Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Ziele in Iran an, Teheran antwortet mit Gegenschlägen. Diese treffen auch Ziele in anderen Ländern, unter anderem in Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort befinden sich Stützpunkte des US-Militärs.
- In der Nacht zu Montag hat die proiranische Hisbollah-Miliz in die Kämpfe eingegriffen und Israel attackiert. Das israelische Militär reagiert mit Gegenschlägen im gesamten Libanon.
- Irans Oberster Führer Ali Khamenei und weitere wichtige Funktionäre wurden bei den Angriffen am Samstag getötet.
- US-Präsident Trump hat in einem Interview seinen Zeitplan für die Angriffe gegen Iran genannt: »Wir gehen davon aus, dass es etwa vier Wochen dauern wird.«
- Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben erklärt, gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zu ergreifen, um die eigenen Interessen und die von Verbündeten in der Region zu verteidigen.
- Zehntausende Reisende aus Deutschland sind wegen der Eskalation in Nahost gestrandet. Die Bundesregierung hat derzeit nicht vor, sie auszufliegen.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Warum gerade jetzt? Donald Trump hat wochenlang damit gedroht, Iran anzugreifen. Vier Gründe könnten den Ausschlag für diesen Zeitpunkt gegeben haben
- Das droht jetzt in Iran: Ajatollah Ali Khamenei ist getötet worden. Wie geht es jetzt mit dem Regime weiter? Vier Szenarien sind denkbar
- Daten und Grafiken zum Irankrieg: Wo fliegen die Truppen von USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? Hier geht’s zum Überblick
- Worum es Israel bei dem Angriff wirklich geht: Hier mehr zu den möglichen Kriegszielen von Israels Premier Netanyahu
- Die Golfstaaten standen für Luxus. Jetzt sind sie ein Angriffsziel: Erstmals trifft ein iranischer Vergeltungsschlag nicht nur US-Stützpunkte, sondern die glänzenden Aushängeschilder der Golfmonarchien: Flughäfen, Hotels, Hochhäuser. Wie werden die Araber darauf reagieren?
- Der Kanzler als Zuschauer: Mitten im Krieg reist Friedrich Merz nach Washington zu einem Treffen mit Donald Trump. Merz muss dabei diplomatische Millimeterarbeit leisten.
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Kuwait meldet mehrere abgestürzte US-Jets
Laut dem Verteidigungsministerium Kuwait sind »mehrere« US-Kampfflugzeuge im Land abgestürzt, alle Besatzungsmitglieder sollen überlebt haben. Zu den genauen Absturzursachen gab es bisher keine Informationen.
Bereits vor dieser Meldung kursierten in sozialen Medien mehrere Videos, die den Absturz eines Kampfflugzeuges vom Typ F-15 oder F/A-18 in der Nähe eines US-Luftwaffenstützpunkts zeigen sollten. Am Heck der Maschine schien den Bildern zufolge ein Feuer ausgebrochen zu sein. Auf weiteren Videos war zu sehen, wie sich zwei Menschen rechtzeitig aus der fallenden Maschine befreiten. Maschinen der genannten Typen werden auch von Kuwaits Streitkräften geflogen.
Bereits vor dieser Meldung kursierten in sozialen Medien mehrere Videos, die den Absturz eines Kampfflugzeuges vom Typ F-15 oder F/A-18 in der Nähe eines US-Luftwaffenstützpunkts zeigen sollten. Am Heck der Maschine schien den Bildern zufolge ein Feuer ausgebrochen zu sein. Auf weiteren Videos war zu sehen, wie sich zwei Menschen rechtzeitig aus der fallenden Maschine befreiten. Maschinen der genannten Typen werden auch von Kuwaits Streitkräften geflogen.
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Angriff auf saudischen Ölkonzern
An der Raffinerie des staatlichen Ölkonzerns Aramco im saudischen Ras Tanura ist nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff ein »kleines, isoliertes Feuer« ausgebrochen. Inzwischen sei es unter Kontrolle, berichtet Tala Ramadan, Journalistin der Nachrichtenagentur Reuters, unter Berufung auf weitere Quellen. Aramco – offiziell Saudi Arabian Oil Company – ist der staatlich dominierte Öl‑ und Gaskonzern Saudi-Arabiens und fungiert als nationale Ölgesellschaft des Königreichs. Aus Vorsichtgründen hat der Konzern die Anlage vorläufig heruntergefahren; die Lage gilt den Angaben zufolge als stabil.
Ras Tanura ist eines der zentralen Energiedrehkreuze des Landes: Die dortige Aramco‑Raffinerie gehört zu den größten der Region, der angeschlossene Hafen gilt als einer der wichtigsten Ölexportterminals weltweit. Entsprechend ist der Standort systemrelevant für die globale Energieversorgung.
Ras Tanura ist eines der zentralen Energiedrehkreuze des Landes: Die dortige Aramco‑Raffinerie gehört zu den größten der Region, der angeschlossene Hafen gilt als einer der wichtigsten Ölexportterminals weltweit. Entsprechend ist der Standort systemrelevant für die globale Energieversorgung.
Raffineire Ras Tanura (Foto von 2023). Foto: Barry Iverson / Newscom World / IMAGO
Für Saudi‑Arabien weckt der Vorfall vermutlich Erinnerungen an 2019, als Huthi‑Rebellen mit Drohnen und Raketen zentrale Aramco‑Anlagen wie Abqaiq und Khurais trafen und zeitweise große Teile der saudischen Ölproduktion lahmlegten. Schon damals empfand sich Riad von seinem wichtigsten Sicherheitsgaranten, den USA, enttäuscht, weil Washington trotz massiver Schäden und klarer Schuldzuweisungen an Iran militärisch nicht reagierte. Das hat in der Führung in Riad ein tief sitzendes Misstrauen hinterlassen – und verstärkt heute den Wunsch, sich im Ernstfall auch ohne amerikanische Rückendeckung behaupten zu können.
