Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Ziele in Iran an, Teheran antwortet mit Gegenschlägen.
- Diese treffen auch Ziele in anderen Ländern, etwa in Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo sich Militärstützpunkte der USA befinden. In der US-Botschaft im saudi-arabischen Riad schlugen zwei Drohnen ein.
- Die proiranische Hisbollah-Miliz greift in die Kämpfe ein und attackiert Israel. Das israelische Militär reagiert mit Gegenschlägen im Libanon, Tausende Libanesen suchen Schutz in Notunterkünften.
- Deutschlands Außenminister Johann Wadephul kündigt für Mittwoch einen ersten Rückholflug für in Nahost gestrandete Deutsche an. Kinder, Kranke und Schwangere sollen aus dem Oman ausgeflogen werden. TUI holt schon heute die ersten Reisenden aus Dubai zurück.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Die Hisbollah tappt in Israels Falle: Die libanesische Schiitenmiliz schießt Raketen und Drohnen auf Israel. Dessen Armee scheint nur darauf gewartet zu haben.
- Iran hat die Straße von Hormus weitgehend blockiert: Der Ölpreis schießt in die Höhe, Gas verteuert sich kurzzeitig um fast 50 Prozent. Die Folgen für die Weltwirtschaft und Verbraucher könnten gravierend sein.
- Daten und Grafiken zum Irankrieg: Wo fliegen die Truppen von den USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? Hier geht’s zum Überblick
- Anschlagsrisiko, neue Gefahren für die Bundeswehr, Futter für Populisten: Das sind die größten Risiken für Deutschland in der Irankrise
- Zum Tod von Ali Khamenei: Er führte sein Regime in den Abgrund und setzte die Zukunft seines Landes aufs Spiel. Wer war dieser Mann?
- Er soll retten, was vom Regime in Teheran übrig ist: Ali Larijani hat die Führung in Iran übernommen.
- Russland könnte zum Gewinner des Irankriegs werden: Wenn das Regime in Teheran fällt, verliert Russland einen wichtigen Verbündeten. Trotzdem machen in Moskau auch Jubelmeldungen die Runde.
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Sorge um politische Gefangene in Iran
Das Evin-Gefängnis in Teheran ist eine berüchtigtsten Haftanstalten im gesamten Nahen Osten. Seit Jahrzehnten interniert, foltert und tötet das iranische Regime dort unter anderem Oppositionelle. Bereits im Zwölftagekrieg im vergangenen Juni griff Israel Evin an, was zu teilweise katastrophalen Zuständen im Gefängnis führte.
Nun bombardieren Israel und die USA erneut Haftanstalten und Polizeistationen in Iran. Unter den Angehörigen von Häftlingen ist die Sorge groß, auch deshalb, weil kaum Informationen über die Lage in den Gefängnissen nach außen dringen. Laut Berichten in den sozialen Medien wollten Gefangene etwa aus dem Gefängnis Groß-Teheran fliehen, wurden von Wächtern jedoch gewaltsam daran gehindert. Wie das iranische Regime gegen Widersacher im Inneren vorgeht, lesen Sie hier.
Nun bombardieren Israel und die USA erneut Haftanstalten und Polizeistationen in Iran. Unter den Angehörigen von Häftlingen ist die Sorge groß, auch deshalb, weil kaum Informationen über die Lage in den Gefängnissen nach außen dringen. Laut Berichten in den sozialen Medien wollten Gefangene etwa aus dem Gefängnis Groß-Teheran fliehen, wurden von Wächtern jedoch gewaltsam daran gehindert. Wie das iranische Regime gegen Widersacher im Inneren vorgeht, lesen Sie hier.
Zerstörung im Evin-Gefängnis im Juli 2025. Foto: Abedin Taherkenareh / EPA
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Erste Urlauber aus Nahost wieder in Deutschland
Tagelang haben sie ausgeharrt, jetzt sind die ersten der in der Golfregion gestrandeten deutschen Urlauberinnen und Urlauber wieder zu Hause. In Frankfurt am Main landete am Mittag ein erstes Flugzeug aus Dubai. Dort wurden die Rückkehrer von Angehörigen erwartet – und von einem riesigen Presseaufgebot.
Ein weiteres Flugzeug startete am späten Vormittag mitteleuropäischer Zeit in Abu Dhabi. Am frühen Nachmittag hob zudem eine weitere Maschine von Dubai nach München ab. Von Samstag bis Montag waren wegen des Iran-Kriegs in der Region fast 13.000 Flüge gestrichen worden. Allein aus Deutschland sitzen dort rund 30.000 Pauschalurlauber fest, dazu kommt eine unbekannte Zahl Individualreisender.
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Florian Kistler
Deutschlandressort

SPD-Fraktion spricht von Völkerrechtsbruch in Iran
Innerhalb der schwarz-roten Koalition führt die Frage nach der Zulässigkeit des US-Militärschlags inzwischen zu einem offenen Streit. Die SPD-Fraktion wirft den USA und Israel vor, mit ihrem Angriff auf Iran das Völkerrecht gebrochen zu haben. »Für uns steht fest, dass nach allem, was wir wissen, augenblicklich das Völkerrecht nicht eingehalten worden ist«, sagte Fraktionschef Matthias Miersch. Das zu benennen bedeute nicht, dass man »dem Regime eine Träne nachweint«. Er klingt damit deutlich anders als der Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, der zum US-Vorgehen sagt: »Die Frage ist ja, ob das Völkerrecht am Ende auf Seiten eines Terrorregimes sein kann.«
Spahn weint »toten Mullahs keine einzige Träne nach«
Unionsfraktionschef Jens Spahn hat in einer Sitzung der Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU die Militäroperation der USA und Israels gegen den Iran verteidigt. Wie es aus Teilnehmerkreisen hieß, kritisierte Spahn, wie orientierungslos Linke und AfD in dieser Weltlage herumirrten. Die Union müsse sehr klar in der Frage der Bewertung sein: Der Angriff auf das Terrorregime Irans und der russische Überfall auf die Ukraine seien nicht vergleichbar.
Foto: dts Nachrichtenagentur / IMAGO
Es sei ein klarer Unterschied, wenn ein Diktator ohne militärische Provokation in ein Land einmarschiere, das sich Richtung Europa orientiert oder wenn ein Terrorregime ausgeschaltet werde. Spahn erinnerte daran, dass das Mullahregime nach der Atombombe strebe, um Israel zu vernichten. Für die Unionsfraktion sei klar: »Wir stehen an der Seite Israels!« Spahn sagte zudem, er wünsche dem iranischen Volk eine Chance auf Freiheit. Bereits vor der Fraktionssitzung hatte Spahn öffentlich erklärt, er weine »toten Mullahs keine einzige Träne nach«. Die Staatsführung in Iran habe Tausende Menschen ermordet. »Der Fall dieses Regimes ist wünschenswert.«
Ähnlich hatte sich zuvor schon CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann positioniert. Er trat Kritik an den Angriffen entgegen, dass diese mit internationalem Recht nicht vereinbar seien. Das Völkerrecht habe allerhöchsten Stellenwert, sagte er. »Aber es darf nicht zur Schutzklausel von Terrorregimen werden.«
Ähnlich hatte sich zuvor schon CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann positioniert. Er trat Kritik an den Angriffen entgegen, dass diese mit internationalem Recht nicht vereinbar seien. Das Völkerrecht habe allerhöchsten Stellenwert, sagte er. »Aber es darf nicht zur Schutzklausel von Terrorregimen werden.«
„Alles ist besser als dieses Regime.“CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann
Vorwürfe des Völkerrechtsbruchs würden gerade vorwiegend benutzt, um Antiamerikanismus zu verbreiten und Stimmung gegen Israel zu machen. Hoffmann sagte, der Tod führender Köpfe der iranischen Führung sei »eine gute Nachricht« für die Sicherheit Deutschlands, Europas und das Existenzrecht Israels. »Alles ist besser als dieses Regime.«
Spahn hob die Bedeutung der USA-Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz hervor, der am frühen Abend deutscher Zeit im Weißen Haus von US-Präsident Donald Trump empfangen werden sollte. Der enge Austausch mit den USA sei in der aktuellen Weltlage besonders wichtig. Merz sei die Stimme aus Europa in der Welt. Es gehe dabei immer auch um Wirtschaftspolitik für Deutschland als Exportnation.
