, »Tausende Menschen aus verschiedenen Ländern« in Sicherheit zu bringen. Das geschehe »still, aber reibungslos«. Details nannte der US-Präsident nicht.
In einer Mitteilung des Außenministeriums heißt es, 24.000 US-Amerikaner seien aus der Region zurückgekehrt. Es habe »mehrere Flüge« gegeben, weitere sollen demnach in den nächsten Tagen folgen.
In einer Mitteilung des Außenministeriums heißt es, 24.000 US-Amerikaner seien aus der Region zurückgekehrt. Es habe »mehrere Flüge« gegeben, weitere sollen demnach in den nächsten Tagen folgen.
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Erneute Trump-Kritik aus Spanien: Irankrieg ein »schwerer Fehler«
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez rückt trotz scharfer Attacken von US-Präsident Donald Trump nicht von seiner Haltung zum Irankrieg ab und bezeichnete diesen als »schweren Fehler«. »Ich glaube, dass es zwischen verbündeten Ländern gut ist zu helfen, wenn man recht hat, und auch darauf hinzuweisen, wenn man unrecht hat oder einen Fehler begeht, was hier der Fall ist«, sagte Sánchez bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem portugiesischen Kollegen Luís Montenegro.
Dieser Fehler werde »uns alle« teuer zu stehen kommen, wie schon jetzt durch steigende Energiepreise, warnte Sánchez. Erneut warf er Israel und den USA vor, mit ihren Angriffen auf Iran das Völkerrecht zu brechen. Selbstverständlich lehne auch Spanien das »iranische Regime« ab. Aber dennoch müssten das internationale Recht und die Menschenrechte beachtet werden, betonte der Sozialist.
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez. Foto: Cristina Quicler / AFP
Aufgrund von Sánchez’ kritischer Haltung hatte Trump zuletzt angekündigt, jeglichen Handel mit Spanien einstellen zu wollen. Ob und wie Trump diese Pläne umsetzen wird, ist noch offen.
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Bundeswehr verlegt Soldaten aus Irak nach Jordanien
Die Bundeswehr dünnt ihre Präsenz im Nahen Osten wegen der andauernden militärischen Auseinandersetzungen vorsichtshalber weiter aus. Nach SPIEGEL-Informationen wurden die wenigen Bundeswehrsoldaten, die noch im Rahmen einer Berater-Mission der Nato in der irakischen Hauptstadt Bagdad tätig waren, ins Nachbarland Jordanien verlegt. Auch das Personal der deutschen Botschaft in Bagdad wurde aus Sicherheitsgründen reduziert.
Die deutschen Soldaten, die in der nordirakischen Stadt Erbil stationiert sind, sollen vorerst dort bleiben. Da aber das multinationale Lager in der Nähe des Flughafens, in dem die Bundeswehrangehörigen stationiert sind, bereits mehrmals von iranischen Raketen und Drohnen angegriffen wurde, laufen auch für diesen Standort Abzugsplanungen.
Die deutschen Soldaten, die in der nordirakischen Stadt Erbil stationiert sind, sollen vorerst dort bleiben. Da aber das multinationale Lager in der Nähe des Flughafens, in dem die Bundeswehrangehörigen stationiert sind, bereits mehrmals von iranischen Raketen und Drohnen angegriffen wurde, laufen auch für diesen Standort Abzugsplanungen.
In Jordanien hält die Luftwaffe derzeit zwei A400M-Transportflieger bereit, falls die Lage weiter eskalieren und eine Evakuierung nötig sein sollte. Das Personal des deutschen Stützpunkts in al-Azraq im Westen des Landes war bereits in den vergangenen Tagen vorsorglich reduziert worden. Auch diese Basis wurde bereits mehrmals durch iranische Geschosse attackiert, die meisten Geschosse konnten aber abgefangen werden.
Die deutsche Fregatte »Nordrhein-Westfalen«, die sich an der Uno-Mission Unifil beteiligt, liegt derzeit vor der Küste des Libanon. Nach Angaben aus Militärkreisen wurden dort mehrmals vorbeifliegende iranische Drohnen gesichtet, diese zielten aber nicht auf das deutsche Schiff. Derzeit laufen Planungen, wie man die deutschen Unifil-Soldaten, die noch an Land im Libanon sind, in Sicherheit bringen kann.
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Flughafen und Öleinrichtungen im Irak von Drohnen getroffen
Im Süden des Irak haben Drohnen nach Angaben mehrerer Medien den Flughafen der Stadt Basra sowie zwei Öleinrichtungen getroffen. »Eine Drohne stürzte auf das Frachtterminal des Flughafens von Basra«, sagte ein Sicherheitsbeamter der Nachrichtenagentur AFP. Zwei weitere Drohnen hätten ein US-Unternehmen im Ölkomplex von Burdschesia getroffen sowie eine vierte Drohne das Ölfeld in Rumaila, wo das britische Energieunternehmen BP tätig ist.
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Trump ist egal, ob Iran eine Demokratie wird
US-Präsident Donald Trump will mitbestimmen, wer nach dem Tod von Ali Khamenei die Führung in Iran übernimmt. Nach eigener Aussage ist es ihm dabei egal, ob sich Iran zu einem demokratischen Staat entwickelt. Auf die Frage, ob er auf Demokratie in Iran bestehe, sagte Trump in einem Interview mit CNN: »Nein, ich sage, dass es einen Führer geben muss, der fair und gerecht ist. Der gute Arbeit leistet. Der die Vereinigten Staaten und Israel gut behandelt und auch die anderen Länder im Nahen Osten – sie sind alle unsere Partner.«
Trump stellt es sich demnach leicht vor, einen neuen Führer zu finden. »Das wird ganz einfach funktionieren. Es wird so funktionieren wie in Venezuela. Wir haben dort eine wunderbare Führerin. Sie leistet fantastische Arbeit. Und es wird genauso funktionieren wie in Venezuela«, sagte Trump. Die USA hatten Venezuela angegriffen, Machthaber Nicolás Maduro gefangen genommen und Einfluss darauf genommen, dass Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin vereidigt wurde.
Trump stellt es sich demnach leicht vor, einen neuen Führer zu finden. »Das wird ganz einfach funktionieren. Es wird so funktionieren wie in Venezuela. Wir haben dort eine wunderbare Führerin. Sie leistet fantastische Arbeit. Und es wird genauso funktionieren wie in Venezuela«, sagte Trump. Die USA hatten Venezuela angegriffen, Machthaber Nicolás Maduro gefangen genommen und Einfluss darauf genommen, dass Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin vereidigt wurde.
Für Iran kann Trump sich dem Interview zufolge auch einen religiösen Führer vorstellen. »Nun, vielleicht ja, ich meine, es hängt davon ab, wer diese Person ist. Ich habe nichts gegen religiöse Führer. Ich habe mit vielen religiösen Führern zu tun, und sie sind fantastisch«, sagte er.
Donald Trump (am 5. März). Foto: Samuel Corum / Sipa USA / action press
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Wadephul warnt vor Fluchtbewegung wegen Krieges
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul warnt angesichts der regionalen Folgen des Irankriegs vor einer neuen Fluchtbewegung Richtung Europa. »Die Situation, die durch den Krieg entsteht, ist teilweise dramatisch«, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem niederländischen Kollegen Tom Berendsen in Berlin. »Deshalb müssen wir auch darauf achten, dass aus vielen Binnenvertriebenen nicht eine neue Fluchtwelle entsteht«, fügte er hinzu.
Die Bundesregierung wolle die humanitäre Krise abmildern und stelle deshalb weitere fast 100 Millionen Euro für humanitäre Hilfe zur Verfügung, kündigte Wadephul an. »Wir sehen gerade im Libanon eine neue Dynamik und eine Dramatik mit vielen Binnengeflüchteten«, ergänzte der Bundesaußenminister. Man wolle in der gesamten Region Hilfe vor Ort leisten.
Foto: Thomas Trutschel / AA / IMAGO
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Schweigende iranische Fußballerinnen: Sie wurden als »Verräterinnen« beschimpft, jetzt fordert eine Spielergewerkschaft Schutzmaßnahmen
Können die Fußballerinnen Irans nach ihrem Schweigen bei der Nationalhymne sicher in die Heimat zurückkehren? Die Fußballergewerkschaft Fifpro sieht nach Drohungen im iranischen Staatsfernsehen erhebliche Sicherheitsrisiken. Hier können Sie unsere Meldung zu dem Thema lesen.
Foto: Dave Hunt / EPA
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Wochenendstimmung in Tel Aviv
Auf dem Tel Aviver Carmel-Markt kehrt Leere ein. Aber nicht etwa wegen Raketengefahr aus Iran, bisher gab es an diesem Freitag nur einmal Luftalarm im Zentrum der Metropole. Vielmehr macht sich hier nun Wochenendstimmung breit: In Israel beginnt bald der Schabbat.
Foto: Thore Schröder / DER SPIEGEL
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Trump fordert »bedingungslose Kapitulation« Irans und lehnt Verhandlungen ab
Über seinen Kurznachrichtendienst Truth Social hat US-Präsident Donald Trump sich zur Lage in Iran geäußert. »Es wird keinen Deal geben«, lehnte Trump eine diplomatische Beilegung des Konfliktes ab. Einzig die »bedingungslose Kapitulation« Irans könne den Krieg beenden.
Weiter kündigte Trump an, das Land im Falle der Wahl eines »großartigen und akzeptablen Anführers« wirtschaftlich wiederaufbauen zu wollen. »Iran wird eine großartige Zukunft haben«, verkündete Trump. Zuletzt hatte der US-Präsident angedeutet, die Auswahl der künftigen Regierung Irans im amerikanischen Sinne mitentscheiden zu wollen.
Weiter kündigte Trump an, das Land im Falle der Wahl eines »großartigen und akzeptablen Anführers« wirtschaftlich wiederaufbauen zu wollen. »Iran wird eine großartige Zukunft haben«, verkündete Trump. Zuletzt hatte der US-Präsident angedeutet, die Auswahl der künftigen Regierung Irans im amerikanischen Sinne mitentscheiden zu wollen.
