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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das US-Militär versenkte im Indischen Ozean ein iranisches Kriegsschiff. Die dortige Marine barg Dutzende tote Crewmitglieder.
- Teheran antwortet mit Gegenschlägen. Diese treffen auch Ziele in anderen Ländern, etwa in Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo sich Militärstützpunkte der USA befinden.
- Auch die proiranische Hisbollah-Miliz greift in die Kämpfe ein und attackiert Israel. Das israelische Militär reagiert mit Gegenschlägen. Hisbollah-Chef Naim Kassim erklärt: »Wir werden uns nicht ergeben.«
- Im Streit zwischen Washington und Madrid hat das Weiße Haus angekündigt, dass Spanien zu einer Militärkooperation bereit sei. Der spanische Außenminister dementierte umgehend: »Unsere Position hat sich nicht geändert«, sagte José Manuel Albares dem Radiosender Cadena SER. Verkehrsminister Óscar Puente kritisierte das Weiße Haus scharf.
- Eine EU-Analyse geht davon aus, dass sich das Teheraner Regime wahrscheinlich halten können wird.
- Deutschland werde sich nicht am Krieg in Nahost beteiligen, sagt Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius.
- Die Nato hat eine iranische Rakete in Richtung des türkischen Luftraums abgefangen. Sie sollte offenbar Incirlik treffen, eine für die USA wichtige Luftwaffenbasis.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Irans Regime erleidet hohe Verluste: So lange kann es militärisch noch durchhalten
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- Daten und Grafiken zum Irankrieg: Wo fliegen die Truppen von den USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? Hier geht’s zum Überblick
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Erster deutscher Evakuierungsflug nach Frankfurt gestartet
In Omans Hauptstadt Maskat ist der erste Evakuierungsjet der Bundesregierung im aktuellen Nahostkonflikt gestartet. Das geht aus Daten des Flugdienstleisters Flightradar24 hervor: Die Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A340-300 wird laut aktuellem Plan gegen 7.45 Uhr am Frankfurter Flughafen erwartet.
An Bord des Fluges LH345 befinden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren infolge des US-israelischen-Angriffs auf Iran in der Golfregion gestrandet und mussten über den Landweg nach Maskat gebracht werden. Nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul sollten besonders verwundbare Gruppen ausgewählt werden, also etwa Schwangere, Kranke oder Kinder. Mehr zum seltsamen Krisenmanagement von Wadephul erfahren Sie hier.
An Bord des Fluges LH345 befinden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren infolge des US-israelischen-Angriffs auf Iran in der Golfregion gestrandet und mussten über den Landweg nach Maskat gebracht werden. Nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul sollten besonders verwundbare Gruppen ausgewählt werden, also etwa Schwangere, Kranke oder Kinder. Mehr zum seltsamen Krisenmanagement von Wadephul erfahren Sie hier.
Ein Airbus A340-300 der Lufthansa (im März 2020). Foto: Arne Dedert / dpa
Die genaue Zahl der heimgeholten Reisenden ist noch unklar. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze, es müssen aber auch die Crew des Hinflugs sowie weiteres Personal mitgenommen werden. Die übliche Flugzeit zwischen Maskat und Frankfurt beträgt zwischen sieben und acht Stunden.
Es handelt sich nicht um die erste Maschine, die seit Kriegsbeginn Deutschland erreicht. Bereits seit Dienstag hatten insbesondere Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einzelne Flüge angeboten.
Es handelt sich nicht um die erste Maschine, die seit Kriegsbeginn Deutschland erreicht. Bereits seit Dienstag hatten insbesondere Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einzelne Flüge angeboten.
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US-Demokraten scheitern mit Plan, Trumps Kriegsbefugnisse einzuschränken
Die US-Demokraten im Senat wollten erreichen, dass Präsident Donald Trump sich für künftige US-Militäraktionen gegen Iran die Zustimmung des Kongresses einholen muss. Mit diesem Vorhaben sind sie nun gescheitert: Die sogenannte Kriegsbefugnisresolution (War Powers Resolution) wurde in der Kongresskammer mit der Mehrheit von Trumps Republikanern abgelehnt. 53 Senatoren stimmten gegen die Resolution, 47 Senatoren dafür.
Bei beiden Parteien gab es jeweils einen Abweichler, der sich der Gegenseite anschloss: bei den Demokraten Senator John Fetterman und bei den Republikanern Senator Rand Paul. Eingebracht worden war der Text vom Demokraten Tim Kaine und dem Republikaner Paul, der Militärinterventionen grundsätzlich skeptisch sieht.