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Weißes Haus irritiert mit Kriegsclip
Auf dem TikTok-Kanal des Weißen Hauses finden sich allerlei abstruse Videos. Nun kommt ein weiteres dazu: Ein aktueller Clip zeigt Kampfjets und Marineschiffe, die nach Angaben des Weißen Hauses bei der Operation »Epischer Zorn« gegen Iran eingesetzt worden sein sollen.
Unterlegt sind die martialischen Bilder von Raketen und Explosionen mit den Klängen einer verlangsamten Version von »Macarena«, dem spanischen Gruppentanzklassiker der Band Los del Río. Das Ganze ist wohl als Imagefilm gedacht und wurde bereits mehr als fünf Millionen Mal aufgerufen.
Nutzerinnen und Nutzer zeigten sich irritiert davon: »Warte, ist das der offizielle Account des Weißen Hauses«, schreibt ein User ungläubig. »Macarena ist jetzt offiziell Kriegshymne 😭«, schreibt ein anderer.
Nutzerinnen und Nutzer zeigten sich irritiert davon: »Warte, ist das der offizielle Account des Weißen Hauses«, schreibt ein User ungläubig. »Macarena ist jetzt offiziell Kriegshymne 😭«, schreibt ein anderer.
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Oliver Imhof
Auslandsressort

UAE wollen 92 Prozent iranischer Geschosse abgewehrt haben
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate hat Zahlen veröffentlicht, denen zufolge sie einen Großteil der iranischen Geschosse vom Himmel holen. Von 165 ballistischen Raketen seien 152 abgeschossen worden, hinzu kommen zwei Marschflugkörper und 506 von 541 Drohnen. Dabei kam modernste amerikanische Flugabwehr zum Einsatz.
Foto: Kamran Jebreili / AP / dpa
»Die Iraner haben die Emirate besonders hart angegriffen«, sagt die Verteidigungsexpertin Kelly Grieco vom Stimson Center dem SPIEGEL. »Sie sind nah und groß. Deswegen können sie auch ihre Kurzstreckenraketen verwenden.« Diese sind besonders schwer abzufangen. Die geringen Bestände an Flugabwehrraketen könnten nur noch einige Tage halten. Deshalb haben sich die Emirate in den USA offenbar nach zusätzlichen Systemen erkundigt.
Diese Systeme sind allerdings knapp. Besonders für die beliebten Tourismusziele Dubai und Abu Dhabi ist die Gefahr deshalb groß, den Status als sicherer Urlaubsort zu verlieren. In einem Schreiben an Besucher, das dem SPIEGEL vorliegt, gibt sich die Regierung von Dubai betont beruhigend. Die Situation sei stabil, das tägliche Leben laufe normal weiter, heißt es. »Die Sicherheit und das Wohl unserer Bewohner und Besucher ist unsere höchste Priorität.«
Diese Systeme sind allerdings knapp. Besonders für die beliebten Tourismusziele Dubai und Abu Dhabi ist die Gefahr deshalb groß, den Status als sicherer Urlaubsort zu verlieren. In einem Schreiben an Besucher, das dem SPIEGEL vorliegt, gibt sich die Regierung von Dubai betont beruhigend. Die Situation sei stabil, das tägliche Leben laufe normal weiter, heißt es. »Die Sicherheit und das Wohl unserer Bewohner und Besucher ist unsere höchste Priorität.«
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Spahn weint »toten Mullahs keine einzige Träne nach«
Unionsfraktionschef Jens Spahn hat in einer Sitzung der Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU die Militäroperation der USA und Israels gegen den Iran verteidigt. Wie es aus Teilnehmerkreisen hieß, kritisierte Spahn, wie orientierungslos Linke und AfD in dieser Weltlage herumirrten. Die Union müsse sehr klar in der Frage der Bewertung sein: Der Angriff auf das Terrorregime Irans und der russische Überfall auf die Ukraine seien nicht vergleichbar.
Foto: dts Nachrichtenagentur / IMAGO
Es sei ein klarer Unterschied, wenn ein Diktator ohne militärische Provokation in ein Land einmarschiere, das sich Richtung Europa orientiert oder wenn ein Terrorregime ausgeschaltet werde. Spahn erinnerte daran, dass das Mullahregime nach der Atombombe strebe, um Israel zu vernichten. Für die Unionsfraktion sei klar: »Wir stehen an der Seite Israels!« Spahn sagte zudem, er wünsche dem iranischen Volk eine Chance auf Freiheit. Bereits vor der Fraktionssitzung hatte Spahn öffentlich erklärt, er weine »toten Mullahs keine einzige Träne nach«. Die Staatsführung in Iran habe Tausende Menschen ermordet. »Der Fall dieses Regimes ist wünschenswert.«
Ähnlich hatte sich zuvor schon CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann positioniert. Er trat Kritik an den Angriffen entgegen, dass diese mit internationalem Recht nicht vereinbar seien. Das Völkerrecht habe allerhöchsten Stellenwert, sagte er. »Aber es darf nicht zur Schutzklausel von Terrorregimen werden.«
Ähnlich hatte sich zuvor schon CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann positioniert. Er trat Kritik an den Angriffen entgegen, dass diese mit internationalem Recht nicht vereinbar seien. Das Völkerrecht habe allerhöchsten Stellenwert, sagte er. »Aber es darf nicht zur Schutzklausel von Terrorregimen werden.«
„Alles ist besser als dieses Regime.“CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann
Vorwürfe des Völkerrechtsbruchs würden gerade vorwiegend benutzt, um Antiamerikanismus zu verbreiten und Stimmung gegen Israel zu machen. Hoffmann sagte, der Tod führender Köpfe der iranischen Führung sei »eine gute Nachricht« für die Sicherheit Deutschlands, Europas und das Existenzrecht Israels. »Alles ist besser als dieses Regime.«
Spahn hob die Bedeutung der USA-Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz hervor, der am frühen Abend deutscher Zeit im Weißen Haus von US-Präsident Donald Trump empfangen werden sollte. Der enge Austausch mit den USA sei in der aktuellen Weltlage besonders wichtig. Merz sei die Stimme aus Europa in der Welt. Es gehe dabei immer auch um Wirtschaftspolitik für Deutschland als Exportnation.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Tausende bei Trauerprozession in Minab
Iranische Staatsmedien zeigen Videos mit Tausenden Menschen, die in Minab im Süden Irans an einer Trauerprozession für die Opfer des Angriffs auf eine Grundschule teilnahmen. Die »New York Times« hat die Videos verifiziert.
Die Mädchenschule wurde am Samstag während des Unterrichts von einem Luftangriff getroffen. Mehr als 160 Menschen sollen dabei laut iranischen Beamten und Menschenrechtsgruppen ums Leben gekommen sein. Angaben aus Iran lassen sich derzeit nicht unabhängig prüfen.
Die Mädchenschule wurde am Samstag während des Unterrichts von einem Luftangriff getroffen. Mehr als 160 Menschen sollen dabei laut iranischen Beamten und Menschenrechtsgruppen ums Leben gekommen sein. Angaben aus Iran lassen sich derzeit nicht unabhängig prüfen.
Einige der Trauergäste hielten laut »New York Times« Fotos der Opfer hoch, während Gruppengebete gesprochen wurden, und ein großes Fahrzeug transportierte kleine, mit der iranischen Flagge bedeckte Särge durch die Menge. Andere Videos zeigten Menschen in der Menge, die »Tod für Israel« skandierten und ihre Unterstützung für die Islamische Republik bekundeten.