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Ministerpräsident des Libanon: »Dieser Krieg wurde uns aufgezwungen«
Nach Ansicht des Ministerpräsidenten Nawaf Salam wird der Libanon durch »Gewalt und Chaos ... weiter in den Abgrund gezogen«. Das Land habe den Konflikt in der Region »weder gesucht noch gewählt«, sagte Salam laut einem Bericht des »Guardian« bei einer Ansprache vor Botschaftsvertretern. »Dieser Krieg wurde uns aufgezwungen.«
Die Priorität der libanesischen Regierung sei es, den Konflikt zu beenden. »Der Libanon steht vor einer gefährlichen und schwierigen Zeit«, sagte Salam. Es drohe eine »humanitäre Katastrophe«, weil zahlreiche Menschen wegen der Angriffe ihre Wohnorte verlassen müssten. »Die Lage ist ernst, und unsere Verantwortung ist groß.«
Die Priorität der libanesischen Regierung sei es, den Konflikt zu beenden. »Der Libanon steht vor einer gefährlichen und schwierigen Zeit«, sagte Salam. Es drohe eine »humanitäre Katastrophe«, weil zahlreiche Menschen wegen der Angriffe ihre Wohnorte verlassen müssten. »Die Lage ist ernst, und unsere Verantwortung ist groß.«
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Iran sagt Teilnahme an den Paralympischen Spielen ab
Eigentlich hätte der iranische Skirennfahrer Aboulfazl Khatibi Mianaei in wenigen Tagen bei den Paralympischen Spielen in Italien starten sollen. Wegen des Krieges in Nahost kann er aber nicht sicher dorthin reisen. »Es ist wirklich enttäuschend für den Weltsport und insbesondere für Aboulfazl«, sagte Andrew Parsons, der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). Er bezeichnete die Situation als »herzzerreißend«.
Man habe versucht, alternative Routen zu finden, »aber das Risiko für das Leben der Menschen ist zu hoch«. Wegen des gesperrten Internets in Iran sei die Kommunikation mit dem Athleten und dem iranischen Skiverband »nicht einfach« gewesen, so Parsons. »Unser Mitgefühl gilt Aboulfazl in dieser schwierigen Zeit.«
Man habe versucht, alternative Routen zu finden, »aber das Risiko für das Leben der Menschen ist zu hoch«. Wegen des gesperrten Internets in Iran sei die Kommunikation mit dem Athleten und dem iranischen Skiverband »nicht einfach« gewesen, so Parsons. »Unser Mitgefühl gilt Aboulfazl in dieser schwierigen Zeit.«
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Wadephul kontert Söder: Keine Bundeswehr-Rückholflüge aus Golfregion
Außenminister Johann Wadephul hat eine Forderung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zurückgewiesen, auch Flugzeuge der Bundeswehr zur Rückholung von in der Nahostregion gestrandeten deutschen Touristen einzusetzen.
Zwar sei »alles immer verbesserungsfähig«, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem niederländischen Kollegen Tom Berendsen in Berlin. »Aber der Beitrag der Bundeswehr ist an der Stelle nicht notwendig, denn wir sehen ja ein Ansteigen der kommerziellen Flüge jetzt.«
Außenminister Johann Wadephul. Foto: John Macdougall / AFP
Söder hatte dem Sender Welt TV gesagt: »Es sind zu wenig Maschinen im Einsatz.« Die Bundesregierung solle prüfen, ob sie nicht auch mit Bundeswehrmaschinen helfen könne. Wadephul erteilte diesem Vorstoß nun eine Absage. Söder sei vielmehr »herzlich eingeladen hier ins Krisenreaktionszentrum, um sich noch mal einen Überblick über unsere Anstrengungen zu machen«, fügte Wadephul hinzu.
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Sohn von Israels Finanzminister Smotrich offenbar an Grenze zu Libanon verletzt
Gestern hat Israels ultrarechter Finanzminister Bezalel Smotrich der Hisbollah noch gedroht, dass es in Dahija bald so aussehen würde wie im zerstörten Gazastreifen. Nun ist offenbar sein Sohn im Rahmen einer Militäraktion an der israelisch-libanesischen Grenze verletzt worden. Das berichten israelische Medien unter Berufung auf einen Sprecher Smotrichs.
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Bundesregierung geht auf Abstand zum Vorgehen der USA
Friedrich Merz war vorgeworfen worden, nach den ersten amerikanisch-israelischen Angriffen auf Iran nicht deutlich genug reagiert zu haben. Die USA und Präsident Donald Trump hatte er in seinem ersten Statement nicht erwähnt. Jetzt schlägt die Bundesregierung härtere Töne an: Man teile grundsätzliche Ziele, die die USA und Israel in Iran verfolgten, heißt es in einer Mitteilung. »Mit zunehmender Dauer und Ausweitung der Kampfhandlungen sehen wir aber auch wachsende Risiken. Diese betreffen die Sicherheit Israels und unserer Partner in der Region, insbesondere am Golf.« Ein »endloser Krieg« sei »nicht in unserem Interesse.«
Die Bundesregierung warnt auch vor einem Zerfall Irans. Würde der iranische Staat zusammenbrechen oder würden Stellvertreterkonflikte im Land ausgetragen werden, könne das »weitreichende Folgen für Europa haben«, teilt die Bundesregierung weiter mit. »Deshalb arbeiten wir mit unseren Partnern daran, eine gemeinsame Perspektive zu einer Beendigung der Kampfhandlungen zu formulieren und zu ihrer Umsetzung beizutragen.« Es müsse eine regionale Friedensordnung in Kraft treten, die die Sicherheit aller Staaten – auch Israels – gewährleiste. Sobald es keine Angriffe mehr gebe, müsse in der Region ein politischer Dialog geführt und Vertrauen aufgebaut werden.
Die Bundesregierung warnt auch vor einem Zerfall Irans. Würde der iranische Staat zusammenbrechen oder würden Stellvertreterkonflikte im Land ausgetragen werden, könne das »weitreichende Folgen für Europa haben«, teilt die Bundesregierung weiter mit. »Deshalb arbeiten wir mit unseren Partnern daran, eine gemeinsame Perspektive zu einer Beendigung der Kampfhandlungen zu formulieren und zu ihrer Umsetzung beizutragen.« Es müsse eine regionale Friedensordnung in Kraft treten, die die Sicherheit aller Staaten – auch Israels – gewährleiste. Sobald es keine Angriffe mehr gebe, müsse in der Region ein politischer Dialog geführt und Vertrauen aufgebaut werden.
Foto: Frank Hoermann / Sven Simon / IMAGO
»Das militärische Nuklearprogramm sowie das ballistische Raketenprogramm Irans müssen überprüfbar beendet werden«, heißt es weiter. Nuklearmaterial aus Iran dürfe nicht an nicht staatliche Akteure oder Drittstaaten gelangen. Auch müsse Iran aufhören, Terrornetzwerke und Proxies zu unterstützen. »Der iranische Staat muss funktionsfähig bleiben, öffentliche Ordnung und Grundversorgung müssen aufrechterhalten werden. Die iranische Volkswirtschaft darf nicht zusammenbrechen. Unkontrollierte Migrationsbewegungen aus Iran müssen verhindert werden.«
Nur wenn Iran diese Bedingungen erfülle, könnten Sanktionen aufgehoben werden oder Hilfen bereitgestellt werden.
Nur wenn Iran diese Bedingungen erfülle, könnten Sanktionen aufgehoben werden oder Hilfen bereitgestellt werden.
Rauchwolke über Teheran. Foto: Vahid Salemi / AP
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Vereinigte Arabische Emirate fangen neun Raketen und mehr als 100 Drohnen ab
Allein am Freitag hat die Flugabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate bereits neun ballistische Raketen sowie 109 Drohnen abgefangen. Das gab das Verteidigungsministerium des Golfstaats bekannt.
Seit Beginn der iranischen Angriffe wurden nach Angaben der Emirate mehr als 200 ballistische Raketen, knapp 1200 Drohnen und neun Marschflugkörper entdeckt und größtenteils abgefangen. Durch die Attacken seien bisher drei Menschen ums Leben gekommen, 112 Menschen seien leicht verletzt worden.
Seit Beginn der iranischen Angriffe wurden nach Angaben der Emirate mehr als 200 ballistische Raketen, knapp 1200 Drohnen und neun Marschflugkörper entdeckt und größtenteils abgefangen. Durch die Attacken seien bisher drei Menschen ums Leben gekommen, 112 Menschen seien leicht verletzt worden.
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USA wollen offenbar Schiffe durch Straße von Hormus eskortieren
US-Energieminister Chris Wright hat in einem Fernsehinterview angekündigt, dass die US-Marine Schiffe durch die von Iran blockierte Straße von Hormus eskortieren will. Dies solle beginnen, sobald die militärischen Kräfte in der Region ihre Aufmerksamkeit nicht mehr der Vereitelung von Vergeltungsschlägen Irans widmen müssten, sagte Wright dem Sender Fox News.
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Reederei lässt 1500 Kreuzfahrtpassagiere aus Dubai ausfliegen
Die Reederei MSC Cruises hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen Flüge für die mehr als 1500 Gäste organisiert, die sich an Bord des Kreuzfahrtschiffes »MSC Euribia« in Dubai befanden. Laut einer Pressemitteilung habe man die Kreuzfahrtpassagiere sowohl mit privaten Charterflügen als auch in Zusammenarbeit mit Emirates und Fly Dubai nach Hause ausfliegen können. Die »MSC Euribia«, die bis zu 3600 Gäste beherbergen kann, sitzt seit einigen Tagen in Dubai fest.
»MSC Euribia« in Dubai. Foto: Giuseppe Cacace / AFP
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Iran will US-Öltanker angegriffen haben
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Öltanker angegriffen. Das Schiff »in US-Besitz« sei vor der Küste Kuwaits attackiert worden und stehe in Flammen, berichtet der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier »Chatam al-Anbija«, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Unabhängig verifiziert ist der Angriff zur Stunde nicht.
Weiter berichtet der Rundfunk, dass erneut Ziele in Israel und US-Stellungen in den Golfstaaten mit Raketen angegriffen worden seien.
Weiter berichtet der Rundfunk, dass erneut Ziele in Israel und US-Stellungen in den Golfstaaten mit Raketen angegriffen worden seien.
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Laut Irans Präsident gibt es erste »Vermittlungsbemühungen«
Irans Präsident Masoud Pezeshkian zufolge gibt es erste Länder, die sich angesichts des Kriegs an »Vermittlungsbemühungen« versucht hätten. Pezeshkian stellt in seinem Beitrag in den sozialen Medien aber klar, dass diese Bemühungen aus seiner Sicht an diejenigen herangetragen werden müssten, »die das iranische Volk unterschätzt und diesen Konflikt ausgelöst haben«. Es ist davon auszugehen, dass Irans Präsident damit die USA und Israel meint.
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Medienbericht: Russland versorgt Iran mit Informationen
Laut einem Bericht der »Washington Post« teilt Russland Iran mit, wo sich US-Streitkräfte befinden. Seit Samstag habe das Land unter anderem über die Standorte von Kriegsschiffen und Flugzeugen informiert, sagten drei anonyme Quellen der Zeitung. Wie umfassend die Aktivitäten seien, sei auf den ersten Blick nicht klar. Einer der Informanten sprach von einer »ziemlich umfassenden Aktion«.