Falls Iran Ölanlagen im großen Stil angreifen würde, wäre das eine massive Eskalation des Konflikts. Denn damit träfe Teheran direkt die Lebensader der Golfmonarchien.
Falls Iran Ölanlagen im großen Stil angreifen würde, wäre das eine massive Eskalation des Konflikts. Denn damit träfe Teheran direkt die Lebensader der Golfmonarchien.
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Analyse: Wie lange halten die USA den Krieg gegen Iran durch?
Der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran geht in den dritten Tag, und noch immer hat sich US-Präsident Donald Trump außerhalb von Videobotschaften und sporadischen Interviews nicht umfassend öffentlich dazu geäußert. Auch von seinen wichtigsten Regierungsmitgliedern, von Vizepräsident JD Vance oder Verteidigungsminister Pete Hegseth, ist so gut wie nichts zu dem Krieg zu hören.
Dabei werden die Fragen lauter. Trump hat einen kurzen Einsatz versprochen, inzwischen spricht er allerdings bereits von vier Wochen. Und es scheint fraglich, ob es damit tatsächlich getan ist. Zwar haben die USA und Israel Irans Staatsoberhaupt Ali Khamenei und etliche weitere hochrangige Regimevertreter getötet, doch im Moment deutet wenig darauf hin, dass das Regime in Teheran schnell kollabiert.
Dabei werden die Fragen lauter. Trump hat einen kurzen Einsatz versprochen, inzwischen spricht er allerdings bereits von vier Wochen. Und es scheint fraglich, ob es damit tatsächlich getan ist. Zwar haben die USA und Israel Irans Staatsoberhaupt Ali Khamenei und etliche weitere hochrangige Regimevertreter getötet, doch im Moment deutet wenig darauf hin, dass das Regime in Teheran schnell kollabiert.
Im Gegenteil versucht die Führung in Teheran gerade, den Preis für den Krieg hochzutreiben, unter anderem, indem sie Verbündete der USA, etwa die Vereinigten Arabischen Emirate oder Kuwait, attackiert. Auch im Inneren wächst der Druck auf Trump. Laut Umfragen lehnt eine Mehrheit der Amerikanerinnen und Amerikaner den Einsatz ab. Ein weiterer, langer US-Krieg im Nahen Osten wäre für die Regierung wohl kaum durchzuhalten.
Donald Trump (am 1. März). Foto: Will Oliver / EPA
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Libanon meldet mindestens 31 Tote bei israelischen Angriffen
Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden durch die israelischen Angriffe in der Nacht 31 Menschen getötet und 149 verletzt. Nach Raketenbeschuss durch die Hisbollah und ersten israelischen Gegenangriffen noch in der Nacht warnte die israelische Armee am Montagmorgen, dass sie ihre Angriffe im Libanon gegen die Hisbollah ausweiten wolle und die Kämpfe viele Tage andauern könnten.
Der libanesische Präsident Joseph Aoun und Premierminister Nawaf Salam verurteilten die Raketenangriffe der libanesischen Miliz auf israelisches Territorium. Der libanesische Justizminister Adel Nassar forderte, die Sicherheitskräfte anzuweisen, die Verantwortlichen für die Raketenangriffe aus dem Südlibanon auf Israel festzunehmen. Traditionell war der libanesische Staat gegenüber der Hisbollah bisher aber vergleichsweise machtlos.
Foto: Wael Hamzeh / EPA
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Großbritannien will Bürger evakuieren
Großbritannien bereitet sich auf die Evakuierung seiner Staatsbürger aus dem Nahen Osten vor. Schätzungsweise 300.000 Briten leben in der Region, sagte Außenministerin Yvette Cooper dem Sender Sky News. Mehr als 100.000 hätten ihre Anwesenheit registriert. Die Regierung prüfe jetzt verschiedene Lösungen, etwa eine Zusammenarbeit mit der Reisebranche und vom Staat organisierte Evakuierungen.
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul hatte am Sonntag gesagt, man könne in der Region Gestrandete nicht ausfliegen. »Das werden wir nicht machen können, denn die Lufträume sind insgesamt geschlossen.«
Deutschlands Außenminister Johann Wadephul hatte am Sonntag gesagt, man könne in der Region Gestrandete nicht ausfliegen. »Das werden wir nicht machen können, denn die Lufträume sind insgesamt geschlossen.«
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Analyse: Letztes Zucken der Hisbollah?
Am Sonntag hatte die Partei-Miliz Hisbollah »aus Loyalität zum Großen Anführer und als Unterstützung für die Islamische Republik Iran« in den südlichen Vororten Beiruts eine Demonstration abgehalten. Die Stimmung dort sei eher von Trauer und Niedergeschlagenheit als von Kampfeslust geprägt gewesen, sagt ein Besucher. In der Nacht auf Montag griff die Islamistengruppe dann doch Israel an. »Als Rache für das Blut des Obersten Führers der Muslime Ali Khamenei« habe man »eine Salve Präzisionsraketen und einen Schwarm Drohnen« auf das Nachbarland geschickt, hieß es in einer Erklärung der »Partei Gottes«.
Israel konnte den Angriff offenbar vollumfänglich abwehren. Am Morgen war die Vergeltung in Gang: Israelische Jets attackierten Ziele in vielen Teilen des Nachbarlands, besonders in den südlichen Vororten der Hauptstadt, Hochburg und Herzkammer der Hisbollah. Israels Armeechef Eyal Zamir erklärte, seine Truppe sei »auf viele lange Tage des Kampfes vorbereitet«.
Israel konnte den Angriff offenbar vollumfänglich abwehren. Am Morgen war die Vergeltung in Gang: Israelische Jets attackierten Ziele in vielen Teilen des Nachbarlands, besonders in den südlichen Vororten der Hauptstadt, Hochburg und Herzkammer der Hisbollah. Israels Armeechef Eyal Zamir erklärte, seine Truppe sei »auf viele lange Tage des Kampfes vorbereitet«.