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Leseempfehlung: Das seltsame Krisenmanagement von Minister Wadephul
Zehntausende Deutsche stecken in den Golfstaaten fest. Außenminister Wadephul irritiert mit Aussagen zu Reisewarnungen und zu ihrer Rückkehr – jetzt muss er sich entschuldigen. Ist er mit der Situation überfordert? Den ganzen Text lesen Sie hier.
Foto: Hannibal Hanschke / EPA
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Erster Nahost-Rückholflug soll Mittwoch starten
Die Bundesregierung will ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere unter den in Nahost gestrandeten Deutschen an diesem Mittwoch starten. Ein erster Flug sei nach Maskat geplant, der Hauptstadt des Oman, das kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) beim Sender Welt an. »Wir sind in engem Kontakt mit verschiedenen Fluggesellschaften, natürlich hier in Deutschland vor allem mit der Lufthansa, mit Condor.« Wie viele Menschen an Bord sein werden, richtet sich nach der Größe der Maschine, so Wadephul. Zudem seien weitere Flüge geplant, die in den nächsten Tagen starten sollen.
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Anna Reimann
Hauptstadtbüro

Linke fordert Übergewinnsteuer wegen gestiegener Energiekosten
Wegen des Kriegs sind die Preise für Benzin, Gas und Öl deutlich gestiegen. »Für Konzerne heißt das neue Rekordprofite, für Millionen hart arbeitende Menschen höhere Rechnungen beim Tanken und Heizen«, sagte Linkenchefin Ines Schwerdtner dem SPIEGEL. »Damit muss Schluss sein, Krieg und Krise dürfen kein Geschäftsmodell sein.« Schwerdtner fordert: »Wir brauchen sofort eine Übergewinnsteuer für Energiekonzerne.« CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche müsse sich dringend dafür einsetzen, ohne Schlupflöcher und ohne Sonderdeals.
Foto: Neele Janssen / IMAGO
Die Grünen forderten das Bundeskartellamt auf, die aktuellen Preissprünge an deutschen Tankstellen noch intensiver zu überprüfen. »Die Preise an den Tankstellen werden weiter steigen. Ich befürchte, dies ist der Beginn einer Preisspirale«, sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Michael Kellner, der »Rheinischen Post«. Das Bundeskartellamt hat bereits vor Jahren eine Markttransparenzstelle eingerichtet, die die Preise für Kraftstoffe regelmäßig überprüft.
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Verhandlungen laut Irans Uno-Botschafter derzeit zwecklos
Irans Uno-Botschafter in Genf hat sich skeptisch über Verhandlungen mit der amerikanischen Seite geäußert. Die einzige Sprache, mit der Iran sprechen könne, sei die Sprache der Verteidigung, so Ali Behreini. Es sei nicht die Zeit für Verhandlungen, derzeit zweifle man sehr an deren Nutzen. »Wir werden uns bis zu dem Punkt verteidigen, an dem diese Aggression beendet ist.«
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Uno fordert Untersuchung von Bombardierung an Mädchenschule
Das Uno-Büro für Menschenrechte hat eine Untersuchung der Bombardierung einer Mädchenschule in Iran gefordert. Der Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, verlange eine unparteiische Aufklärung des »schrecklichen« Vorfalls, teilt seine Sprecherin mit. Die Verantwortung für die Untersuchung liege bei den Streitkräften, die den Angriff verübt hätten. Iranischen Staatsmedien zufolge waren bei dem Angriff auf die Schule in Minab im Süden Irans am Samstag über 160 Menschen getötet worden. US-Außenminister Marco Rubio hat bereits erklärt, die US-Truppen würden »nicht absichtlich eine Schule ins Visier nehmen«.
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Augenzeugin im Libanon: »Einige schlafen in ihren Autos auf den Straßen«
Nach den Militärschlägen Israels im Libanon haben mich Berichte einer Augenzeugin erreicht. »Die erste Nacht war erfüllt von Angst und Chaos«, erzählt sie. »Viele Bewohner flohen am Montag im Morgengrauen aus ihren Häusern, sie nahmen mit, was sie und ihre Kinder tragen konnten. Schnell kam es zu Staus. Mehrere Tankstellen entlang des südlichen Highways mussten schließen, weil ihnen das Benzin ausging. Menschen saßen fest, ohne Wasser oder Essen. Ich kenne eine Familie mit zwei kleinen Kindern, eines davon ein Säugling, die ihr Zuhause im südlichen Libanon morgens um fünf Uhr verließ und erst um Mitternacht in Beirut ankam.«
„Ich habe Schwierigkeiten zu schlafen, aus Furcht, entweder vom Geräusch eines weiteren Angriffs aufzuwachen oder, was noch schlimmer wäre, gar nicht mehr aufzuwachen. “
»Viele, die nun nach Beirut gefahren sind, haben dort keine Unterkunft, einige schlafen in ihren Autos auf den Straßen, andere sind trotz des Risikos in den Süden zurückgekehrt. Die Regierung wirkt unvorbereitet auf das Ausmaß und die Größe der inländischen Fluchtbewegung. Es scheint keinen klaren Notfallplan zu geben. Noch immer werden die Luftangriffe fortgesetzt, nicht immer gibt es Warnungen. In einem Fall wurde gestern ein Wohnhaus, das etwa fünf Minuten von mir entfernt liegt, ohne vorherige Ankündigung getroffen. Die wiederholten Explosionen und Erschütterungen haben ein Klima ständiger Angst geschaffen. Ich habe Schwierigkeiten zu schlafen, aus Furcht, entweder vom Geräusch eines weiteren Angriffs aufzuwachen oder, was noch schlimmer wäre, gar nicht mehr aufzuwachen. Trotz allem bleiben viele Einwohner resilient.«
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Florian Kistler
Deutschlandressort

Flugzeug aus Dubai in Frankfurt am Main gelandet
Nach zahlreichen Flugausfällen wegen des Irankriegs ist wieder ein Flugzeug der Airline Emirates aus Dubai in Deutschland gelandet. Die Maschine landete vor rund einer Stunde am Flughafen in Frankfurt am Main. Vonseiten der Airline gab es bisher keine Angaben, wie viele Passagiere an Bord waren. In Kürze könnten auch wieder Flugzeuge vom Flughafen Berlin-Brandenburg in Richtung Naher Osten abheben. Für heute Abend ist ein Flug nach Dschidda in Saudi-Arabien geplant. Ein Flughafensprecher verwies allerdings darauf, dass die Sicherheitslage »sehr volatil« sei und Airlines kurzfristig planen würden.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Verletzte bei Raketenangriffen nahe Tel Aviv
In der Umgebung von Tel Aviv sind nach Angaben der israelischen Armee Raketen eingeschlagen. Bei neuen iranischen Angriffen auf Israel sind mehrere Menschen im Zentrum des Landes durch Raketentrümmer verletzt worden. Der israelische TV-Sender N12 berichtete, es habe mehrere Einschläge von Trümmerteilen in verschiedenen Gegenden rund um die Küstenmetropole Tel Aviv gegeben. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes erlitten dabei mindestens fünf Menschen leichte bis mittelschwere Verletzungen.
Zuvor hatten es in weiten Teilen des Landes Luftalarm gegeben. Zahlreiche Einwohner harrten in Schutzräumen aus. Die israelische Armee teilte mit, Such- und Rettungskräfte seien landesweit an mehreren Orten im Einsatz, an denen Einschläge gemeldet worden seien.
Zuvor hatten es in weiten Teilen des Landes Luftalarm gegeben. Zahlreiche Einwohner harrten in Schutzräumen aus. Die israelische Armee teilte mit, Such- und Rettungskräfte seien landesweit an mehreren Orten im Einsatz, an denen Einschläge gemeldet worden seien.
U-Bahn-Station in Tel Aviv: Schutz vor den Angriffen. Foto: Abir Sultan / EPA
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Wie Irans Führungsriege von dem Angriff überrascht werden konnte
Tage nach dem Enthauptungsschlag der USA und Israels gegen das iranische Regime, bei dem große Teile dessen religiöser, politischer und militärischer Führung getötet wurden, bleibt eine Frage: Wie konnte Irans Regime von dem Schlag derart überrumpelt werden? Laut dem israelischen Journalisten Amit Segal, der als Sprachrohr von Premier Benjamin Netanyahu gilt, hat den Angreifern Trumps Rhetorik in die Karten gespielt, die sich in fast jede Richtung interpretieren lässt und damit Vorhersagen schwer macht.