Weder die CIA noch das US-Verteidigungsministerium oder die russische Botschaft in Washington, D.C., äußerten sich.
Weder die CIA noch das US-Verteidigungsministerium oder die russische Botschaft in Washington, D.C., äußerten sich.
Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte zuletzt mit Blick auf Russland und China im Irankrieg gesagt, dass »sie hier wirklich keine Rolle spielen«. Auf China treffe das nach derzeitigem Kenntnisstand tatsächlich zu, sagten zwei der Informanten der »Washington Post«. Die Volksrepublik helfe Iran offenbar nicht bei der Verteidigung, obwohl die beiden Länder enge Beziehungen pflegen.
Die Militärexpertin Dara Massicot sagte der Zeitung, dass Iran etwa von Satellitenkapazitäten Russlands profitieren könne. Das iranische Regime gehe bei seinen Angriffen »sehr gezielt vor«. Die Qualität habe sich gegenüber dem Zwölftagekrieg im vergangenen Sommer verbessert, sagte Nicole Grajewski von der Harvard Kennedy School.
Die Militärexpertin Dara Massicot sagte der Zeitung, dass Iran etwa von Satellitenkapazitäten Russlands profitieren könne. Das iranische Regime gehe bei seinen Angriffen »sehr gezielt vor«. Die Qualität habe sich gegenüber dem Zwölftagekrieg im vergangenen Sommer verbessert, sagte Nicole Grajewski von der Harvard Kennedy School.
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Vom selbst ernannten »President of Peace« zum Kriegspräsidenten: Wie Trump seine Anhänger verprellt
Erst der Militärschlag gegen die Regierung in Venezuela, nun der Krieg in Iran: Donald Trumps zweite Amtszeit hat wenig mit dem zu tun, was der US-Präsident im Wahlkampf versprochen hat. »Keine neuen Kriege« war da noch die Parole, mehrere spätere Regierungsmitglieder hatten sich ausdrücklich gegen die Interventionspolitik der Neokonservativen gestellt, die noch zur Jahrtausendwende das Sagen bei den Republikanern hatten.
Entsprechend groß ist der Frust der Trump-Unterstützer in den USA über den außenpolitischen Kurs ihres vermeintlichen Friedenskandidaten. Curt Mills, Chefredakteur des Magazins »The American Conservative«, spricht gar von der »größten Enttäuschung«, die er politisch erlebt habe – und fürchtet, dass Trump bei den Midtermwahlen im November deshalb eine Niederlage droht.
Entsprechend groß ist der Frust der Trump-Unterstützer in den USA über den außenpolitischen Kurs ihres vermeintlichen Friedenskandidaten. Curt Mills, Chefredakteur des Magazins »The American Conservative«, spricht gar von der »größten Enttäuschung«, die er politisch erlebt habe – und fürchtet, dass Trump bei den Midtermwahlen im November deshalb eine Niederlage droht.
Der Wutkrieger – die SPIEGEL-Titelstory lesen Sie hier.
Foto: Chris McGrath / Getty Images
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Israels Armee warnt Iraner vor Angriff auf Industriegebiet
Die israelische Luftwaffe plant offenbar die Bombardierung eines Industriegebiets südlich von Teheran. In den sozialen Medien teilt Israels Armee eine entsprechende Warnung. In den kommenden Stunden werde man dort »militärische Infrastrukturen des iranischen Regimes angreifen«.
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Israel: 50 Kampfflugzeuge bombardieren Khamenei-Bunker
50 Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe haben nach Angaben der Armee heute Morgen den unterirdischen Bunker von Ajatollah Ali Khamenei angegriffen. Israel geht davon aus, dass hochrangige Mitglieder des iranischen Regimes in dem Bunker ausharren. Laut einem Armeesprecher erstreckt sich der Bunker »über ganze Straßen und umfasste zahlreiche Eingänge und Besprechungsräume für hochrangige Beamte des iranischen Terrorregimes.« Und weiter: »Der Führungskomplex diente als zentraler und wichtigster Hauptsitz des Regimes, und seine Zerstörung verschärft den Schaden für dessen Führungs- und Kontrollfähigkeiten.«
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Beschuss einer Schule: Uno-Menschenrechtskommissar fordert schnelle Aufklärung
Der Uno-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat eine schnelle Untersuchung zum Beschuss der Schule im iranischen Minab gefordert. 168 Menschen sollen laut iranischen Berichten bei dem Angriff gestorben sein, viele davon wohl Kinder. Mutmaßlich war es eine Rakete, die während des amerikanisch-israelischen Angriffs offenbar zur Zeit des Vormittagsunterrichts einschlug.
»Wir haben natürlich um eine schnelle, transparente und unparteiische Untersuchung gebeten, die, wie wir wissen, von den Vereinigten Staaten von Amerika angekündigt wurde«, sagte Türk nun laut »Guardian« vor Reportern. »Dies muss sehr schnell geschehen, und wir müssen auch sicherstellen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Opfer Entschädigung erhalten.« US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte die Verantwortung für den Raketeneinschlag zurückgewiesen. Er sagte, die USA würden keine zivilen Ziele angreifen.
Der Beschuss der Schule von Minab – was wir wissen und was nicht, lesen Sie hier.
»Wir haben natürlich um eine schnelle, transparente und unparteiische Untersuchung gebeten, die, wie wir wissen, von den Vereinigten Staaten von Amerika angekündigt wurde«, sagte Türk nun laut »Guardian« vor Reportern. »Dies muss sehr schnell geschehen, und wir müssen auch sicherstellen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Opfer Entschädigung erhalten.« US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte die Verantwortung für den Raketeneinschlag zurückgewiesen. Er sagte, die USA würden keine zivilen Ziele angreifen.
Der Beschuss der Schule von Minab – was wir wissen und was nicht, lesen Sie hier.
Ein im iranischen Staatsfernsehen verbreitetes Bild der zerstörten Schule in Minab. Foto: AFP
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Lufthansa bricht Linienflug nach Riad ab
Die Lufthansa hat einen Linienflug von München in die saudi-arabische Hauptstadt Riad aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Der Kapitän habe in Rücksprache mit der Zentrale entschieden, nach Kairo abzudrehen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. »Sicherheit geht vor.« Laut Lufthansa war der Luftraum über Riad geschlossen.
Der voll gebuchte Rückflug aus Saudi-Arabien kann laut Lufthansa dennoch verspätet stattfinden. Die wenigen Passagiere des Hinflugs seien in Kairo ausgestiegen und dann umgebucht worden. Der Airbus A350-900 sollte noch am Abend am wieder geöffneten Flughafen in Riad landen, um dann den Rückflug anzutreten. Dieser wird am Samstagmorgen gegen 7 Uhr in München erwartet. Derartige Situationen werde man in den kommenden Wochen noch häufiger sehen, sagte Spohr.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, es handle sich um einen Evakuierungsflug. Inzwischen wurden die Angaben korrigiert – es handelt sich laut Lufthansa um einen Linienflug. Wir haben die entsprechenden Passagen angepasst.
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Zweiter Evakuierungsflug der Bundesregierung gelandet
Der zweite von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsflug für gestrandete Deutsche ist in Frankfurt am Main angekommen. Nach Angaben des Flughafens landete die Maschine der Fluggesellschaft Condor um kurz vor 11 Uhr. Sie kam aus Maskat in Oman und hatte in der Nacht einen Zwischenstopp im ägyptischen Hurghada eingelegt.
Eigentlich sollte der Flug bereits am Donnerstagabend in Deutschland eintreffen. Der Abflug hatte sich jedoch erheblich verzögert.
Touristen am Flughafen (Symbolbild). Foto: Nicolas Economou / NurPhoto / Getty Images
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Analyse: Ist ein Deal zwischen Irans Regime und Trump denkbar?
Eine Woche nach Kriegsbeginn ist nach wie vor unklar, was Trump eigentlich will in Iran. Seine jüngsten Äußerungen deuten darauf hin, dass es ihm weniger um einen umfassenden Machtwechsel in dem Land geht, wie Regimegegner hoffen – sondern eher um eine Lösung nach dem Vorbild Venezuelas. In Venezuela hatten die USA Diktator Nicolás Maduro entführt und durch eine Frau aus dem Apparat, Delcy Rodríguez, ausgetauscht. Mit Blick auf die Nachfolge des getöteten iranischen Staatsoberhaupts Ali Khamenei sagte Trump nun: »Ich muss an der Ernennung beteiligt sein, wie bei Delcy in Venezuela.«
Es ist eine bemerkenswerte Aussage, denn bislang gibt es wenige Anzeichen dafür, dass das iranische Regime bereit wäre, sich auf einen Deal mit den USA einzulassen. Stattdessen soll laut Medienberichten Khameneis Sohn Mojtaba die Nachfolge seines Vaters antreten, was eher auf Machtkonsolidierung der Hardliner hindeuten würde. Trump bezeichnete Mojtaba Khamenei als ein »Leichtgewicht« und eine »inakzeptable Wahl«.
Irans Außenminister Abbas Araghchi lehnte in einem Interview mit dem US-Sender NBC sowohl Verhandlungen als auch einen Waffenstillstand mit den USA und Israel kategorisch ab. Selbst ein möglicher Einsatz von US-Bodentruppen schrecke ihn angeblich nicht: »Wir warten auf sie.«
Es ist eine bemerkenswerte Aussage, denn bislang gibt es wenige Anzeichen dafür, dass das iranische Regime bereit wäre, sich auf einen Deal mit den USA einzulassen. Stattdessen soll laut Medienberichten Khameneis Sohn Mojtaba die Nachfolge seines Vaters antreten, was eher auf Machtkonsolidierung der Hardliner hindeuten würde. Trump bezeichnete Mojtaba Khamenei als ein »Leichtgewicht« und eine »inakzeptable Wahl«.
Irans Außenminister Abbas Araghchi lehnte in einem Interview mit dem US-Sender NBC sowohl Verhandlungen als auch einen Waffenstillstand mit den USA und Israel kategorisch ab. Selbst ein möglicher Einsatz von US-Bodentruppen schrecke ihn angeblich nicht: »Wir warten auf sie.«
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Katars Energieminister: Krieg ist Gefahr für die Weltwirtschaft
Bis die LNG-Exporte aus Katar wieder ihr übliches Niveau erreichen, wird es laut dem Energieminister des Landes noch lange dauern. Selbst wenn die Angriffe sofort enden würden, rechne man mit »Wochen bis Monaten«, sagte Saad al-Kaabi der »Financial Times«. Katars größte Anlage für Flüssigerdgas war von iranischen Drohnen getroffen worden.