Pro-iranische Hisbollah-Anhänger bei einer Kundgebung zum Tod Ali Khameneis. Foto: Marwan Naamani / dpa
Tatsächlich ist die Hisbollah längst keine ernsthafte Gefahr mehr für den jüdischen Staat: Israel hat die Miliz nach dem 7. Oktober 2023, als sie das Land ohne Anlass angegriffen hatte, regelrecht kleingemacht. Tausende Kämpfer und Kader getötet, die Führungsriege, allen voran Lichtgestalt Hassan Nasrallah, eliminiert, das einst sagenumwobene Raketenarsenal auf ein Minimum reduziert. Auch nach dem Waffenstillstand im Oktober 2024 konnte Israel nach Gutdünken im Nachbarland attackieren, schaltete dort weiter Kommandeure und Waffenlager aus, hält weiter einen Streifen Land an der Grenze besetzt.
Nun bekommt die israelische Armee den Anlass, die Reste der Hisbollah zu beseitigen. Aus dem Juwel in der Krone Irans, der iranischen »Achse des Widerstands«, ist eine Gruppe geworden, die Mühe hat, ihre eigenen Leute zu ernähren. Viele Schiiten wünschen sich Wiederaufbau statt Kampf, Wohlstand statt Waffen.
Auch die meisten anderen Libanesen, Christen, Sunniten wie Drusen, sind längst kriegsmüde. Libanons Präsident Joseph Aoun schrieb über den Hisbollah-Raketenbeschuss auf X, dass dies die Bemühungen der libanesischen Regierung untergrabe, »den Libanon von den gefährlichen militärischen Auseinandersetzungen in der Region fernzuhalten«. Die Nutzung des Landes als Plattform für Kriege, »die nichts mit uns zu tun haben, wird unser Heimatland erneut Gefahren aussetzen«. Dabei sei der Libanon immer noch damit beschäftigt, »die Wunden zu heilen«, die durch die letzte Eskalation zwischen der Hisbollah und Israel entstanden waren.
Die Menschen im Land hatten es geradezu genossen, während des Zwölftagekriegs zwischen Israel und Iran im vergangenen Juni zuschauen zu können. Sie wollen unter keinen Umständen nun erneut in einen Konflikt hineingezogen werden. Der Angriff der Hisbollah wird die Stellung der Gruppe im Land weiter untergraben. Offenbar konnte sie sich nach der Tötung Khameneis nicht dagegen wehren, zumindest symbolisch Vergeltung zu üben. Doch es könnte ihr letztes Zucken sein: Israel wird nun alles daransetzen, der Gruppe militärisch den Garaus zu machen; auch politisch dürfte die Hisbollah aus diesem Krieg nochmals deutlich geschwächt hervorgehen.
Nun bekommt die israelische Armee den Anlass, die Reste der Hisbollah zu beseitigen. Aus dem Juwel in der Krone Irans, der iranischen »Achse des Widerstands«, ist eine Gruppe geworden, die Mühe hat, ihre eigenen Leute zu ernähren. Viele Schiiten wünschen sich Wiederaufbau statt Kampf, Wohlstand statt Waffen.
Auch die meisten anderen Libanesen, Christen, Sunniten wie Drusen, sind längst kriegsmüde. Libanons Präsident Joseph Aoun schrieb über den Hisbollah-Raketenbeschuss auf X, dass dies die Bemühungen der libanesischen Regierung untergrabe, »den Libanon von den gefährlichen militärischen Auseinandersetzungen in der Region fernzuhalten«. Die Nutzung des Landes als Plattform für Kriege, »die nichts mit uns zu tun haben, wird unser Heimatland erneut Gefahren aussetzen«. Dabei sei der Libanon immer noch damit beschäftigt, »die Wunden zu heilen«, die durch die letzte Eskalation zwischen der Hisbollah und Israel entstanden waren.
Die Menschen im Land hatten es geradezu genossen, während des Zwölftagekriegs zwischen Israel und Iran im vergangenen Juni zuschauen zu können. Sie wollen unter keinen Umständen nun erneut in einen Konflikt hineingezogen werden. Der Angriff der Hisbollah wird die Stellung der Gruppe im Land weiter untergraben. Offenbar konnte sie sich nach der Tötung Khameneis nicht dagegen wehren, zumindest symbolisch Vergeltung zu üben. Doch es könnte ihr letztes Zucken sein: Israel wird nun alles daransetzen, der Gruppe militärisch den Garaus zu machen; auch politisch dürfte die Hisbollah aus diesem Krieg nochmals deutlich geschwächt hervorgehen.
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Klinik in Iran bei Angriff getroffen
Die Angriffe Israels und der USA haben in der Hauptstadt Teheran eine Klinik beschädigt. Das Gandhi-Krankenhaus in der Millionenmetropole Teheran sei bereits am späten Sonntagabend von einer Rakete getroffen worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend.
Laut dem staatlichen Rundfunk seien seit Kriegsbeginn sieben medizinische Einrichtungen attackiert worden, darunter zwei weitere Krankenhäuser in Teheran. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen stehen unter besonderem Schutz des humanitären Völkerrechts. Als zivile Einrichtungen dürfen sie nicht angegriffen werden.
Foto: UGC / AFP
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Leseempfehlung: Warum Trump sich gerade jetzt zum Schlag gegen Iran entschied
Nach Wochen der Drohungen und Diplomatie greifen die USA das Regime in Teheran an. Vier Gründe könnten den Ausschlag für diesen Zeitpunkt gegeben haben, schreibt meine Kollegin Britta Kollenbroich.
Lesen Sie hier mehr.