In Israel unternahmen die israelischen Streitkräfte laut Segal während der Vorbereitungen des Angriffs an ihrem Hauptquartier mehrere Maßnahmen, um diese zu verdecken: Offiziere parkten unter anderem nicht an ihren üblichen Parkplätzen des Hauptquartiers, sondern verteilten sich in Tel Aviv. Der Stabschef der Kräfte soll zu Hause gewesen sein, um Iran im Ungewissen zu lassen. Zudem sollen durchgestochene Satellitenbilder von US-Kampfjets auf Israels Militärflugplatz Ovda die Aufmerksamkeit des iranischen Regimes gebündelt und von anderen Vorbereitungen auf weiteren Militärstützpunkten innerhalb Israels abgelenkt haben.
In Israel unternahmen die israelischen Streitkräfte laut Segal während der Vorbereitungen des Angriffs an ihrem Hauptquartier mehrere Maßnahmen, um diese zu verdecken: Offiziere parkten unter anderem nicht an ihren üblichen Parkplätzen des Hauptquartiers, sondern verteilten sich in Tel Aviv. Der Stabschef der Kräfte soll zu Hause gewesen sein, um Iran im Ungewissen zu lassen. Zudem sollen durchgestochene Satellitenbilder von US-Kampfjets auf Israels Militärflugplatz Ovda die Aufmerksamkeit des iranischen Regimes gebündelt und von anderen Vorbereitungen auf weiteren Militärstützpunkten innerhalb Israels abgelenkt haben.
Arbeiter hängen ein Poster des getöteten iranischen Obersten Führers Khamenei in Teheran auf. Foto: Vahid Salemi/AP
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Preise für Benzin und Diesel steigen noch mal deutlich
Die Folgen des Irankriegs zeigen sich an den deutschen Tankstellen. Am Dienstag kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt laut ADAC 1,889 Euro und damit fast sechs Cent mehr als am Montagvormittag. Bei Diesel stieg der Preis sogar um rund neun Cent auf 1,892 Euro. »Diesel reagiert erfahrungsgemäß sensibler auf äußere Faktoren wie Krisen oder Kriege. Die Preisausschläge – sei es nach oben oder unten – sind daher meist stärker«, erklärte der Kraftstoffmarkt-Experte des ADAC, Christian Laberer.
Schon am Montag war der Spritpreis kräftig angestiegen. Die Auswirkungen für die Verbraucher halten sich aber in Grenzen: Legt man durchschnittliche Fahrleistungen und Verbräuche zugrunde, bedeutet ein um zehn Cent gestiegener Spritpreis für den Fahrer eines typischen Benziners pro Monat weniger als zehn Euro Mehrbelastung. Mehr über die Folgen des Irankriegs auf den Ölpreis lesen Sie hier.
Schon am Montag war der Spritpreis kräftig angestiegen. Die Auswirkungen für die Verbraucher halten sich aber in Grenzen: Legt man durchschnittliche Fahrleistungen und Verbräuche zugrunde, bedeutet ein um zehn Cent gestiegener Spritpreis für den Fahrer eines typischen Benziners pro Monat weniger als zehn Euro Mehrbelastung. Mehr über die Folgen des Irankriegs auf den Ölpreis lesen Sie hier.
Eine Tankstelle in Schwäbsch-Gmünd. Foto: Andreas Friedrichs / IMAGO
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Wadephul gesteht Irrtum über Zeitpunkt von Reisewarnung
Im ZDF-»heute-journal« beharrte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Montagabend mehrfach darauf, dass es bereits vor dem 28. Februar eine Reisewarnung für die Golfstaaten gegeben habe – selbst auf mehrere Nachfragen. Nun hat sich Wadephul korrigiert. »Ich bedaure den Irrtum im ›heute-journal‹ gestern«, schreibt er auf X. Die formelle Reisewarnung für die Golfstaaten bestehe in der Tat erst seit dem 28. Februar. Das deutsche Außenministerium warne jedoch seit Mitte Januar vor einer möglichen Eskalation und Einschränkungen im Flugverkehr.
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Leseempfehlung: Israel überwachte offenbar jahrelang Verkehrskameras in Teheran
Ein Bericht der »Financial Times« gibt Einblicke, wie es Israel und den USA gelang, Ali Khamenei zu töten. Es geht um gehackte Kameras und manipulierte Telefonmasten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Foto: Arne Immanuel Bänsch / dpa
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Drohnenvorfall an der Öl‑Drehscheibe im Emirat Fujairah
Trümmer einer abgefangenen Drohne haben im Ölindustriegebiet im Emirat Fujairah ein Feuer ausgelöst. Das kleine Berg- und Küstenemirat liegt am Golf von Oman östlich der Straße von Hormus, abseits der großen Metropolen Dubai und Abu Dhabi. Es hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Energie-Drehkreuz der Vereinigten Arabischen Emirate entwickelt – mit einem der größten Bunkerhäfen der Region und einem wichtigen Verladepunkt für Rohöl.
Der Energieanalyst Shanaka Anslem Perera schreibt auf X über den Angriff: »Iran hat soeben die Fluchtroute getroffen.« Gemeint ist der Hafen Fujairah, Endpunkt der Habshan‑Fujairah‑Pipeline, derzeit die einzige funktionierende Möglichkeit der Emirate, einen Teil ihrer Ölexporte an der Straße von Hormus vorbeizuleiten. Die iranischen Revolutionswächter haben die Straße von Hormus blockiert.
Durch die Meerenge werden in normalen Zeiten fast ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung und ein bedeutender Teil des global gehandelten Flüssigerdgases verschifft. Mehr dazu, was eine Blockade der Transportroute für Folgen für die Weltwirtschaft haben könnte, lesen Sie hier.
Auf einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag erklärte Brigadegeneral Abdul Nasser Mohammed Al-Humaidi, Sprecher des Verteidigungsministeriums, die VAE seien »auf höchstem Niveau einsatzbereit« und verfügten über die nötigen Verteidigungssysteme, um Staatsgebiet und Bevölkerung zu schützen – unabhängig von Dauer und Ausmaß der Eskalation.
Durch die Meerenge werden in normalen Zeiten fast ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung und ein bedeutender Teil des global gehandelten Flüssigerdgases verschifft. Mehr dazu, was eine Blockade der Transportroute für Folgen für die Weltwirtschaft haben könnte, lesen Sie hier.
Auf einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag erklärte Brigadegeneral Abdul Nasser Mohammed Al-Humaidi, Sprecher des Verteidigungsministeriums, die VAE seien »auf höchstem Niveau einsatzbereit« und verfügten über die nötigen Verteidigungssysteme, um Staatsgebiet und Bevölkerung zu schützen – unabhängig von Dauer und Ausmaß der Eskalation.
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Auswärtiges Amt bestellt iranischen Botschafter ein
Die Bundesregierung hat sich im Irankrieg auf die Seite Israels und der Vereinigten Staaten gestellt. Jetzt will Berlin offenbar auch seine diplomatischen Möglichkeiten nutzen: Das Auswärtige Amt bestellte den iranischen Botschafter ein. »Wir haben das iranische Regime unmissverständlich dazu aufgefordert, seine rücksichtslosen Angriffe auf Staaten der Region unverzüglich einzustellen«, schreibt das Ministerium bei X. Iran greift seit dem von Israel so bezeichneten »Präventivschlag« auch andere Staaten der Region an. Darunter sind Einrichtungen der USA und Israels an, aber auch zivile Ziele.