Al-Kaabi warnte weiter, der Krieg in Nahost könne »die Weltwirtschaft zum Erliegen bringen«. Wenn es so weitergehe, würden alle Golfstaaten langfristig ihre Produktion von Öl und Gas einstellen. Das könnte den Ölpreis auf bis zu 150 US-Dollar pro Barrel steigen lassen. Lesen Sie hier mehr.
Al-Kaabi warnte weiter, der Krieg in Nahost könne »die Weltwirtschaft zum Erliegen bringen«. Wenn es so weitergehe, würden alle Golfstaaten langfristig ihre Produktion von Öl und Gas einstellen. Das könnte den Ölpreis auf bis zu 150 US-Dollar pro Barrel steigen lassen. Lesen Sie hier mehr.
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Netblocks: Internet in Iran weiterhin gesperrt
Die Bevölkerung in Iran ist am siebten Kriegstag weiterhin vom internationalen Internetzugang abgeschnitten. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks spricht von nur einem Prozent Konnektivität. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigen ebenfalls einen vollständigen Einbruch des Internetverkehrs.
Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats in Iran nutzt das Internet unterdessen weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte weiße SIM-Karten, die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.
Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats in Iran nutzt das Internet unterdessen weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte weiße SIM-Karten, die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.
Irans Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur. Soziale Medien, bestimmte Websites und Apps sind gesperrt, viele Nutzer weichen auf VPN-Verbindungen aus. Diese sind jedoch oft langsam und unzuverlässig.
Foto: Majid Asgaripour / REUTERS
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Stimme aus Iran: »Alles in der Umgebung wird beschädigt oder zerstört«
Shirin (Name geändert), Teheran: »Die letzte Nacht war extrem schlimm – die Explosionen hörten bis zum Morgen nicht auf. Die Bomben, die sie abwerfen, sind so schwer und mächtig, dass, selbst wenn nur eine Basidsch-Basis oder eine Polizeistation ins Visier genommen wird, die Auswirkungen viel größer sind. Die Explosionen sind so stark, dass sie die Häuser auf der anderen Straßenseite, die nahe gelegenen Geschäfte und sogar Gebäude in Nebenstraßen zerstören.
So werden auch viele Wohngebiete getroffen. Alles in der Umgebung wird beschädigt oder zerstört. Menschen sterben. Wenn eine Polizeistation angegriffen wird, wurde die Umgebung nicht vorher evakuiert, sodass sich immer Zivilisten in der Nähe aufhalten. Viele Geschäfte haben wegen der Angriffe geschlossen. Nowruz, unser Neujahrsfest, steht vor der Tür. Für Ladenbesitzer ist das normalerweise die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Viele Unternehmen arbeiten das ganze Jahr über auf diese Zeit hin. Aber jetzt gehen die Menschen nicht wirklich einkaufen oder überhaupt vor die Tür.
Teheran fühlt sich sehr leer an. Es ist wie an einem frühen Morgen am Wochenende – der Verkehr ist sehr gering. Normalerweise ist die Stadt überfüllt, aber jetzt fühlt sich alles ungewöhnlich ruhig an. Ich bin vorhin durch verschiedene Stadtteile gefahren, und manchmal habe ich in mehreren Minuten nur ein einziges geöffnetes Geschäft gesehen – einen Supermarkt, vielleicht ein Café. Die Menschen sind besorgt. Sie wissen nicht, was passieren wird und wie lange diese Situation noch andauern wird.
So werden auch viele Wohngebiete getroffen. Alles in der Umgebung wird beschädigt oder zerstört. Menschen sterben. Wenn eine Polizeistation angegriffen wird, wurde die Umgebung nicht vorher evakuiert, sodass sich immer Zivilisten in der Nähe aufhalten. Viele Geschäfte haben wegen der Angriffe geschlossen. Nowruz, unser Neujahrsfest, steht vor der Tür. Für Ladenbesitzer ist das normalerweise die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Viele Unternehmen arbeiten das ganze Jahr über auf diese Zeit hin. Aber jetzt gehen die Menschen nicht wirklich einkaufen oder überhaupt vor die Tür.
Teheran fühlt sich sehr leer an. Es ist wie an einem frühen Morgen am Wochenende – der Verkehr ist sehr gering. Normalerweise ist die Stadt überfüllt, aber jetzt fühlt sich alles ungewöhnlich ruhig an. Ich bin vorhin durch verschiedene Stadtteile gefahren, und manchmal habe ich in mehreren Minuten nur ein einziges geöffnetes Geschäft gesehen – einen Supermarkt, vielleicht ein Café. Die Menschen sind besorgt. Sie wissen nicht, was passieren wird und wie lange diese Situation noch andauern wird.
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Nach elf Stunden wieder Luftalarm in Israel
Etwa elf Stunden lang feuerte Iran israelischen Medien zufolge keine Rakete auf Israel. Nun haben die israelischen Streitkräfte wieder einen Luftalarm gemeldet. »Vor Kurzem hat die IDF Raketen identifiziert, die aus Iran in Richtung des Staatsgebiets Israels abgefeuert wurden«, schrieben die Streitkräfte um 9.12 Uhr bei Telegram. »Die Verteidigungssysteme sind in Betrieb, um die Bedrohung abzuwehren.«
Etwa 20 Minuten später meldeten die Streitkräfte, die Bevölkerung könne die Schutzräume wieder verlassen, solle sich aber weiterhin in der Nähe dieser aufhalten.
Etwa 20 Minuten später meldeten die Streitkräfte, die Bevölkerung könne die Schutzräume wieder verlassen, solle sich aber weiterhin in der Nähe dieser aufhalten.
Das israelische Luftabwehrsystem feuert, um Raketen während eines iranischen Angriffs über Tel Aviv abzufangen. Foto: Ohad Zwigenberg / AP / dpa
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Verzweiflung und Trauer: Bilder aus dem Krieg
USA, Israel und Iran setzen ihre Angriffe fort, zahlreiche Menschen sind auf der Flucht. In mehreren Ländern gibt es Proteste.
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Israelische Streitkräfte melden Abschuss von sechs iranischen Raketenwerfern
Die USA und Israel attackieren weiterhin Irans Raketensysteme. Die Luftwaffe habe am Donnerstag sechs iranische Raketenwerfer zerstört, von denen wenige Minuten später eigentlich Raketen Richtung Israel hätten abgefeuert werden sollen, melden die israelischen Streitkräfte. Außerdem habe man drei iranische Verteidigungssysteme zerstört. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
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Persischer Golf: Frankreich meldet 52 blockierte Schiffe
Iran blockiert die Straße von Hormus, die Meerenge, die aus dem Persischen Golf ins Arabische Meer und zu den Häfen der Welt führt. Frankreich meldet nun, dass 52 französische Schiffe im Persischen Golf feststecken würden. Weitere acht französische Schiffe lägen im Roten Meer und kämen nicht weiter, sagte Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot dem Sender CNews/Europe 1. »Wir stehen in ständigem Kontakt mit den Besatzungen, da sich an Bord einer Reihe dieser Schiffe französische Seeleute befinden«, sagte Tabarot.
Fast jeder dritte Liter Öl kommt aus der Region um den Persischen Golf, beim Flüssigerdgas sieht es ähnlich aus. Nun blockiert Iran die Straße von Hormus. Hier sehen Sie auf Karten, wie abhängig die Welt ist.
Fast jeder dritte Liter Öl kommt aus der Region um den Persischen Golf, beim Flüssigerdgas sieht es ähnlich aus. Nun blockiert Iran die Straße von Hormus. Hier sehen Sie auf Karten, wie abhängig die Welt ist.
Satellitenbild der Straße von Hormus (2011). Foto: The Visible Earth / Nasa / dpa
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Oliver Imhof
Auslandsressort

US-Militär: Weniger ballistische Raketen aus Iran
Nach Angaben des Zentralkommandos der Vereinigten Staaten haben die ballistischen Raketenangriffe aus Iran um 83 Prozent gegenüber dem Kriegsbeginn abgenommen. US-Amerikaner und Israel zielen weiterhin auf Lager und Abschussvorrichtungen der Waffen und wollen das Raketenprogramm so vernichten, bevor ihnen die Flugabwehr ausgeht. Experten gehen aber davon aus, dass Iran weiter einzelne Raketen abfeuern könnte.
Eine Analyse der Zahlen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigt, dass das Land täglich nur noch um die zehn Raketen treffen. Am ersten Kriegstag waren es 183. Zahlreicher sind hingegen die Drohnen. Täglich sind es noch deutlich über 100, während es am ersten Tag über 500 waren. Die Drohnenabwehr gilt für die Golfstaaten als noch schwieriger als die Raketenabwehr.
Eine Analyse der Zahlen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigt, dass das Land täglich nur noch um die zehn Raketen treffen. Am ersten Kriegstag waren es 183. Zahlreicher sind hingegen die Drohnen. Täglich sind es noch deutlich über 100, während es am ersten Tag über 500 waren. Die Drohnenabwehr gilt für die Golfstaaten als noch schwieriger als die Raketenabwehr.
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Lufthansa spürt hohe Nachfrage bei Direktflügen
Viele Menschen wollen oder müssen derzeit ohne Zwischenstopp nach Asien und Afrika fliegen. Es gebe eine steigende Nachfrage nach Direktflügen auf die beiden Kontinente, teilt die Lufthansa mit. Umstiege über die Drehkreuze arabischer Gesellschaften sind derzeit kaum möglich. Der Konzern prüft deshalb nach eigenen Angaben, die Zahl der Verbindungen nach Singapur, Indien, China oder Südafrika zu erhöhen. Europa müsse in der Lage sein, eigene Verbindungen zu den globalen Märkten aufrechtzuerhalten, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr.
Foto: Malin Wunderlich / dpa
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US-Präsident Trump schließt Einsatz von Bodentruppen gegen Iran aus
Donald Trump will zum jetzigen Zeitpunkt keine Bodentruppen in Iran einsetzen. »Das wäre Zeitverschwendung«, sagte der US-Präsident dem Sender NBC in einem Telefoninterview. »Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren können.«
Die Äußerung des iranischen Außenministers Abbas Araghchi, wonach Teheran auf eine Bodenoffensive durch die USA oder Israel vorbereitet sei, bezeichnete Trump als »verschwendeten Kommentar«.
Die Äußerung des iranischen Außenministers Abbas Araghchi, wonach Teheran auf eine Bodenoffensive durch die USA oder Israel vorbereitet sei, bezeichnete Trump als »verschwendeten Kommentar«.