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Foto: Elizabeth Frantz / REUTERS
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Rauch nahe der US-Botschaft in Kuwait
Augenzeugen schildern mehreren Medien zufolge, dass in der Nachbarschaft um die US-amerikanische Botschaft in Kuwait Rauch aufsteigt. Demnach seien Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz. Die Botschaft hatte US-Bürger zuvor vor weiteren Angriffen gewarnt. Sie sollten sich in ihrem eigenen Zuhause in Sicherheit bringen – auf der niedrigsten Etage und möglichst weit weg von Fenstern.
Foto: AFP
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Zypern bestätigt Drohnenangriff auf britischen Luftwaffenstützpunkt
Die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag Behörden zufolge von einer Drohne getroffen worden. Der Angriff habe begrenzten Schaden verursacht, aber keine Verletzten gefordert, teilten die zyprischen Behörden und das britische Verteidigungsministerium mit.
Nach Informationen aus verschiedenen Quellen habe es sich um eine unbemannte Drohne gehandelt, erklärte ein Sprecher der zyprischen Regierung. Die britische Militärverwaltung rief die Anwohner in der Umgebung von Akrotiri nach dem Drohneneinschlag dazu auf, bis auf Weiteres in ihren Häusern zu bleiben.
Nach Informationen aus verschiedenen Quellen habe es sich um eine unbemannte Drohne gehandelt, erklärte ein Sprecher der zyprischen Regierung. Die britische Militärverwaltung rief die Anwohner in der Umgebung von Akrotiri nach dem Drohneneinschlag dazu auf, bis auf Weiteres in ihren Häusern zu bleiben.
Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern (am 12. Januar 2024). Foto: Sgt Lee Goddard / UK Ministry of Defence / AP / dpa
Der Stützpunkt der britischen Royal Air Force erstreckt sich über eine weitläufige, quadratische Halbinsel an der Südspitze Zyperns. Großbritannien besitzt die Hoheitsrechte über zwei Militärbasen auf der östlichen Mittelmeerinsel, die Mitglied der Europäischen Union (EU) ist.
Am Morgen betonte Präsident Nikos Christodoulides, dass sich Zypern nicht an Militäreinsätzen beteiligen werde. »Ich möchte klarstellen: Unser Land beteiligt sich in keiner Weise an militärischen Operationen und hat auch nicht die Absicht, sich daran zu beteiligen«, erklärt Christodoulides in einer Stellungnahme.
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SPD warnt vor Massenflucht aus Iran
Die SPD im Bundestag hat angesichts der Eskalation im Nahen Osten davor gewarnt, dass viele Menschen nach Deutschland und Europa fliehen werden. »Jeder Nahostkrieg in der Geschichte hat große Fluchtbewegungen mit sich gebracht, Irak, Syrien, Libyen«, sagte der außenpolitischer Sprecher der SPD, Adis Ahmetović, dem »Stern«. »Wir versuchen gerade, Migration nach Europa neu zu ordnen. Das wird jetzt schwerer.«
Es könne »Millionen von Menschen« geben, die nach Europa fliehen, sagte Ahmetovic. »Sind wir bereit für einen neuen ›Wir schaffen das‹-Moment? Ich glaube nicht«, fügte er hinzu.
Es sei gut, dass Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Khamenei, der das Land an den Abgrund geführt habe, Geschichte ist, so der SPD-Politiker. »Aber bei aller Euphorie müssen wir auch die Gefahren im Blick behalten.« Was nach Khamenei komme, sei völlig unklar. »Ein Vielvölkerstaat mit 90 Millionen Menschen hat jetzt das Potenzial für einen Bürgerkrieg, die Region könnte in einen Flächenbrand geraten«, warnte Ahmetovic. Das hätte direkte Folgen für Deutschland und Europa.
Trump wolle mit dem Krieg auch China treffen, das Land zu einem Deal zwingen, sagte der SPD-Politiker. China sei der größte Abnehmer für Erdöl aus Iran. Davor habe Washington bereits den venezolanischen Öl-Markt für Peking verschlossen. »Wenn der Konflikt zwischen den USA und China sich nun weiter zuspitzt, werden wir das auch spüren«, warnte Ahmetovic. »Dass China handelspolitisch und in Wirtschaftsfragen mächtig ist und zuschlagen kann, haben wir zuletzt immer wieder gesehen.«
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Iran lehnt Verhandlungen mit USA ab
Es sind deutliche Worte: Man werde nicht mit den Vereinigten Staaten verhandeln, erklärt Irans Sicherheitsratschef Ali Larijani kurz und knapp bei X. Der enge Vertraute des getöteten Ali Khamenei reagiert damit auf einen Bericht, wonach das Regime darum bemüht sei, die Verhandlungen mit den USA wieder aufzunehmen. In einem weiteren Post warf Larijani dem US-Präsidenten vor, die Region ins Chaos gestürzt zu haben.
Donald Trump hatte am Sonntagmorgen in einem Interview mit »The Atlantic« gesagt, dass die Führung in Teheran mit ihm sprechen wolle: »Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt, also werde ich mit ihnen reden. Sie hätten das früher tun sollen.« Das »Wall Street Journal« hatte berichtet, Larijani wolle die Atomgespräche wieder aufnehmen.
Donald Trump hatte am Sonntagmorgen in einem Interview mit »The Atlantic« gesagt, dass die Führung in Teheran mit ihm sprechen wolle: »Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt, also werde ich mit ihnen reden. Sie hätten das früher tun sollen.« Das »Wall Street Journal« hatte berichtet, Larijani wolle die Atomgespräche wieder aufnehmen.
Ali Larijani (im September 2025). Foto: Mohamed Azakir / REUTERS
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Mutmaßlicher Drohnenangriff auf Militärstützpunkt auf Zypern
Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist Berichten zufolge in der Nacht von einer mutmaßlichen Drohne getroffen worden. Bei dem Vorfall auf dem Stützpunkt in der Nähe der Hafenstadt Limassol wurde niemand verletzt, wie unter anderem der Sender Sky News und die Nachrichtenagentur PA berichten. Sie berufen sich dabei auf Angaben aus dem britischen Verteidigungsministerium.