Das Auswärtige Amt kritisierte willkürliche und unverhältnismäßige Raketen- und Drohnenangriffe des iranischen Regimes. Und weiter: »Die Angriffe bedrohen unsere Verbündeten, unser Militärpersonal und unsere Staatsangehörigen in der Region.«
Das Auswärtige Amt kritisierte willkürliche und unverhältnismäßige Raketen- und Drohnenangriffe des iranischen Regimes. Und weiter: »Die Angriffe bedrohen unsere Verbündeten, unser Militärpersonal und unsere Staatsangehörigen in der Region.«
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Florian Kistler
Deutschlandressort

Sonderflug von Dubai nach München geplant
Nachdem inzwischen bereits ein Flieger der Fluggesellschaft Emirates nach Frankfurt am Main unterwegs ist, soll heute noch eine weitere Maschine in Deutschland landen. Der Sonderflug aus Dubai wird gegen 19.30 Uhr am Flughafen München erwartet, wie ein Flughafensprecher mitteilte. An Bord sind nach Angaben eines Sprechers des Reisekonzerns TUI voraussichtlich rund 200 TUI-Gäste.
Mehr zu den Rückholflügen lesen Sie hier.
Mehr zu den Rückholflügen lesen Sie hier.
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Stimme aus Iran: »Ich empfinde Angst, Verwirrung, extremen Stress«
Zeinab, 42, Fotografin (Name und Alter geändert): »Ich empfinde Angst, Verwirrung, extremen Stress und tiefe Sorge um die territoriale Integrität Irans sowie um die Möglichkeit interner Konflikte.« Das Elend des iranischen Volkes rühre von dem Regime her, sagt sie, das jeden Reformversuch unterdrücke und mit seiner kriegstreiberischen Politik das Land an den Rand der Zerstörung getrieben habe. »Dennoch hat Trump mit seinem Angriff natürlich gegen das Völkerrecht verstoßen. Er und Netanyahu widern mich an.«
Ihre erste Reaktion auf den Tod von Ajatollah Khamenei sei Erstaunen gewesen. »Gefolgt von Sorge und intensiver Angst. Ich dachte, ich würde mich vielleicht freuen, aber das tat ich nicht.« Nach Khameneis Tod hoffe sie, dass jemand Moderateres an die Macht komme. »Jemand, der eine tolerantere Außenpolitik verfolgt und Mitgefühl für das Volk hat. Ich würde mir eine demokratische Republik wünschen.« Sie glaubt aber nicht, dass es so kommt. »Ich denke, dass eine Gruppe von Hardlinern die Macht übernehmen und die Unterdrückung im Land verstärken wird.«
Ihre erste Reaktion auf den Tod von Ajatollah Khamenei sei Erstaunen gewesen. »Gefolgt von Sorge und intensiver Angst. Ich dachte, ich würde mich vielleicht freuen, aber das tat ich nicht.« Nach Khameneis Tod hoffe sie, dass jemand Moderateres an die Macht komme. »Jemand, der eine tolerantere Außenpolitik verfolgt und Mitgefühl für das Volk hat. Ich würde mir eine demokratische Republik wünschen.« Sie glaubt aber nicht, dass es so kommt. »Ich denke, dass eine Gruppe von Hardlinern die Macht übernehmen und die Unterdrückung im Land verstärken wird.«
Auf die Frage, ob sie erwartet, dass das Regime den Angriffen standhalten wird, antwortet sie: »Ich denke, sie können Angriffe aussitzen und auch selbst Angriffe durchführen, um Druck auszuüben. Seit Jahren wird der Haushalt dieses Landes für militärische Angelegenheiten und Propaganda ausgegeben.«
Würde sie wieder auf die Straße gehen, um das Regime zu stürzen? »Im Kreuzfeuer zwischen den Mächten werden normale Menschen getötet. Niemand fragt uns nach unserer Meinung. Niemand bittet uns um Erlaubnis. Der Kampf dreht sich um Macht und Kapital. Meiner Meinung nach ist es sinnlos zu glauben, dass wir Einfluss auf den Ausgang haben. Was mich betrifft, hatte ich eine Heidenangst – ich würde mich nicht noch einmal vor ihre Maschinengewehre stellen.«
Würde sie wieder auf die Straße gehen, um das Regime zu stürzen? »Im Kreuzfeuer zwischen den Mächten werden normale Menschen getötet. Niemand fragt uns nach unserer Meinung. Niemand bittet uns um Erlaubnis. Der Kampf dreht sich um Macht und Kapital. Meiner Meinung nach ist es sinnlos zu glauben, dass wir Einfluss auf den Ausgang haben. Was mich betrifft, hatte ich eine Heidenangst – ich würde mich nicht noch einmal vor ihre Maschinengewehre stellen.«
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Leseempfehlung: So stört der Krieg den Flugverkehr
Die Eskalation im Nahen Osten beeinträchtigt den internationalen Flugverkehr zwischen Europa und Asien. Nachdem Israel und die USA die Angriffe auf Iran gestartet haben, ist der Luftraum über der Islamischen Republik weitreichend gesperrt. Welche Routen kommen für die Airlines jetzt noch infrage? Sehen Sie hier den grafischen Überblick unserer Kollegen Max Heber und Claus Hecking.
Foto: Max Heber / DER SPIEGEL
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Florian Kistler
Deutschlandressort

Israel meldet Angriffe auf Regierungsgebäude in Teheran
Israels Luftwaffe hat nach eigenen Angaben in der iranischen Hauptstadt Teheran wichtige Regierungsgebäude angegriffen. In der vergangenen Nacht hätten Kampfflugzeuge mehrere Ziele attackiert, teilte die israelische Armee mit. Darunter seien das Präsidentenbüro sowie Orte, an denen der mächtige Sicherheitsrat tage, und ein Gebäude des Expertenrats, eines wichtigen Gremiums aus 88 Geistlichen. Das Militär bezeichnete den angegriffenen Komplex in einer Mitteilung als »wichtigstes und zentralstes Hauptquartier« der Staatsführung. In ihm hätten sich hochrangige iranische Funktionäre häufig für Lagebeurteilungen getroffen.
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Übersicht: An diesen Orten wurden Explosionen gemeldet
Welche Ziele greifen die USA und Israel an, wo schlägt Iran zurück? Die Karte gibt einen Eindruck von der Dimension des Krieges.
Anmerkung: In einer früheren Version stand versehentlich, Russland greife mit den USA Iran an. Wir haben die Stelle korrigiert.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Mindestens 30.000 Libanesen flüchten in Notunterkünfte
Nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR haben Tausende Menschen im Libanon Schutz in Notunterkünften gesucht. »Konservativen Schätzungen zufolge wurden fast 30.000 Menschen in Sammelunterkünften aufgenommen und registriert«, sagt ein UNHCR-Sprecher. Viele weitere hätten in ihren Autos am Straßenrand geschlafen oder steckten im Stau. Der US-israelische Krieg gegen Iran hat auch den Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Miliz Hisbollah im Libanon wieder eskalieren lassen. Die Hisbollah griff Israel mit Raketen und Drohnen an, die israelischen Streitkräfte antworteten mit Gegenschlägen. Das israelische Militär forderte die Bewohner von über zwei Dutzend Ortschaften im Süden des Libanon zum Verlassen ihrer Siedlungen auf.
Familien flohen in Beirut aus ihren Häusern. Foto: Wael Hamzeh/EPA
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Stimmen aus Iran: »Meine fünfjährige Enkelin hat einen Rucksack, den sie ihren ›Kriegsrucksack‹ nennt«
Fahime, 66, Medizinerin, drei Enkelinnen (alle Namen wurden aus Sicherheitsgründen geändert): »Meine fünfjährige Enkelin hat einen Rucksack, den sie ihren ›Kriegsrucksack‹ nennt, darin sind warme Kleidung, Wasser und Snacks. Zurzeit fragt sie mich jeden Tag: Brauche ich heute meinen Kriegsrucksack?«
»Wenn ich mir meine achtjährige Enkelin ansehe – sie malt schön, kann gut rechnen, schreibt schöne Texte, sie ist so voller Neugierde auf die ganze Welt und immer so freundlich –, dann sehe ich ein Kind, das am Anfang ihres Lebens steht. Und gleichzeitig habe ich ständig vor Augen, dass sie dieses Leben in jedem Moment verlieren könnten.« Fahime erzählt, dass sie kaum noch schlafen könne. Ihr Handy liege nachts stets neben ihr, falls eine Warnung komme. Mehrmals hätten bereits die Scheiben geklirrt. Sie führt eine eigene Praxis; von ihren Patientinnen und Patienten, schätzt sie, stünden etwa 20 bis 25 Prozent hinter dem Regime.