Streitkräfte der US-Marine laden Munition in ein Flugzeug. Foto: U.S. Navy / Reuters
Doch auch wenn die USA keine eigenen Bodentruppen entsenden wollen, steht ein Einsatz anderer Truppen im Raum. Einigen Berichten zufolge soll der US-Geheimdienst CIA schon vor Monaten damit begonnen haben, kurdische Gruppen in der Region für einen Kampf gegen Iran mit Waffen auszustatten. Offiziell weist das Weiße Haus diese Berichte zurück. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Maersk setzt zwei Dienste über den Nahen Osten aus
Die Großreederei Maersk bedient wegen des Kriegs zwei ihrer Routen vorerst nicht mehr. Der FM1-Dienst, der den Fernen Osten mit dem Nahen Osten verbindet, und der ME11-Dienst, der den Nahen Osten mit Europa verbindet, würden vorübergehend eingestellt, heißt es in einer Erklärung.
»Diese Entscheidung wurde als Vorsichtsmaßnahme getroffen, um die Sicherheit unseres Personals und unserer Schiffe zu gewährleisten und gleichzeitig Betriebsstörungen in unserem gesamten Netzwerk so gering wie möglich zu halten«, teilt Maersk weiter mit.
»Diese Entscheidung wurde als Vorsichtsmaßnahme getroffen, um die Sicherheit unseres Personals und unserer Schiffe zu gewährleisten und gleichzeitig Betriebsstörungen in unserem gesamten Netzwerk so gering wie möglich zu halten«, teilt Maersk weiter mit.
Laut dem Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) sind die Kosten für den See- und Lufttransport zuletzt massiv angestiegen. »Durch die Blockade der Seeschifffahrt in der Hormus-Meerenge und die großflächige Sperrung des Luftraums über den Golfstaaten sind mehrere Verkehrskorridore lahmgelegt«, erklärt der Verband.
Für den Containertransport im Persischen Golf würden die Reedereien derzeit »Notfall-Konfliktzuschläge« von bis zu 4000 Dollar in Rechnung stellen. Der Suezkanal als Verbindung zum Mittelmeer werde gemieden, stattdessen nähmen viele Schiffe den langen Umweg über das Kap der Guten Hoffnung in Kauf.
Für den Containertransport im Persischen Golf würden die Reedereien derzeit »Notfall-Konfliktzuschläge« von bis zu 4000 Dollar in Rechnung stellen. Der Suezkanal als Verbindung zum Mittelmeer werde gemieden, stattdessen nähmen viele Schiffe den langen Umweg über das Kap der Guten Hoffnung in Kauf.
Foto: Angel Garcia / Bloomberg / Getty Images
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USA und Israel sollen mit Angriffen Tausende Wohnhäuser getroffen haben
Der Rote Halbmond in Iran wirft Israel und den USA vor, mit ihren Angriffen auch zivile Ziele im Land zu treffen. Bei den Attacken auf Iran seien mehr als 3600 zivile Einrichtungen beschädigt worden, darunter rund 3000 Wohnhäuser und 500 Geschäftszentren, schreibt die Hilfsorganisation bei Telegram. Außerdem seien 14 medizinische Zentren und neun Einrichtungen des Roten Halbmonds getroffen worden. Fünf Mitarbeiter des Roten Halbmonds seien bei Hilfseinsätzen verletzt worden. Unabhängig lassen sich diese Angaben derzeit nicht überprüfen.
»Bei den meisten Angriffszielen handelte es sich um dicht besiedelte Gebiete«, heißt es weiter. Die Hilfsorganisation behauptet, die USA und Israel würden mit Absicht zivile Einrichtungen angreifen.
»Bei den meisten Angriffszielen handelte es sich um dicht besiedelte Gebiete«, heißt es weiter. Die Hilfsorganisation behauptet, die USA und Israel würden mit Absicht zivile Einrichtungen angreifen.
Der Rote Halbmond im Einsatz an einem zerstörten Gebäude in Teheran. Foto: Iranian Red Crescent / IMAGO
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Nächtliche Luftangriffe im Libanon
Seit Donnerstagabend, 23 Uhr (Ortszeit), hat Israel mindestens elf Luftangriffe auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut durchgeführt. Drohnen kreisen weiterhin über der Stadt. Viele der Hunderttausenden Bewohner Südbeiruts flohen gestern nach israelischen Evakuierungsaufforderungen für ganze Viertel panisch aus ihren Wohnungen.
Es war der heftigste israelische Angriff seit dem Waffenstillstand Ende 2024, den Israel allerdings seit Abschluss regelmäßig verletzte. Mindestens drei Gebäude stürzten ein, Hunderte Vertriebene schliefen auf den Straßen der Innenstadt von Beirut. Im Südlibanon wächst unterdessen die Sorge, dass Israel einen noch schwereren Angriff vorbereiten könnte.
Es war der heftigste israelische Angriff seit dem Waffenstillstand Ende 2024, den Israel allerdings seit Abschluss regelmäßig verletzte. Mindestens drei Gebäude stürzten ein, Hunderte Vertriebene schliefen auf den Straßen der Innenstadt von Beirut. Im Südlibanon wächst unterdessen die Sorge, dass Israel einen noch schwereren Angriff vorbereiten könnte.
In der Nacht griffen israelische Streitkräfte Brital östlich von Baalbek in der nördlichen Bekaa-Ebene an und trafen ein Haus und dessen Garage. Dabei wurden Berichten zufolge eine Frau und ein Kind verletzt. Zudem bombardierten israelische Flugzeuge wohl mehrere Orte im Südlibanon, in den Gegenden um Nabatija, Sidon, Tyre und Mardschajun.
Die Hisbollah vermeldete über Nacht ihrerseits mehrere Angriffe auf Israel, etwa Raketen- und Artilleriebeschuss auf Stellungen israelischer Soldaten in Städten im Norden Israels. Zudem warnte die Gruppe die Bewohner Nordisraels, die innerhalb von fünf Kilometer Entfernung zur Grenze leben, ihre Häuser zu verlassen.
Die Hisbollah vermeldete über Nacht ihrerseits mehrere Angriffe auf Israel, etwa Raketen- und Artilleriebeschuss auf Stellungen israelischer Soldaten in Städten im Norden Israels. Zudem warnte die Gruppe die Bewohner Nordisraels, die innerhalb von fünf Kilometer Entfernung zur Grenze leben, ihre Häuser zu verlassen.
Foto: Fadel Itani / AFP
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Augenzeugin im Libanon schildert Panik auf den Straßen
Eine Augenzeugin aus Beirut berichtete mir am Donnerstagabend: »Die israelische Armee hat heute vor Angriffen in einem Großteil der südlichen Vororte Beiruts gewarnt. Es handelt sich um dicht besiedelte Gebiete mit Schulen, Krankenhäusern, Wohnanlagen und Geschäften – und mittendrin liegt mein Zuhause.
Menschen sind auf die Straßen gestürzt: Frauen, Kinder, Alte, Männer. Ich selbst war bei der Arbeit, als die Meldung kam. Meine Familie war zu Hause; sie flohen nur mit dem, was sie am Leib trugen, und versuchten zu entkommen, ohne zu wissen, wohin, genau wie so viele andere gerade in diesem Land. Ich saß im Büro fest, da ich mein Auto nicht dabeihatte. Ich fühlte mich wie gelähmt. Es war, als wären mir die Hände gebunden und meine Stimme in mir eingesperrt. Eine Freundin schlug schließlich vor, zu ihr zu kommen, da sie in einer Gegend lebt, die von den Israelis als ›sicher‹ markiert wurde. Ich fuhr mit ihrem Bruder auf einem Motorrad mit, überwältigt von Angst und Unruhe, die Tränen in den Augen.
Menschen sind auf die Straßen gestürzt: Frauen, Kinder, Alte, Männer. Ich selbst war bei der Arbeit, als die Meldung kam. Meine Familie war zu Hause; sie flohen nur mit dem, was sie am Leib trugen, und versuchten zu entkommen, ohne zu wissen, wohin, genau wie so viele andere gerade in diesem Land. Ich saß im Büro fest, da ich mein Auto nicht dabeihatte. Ich fühlte mich wie gelähmt. Es war, als wären mir die Hände gebunden und meine Stimme in mir eingesperrt. Eine Freundin schlug schließlich vor, zu ihr zu kommen, da sie in einer Gegend lebt, die von den Israelis als ›sicher‹ markiert wurde. Ich fuhr mit ihrem Bruder auf einem Motorrad mit, überwältigt von Angst und Unruhe, die Tränen in den Augen.
Video: privat / DER SPIEGEL
Auf dem Weg sah ich überall Menschen. Der Verkehr war fast völlig zum Erliegen gekommen, viele flohen in Richtung Meer. Als ich das Haus meiner Freundin erreichte, hatte ich so gut wie nichts bei mir: keine Kleidung, keine Unterwäsche zum Wechseln, kein Ladekabel, nicht einmal eine Zahnbürste. Während ich diese Zeilen tippe, bin ich weit weg von meiner Familie und meinem Freund; fast jede Minute telefoniere ich mit ihnen, um zu hören, wie es ihnen geht und was sie tun.
Wir im Libanon leben derzeit in ständiger Angst, geplagt von Ungewissheit und Wut. Gleichzeitig aber halten wir an unserer Widerstandskraft und Standhaftigkeit fest.«
Wir im Libanon leben derzeit in ständiger Angst, geplagt von Ungewissheit und Wut. Gleichzeitig aber halten wir an unserer Widerstandskraft und Standhaftigkeit fest.«
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USA verhandeln mit Südkorea über Nutzung von Patriot-Systemen
Südkorea erwägt offenbar, dass die US-Streitkräfte einige im Land stationierte Patriot-Flugabwehrsysteme gegen Iran einsetzen können. Außenminister Cho Hyun sagte im Parlament, man sei dazu in Gesprächen mit den USA. Einzelheiten nannte er nicht. In Südkorea sind rund 27.000 US-Soldaten stationiert.
Die koreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet unter Berufung auf Insider, dass bereits mehrere Patriot-Systeme an den US-Luftwaffenstützpunkt Osan im Nordwesten des Landes verlegt wurden. Dies könne allerdings auch mit einer Militärübung zusammenhängen, die am Montag beginnt, schreibt die Agentur.
Die koreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet unter Berufung auf Insider, dass bereits mehrere Patriot-Systeme an den US-Luftwaffenstützpunkt Osan im Nordwesten des Landes verlegt wurden. Dies könne allerdings auch mit einer Militärübung zusammenhängen, die am Montag beginnt, schreibt die Agentur.