»Die Basis hat reagiert, um unsere Leute zu verteidigen«, hieß es demnach von der Behörde. Eine Bestätigung aus Zypern gibt es bisher nicht. Unklar ist zudem, wer die Drohne abgefeuert hatte.
Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen Iran. Verteidigungsminister John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern.
»Die Basis hat reagiert, um unsere Leute zu verteidigen«, hieß es demnach von der Behörde. Eine Bestätigung aus Zypern gibt es bisher nicht. Unklar ist zudem, wer die Drohne abgefeuert hatte.
Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen Iran. Verteidigungsminister John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern.
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Israel hat auf einen Angriff der Hisbollah reagiert – und greift nun seinerseits Ziele im Libanon an. Das israelische Militär rief Bewohnerinnen und Bewohner im Süden des Nachbarlandes zur Flucht auf. Die Bilder:
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Israel meldet Angriff auf ranghohe Hisbollah-Mitglieder in Beirut
Die israelische Armee bombardiert weiterhin Ziele im nördlichen Nachbarland Libanon. Dabei hat sie eigenen Angaben zufolge in der Hauptstadt Beirut auch ranghohe Mitglieder der proiranischen Hisbollah-Miliz angegriffen. Ein weiterer wichtiger »Hisbollah-Terrorist« sei zudem im Süden des Libanon getroffen worden. »Die Hisbollah hat über Nacht eine Offensive gegen Israel gestartet und trägt die volle Verantwortung für jede Eskalation«, erklärte Israels Generalstabschef Eyal Zamir.
Eine Sprecherin der israelischen Armee forderte zudem die Bewohnerinnen und Bewohner in rund 50 Orten im Südlibanon zur Flucht auf: Die Aktivitäten der Hisbollah-Miliz würden Israel zum Handeln zwingen, man wolle aber der Zivilbevölkerung keinen Schaden zufügen, erklärte sie auf X. Die Menschen in den Orten sollten sich in offene Gebiete begeben, mindestens einen Kilometer von Häusern entfernt. Solche Fluchtaufrufe des Militärs deuten in der Regel auf bevorstehende Kampfhandlungen in den betroffenen Gebieten hin.
Eine Sprecherin der israelischen Armee forderte zudem die Bewohnerinnen und Bewohner in rund 50 Orten im Südlibanon zur Flucht auf: Die Aktivitäten der Hisbollah-Miliz würden Israel zum Handeln zwingen, man wolle aber der Zivilbevölkerung keinen Schaden zufügen, erklärte sie auf X. Die Menschen in den Orten sollten sich in offene Gebiete begeben, mindestens einen Kilometer von Häusern entfernt. Solche Fluchtaufrufe des Militärs deuten in der Regel auf bevorstehende Kampfhandlungen in den betroffenen Gebieten hin.
Israel und die Hisbollah-Miliz hatten zuletzt bis Ende 2024 Krieg gegeneinander geführt. Dann trat eine Waffenruhe in Kraft. Das Abkommen sieht unter anderem die Entwaffnung der Hisbollah in mehreren Phasen vor. Eine wichtige Frist dafür lief Ende vergangenen Jahres aber aus. Die Schiitenmiliz lehnt diesen Schritt weiterhin ab. Beide Seiten werfen einander Verstöße gegen das Abkommen vor.
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Israel bombardiert nach Hisbollah-Angriff Ziele im Libanon
Die israelische Armee attackiert derzeit das nördliche Nachbarland Libanon: Man habe damit begonnen, Stellungen der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im gesamten Libanon anzugreifen, teilte die Armee in der Nacht mit. Augenzeugen berichteten von Explosionen auch in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut.
Die israelischen Attacken sind eine Reaktion auf einen Angriff der Hisbollah: Die Miliz hatte nur kurz zuvor einen Raketenangriff auf Israel für sich reklamiert. Sie bezeichnete den Angriff als Vergeltungsmaßnahme für die Tötung Ali Khameneis. Die proiranische Hisbollah-Miliz hatte sich nach der Tötung von Irans Oberstem Führer solidarisch mit Iran erklärt, eine direkte Beteiligung an den Kämpfen jedoch offengelassen. Das hat sich nun geändert: Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024, dass die Schiitenmiliz Israel mit Raketen angegriffen hat.
Israel erklärte, man werde gegen die Entscheidung der Hisbollah, sich an den iranischen Gegenangriffen zu beteiligen, vorgehen und nicht zulassen, dass die Miliz eine Bedrohung für den Staat Israel darstellt.
Die israelischen Attacken sind eine Reaktion auf einen Angriff der Hisbollah: Die Miliz hatte nur kurz zuvor einen Raketenangriff auf Israel für sich reklamiert. Sie bezeichnete den Angriff als Vergeltungsmaßnahme für die Tötung Ali Khameneis. Die proiranische Hisbollah-Miliz hatte sich nach der Tötung von Irans Oberstem Führer solidarisch mit Iran erklärt, eine direkte Beteiligung an den Kämpfen jedoch offengelassen. Das hat sich nun geändert: Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024, dass die Schiitenmiliz Israel mit Raketen angegriffen hat.
Israel erklärte, man werde gegen die Entscheidung der Hisbollah, sich an den iranischen Gegenangriffen zu beteiligen, vorgehen und nicht zulassen, dass die Miliz eine Bedrohung für den Staat Israel darstellt.
- Die Hisbollah ist der wichtigste militärische Verbündete Irans. Die libanesische Expertin Hanin Ghaddar hat schon Mitte Januar im SPIEGEL-Interview erklärt, warum das Ende der Miliz nahen könnte.