»Wenn ich mir meine achtjährige Enkelin ansehe – sie malt schön, kann gut rechnen, schreibt schöne Texte, sie ist so voller Neugierde auf die ganze Welt und immer so freundlich –, dann sehe ich ein Kind, das am Anfang ihres Lebens steht. Und gleichzeitig habe ich ständig vor Augen, dass sie dieses Leben in jedem Moment verlieren könnten.« Fahime erzählt, dass sie kaum noch schlafen könne. Ihr Handy liege nachts stets neben ihr, falls eine Warnung komme. Mehrmals hätten bereits die Scheiben geklirrt. Sie führt eine eigene Praxis; von ihren Patientinnen und Patienten, schätzt sie, stünden etwa 20 bis 25 Prozent hinter dem Regime.
Rauch steigt nach einem Luftangriff über Teheran auf. Foto: Abedin Taherkenareh / EPA
Selbst erfolgreiche Geschäftsleute, die lange gelassen geblieben waren und sich über die Sorgen ihrer Verwandten in Europa lustig gemacht hatten, wirken inzwischen angespannt. »Wir hören die Explosionen – sie kommen näher«, sagt Amir, Mitte fünfzig.
Viele freuten sich über den Tod Khameneis, doch es gebe auch aufrichtige Trauer, erzählt eine Augenzeugin aus Isfahan. »Der größte Platz der Stadt, dort, wo die weltberühmten Moscheen stehen, war vorgestern schwarz vor Menschen. Man hörte Wehklagen, Menschen schrien und weinten.« Auf die Frage, ob das echte Trauer oder eine Inszenierung des Regimes gewesen sei, sagt sie: »Beides.« Viele der Trauernden seien älter gewesen.
Viele freuten sich über den Tod Khameneis, doch es gebe auch aufrichtige Trauer, erzählt eine Augenzeugin aus Isfahan. »Der größte Platz der Stadt, dort, wo die weltberühmten Moscheen stehen, war vorgestern schwarz vor Menschen. Man hörte Wehklagen, Menschen schrien und weinten.« Auf die Frage, ob das echte Trauer oder eine Inszenierung des Regimes gewesen sei, sagt sie: »Beides.« Viele der Trauernden seien älter gewesen.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

US-Botschaft in Oman ruft Mitarbeitende auf, sich in Sicherheit zu bringen
Aufgrund der anhaltenden Bedrohungssituation hat die US-Botschaft in Oman ihre Mitarbeiter angewiesen, sich an Ort und Stelle in Sicherheit zu bringen und Schutz zu suchen. Auf X empfahl die Botschaft allen amerikanischen Staatsbürgern in Oman, bis auf Weiteres dasselbe zu tun.
Die US-Botschaft in Kuwait bleibt vorerst geschlossen. Alle regulären und auch die dringenden Konsulartermine seien abgesagt worden, teilte die Botschaft auf X mit.
Auch die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad bleibt heute geschlossen. Auch hier seien alle Termine abgesagt worden. Menschen in Saudi-Arabien wurden aufgerufen, die Umgebung des Botschaftsgebäudes vorerst zu meiden.
Die Botschaft in Riad war in der Nacht von iranischen Drohnen angegriffen worden. Nach saudischen Angaben sei es zu einem Brand gekommen. Auch an der Botschaft in Kuwait soll es zu einem Brand gekommen sein. Angesichts des Krieges hatte das US-Außenministerium Amerikaner in mehr als einem Dutzend Ländern in der Region bereits dazu aufgerufen, diese sofort zu verlassen.
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Hintergrund: Washington versteht das Denken in Teheran nicht
Als US-Präsident Donald Trump am Montag dem Fernsehsender CNN ein Interview gab, zeigte er sich verwundert. Bislang, so der Präsident, seien »die größte Überraschung« die Angriffe Irans auf arabische Länder in der Region gewesen.
Diese Überraschung ist bezeichnend, vor allem, weil die Iraner selbst diese Eskalation angekündigt hatten und fast alle Beobachter sie voraussagten. Aber auch, weil die Äußerung nur eine von vielen ist, die verdeutlichen, wie wenig das Verhalten der Iraner verstanden wird. Bei Trumps Leuten herrscht anscheinend ein weitreichendes Missverstehen vor, wie das iranische System funktioniert. So bestand in Washington anscheinend ebenfalls große Verwunderung, dass die Iraner im Angesicht des amerikanischen Truppenaufmarsches nicht schon vor längerer Zeit kapitulierten. Aber weder Kapitulation noch etwa die komplette Aufgabe der Urananreicherung standen für Teheran zu irgendeinem Punkt zur Debatte.
»Das Kernproblem waren nie nur die technischen Differenzen zwischen Washington und Teheran in Bezug auf das Atomprogramm. Es war ein tieferes Fehlverständnis – eine fehlerhafte Einschätzung der strategischen Doktrin und der roten Linien Irans –, das zum Scheitern der Verhandlungen beigetragen hat«, so der Iranexperte Danny Citrinowicz. »Und die Fehlinterpretationen setzen sich nun im Krieg fort. Es ist unwahrscheinlich, dass Iran unter militärischem Druck kapituliert. Er wird weder sein Raketenarsenal aufgeben noch auf das verzichten, was er als sein Recht auf Urananreicherung definiert.«
Ebenso besorgniserregend findet Citrinowicz die Erwartung in einigen politischen Kreisen, dass die Revolutionswächter unter Druck zerfallen oder sich ergeben könnten. »Die Revolutionswächter sind nicht nur eine militärische Institution, sondern auch eine ideologische, wirtschaftliche und politische Säule des Staates. Die Hoffnung auf eine schnelle Abspaltung spiegelt ein begrenztes Verständnis ihrer Verankerung im System wider.« Selbstverständlich verfügten die USA und Israel über eine überwältigende militärische Überlegenheit. Doch es sei ebenfalls unwahrscheinlich, dass Machtverschiebungen innerhalb des Regimes oder ein neuer Oberster Führer den Vereinigten Staaten Kapitulationsbedingungen vorlegen werden.
»Aus der Sicht Teherans würde eine Kapitulation dem Zusammenbruch der ideologischen Grundlage der Islamischen Republik gleichkommen. Jeder Führer, der aus dem System hervorgeht, wird an dieselben Grundprinzipien und strategischen roten Linien gebunden sein. Es ist weitaus wahrscheinlicher, dass sie weiterkämpfen, als dass sie sich geschlagen geben«, so Citrinowicz. »Die US-Regierung hat eine Kampagne begonnen, in der der einzige klare Weg zu einem entscheidenden Sieg ein Regimewechsel ist – und es ist alles andere als klar, dass Washington bereit ist, die Ressourcen und das langfristige Engagement aufzubringen, die für ein solches Ergebnis notwendig wären.«
Die Herrscher in Teheran wiederum denken, dass die Zeit für sie arbeitet, dass der Druck nachlassen wird, sich die politischen Dynamiken in Washington und der Region eher zu ihren Gunsten entwickeln werden. Deswegen eskalieren sie weiter.
Ebenso besorgniserregend findet Citrinowicz die Erwartung in einigen politischen Kreisen, dass die Revolutionswächter unter Druck zerfallen oder sich ergeben könnten. »Die Revolutionswächter sind nicht nur eine militärische Institution, sondern auch eine ideologische, wirtschaftliche und politische Säule des Staates. Die Hoffnung auf eine schnelle Abspaltung spiegelt ein begrenztes Verständnis ihrer Verankerung im System wider.« Selbstverständlich verfügten die USA und Israel über eine überwältigende militärische Überlegenheit. Doch es sei ebenfalls unwahrscheinlich, dass Machtverschiebungen innerhalb des Regimes oder ein neuer Oberster Führer den Vereinigten Staaten Kapitulationsbedingungen vorlegen werden.