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Unicef: Fast 200 tote Kinder gemeldet
Das Kinderhilfswerk Unicef berichtet von mindestens 192 getöteten Kindern seit dem Angriff am Wochenende. »Kinder beginnen keine Kriege, aber sie zahlen einen inakzeptabel hohen Preis dafür«, schreibt die Organisation auf X. Unter den Opfern seien ein Kind in Kuwait, drei in Israel, sieben im Libanon und 181 in Iran.
Unicef stützt sich auf Berichte aus den jeweiligen Ländern, offizielle Angaben gibt es bisher nicht. In Iran wurde am Samstag eine Schule in der Stadt Minab getroffen. Iranische Medien berichten, allein dort seien mindestens 168 Menschen gestorben, viele davon Kinder. Wie die Zahlen einzuordnen sind, lesen Sie hier.
Unicef stützt sich auf Berichte aus den jeweiligen Ländern, offizielle Angaben gibt es bisher nicht. In Iran wurde am Samstag eine Schule in der Stadt Minab getroffen. Iranische Medien berichten, allein dort seien mindestens 168 Menschen gestorben, viele davon Kinder. Wie die Zahlen einzuordnen sind, lesen Sie hier.
Beerdigung in Minab. Foto: Iranian Foreign Media Department / REUTERS
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Eurowings schickt eigenes Flugzeug zur Evakuierung nach Riad
Die Lufthansa-Tochter Eurowings schickt ein erstes eigenes Flugzeug ins Krisengebiet Naher Osten, um rund 150 Touristen nach Deutschland zurückzuholen. Geplant ist ein Sonderflug aus dem saudi-arabischen Riad nach Köln in der Nacht von Freitag auf Samstag, wie das Unternehmen mitteilt.
An Bord kommen Gäste des eigenen Reiseveranstalters Eurowings Holidays, die in Dubai und Umgebung vom US-israelischen Angriff auf Iran überrascht worden waren. Sie sollen mit Bussen zum Flughafen Riad gebracht werden.
Die Landung des Airbus A320 mit der Flugnummer EW6131 wird in Köln für Samstag um 0.30 Uhr erwartet. Es handelt sich um den ersten eigenen Evakuierungsflug der Lufthansa Group nach Deutschland. Die Airline war bislang als Dienstleister der Bundesregierung tätig.
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Iran: Raketen mit Streumunition auf Israel abgefeuert
Irans Luftstreitkräfte haben in zwei neuen Wellen Raketen auf Israel gefeuert. Dabei seien auch Gefechtsköpfe mit Streumunition zum Einsatz gekommen, berichtete der staatliche iranische Rundfunk. »Raketenregen auf dem Weg nach Tel Aviv«, betitelte der Rundfunk ein Video, das Leuchtspuren der sogenannten Clustermunition zeigen soll. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst. Auch israelische Medien berichten darüber.
Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist. Israels Armee hatte Iran bereits zuvor vorgeworfen, Streubomben auf Israel abgeschossen zu haben.
In der Küstenmetropole Tel Aviv waren laute Explosionsgeräusche zu hören. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Berichten zufolge gab es Schäden durch den Einschlag von Raketenteilen. Laut der israelischen Armee war die Raketenabwehr im Einsatz, um die Geschosse abzufangen.
Foto: Jamal Awad / REUTERSISRAEL
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Hisbollah-Miliz warnt Bewohner im Norden Israels
Die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon hat die Bewohner im Norden Israels zum Verlassen des Gebiets aufgerufen. Die Angriffe der israelischen Armee im Libanon würden »nicht ohne Reaktion bleiben«, drohte die Schiitenorganisation. Sie rief dazu auf, alle israelischen Siedlungen innerhalb von fünf Kilometern von der Grenze entfernt zu räumen. Es war die erste Warnung der Miliz dieser Art seit Ausbruch des Irankriegs.
Israels Armee hatte zuvor ihrerseits die Bewohner mehrerer dicht besiedelter Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut aufgefordert, diese zu verlassen. Die betroffenen Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah. Am Donnerstagabend begann Israels Armee dort mit Angriffen. Einwohner berichteten von Explosionen.
Die Hisbollah hatte in der Nacht zu Montag begonnen, als Reaktion auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Khamenei Raketen auf Israel zu schießen. Seitdem greift auch Israel an.
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Evakuierungsflug für Deutsche aus Saudi-Arabien geplant
Die Bundesregierung will bei ihrer Evakuierungsaktion für Deutsche aus der Golf-Region neben den Sonderflügen aus dem Oman auch einen Flug aus Saudi-Arabien anbieten. »Wir sind derzeit auch in den Planungen für einen vierten Sonderflug, dann aus Riad in Saudi-Arabien«, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Donnerstagabend in einem Onlinevideo. Geprüft werde auch, ob weitere Sonderflüge »notwendig sind und möglich sind«.
Im Zuge der Evakuierungsaktion war am Donnerstagmorgen eine erste Maschine aus Maskat in Oman in Frankfurt am Main gelandet. An Bord des Airbus A340 der Lufthansa waren laut Wadephul mehr als 250 Menschen.
Ein weiterer Sonderflug aus Maskat mit einer Airbus-Maschine der Fluggesellschaft Condor wurde am Freitagmorgen in Frankfurt erwartet. Dann soll es noch einen dritten Evakuierungsflug aus Maskat geben – und den vierten Sonderflug aus Saudi-Arabien.
Ausgeflogene müssten nach Konsulargesetz jeweils 500 Euro als Beteiligung zahlen. Um Informationen über die Flüge zu erhalten, müssten Betroffene sich in die Krisenvorsorgeliste »Elefand« des Auswärtigen Amts eintragen.
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Eingeschränkter Flugbetrieb startet in Dubai und Abu Dhabi
Die Fluggesellschaften Emirates und Etihad Airways haben am Freitag einen eingeschränkten Flugbetrieb zu wichtigen internationalen Städten an ihren Drehkreuzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgenommen. Wegen des Irankriegs und der Bedrohung durch Raketenbeschuss war der Flugverkehr zunächst eingestellt worden.
Etihad gab am Freitag bekannt, den Flugbetrieb im Zeitraum vom 6. bis 19. März mit einem eingeschränkten Flugplan wieder zu starten. Die Flüge werden von und nach Abu Dhabi zu 25 Zielen, darunter London, Paris, Frankfurt, Delhi, New York und Toronto, angeboten.
Etihad gab am Freitag bekannt, den Flugbetrieb im Zeitraum vom 6. bis 19. März mit einem eingeschränkten Flugplan wieder zu starten. Die Flüge werden von und nach Abu Dhabi zu 25 Zielen, darunter London, Paris, Frankfurt, Delhi, New York und Toronto, angeboten.
Foto: Kai Pfaffenbach / REUTERS
Emirates, die zweite nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate mit Sitz in Dubai, teilte am späten Donnerstag mit, dass sie bis auf Weiteres einen reduzierten Flugplan zu 82 Zielen, darunter London, Sydney, Singapur und New York, anbietet. Passagiere mit Transit in Dubai werden nur befördert, wenn ihr Anschlussflug planmäßig stattfindet.
Laut der Website Flightradar24 hatte sich das Passagieraufkommen am Flughafen Dubai, normalerweise der verkehrsreichste der Welt, bis Donnerstag im Vergleich zum Mittwoch fast verdoppelt, lag aber weiterhin nur bei etwa 25 Prozent des Normalniveaus.
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Auch Repräsentantenhaus gibt Trump im Irankrieg freie Hand
Nach dem US-Senat hat auch das Repräsentantenhaus in Washington gegen einen Versuch gestimmt, die Befugnisse von Präsident Donald Trump im Irankrieg zu beschneiden. Die entsprechende Resolution wurde am Donnerstag mit einer Mehrheit von 219 zu 212 Stimmen in der Kongresskammer blockiert. Dabei stimmten auch einige Abgeordnete der oppositionellen Demokraten mit Trumps Republikanern.
Mit der Resolution sollte Trump untersagt werden, den Militäreinsatz gegen Iran ohne Beschluss des US-Kongresses fortzusetzen. Ein ähnlicher Text war bereits am Mittwoch im Senat gescheitert. Laut der US-Verfassung hat eigentlich der Kongress die Befugnis, Kriege zu erklären. US-Präsidenten beider Parteien haben sich seit dem Zweiten Weltkrieg aber immer wieder darüber hinweggesetzt.
Die Abstimmungen in Senat und Repräsentantenhaus galten als Stimmungstest für Trump, dessen Republikaner in beiden Kongresskammern eine knappe Mehrheit haben. Deutlich wurde nun, dass die Republikaner trotz vieler Bedenken hinsichtlich des Irankriegs weitestgehend nicht gewillt sind, sich gegen ihren Präsidenten zu stellen.
Die Abstimmungen in Senat und Repräsentantenhaus galten als Stimmungstest für Trump, dessen Republikaner in beiden Kongresskammern eine knappe Mehrheit haben. Deutlich wurde nun, dass die Republikaner trotz vieler Bedenken hinsichtlich des Irankriegs weitestgehend nicht gewillt sind, sich gegen ihren Präsidenten zu stellen.
US-Präsident Donald Trump. Foto: Jim Lo Scalzo / EPA
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Leseempfehlung: Wird Khameneis Sohn Irans neuer starker Mann?
Mojtaba Khamenei rückt überraschend ins Zentrum der Machtkämpfe um die Führung in Iran. Zwar fehlt dem Sohn des getöteten Führers die Qualifikation. Doch für Militär und die Businesselite ist er die beste Wahl. Den ganzen Text lesen Sie hier.
Ajatollah-Sohn Mojtaba Khamenei: Ein zweites Ich als Finanzjongleur
. Foto: NurPhoto / Getty Images
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Hotels in Bahrain bei iranischen Angriffen beschädigt
Bei iranischen Angriffen auf Bahrains Hauptstadt Manama sind nach Angaben des dortigen Innenministeriums zwei Hotels und ein Wohngebäude getroffen worden. Dabei sei »materieller Schaden« entstanden, es sei aber niemand ums Leben gekommen, erklärte das Innenministerium in der Nacht auf Freitag im Kurzbotschaftendienst X.
Angegriffen wurde auch ein Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien – jedoch offenbar ohne Erfolg. Die Luftabwehr habe drei ballistische Raketen, die in Richtung der Prince Sultan-Basis abgefeuert worden seien, abgefangen und zerstört, teilte das saudische Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mit. Irans Streitkräfte attackieren neben Israel auch Stellungen in den Golfstaaten, darunter neben Saudi-Arabien in Bahrain, Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Irak. In diesen Staaten haben die USA Stützpunkte.