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Raketentrümmer stürzen auf Schiff in Bahrain – ein Toter, zwei Verletzte
Über Bahrain hat die Flugabwehr eine Rakete abgefangen. Trümmerteile davon stürzten auf ein Schiff – und lösten einen Brand aus. Bei dem Zwischenfall kam ein aus Asien stammender Arbeiter ums Leben, wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf bei X mitteilte. Zwei weitere Menschen wurden demnach schwer verletzt. Der Brand in einem Hafengebiet nahe der Hauptstadt Manama sei inzwischen gelöscht.
Iran greift im Rahmen seiner Gegenangriffe US-Verbündete und amerikanische Stellungen in der Region an. Bahrain ist unter anderem der Hauptsitz der US-Marine im Nahen Osten. Dort ist die sogenannte Fünfte Flotte der Marine beheimatet.
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US-Militär setzt gegen Iran Tarnkappenbomber ein
Bisher gab es nur Medienberichte dazu, inzwischen hat das US-Militär es bestätigt: Bei den Angriffen auf iranische Ziele kommen auch Tarnkappenbomber vom Typ B-2 zum Einsatz. Sie griffen mit gut 900 Kilogramm schweren Bomben Irans besonders gut geschützte Einrichtungen für ballistische Raketen an, wie das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) bei X mitteilte: »Kein Land sollte jemals Amerikas Entschlossenheit bezweifeln.«
Tarnkappenbomber über Missouri (im Juni 2025). Foto: David Smith / AP / dpa
Nur das US-Militär verfügt über die Tarnkappenbomber. Die Flugzeuge mit einer Reichweite von bis zu 9600 Kilometern sind regulär auf einem Luftwaffenstützpunkt im US-Bundesstaat Missouri stationiert. Bei einem Einsatz über größere Distanzen müssen sie in der Luft betankt werden. Sie hatten im vergangenen Jahr bei US-Angriffen auf Teherans Atomanlagen massive bunkerbrechende Bomben vom Typ GBU-57 auf unterirdische Ziele in Iran abgeworfen.
- Mehr über das extrem teure Kampfflugzeug – und wie es sich vor Feinden verbirgt – erfahren Sie hier.
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Israel meldet neue Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der iranischen Hauptstadt fort. Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle gegen das »iranische Terrorregime im Herzen von Teheran« begonnen worden, teilte das Militär in der Nacht mit. Weitere Details wurden nicht genannt.
Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, dass in mehreren Bezirken Teherans Explosionen zu hören seien.
Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, dass in mehreren Bezirken Teherans Explosionen zu hören seien.
Explosion in Teheran (am Sonntag). Foto: Uncredited / AP / dpa
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Preise für Gold und Silber steigen
In den ersten Handelsminuten hat sich Gold deutlich verteuert: Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) kostete im frühen Handel bis zu 5393 US-Dollar – und damit 2,2 Prozent mehr als am Freitag. Der Goldpreis nähert sich damit langsam wieder dem Rekordhoch von fast 5600 Dollar Ende Januar. Auch der Preis für Silber zog kräftig an: Eine Feinunze kostete im frühen Handel 95,74 US-Dollar, ein Plus von 2,1 Prozent.
Gold und Silber gelten bei vielen Anlegerinnen und Anlegern als sogenannter sicherer Hafen in politisch unsicheren Zeiten (mehr dazu, warum die Edelmetalle keine solide Geldanlage sind, erfahren Sie hier).
Gold und Silber gelten bei vielen Anlegerinnen und Anlegern als sogenannter sicherer Hafen in politisch unsicheren Zeiten (mehr dazu, warum die Edelmetalle keine solide Geldanlage sind, erfahren Sie hier).
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Öl wird deutlich teurer
Es kam wie erwartet: Die Ölpreise haben kräftig zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um bis zu fast 10 Dollar oder 14 Prozent – und kostete mit 82,37 Dollar so viel wie seit Januar 2025 nicht mehr. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte prozentual ebenfalls zweistellig zu.
Nach den zunächst zweistelligen Zuwächsen zum Handelsbeginn gaben die Ölpreise bis 0.30 Uhr wieder einen Teil ihrer Gewinne ab, lagen aber immer noch mit rund neun Prozent im Plus.
Iran hatte als Reaktion auf die US-israelischen Angriffe den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt, es ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die nur 50 Kilometer breite Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.
Nach den zunächst zweistelligen Zuwächsen zum Handelsbeginn gaben die Ölpreise bis 0.30 Uhr wieder einen Teil ihrer Gewinne ab, lagen aber immer noch mit rund neun Prozent im Plus.
Iran hatte als Reaktion auf die US-israelischen Angriffe den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt, es ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die nur 50 Kilometer breite Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.
- Alles, was Sie über das Nadelöhr des Ölhandels wissen müssen, finden Sie hier.
- Und wie der Angriff auf Iran die Gas- und Spritpreise bewegt, erklären wir Ihnen hier.
Der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman in einer undatierten Satellitenaufnahme. Foto: The Visible Earth / NASA / dpa
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Israels Armee meldet Angriff aus dem Libanon
In mehreren Gebieten im Norden Israels heulen die Sirenen, wie das Militär des Landes mitteilt: Man sei aus dem nördlichen Nachbarland Libanon beschossen worden. Um welche Geschosse genau es sich handelt – und von wo und von wem sie gestartet wurden – ist bisher nicht bekannt.
Nach den jüngsten amerikanisch-israelischen Angriffen auf Iran hatte die Hisbollah-Miliz im Libanon Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die Hisbollah wird von Iran unterstützt und gilt als einer der stärksten nicht-staatlichen Akteure weltweit.
Nach den jüngsten amerikanisch-israelischen Angriffen auf Iran hatte die Hisbollah-Miliz im Libanon Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die Hisbollah wird von Iran unterstützt und gilt als einer der stärksten nicht-staatlichen Akteure weltweit.
- Mehr dazu, wie die Miliz zu Irans mächtigstem Außenposten wurde, erfahren Sie in diesem Video.