»Aus der Sicht Teherans würde eine Kapitulation dem Zusammenbruch der ideologischen Grundlage der Islamischen Republik gleichkommen. Jeder Führer, der aus dem System hervorgeht, wird an dieselben Grundprinzipien und strategischen roten Linien gebunden sein. Es ist weitaus wahrscheinlicher, dass sie weiterkämpfen, als dass sie sich geschlagen geben«, so Citrinowicz. »Die US-Regierung hat eine Kampagne begonnen, in der der einzige klare Weg zu einem entscheidenden Sieg ein Regimewechsel ist – und es ist alles andere als klar, dass Washington bereit ist, die Ressourcen und das langfristige Engagement aufzubringen, die für ein solches Ergebnis notwendig wären.«
Die Herrscher in Teheran wiederum denken, dass die Zeit für sie arbeitet, dass der Druck nachlassen wird, sich die politischen Dynamiken in Washington und der Region eher zu ihren Gunsten entwickeln werden. Deswegen eskalieren sie weiter.
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Florian Kistler
Deutschlandressort

Neue Schäden an iranischer Atomanlage
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Organisation geht allerdings nicht davon aus, dass Radioaktivität freigesetzt und die Anlage weiter beschädigt worden ist, wie sie mitteilte.
Israel und die Vereinigten Staaten hatten bereits im vergangenen Sommer Einrichtungen des iranischen Atomprogramms bombardiert und schwer beschädigt – darunter auch Natans, wo die Anlage zur Anreicherung von Uran steht. Die Technologie kann zur Herstellung von Reaktorbrennstoff oder auch Atomwaffen genutzt werden – Teheran bestreitet aber, solche Waffen zu entwickeln.
Am Montag hatte IAEA-Chef Rafael Grossi in einer Sondersitzung des IAEA-Gouverneursrates noch berichtet, dass es im Zuge der jüngsten israelischen und US-amerikanischen Angriffe keine Anzeichen auf Treffer oder Schäden an Atomanlagen Irans gebe. Teherans Vertreter bei der IAEA, Reza Najafi, hatte dagegen von einem Angriff auf die Anlage in Natans gesprochen.
Am Montag hatte IAEA-Chef Rafael Grossi in einer Sondersitzung des IAEA-Gouverneursrates noch berichtet, dass es im Zuge der jüngsten israelischen und US-amerikanischen Angriffe keine Anzeichen auf Treffer oder Schäden an Atomanlagen Irans gebe. Teherans Vertreter bei der IAEA, Reza Najafi, hatte dagegen von einem Angriff auf die Anlage in Natans gesprochen.
Irans Atomchef Mohammad Eslami verurteilte die Angriffe in einem Schreiben an IAEA-Chef Grossi scharf, wie die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete. Er forderte die UN-Atomwächter auf, die Luftangriffe zu verurteilen. Seinen Worten nach erfolgte der Angriff in Natans bereits am Sonntag.
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Florian Kistler
Deutschlandressort

Bundesnetzagentur: Keine Gas-Engpässe in Deutschland
Die Bundesnetzagentur sieht ungeachtet des eskalierenden Irankriegs keine Engpässe bei der Gasversorgung in Deutschland. Die Lage werde fortlaufend beobachtet, sagte ein Sprecher zur Nachrichtenagentur Reuters. »Aktuell sehen wir keine Einschränkungen der Gasversorgung.« Deutschland verfüge über unterschiedliche Importmöglichkeiten, Gasmengen könnten über Pipelines sowie über die neuen LNG-Terminals importiert werden.
»Gas vom Persischen Golf spielt für die deutsche Versorgung eine überschaubare Rolle«, betonte Netzagentur-Präsident Klaus Müller gegenüber Reuters. Die Gasversorgung in Deutschland sei aktuell sicher. »Wir sehen Preiseffekte auf den Weltmärkten, die auch Deutschland spüren dürfte – abhängig von der Dauer des Konfliktes.« Private Haushalte hätten aber in der Regel längerfristige Verträge mit Preisgarantien.
»Gas vom Persischen Golf spielt für die deutsche Versorgung eine überschaubare Rolle«, betonte Netzagentur-Präsident Klaus Müller gegenüber Reuters. Die Gasversorgung in Deutschland sei aktuell sicher. »Wir sehen Preiseffekte auf den Weltmärkten, die auch Deutschland spüren dürfte – abhängig von der Dauer des Konfliktes.« Private Haushalte hätten aber in der Regel längerfristige Verträge mit Preisgarantien.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Roter Halbmond meldet fast 800 Tote in Iran
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen sind in Iran nach Angaben des örtlichen Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen ums Leben gekommen. Die Hilfsorganisation berichtete auf Telegram von Attacken in 153 Städten. Mehr als 3600 Mitarbeiter der Rettungsdienste seien landesweit im Einsatz. An vielen Orten werden demnach Such- und Bergungsarbeiten fortgesetzt.
Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw sprach am Montag sogar von mehr als 1500 Todesopfern. Rund 1300 der Toten seien Mitglieder der Streitkräfte, etwa 200 Zivilisten. Die Aktivisten stützen sich bei ihrer Arbeit auf ein Netzwerk von Kontakten im Land. Angaben aus Iran lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
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Kurzanalyse: Die Trump-Regierung kann den Krieg gegen Iran nicht überzeugend begründen
Die USA führen gemeinsam mit Israel seit vier Tagen Krieg gegen Iran. Doch nach wie vor kann die Regierung in Washington diesen Krieg nicht schlüssig begründen. Mal sagte Präsident Donald Trump, es gehe ihm um einen Machtwechsel in Teheran. Dann hieß es, US-Amerikaner und Israelis wollten lediglich das iranische Atom- und Raketenprogramm ausschalten.
Nun hat Außenminister Marco Rubio einen weiteren Grund für den Kriegseintritt seines Landes genannt. Israel habe kurz davor gestanden, Iran anzugreifen, auch ohne US-Unterstützung. »Wir wussten, die Israelis würden handeln. Wir wussten, dass dies zu einer Attacke gegen amerikanische Truppen führen würde. Und wir wussten: Wir hätten höhere Verluste gehabt, wenn wir nicht präventiv dagegen vorgegangen wären«, sagte er.
Israels Premier Benjamin Netanyahu selbst sagte dem US-Sender Fox News, man sei gezwungen gewesen zu handeln. Iran habe nach dem Zwölftagekrieg im vergangenen Juni begonnen, neue, unterirdische Anlagen zu bauen. Das iranische Atombombenprogramm wäre »innerhalb von Monaten unangreifbar gewesen«.
Keines dieser Argumente überzeugt. Netanyahu warnt seit Jahrzehnten, das Regime in Teheran stehe angeblich unmittelbar vor dem Bau einer Atombombe. Trump hatte noch im Juni gesagt, man habe das iranische Atomprogramm »ausgelöscht«. Es gibt keinerlei Hinweis darauf, dass Iran in den vergangenen Monaten bei der Entwicklung von Nuklearwaffen entscheidend vorangekommen ist. Es drängt sich deshalb der Verdacht auf, dass Trump diesen Krieg schlicht deshalb führt, weil er kann und will.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Oman meldet Drohnenangriff in Handelshafen
Im Handelshafen von Duqm im Oman ist es offenbar erneut zu einem Drohnenangriff gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen berichtete, wurden Treibstofftanks von mehreren Drohnen attackiert. Verletzt wurde demnach niemand, die Schäden seien begrenzt. Zunächst war unklar, wer für den Angriff verantwortlich war.