Bei beiden Parteien gab es jeweils einen Abweichler, der sich der Gegenseite anschloss: bei den Demokraten Senator John Fetterman und bei den Republikanern Senator Rand Paul. Eingebracht worden war der Text vom Demokraten Tim Kaine und dem Republikaner Paul, der Militärinterventionen grundsätzlich skeptisch sieht.
Die Abstimmung galt als Stimmungstest für Trump, dessen Republikaner in beiden Kongresskammern eine knappe Mehrheit haben. Am Donnerstag soll im US-Repräsentantenhaus über eine ähnliche Resolution abgestimmt werden. Der Ausgang hat aber angesichts des Scheiterns der Resolution im Senat nur noch symbolische Bedeutung.
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USA planen derzeit keinen Einsatz von Bodentruppen in Iran, sagt Trumps Sprecherin
Ein Einsatz von US-Bodentruppen in Iran ist nach Angaben des Weißen Hauses derzeit nicht geplant. »Sie sind derzeit nicht Teil des Plans für diese Operation«, sagte Donald Trumps Sprecherin Karoline Leavitt auf Nachfrage bei einer Pressekonferenz. Zugleich wollte sie eine solche Option grundsätzlich nicht ausschließen. Man werde dem Präsidenten als Oberbefehlshaber »keine militärischen Optionen vom Tisch nehmen«.
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US-Außenminister hält Angriffe auf Türkei für inakzeptabel
Nach dem Abfeuern einer Rakete aus Iran auf die Türkei haben die USA dem Nato-Partner ihre Unterstützung zugesichert. US-Außenminister Marco Rubio habe seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan mitgeteilt, dass Angriffe auf das Hoheitsgebiet der Türkei inakzeptabel seien, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums mit.
Mit dem Abfeuern einer ballistischen Rakete auf die Türkei sorgte Iran für Empörung und eine weitere Eskalation des Nahostkonflikts. Die Rakete war von einem Nato-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion abgefangen worden. Ein Teil der Abwehrrakete fiel in der Grenzprovinz Hatay auf eine freie Fläche, es gab keine Verletzten. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Die Türkei verhält sich im Krieg gegen Iran eigentlich neutral und hat sich lange um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht. In der Türkei sind aber auch US-Soldaten stationiert. Der wichtigste Nato-Luftwaffenstützpunkt im Land ist in Incirlik in der südtürkischen Provinz Adana. Nach US-Angaben sind dort rund 1500 Militärangehörige stationiert. Der Stützpunkt gilt als wichtiges Militärdrehkreuz in der Region.
Mit dem Abfeuern einer ballistischen Rakete auf die Türkei sorgte Iran für Empörung und eine weitere Eskalation des Nahostkonflikts. Die Rakete war von einem Nato-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion abgefangen worden. Ein Teil der Abwehrrakete fiel in der Grenzprovinz Hatay auf eine freie Fläche, es gab keine Verletzten. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Die Türkei verhält sich im Krieg gegen Iran eigentlich neutral und hat sich lange um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht. In der Türkei sind aber auch US-Soldaten stationiert. Der wichtigste Nato-Luftwaffenstützpunkt im Land ist in Incirlik in der südtürkischen Provinz Adana. Nach US-Angaben sind dort rund 1500 Militärangehörige stationiert. Der Stützpunkt gilt als wichtiges Militärdrehkreuz in der Region.
Türkische Soldaten in Hatay bei Trümmerteil der Abwehrrakete. Foto: Demiroren News Agency / AFP
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Portugal: USA dürfen Militärbasis Lajes unter »bestimmten Bedingungen« nutzen
Die portugiesische Regierung erlaubt den USA, den Militärstützpunkt Lajes auf der Azoreninsel Terceira für Einsätze im Krieg gegen Iran zu nutzen. Ministerpräsident Luís Montenegro sagte jedoch im Parlament, die Erlaubnis gelte nur unter »bestimmten Bedingungen«. Demnach müssten die Einsätze »defensiv«, »notwendig und verhältnismäßig« sowie »ausschließlich gegen militärische Ziele« gerichtet sein. »Diese drei Bedingungen stehen im Einklang mit dem Völkerrecht«, betonte Montenegro.
Zuvor hatten portugiesische Behörden eingeräumt, dass die USA ihre Nutzung der Basis in den Wochen vor Kriegsbeginn intensiviert hatten. Diese Einsätze seien auf Grundlage einer allgemein gehaltenen, jährlich erneuerten Genehmigung erfolgt.
Der Stützpunkt Lajes gilt wegen seiner Lage mitten im Atlantik als strategisch wichtig. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nutzten ihn die Alliierten. Ein Abkommen, das die Nutzung durch die USA regelt, wurde 1951 unterzeichnet.