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Vereinigte Arabische Emirate: 152 iranische Raketen und 506 Drohnen abgewehrt
Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat nach eigenen Angaben inzwischen 152 ballistische Raketen und 506 Drohnen aus Iran abgewehrt. Das erklärte das Verteidigungsministerium bei X. Zudem seien 35 Drohnen abgestürzt, 13 Raketen seien ins Wasser gefallen. Zwei Marschflugkörper wurden den Angaben zufolge abgefangen und zerstört.
Am Samstagabend hatten die Emirate bereits die Abwehr von 132 ballistischen Raketen und 195 Drohnen seit Beginn der iranischen Angriffe bestätigt.
Am Samstagabend hatten die Emirate bereits die Abwehr von 132 ballistischen Raketen und 195 Drohnen seit Beginn der iranischen Angriffe bestätigt.
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Trump in Videobotschaft: Angriffe werden fortgesetzt, bis alle Kriegsziele erreicht sind
US-Präsident Donald Trump hat sich mit einer sechs Minuten langen Videoansprache zu Wort gemeldet. »Die Kampfhandlungen werden derzeit mit voller Kraft fortgesetzt und werden so lange andauern, bis alle unsere Ziele erfüllt sind«, sagte er dabei. Ein Iran mit weitreichenden Raketen und Atomwaffen stelle eine ernsthafte Bedrohung für jeden Amerikaner dar, so Trump. »Wir können nicht zulassen, dass eine Nation, die terroristische Armeen aufstellt, solche Waffen besitzt.«
Trump rief die Revolutionswächter in Iran erneut dazu auf, die Waffen niederzulegen. Zudem appellierte er an alle »iranischen Patrioten«, die Gunst der Stunde zu nutzen und das Land wieder an sich zu reißen. Es sei nun an ihnen, sagte Trump. »Aber wir werden da sein, um zu helfen.«
Der US-Präsident kam auch auf die drei US-Militärangehörigen zu sprechen, die beim Einsatz gegen Iran gestorben sind. »Traurigerweise« werde es bis zum Ende des Einsatzes »wahrscheinlich« weitere Todesopfer in den Reihen der US-Armee geben, sagte Trump. »Aber Amerika wird ihren Tod rächen und den Terroristen, die der Zivilisation den Krieg erklärt haben, den härtesten Schlag versetzen.«
Der US-Präsident kam auch auf die drei US-Militärangehörigen zu sprechen, die beim Einsatz gegen Iran gestorben sind. »Traurigerweise« werde es bis zum Ende des Einsatzes »wahrscheinlich« weitere Todesopfer in den Reihen der US-Armee geben, sagte Trump. »Aber Amerika wird ihren Tod rächen und den Terroristen, die der Zivilisation den Krieg erklärt haben, den härtesten Schlag versetzen.«
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Wadephul hofft immer noch auf Abkommen mit Teheraner Führung
Bundesaußenminister Johann Wadephul glaubt noch immer an die Möglichkeit eines Abkommens mit dem iranischen Regime. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hätten an einer Verhandlungslösung gearbeitet, sagt Wadephul in der ARD-Sendung »Caren Miosga«. Jedoch: »Das ist bisher nicht erfolgreich gewesen«, räumt Wadephul ein und fügt hinzu: »Ich hoffe immer noch, dass das gelingen kann, dass das iranische Regime versteht, dass es auf die Nuklearwaffe verzichten muss, auf ballistische Raketen.«
Zugleich bezeichnet Wadephul das Regime in Teheran als »ruchlos«, was das Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung, die Unterstützung von radikalen Organisationen wie die Hisbollah und die Hamas sowie das Ziel der Zerstörung des Staates Israel angehe. »Wenn das ein Ende hat, dann ist das mit Sicherheit gut«, sagt Wadephul.
Zugleich bezeichnet Wadephul das Regime in Teheran als »ruchlos«, was das Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung, die Unterstützung von radikalen Organisationen wie die Hisbollah und die Hamas sowie das Ziel der Zerstörung des Staates Israel angehe. »Wenn das ein Ende hat, dann ist das mit Sicherheit gut«, sagt Wadephul.
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Starmer: USA dürfen UK-Militärstützpunkte nutzen
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hat eine Videobotschaft auf X veröffentlicht. Darin kündigte er an, dass Großbritannien den USA erlauben werde, von britischen Militärstützpunkten Verteidigungsmaßnahmen auszuführen.
»Die USA haben um die Erlaubnis gebeten, britische Stützpunkte für diesen spezifischen und begrenzten Verteidigungszweck nutzen zu dürfen«, sagte er. »Wir haben beschlossen, diesem Antrag stattzugeben, um zu verhindern, dass Iran Raketen über die Region abfeuert, die unschuldige Zivilisten töten, britische Leben gefährden und Länder treffen, die nicht beteiligt sind.«
Immer wieder betonte Starmer zudem, dass Großbritannien sich bisher nicht an den Angriffen gegen Iran beteiligt habe und dies auch aktiv zunächst nicht tun werde.
Großbritannien hat gemeinsam mit Frankreich und Deutschland eine Erklärung unterschrieben, in der es sich dazu bekennt, »notwendige Maßnahmen« zu ergreifen, um die eigenen Interessen und die von Verbündeten in der Region zu verteidigen.
»Die USA haben um die Erlaubnis gebeten, britische Stützpunkte für diesen spezifischen und begrenzten Verteidigungszweck nutzen zu dürfen«, sagte er. »Wir haben beschlossen, diesem Antrag stattzugeben, um zu verhindern, dass Iran Raketen über die Region abfeuert, die unschuldige Zivilisten töten, britische Leben gefährden und Länder treffen, die nicht beteiligt sind.«
Immer wieder betonte Starmer zudem, dass Großbritannien sich bisher nicht an den Angriffen gegen Iran beteiligt habe und dies auch aktiv zunächst nicht tun werde.