Iran hatte seit Kriegsbeginn am Samstag eigenen Angaben zufolge mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert. Nach Angaben des zuständigen US-Kommandeurs Admiral Brad Cooper feuert Iran mittlerweile auch deutlich weniger Raketen ab.
Angegriffen wurde auch ein Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien – jedoch offenbar ohne Erfolg. Die Luftabwehr habe drei ballistische Raketen, die in Richtung der Prince Sultan-Basis abgefeuert worden seien, abgefangen und zerstört, teilte das saudische Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mit. Irans Streitkräfte attackieren neben Israel auch Stellungen in den Golfstaaten, darunter neben Saudi-Arabien in Bahrain, Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Irak. In diesen Staaten haben die USA Stützpunkte.
Iran hatte seit Kriegsbeginn am Samstag eigenen Angaben zufolge mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert. Nach Angaben des zuständigen US-Kommandeurs Admiral Brad Cooper feuert Iran mittlerweile auch deutlich weniger Raketen ab.
US-Oberbefehlshaber: Mehr als 30 iranische Schiffe versenkt
Die US-Streitkräfte haben seit Beginn des Irankriegs nach eigenen Angaben mehr als 30 Schiffe der iranischen Marine versenkt. »Wir sind jetzt bei mehr als 30 Schiffen«, sagte der Leiter des für den Nahen Osten zuständigen Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.
Erst vor wenigen Stunden sei ein iranischer Drohnen-Träger von der Größe eines Flugzeugträgers aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs getroffen worden, sagte Cooper. »Während wir sprechen, steht er in Flammen.«
Zugleich sei die Zahl iranischer Angriffe mit ballistischen Raketen seit dem ersten Kriegstag um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Admiral. »Drohnenangriffe sind seit Tag eins um 83 Prozent zurückgegangen.«
Ziel sei es nicht nur, ballistische Raketen Irans zu zerstören, sondern auch die Raketenindustrie des Landes, fügte Cooper hinzu. »Während wir zur nächsten Phase dieses Einsatzes übergehen, werden wir systematisch die iranischen Fähigkeiten für die Raketenproduktion für die Zukunft zerstören.«
Erst vor wenigen Stunden sei ein iranischer Drohnen-Träger von der Größe eines Flugzeugträgers aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs getroffen worden, sagte Cooper. »Während wir sprechen, steht er in Flammen.«
Zugleich sei die Zahl iranischer Angriffe mit ballistischen Raketen seit dem ersten Kriegstag um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Admiral. »Drohnenangriffe sind seit Tag eins um 83 Prozent zurückgegangen.«
Ziel sei es nicht nur, ballistische Raketen Irans zu zerstören, sondern auch die Raketenindustrie des Landes, fügte Cooper hinzu. »Während wir zur nächsten Phase dieses Einsatzes übergehen, werden wir systematisch die iranischen Fähigkeiten für die Raketenproduktion für die Zukunft zerstören.«
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Vereinigte Arabische Emirate erwägen Einfrieren iranischer Vermögenswerte
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwägen laut einem Bericht des »Wall Street Journal«, iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe einzufrieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit den Gesprächen vertraute Personen.
Dieser Schritt könnte Teherans Zugang zu Devisen und zum Welthandel inmitten des militärischen Konflikts zwischen den USA und Israel einschränken. Konkret geht es laut dem Bericht um Vermögenswerte von in den Emiraten ansässigen Schattenfirmen, die zur Verschleierung von Handelsgeschäften genutzt werden.
Denkbar sei auch, gegen lokale Devisenwechselstuben vorzugehen, die für Geldtransfers außerhalb formeller Bankkanäle genutzt werden. Zudem erwägen die Entscheidungsträger der Vereinigten Arabischen Emirate laut dem Bericht auch die Beschlagnahmung iranischer Schiffe.
Dieser Schritt könnte Teherans Zugang zu Devisen und zum Welthandel inmitten des militärischen Konflikts zwischen den USA und Israel einschränken. Konkret geht es laut dem Bericht um Vermögenswerte von in den Emiraten ansässigen Schattenfirmen, die zur Verschleierung von Handelsgeschäften genutzt werden.
Denkbar sei auch, gegen lokale Devisenwechselstuben vorzugehen, die für Geldtransfers außerhalb formeller Bankkanäle genutzt werden. Zudem erwägen die Entscheidungsträger der Vereinigten Arabischen Emirate laut dem Bericht auch die Beschlagnahmung iranischer Schiffe.
Vereinigte Arabische Emirate: Die Skyline von Dubai. Foto: Fatima Shbair / AP / dpa
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Trump: Nach Iran ist Kuba »nur eine Frage der Zeit«
US-Präsident Donald Trump will sich nach eigener Aussage mit Kuba befassen, sobald der Konflikt in Iran beendet ist. Er wolle diesen Konflikt zuerst abschließen, sagte Trump bei einem Empfang des Fußballteams Inter Miami im Weißen Haus. Danach sei es »nur eine Frage der Zeit, bis Sie und viele großartige Menschen« nach Kuba zurückkehren könnten. Die Regierung in Havanna wolle unbedingt eine Einigung erzielen.
Eine Stellungnahme Kubas liegt zunächst nicht vor. Die USA haben nach dem von ihnen erzwungenen Machtwechsel in Venezuela die Öllieferungen des bisherigen Verbündeten an Kuba gestoppt und die Insel damit unter Druck gesetzt.
Trump hatte Ende Februar eine »freundliche Übernahme« des kommunistisch regierten Kubas ins Spiel gebracht. »Sie haben kein Geld, sie haben momentan überhaupt nichts. Aber sie sprechen mit uns, und vielleicht werden wir eine freundliche Übernahme Kubas vornehmen«, sagte Trump damals vor Journalisten im Weißen Haus. Was genau er damit meinte, erklärte der US-Präsident nicht.
Eine Stellungnahme Kubas liegt zunächst nicht vor. Die USA haben nach dem von ihnen erzwungenen Machtwechsel in Venezuela die Öllieferungen des bisherigen Verbündeten an Kuba gestoppt und die Insel damit unter Druck gesetzt.
Trump hatte Ende Februar eine »freundliche Übernahme« des kommunistisch regierten Kubas ins Spiel gebracht. »Sie haben kein Geld, sie haben momentan überhaupt nichts. Aber sie sprechen mit uns, und vielleicht werden wir eine freundliche Übernahme Kubas vornehmen«, sagte Trump damals vor Journalisten im Weißen Haus. Was genau er damit meinte, erklärte der US-Präsident nicht.
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Leseempfehlung: Irans Billigwaffen bringen die teuerste Flugabwehr der Welt an ihre Grenzen
Hunderte iranische Drohnen, millionenteure Abfangraketen, schrumpfende Vorräte: Im Krieg gegen Iran droht den USA ein ähnliches Dilemma wie der Ukraine im Kampf gegen Russland. Nun bietet Kyjiw Hilfe an – unter einer Bedingung. Den ganzen Text lesen Sie hier.
Patriot-Flugabwehrsystem in Abu Dhabi (Archivbild): Rakete rechtzeitig im Flug abschießen . Foto: Staff Sgt. Jao'Torey Johnson / U.S. Air Force / AP
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Israel: Tötung von Khamenei »im Einklang mit dem Völkerrecht«
Israel hat die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Khamenei als vereinbar mit dem Völkerrecht bezeichnet. Gemäß dem Völkerrecht könnten Kommandeure, »die während eines Krieges die Streitkräfte befehligen, legitime militärische Ziele darstellen«, erklärte der für die internationale Presse zuständige israelische Armeesprecher Nadav Shoshani am Donnerstag im Onlinedienst X.
Khamenei sei als Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte die »höchste militärische Autorität« in Iran gewesen. Er habe »den Einsatz von Gewalt gegen Israel« angeordnet sowie die Finanzierung und Bewaffnung der mit Iran verbündeten Milizen in der Region, unter ihnen die Hisbollah im Libanon und die Huthis im Jemen, überwacht.
Khamenei sei als Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte die »höchste militärische Autorität« in Iran gewesen. Er habe »den Einsatz von Gewalt gegen Israel« angeordnet sowie die Finanzierung und Bewaffnung der mit Iran verbündeten Milizen in der Region, unter ihnen die Hisbollah im Libanon und die Huthis im Jemen, überwacht.
Der Angriff auf Khamenei sei ausgeführt worden, als dieser »in Begleitung anderer hochrangiger iranischer Militärs war, die ebenfalls legitime militärische Ziele darstellten«, erklärte Shoshani. Laut iranischen Staatsmedien waren bei dem Angriff auch Khameneis Frau, einer ihrer Schwiegersöhne und zwei ihrer minderjährigen Enkelkinder getötet worden.
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Hegseth: »Wir haben keinen Mangel an Munition«
Im Krieg gegen Iran sehen sich die USA haushoch überlegen und für einen längeren Einsatz gewappnet. »Wir haben keinen Mangel an Munition«, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne »so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist«. Er trat damit Befürchtungen einiger Demokraten entgegen, die sich zuletzt besorgt über die große Menge Munition gezeigt hatten, die die USA in dem Krieg einsetzen.
Die Regierung in Iran habe sich verkalkuliert, wenn sie davon ausgehe, dass Washington den Einsatz nicht langfristig durchhalten könne, sagte Hegseth an Teheran gewandt. »Das ist eine sehr üble Fehleinschätzung«.
Die Regierung in Iran habe sich verkalkuliert, wenn sie davon ausgehe, dass Washington den Einsatz nicht langfristig durchhalten könne, sagte Hegseth an Teheran gewandt. »Das ist eine sehr üble Fehleinschätzung«.
Abwehrsystem der US-Armee zum Abschuss von Raketen in Saudi-Arabien. Foto: ZUMA Press Wire / IMAGO
Nach Angaben des Chefs des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, haben US-Streitkräfte in den vergangenen 72 Stunden fast 200 Ziele tief in Iran angegriffen, darunter auch in der Nähe von Teheran. Erst in der vergangenen Stunde hätten Tarnkappenbomber vom Typ B-2 mehrere Dutzend bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2.000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) gegen tief verborgene Abschussanlagen für ballistische Raketen abgeworfen.
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US-Oberbefehlshaber: Mehr als 30 iranische Schiffe versenkt
Die US-Streitkräfte haben seit Beginn des Irankriegs nach eigenen Angaben mehr als 30 Schiffe der iranischen Marine versenkt. »Wir sind jetzt bei mehr als 30 Schiffen«, sagte der Leiter des für den Nahen Osten zuständigen Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.