Militärstützpunkt Lajes auf der Insel Terceira. Foto: Antonio Araujo / EPA. Foto: Antonio Araujo / EPA
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Leseempfehlung: An dieser Stelle haben die Ajatollahs die Weltwirtschaft im Würgegriff
Fast jeder dritte Liter Öl kommt aus der Region um den Persischen Golf, beim Flüssigerdgas sieht es ähnlich aus. Nun blockiert Iran die Straße von Hormus. Karten zeigen, wie abhängig die Welt ist. Mehr dazu lesen Sie hier.
[M] DER SPIEGEL, Foto: Giuseppe Cacace / AFP
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US-Regierung dementiert Berichte über Bewaffnung von Kurden
Will die US-Regierung kurdische Gruppen im Irankrieg bewaffnen? Das Weiße Haus hat entsprechende Berichte zurückgewiesen. Die Behauptung, US-Präsident Donald Trump habe derlei Plänen zugestimmt, sei falsch, sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt in Washington. Richtig sei, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region mit Blick auf den US-Stützpunkt im Norden des Irak gesprochen habe.
Trump soll Berichten zufolge mit dem irakischen Kurdenführer Masud Barsani gesprochen haben. Laut dem »Wall Street Journal« soll Trump erwägen, die irakischen Kurden bei einem Kampf gegen die iranische Führung zu unterstützen. Einem CNN-Bericht zufolge arbeitet der US-Geheimdienst CIA daran, kurdische Gruppen für einen Aufstand gegen Irans Regierung zu bewaffnen. Die US-Regierung sei dazu in Gesprächen sowohl mit der iranischen Opposition als auch mit Kurdenvertretern im Irak, berichtete der US-Sender unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.
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Hisbollah-Chef: »Wir werden uns nicht ergeben«
In seiner ersten Ansprache seit der jüngsten Eskalation hat Hisbollah-Chef Naim Kassim die Kampfbereitschaft seiner Organisation betont. »Wir werden uns dem Feind nicht ergeben«, sagte er in der im Fernsehen übertragenen Rede, und sprach von »Konfrontation und Widerstand bis an die äußersten Grenzen«.
Kassim sagte, Israel sei eine »existenzielle Bedrohung« für die Hisbollah, den Libanon und die gesamte Region. »Was Israel getan hat, war keine Reaktion auf einen Raketenbeschuss, sondern vielmehr ein vorsätzlich geplanter Akt der Aggression«, sagte er weiter. Es sei die Pflicht der Hisbollah, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um den gefährlichen Kurs fortgesetzter israelischer Aggression zu stoppen.
Kassim sagte, Israel sei eine »existenzielle Bedrohung« für die Hisbollah, den Libanon und die gesamte Region. »Was Israel getan hat, war keine Reaktion auf einen Raketenbeschuss, sondern vielmehr ein vorsätzlich geplanter Akt der Aggression«, sagte er weiter. Es sei die Pflicht der Hisbollah, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um den gefährlichen Kurs fortgesetzter israelischer Aggression zu stoppen.
Rauch über dem Süden Beiruts nach einem israelischen Luftangriff. Foto: Marwan Naamani / dpa
Ein israelischer Armeesprecher erklärte wiederum am Abend, die Hisbollah habe sich für einen Krieg mit Israel entschieden. Seinen Angaben zufolge hat der Iran die Miliz massiv unter Druck gesetzt, in den Konflikt einzugreifen. Die Hisbollah stelle iranische Interessen über das Wohl der libanesischen Zivilbevölkerung, sagte der Sprecher.
Die durch den Krieg mit Israel 2024 stark geschwächte Hisbollah hatte in der Nacht zum Montag als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei Raketen auf Israel abgefeuert. Seitdem greift das israelische Militär wieder im größeren Umfang im Libanon an. Auch die Hisbollah schießt weiter Raketen auf israelische Ziele. Wie die Hisbollah in Israels Falle getappt ist, lesen Sie hier.
Die durch den Krieg mit Israel 2024 stark geschwächte Hisbollah hatte in der Nacht zum Montag als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei Raketen auf Israel abgefeuert. Seitdem greift das israelische Militär wieder im größeren Umfang im Libanon an. Auch die Hisbollah schießt weiter Raketen auf israelische Ziele. Wie die Hisbollah in Israels Falle getappt ist, lesen Sie hier.
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Die Vereinigten Staaten und Israel greifen weiter Ziele in Iran an. Ein US-U-Boot versenkt ein iranisches Kriegsschiff im Indischen Ozean. Teheran antwortet mit Gegenschlägen. Und ein Streit zwischen den USA und Spanien wegen einer Militärkooperation geht in die nächste Runde. Was am Mittwoch noch geschah, lesen Sie hier nach. Hier geht es mit den aktuellen Entwicklungen weiter.
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