Großbritannien hat gemeinsam mit Frankreich und Deutschland eine Erklärung unterschrieben, in der es sich dazu bekennt, »notwendige Maßnahmen« zu ergreifen, um die eigenen Interessen und die von Verbündeten in der Region zu verteidigen.
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Für Israel existiert die Führungsspitze der »Achse des Terrors« nicht mehr
Israel hat nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 einen Feldzug gegen die Hamas, die Hisbollah, die Huthis und Irans Führungselite begonnen. Nun meldet die Armee Vollzug – mit einer beispiellosen Liste gezielter Tötungen.
Getöteter Ali Khamenei. Foto: Khamenei.ir / AFP
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Deutschland droht Iran mit »notwendigen Maßnahmen«
Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die Gruppe der sogenannten E3, haben am Abend eine gemeinsame Erklärung zur Eskalation in Nahost veröffentlicht. Darin bekennen sich die drei Staaten dazu, »notwendige Maßnahmen« zu ergreifen, um die eigenen Interessen und die von Verbündeten in der Region zu verteidigen.
In der Erklärung heißt es, etwas sperrig formuliert, weiter: »Dies kann potenziell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit Irans, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören.« Dazu werde man auch mit den USA und den Verbündeten in der Region zusammenarbeiten. Iran habe diesen Schritt mit seinen »wahllosen und unverhältnismäßigen« Raketenangriffen notwendig gemacht, so die E3 weiter.
Unter den von Iran angegriffenen Ländern seien auch solche, die nicht an der ursprünglichen militärischen Operation der USA und Israels beteiligt gewesen seien. »Die rücksichtslosen iranischen Angriffe richten sich gegen enge Verbündete und bedrohen unser Militärpersonal und unsere Bürgerinnen und Bürger in der gesamten Region«, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung.
Großbritannien ist schon jetzt an Abwehraktionen in Nahost beteiligt: Wie das britische Verteidigungsministerium bekannt gab, hat ein britischer Kampfjet am Sonntag eine iranische Drohne abgeschossen, die in Richtung Katar unterwegs war.
Großbritannien ist schon jetzt an Abwehraktionen in Nahost beteiligt: Wie das britische Verteidigungsministerium bekannt gab, hat ein britischer Kampfjet am Sonntag eine iranische Drohne abgeschossen, die in Richtung Katar unterwegs war.
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Mindestens sechs Verletzte bei iranischem Raketenangriff auf Jerusalem
Bei einem iranischen Raketenangriff auf den Großraum Jerusalem sind nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes mindestens sechs Menschen verletzt worden. Sanitäter betreuten einen Mann mit mittelschweren sowie fünf weitere Menschen mit leichten Verletzungen, erklärte der Rettungsdienst am Sonntagabend. Die israelische Polizei war nach eigenen Angaben im Einsatz, nachdem Meldungen über Raketentrümmer eingegangen waren.
Zuvor waren bei einem iranischen Raketenangriff im Zentrum Israels mindestens neun Menschen getötet und 45 weitere verletzt worden. Elf Menschen wurden nach Polizeiangaben am Abend noch vermisst, nachdem eine iranische Rakete mehrere Häuser in der Stadt Beit Schemesch zum Einsturz gebracht hatte. Bereits am Samstag war bei Tel Aviv eine Frau bei einem iranischen Raketenangriff ums Leben gekommen.
Zuvor waren bei einem iranischen Raketenangriff im Zentrum Israels mindestens neun Menschen getötet und 45 weitere verletzt worden. Elf Menschen wurden nach Polizeiangaben am Abend noch vermisst, nachdem eine iranische Rakete mehrere Häuser in der Stadt Beit Schemesch zum Einsturz gebracht hatte. Bereits am Samstag war bei Tel Aviv eine Frau bei einem iranischen Raketenangriff ums Leben gekommen.
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Trump: Vier-Wochen-Plan für Angriffe gegen Iran
US-Präsident Donald Trump hat der britischen Boulevardzeitung »Daily Mail« in einem Telefoninterview gesagt, dass die drei während des Militärschlags gegen Iran getöteten US-Soldaten noch nicht identifiziert seien. »Das sind großartige Menschen«, sagte Trump. »Wir rechnen leider damit, dass so etwas passieren kann. Es könnte immer wieder passieren.«
Trump gab laut »Daily Mail« auch einen möglichen Zeitplan für die Angriffe auf Iran bekannt und deutete an, dass sie noch vier Wochen andauern könnten. »Wir gehen davon aus, dass es etwa vier Wochen dauern wird. Es war schon immer ein vierwöchiger Prozess«, sagte er weiter.
Die bisherigen Angriffe seien nach Plan gelaufen, so Trump. Er sei offen für weitere Gespräche mit Iran, wüsste jedoch nicht, wann genau.
Trump gab laut »Daily Mail« auch einen möglichen Zeitplan für die Angriffe auf Iran bekannt und deutete an, dass sie noch vier Wochen andauern könnten. »Wir gehen davon aus, dass es etwa vier Wochen dauern wird. Es war schon immer ein vierwöchiger Prozess«, sagte er weiter.
Die bisherigen Angriffe seien nach Plan gelaufen, so Trump. Er sei offen für weitere Gespräche mit Iran, wüsste jedoch nicht, wann genau.
US-Navy-Angehörige bereiten auf dem Flugzeugträger USS Gerald R. Ford die Operation »Epischer Zorn« vor. Foto: U.S. Navy / REUTERS
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Liebe Leserinnen und Leser,
der Nahe Osten kommt nicht zur Ruhe. Nach dem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf Iran führt Teheran weiter Gegenschläge aus. Hier im Liveblog halten wir Sie über alle wichtigen Entwicklungen weiter auf dem Laufenden. Wir berichten aus dem Hamburger Newsroom und unseren Korrespondentenbüros weltweit. Was zuvor geschah, können Sie hier nachlesen.
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Mit Material der Agenturen