Erst vor wenigen Stunden sei ein iranischer Drohnen-Träger von der Größe eines Flugzeugträgers aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs getroffen worden, sagte Cooper. »Während wir sprechen, steht er in Flammen.«
Erst vor wenigen Stunden sei ein iranischer Drohnen-Träger von der Größe eines Flugzeugträgers aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs getroffen worden, sagte Cooper. »Während wir sprechen, steht er in Flammen.«
Zugleich sei die Zahl iranischer Angriffe mit ballistischen Raketen seit dem ersten Kriegstag um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Admiral. »Drohnenangriffe sind seit Tag eins um 83 Prozent zurückgegangen.«
Ziel sei es nicht nur, ballistische Raketen Irans zu zerstören, sondern auch die Raketenindustrie des Landes, fügte Cooper hinzu. »Während wir zur nächsten Phase dieses Einsatzes übergehen, werden wir systematisch die iranischen Fähigkeiten für die Raketenproduktion für die Zukunft zerstören.«
Ziel sei es nicht nur, ballistische Raketen Irans zu zerstören, sondern auch die Raketenindustrie des Landes, fügte Cooper hinzu. »Während wir zur nächsten Phase dieses Einsatzes übergehen, werden wir systematisch die iranischen Fähigkeiten für die Raketenproduktion für die Zukunft zerstören.«
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Flughafen Abu Dhabi: Etihad Airways will ab Freitag erste Flüge starten
Die großen Flughäfen auf der Arabischen Halbinsel mussten wegen des Irankriegs ihren Betrieb einstellen. Tausende Touristen warten auf eine Möglichkeit, endlich weiterfliegen zu können.
Mit Etihad Airways hat nun eine der großen Airlines den Start erster Flüge von und nach Abu Dhabi angekündigt. Vom 6. bis 19. März soll es einen eingeschränkten Flugbetrieb zu wichtigen Destinationen wie Kairo, Delhi, London, Frankfurt, New York, Paris, Moskau, Toronto und Zürich geben, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Foto: Arno Burgi / dpa
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Israel greift erneut südliche Vororte Beiruts an
Die israelische Armee hat nach einem Evakuierungsaufruf Angriffe auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen. Nach Armeeangaben richteten sich die Attacken gegen die Infrastruktur der Hisbollah im Vorort Dahija. Libanesische Staatsmedien berichteten ebenfalls von Angriffen in den südlichen Vororten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Bereits seit Montag greift Israel Teile Dahijas an. Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich hatte jüngst damit gedroht, dass die Vororte schon bald wie die großflächig zerstörte Stadt Chan Junis im Gazastreifen aussehen würden. Die israelische Armee forderte die Einwohner auf, die Gegend zu verlassen.
Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, dass seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon die Zahl der Todesopfer auf 123 gestiegen ist. 683 Menschen seien verletzt worden. Wie viele der Opfer Zivilisten sind, war demnach unklar.
Bereits seit Montag greift Israel Teile Dahijas an. Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich hatte jüngst damit gedroht, dass die Vororte schon bald wie die großflächig zerstörte Stadt Chan Junis im Gazastreifen aussehen würden. Die israelische Armee forderte die Einwohner auf, die Gegend zu verlassen.
Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, dass seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon die Zahl der Todesopfer auf 123 gestiegen ist. 683 Menschen seien verletzt worden. Wie viele der Opfer Zivilisten sind, war demnach unklar.
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First Lady im Irak: »Lasst die Kurden in Ruhe«
Schanas Ibrahim Ahmed, die kurdische Ehefrau des irakischen Präsidenten Abdel Latif Raschid, hat sich mit klaren Worten gegen eine mögliche Offensive kurdischer Kämpfer in Iran ausgesprochen. »Lasst die Kurden in Ruhe. Wir sind keine Waffen zur Miete«, schrieb die Ehefrau von Präsident Abdel Latif Raschid.
Zur Begründung verwies Ahmed auf frühere Erfahrungen: Nach dem Zweiten Golfkrieg (1990 bis 1991) habe der damalige US-Präsident George H.W. Bush die Kurden zum Aufstand gegen Saddam Hussein aufgerufen – diese seien verlassen worden »als sich die Prioritäten änderten«. Zehntausende Menschen wurden während der Aufstände getötet.
Zur Begründung verwies Ahmed auf frühere Erfahrungen: Nach dem Zweiten Golfkrieg (1990 bis 1991) habe der damalige US-Präsident George H.W. Bush die Kurden zum Aufstand gegen Saddam Hussein aufgerufen – diese seien verlassen worden »als sich die Prioritäten änderten«. Zehntausende Menschen wurden während der Aufstände getötet.
Die irakische First Lady bezieht sich in ihrem Schreiben auf vermeintliche Pläne von US-Präsident Donald Trump, die iranischen Kurden im Irak für eine Bodenoffensive in Iran zu gewinnen. Trump telefonierte bereits mit mehreren Kurdenführern und soll einem Bericht der »Washington Post« zufolge auch umfassende Unterstützung durch US-Kampfflugzeuge angeboten haben. Ob tatsächlich eine Bodenoffensive bevorsteht, ist unklar.
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Israel sieht erhöhte Anschlagsgefahr für seine Bürger im Ausland
Israel warnt seine Bürgerinnen und Bürger wegen der angespannten Sicherheitslage in der Region vor Anschlägen im Ausland. Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe in Iran habe sich die Gefahr erhöht, die von Einzeltätern sowie von iranischen Behörden ausgehe, mahnte der Nationale Sicherheitsrat.
In den vergangenen Tagen seien demnach geplante Angriffe auf Israelis vereitelt worden. Details nannte das Gremium nicht. Tausende Israelis sind derzeit im Ausland gestrandet.
Im Fokus stehen den Angaben zufolge israelische und jüdische Ziele weltweit – vor allem aber in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain, die Iran als Reaktion auf die israelisch-amerikanischen Angriffe attackiert. Israelis sollten bis auf Weiteres Flüge mit einem Umstieg in den VAE vermeiden. Zudem empfahl der Nationale Sicherheitsrat, im Ausland jüdische sowie israelische Symbole in der Öffentlichkeit nicht sichtbar zu tragen. Auch vom Besuch von Synagogen und anderen jüdischen Einrichtungen riet das Gremium ab.
In den vergangenen Tagen seien demnach geplante Angriffe auf Israelis vereitelt worden. Details nannte das Gremium nicht. Tausende Israelis sind derzeit im Ausland gestrandet.
Im Fokus stehen den Angaben zufolge israelische und jüdische Ziele weltweit – vor allem aber in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain, die Iran als Reaktion auf die israelisch-amerikanischen Angriffe attackiert. Israelis sollten bis auf Weiteres Flüge mit einem Umstieg in den VAE vermeiden. Zudem empfahl der Nationale Sicherheitsrat, im Ausland jüdische sowie israelische Symbole in der Öffentlichkeit nicht sichtbar zu tragen. Auch vom Besuch von Synagogen und anderen jüdischen Einrichtungen riet das Gremium ab.
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Wadephul kündigt Sonderflug aus Riad an
Die Bundesregierung will nach drei Sonderflügen aus dem Oman auch aus der saudischen Hauptstadt Riad in der Nahostregion gestrandete Deutsche in die Heimat zurückbringen. Das kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf Instagram an.
Die Nachrichtenagentur dpa berichtet unter Verweis auf ein Papier des Auswärtigen Amts zur Information des Bundestageshttps://www.instagram.com/p/DVg7a4hjHFI/, der Flug solle aus Saudi-Arabien am Sonntagnachmittag mit einer gecharterten Maschine der Fluggesellschaft Sundair organisiert werden. Zur Vorbereitung der Ausreise sollten besonders verletzliche Deutsche wie Schwangere, Kranke oder Ältere auf dem Landweg aus dem Golfemirat Katar nach Riad gebracht werden.
Die Nachrichtenagentur dpa berichtet unter Verweis auf ein Papier des Auswärtigen Amts zur Information des Bundestageshttps://www.instagram.com/p/DVg7a4hjHFI/, der Flug solle aus Saudi-Arabien am Sonntagnachmittag mit einer gecharterten Maschine der Fluggesellschaft Sundair organisiert werden. Zur Vorbereitung der Ausreise sollten besonders verletzliche Deutsche wie Schwangere, Kranke oder Ältere auf dem Landweg aus dem Golfemirat Katar nach Riad gebracht werden.
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Ukrainische Unterstützung gegen Irans Drohnen? »Ich nehme jede Hilfe«, sagt Trump
Gibt es eine konkrete Anfrage der Vereinigten Staaten an die Ukraine, US-Truppen und Verbündeten bei der Abwehr iranischer Shahed-Drohnen zu helfen? Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte davon berichtet. Von Reuters gefragt, ob er Hilfe aus Kyjiw gegen die Drohnen aus Teheran annehmen würde, hat der US-Präsident mögliche entsprechende Pläne zumindest nicht dementiert. »Selbstverständlich – ich nehme jede Hilfe von jedem Land an«, sagte Donald Trump nach Angaben der Nachrichtenagentur.
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Französischer Evakuierungsflug muss wegen Raketenbeschusses umkehren
Ein von der französischen Regierung gecharterter Air-France-Flug, der französische Staatsangehörige aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückbringen sollte, musste wegen Raketenbeschusses in dem Gebiet umkehren. Das erklärte der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot auf X.
»Diese Situation spiegelt die Instabilität in der Region und die Komplexität von Rückführungsoperationen wider«, fügte Tabarot hinzu. Die Rückkehr der Betroffenen könne »nur unter garantierten Sicherheitsbedingungen« erfolgen. Frankreich hatte am Mittwoch Rückführungsflüge aus dem Nahen Osten aufgenommen.
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USA setzen Betrieb in ihrer Botschaft in Kuwait aus
Die Vereinigten Staaten haben den Betrieb ihrer Botschaft in Kuwait-Stadt eingestellt. Das teilte das US-Außenministerium in einer Erklärung mit. Hintergrund sind iranische Vergeltungsangriffe auf Kuwait. Seit Kriegsbeginn hat Iran das mit den USA verbündete Golfland wiederholt mit Raketen und Drohnen angegriffen.
Nach einem iranischen Angriff steigen in der Nähe der US-Botschaft in Kuwait Rauchschwaden auf (Bild vom Montag). Foto: REUTERS
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USA und Israel greifen Iran weiter an, Teheran antwortet mit Gegenschlägen. Auch die Hisbollah greift in die Kämpfe ein, Israels Militär fordert Einwohner in Beiruts Vororten auf, diese zu verlassen. Die Nato erhöht die Bedrohungsstufe für das militärische Hauptquartier und weitere Kommandoposten. Was am Donnerstag geschah, können Sie hier lesen. An dieser Stelle geht es mit den aktuellen Entwicklungen weiter.
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