Bereits am Sonntag war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, dabei wurde ein Mensch verletzt. Nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf Iran am Samstag hat Teheran mehrfach US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Im Oman selbst sind keine US-Stützpunkte, Häfen wie der in Duqm können aber vom US-Militär genutzt werden. Oman ist im Atomstreit zwischen den USA und Iran als Vermittler aufgetreten.
Bereits am Sonntag war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, dabei wurde ein Mensch verletzt. Nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf Iran am Samstag hat Teheran mehrfach US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Im Oman selbst sind keine US-Stützpunkte, Häfen wie der in Duqm können aber vom US-Militär genutzt werden. Oman ist im Atomstreit zwischen den USA und Iran als Vermittler aufgetreten.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Dax wieder im Minus
Die Angst vor einem Energiepreisschock setzt den deutschen Aktienmarkt weiter unter Druck. Der Dax fiel um 1,8 Prozent und lag mit 24.204 Punkten auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte Dezember 2025. Am Vortag hatte er bereits 2,4 Prozent eingebüßt.
Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab um 1,2 Prozent auf 30.493 Zähler nach, vermied aber ein Abrutschen unter die Marke von 30.000 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,6 Prozent. Auch für die Wall Street und die Nasdaq-Börse werden bereits wieder fallende Kurse prognostiziert. Steigende Öl- und Erdgaspreise nähren dabei Konjunktur- und Inflationsängste. Vieles hängt nun von der Dauer des Krieges ab.
Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab um 1,2 Prozent auf 30.493 Zähler nach, vermied aber ein Abrutschen unter die Marke von 30.000 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,6 Prozent. Auch für die Wall Street und die Nasdaq-Börse werden bereits wieder fallende Kurse prognostiziert. Steigende Öl- und Erdgaspreise nähren dabei Konjunktur- und Inflationsängste. Vieles hängt nun von der Dauer des Krieges ab.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Leseempfehlung: Merz duckt sich weg
Der Kanzler erklärt Deutschland und Europa zu naiven, hilflosen Mächten, findet meine Kollegin Marina Kormbaki. Etwas mehr Selbstbewusstsein wäre angebracht, wenn Friedrich Merz an diesem Dienstag auf Donald Trump trifft. Lesen Sie hier den SPIEGEL-Leitartikel zum Treffen in Washington.
Friedrich Merz. Foto: Filip Singer / EPA
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Florian Kistler
Deutschlandressort

Erstes Flugzeug von Dubai unterwegs nach Frankfurt
Ein Flieger der Airline Emirates ist nach zahlreichen Flugausfällen erstmals von Dubai nach Frankfurt am Main unterwegs. Eine Sprecherin der Flughafen-Betreibergesellschaft Fraport sagte der Nachrichtenagentur dpa: »Die Emirates ist in der Luft und kommt hier an.« Laut der Fraport-Ankunftsseite im Internet wird die Maschine am frühen Nachmittag in Frankfurt erwartet.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bieten nach den Stornierungen in den ersten Tagen des Krieges nun Sonderflüge für gestrandete Passagiere an. Die Fluggesellschaft Emirates erklärte, zunächst Passagiere mit bereits bestehenden Buchungen zu berücksichtigen.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

EZB-Chefvolkswirt warnt vor Inflationsschub
Ein längerer Krieg im Nahen Osten kann nach den Worten von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane die Inflation in der Eurozone anheizen und die Wirtschaft ausbremsen. »Ein Anstieg der Energiepreise übt tendenziell Inflationsdruck aus, insbesondere kurzfristig«, sagte Lane der »Financial Times«. Das könne sich auch negativ auf die Konjunktur auswirken.
Zuvor hatten bereits Banken-Ökonomen gewarnt, dass sich ein über Wochen oder gar Monate hinziehender Krieg im Nahen Osten auf die Verbraucherpreise durchschlagen könnte. Commerzbank-Ökonom Vincent Stamer sagte dem SPIEGEL: »Der Ölpreis hat das Potenzial, die Inflation wieder anzuheizen.«
Zuvor hatten bereits Banken-Ökonomen gewarnt, dass sich ein über Wochen oder gar Monate hinziehender Krieg im Nahen Osten auf die Verbraucherpreise durchschlagen könnte. Commerzbank-Ökonom Vincent Stamer sagte dem SPIEGEL: »Der Ölpreis hat das Potenzial, die Inflation wieder anzuheizen.«
Russisch-iranische Militärübung nahe der Straße von Hormus: Showdown im Nadelöhr. Foto: Iranian Army/Anadolu/Getty Images
Iran hat die Straße von Hormus weitgehend blockiert – der Ölpreis schießt in die Höhe, Gas verteuert sich kurzzeitig um fast 50 Prozent. Die Folgen für die Weltwirtschaft könnten gravierend sein, ebenso für die Verbraucher. Die ganze Analyse zur Blockade der Transportroute lesen Sie hier.
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Florian Kistler
Deutschlandressort

TUI plant Rückholung von Urlaubern
Der Reisekonzern TUI will nach Möglichkeit noch heute damit beginnen, im Nahen Osten festsitzende deutsche Touristen nach Deutschland zu holen. Das sagte TUI-Chef Sebastian Ebel den Sendern RTL und n-tv. Laut Ebel befinden sich rund 30.000 deutsche Touristen in der Region, davon etwa 10.000 TUI-Kunden. Sie können wegen der Flugraumsperrungen nicht ausreisen.
Ebel zufolge sollen die ersten Flüge nach München gehen. TUI arbeite dabei mit den Airlines Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways zusammen. Die eigene Airline TUI fly halte ebenfalls Maschinen bereit, um »Kunden möglichst zügig abzuholen«, sobald eine Erlaubnis da sei.
Die Reisebranche muss ihre Gäste beruhigen, mehr zu den Rückholflügen lesen Sie hier.
Die Reisebranche muss ihre Gäste beruhigen, mehr zu den Rückholflügen lesen Sie hier.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Leseempfehlung: Was Merz mit Trump besprechen will
Heute trifft der Kanzler den US-Präsidenten in Washington. Friedrich Merz ist damit der erste Europäer, der Donald Trump seit Beginn des Irankriegs besucht. Wie mein Kollege Konstantin von Hammerstein schreibt, hat Merz eine wichtige Botschaft im Gepäck. Mehr zum Treffen lesen Sie hier.
Merz und Trump im Oval Office 2025. Foto: Michael Kappeler/dpa
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Israels Militär will Hunderte Raketen abgeschossen haben
In seinem Morgenbriefing am vierten Tag des Krieges sagte der israelische Armeesprecher Nadav Shoshani, die Luftwaffe habe in Iran »einige Dutzend Raketenabschussanlagen und Hunderte ballistische Raketen« ausgeschaltet. »Die Abschussanlagen stehen für uns im Fokus«, sagte er. Das Verhältnis von Raketen zu Abschussanlagen in Iran habe vorher etwa zehn zu eins betragen. Es sei auch gelungen, »Hunderte Raketen und Drohnen« abzuschießen.
Shoshani sprach von einer »dreiteiligen Verteidigung«: Zerstörung noch am Boden in Iran, dann durch Flugabwehr und schließlich passiv durch Bunker und Schutzeinrichtungen in Israel. »Wir sehen, dass die Feuerquote aus Iran sinkt«, so Shoshani, »gleichzeitig wissen wir nicht, ob nicht auch iranische Kalkulationen dahinterstecken, Raketen aufzubewahren für einen längeren Krieg.«
Shoshani sprach von einer »dreiteiligen Verteidigung«: Zerstörung noch am Boden in Iran, dann durch Flugabwehr und schließlich passiv durch Bunker und Schutzeinrichtungen in Israel. »Wir sehen, dass die Feuerquote aus Iran sinkt«, so Shoshani, »gleichzeitig wissen wir nicht, ob nicht auch iranische Kalkulationen dahinterstecken, Raketen aufzubewahren für einen längeren Krieg.«
Angesprochen auf das politische Ziel Israels und der USA, die Voraussetzungen für einen Regimewechsel in Iran herzustellen, sagte er: »Wir als Militär operieren gegen Bedrohungen und bekämpfen das Sicherheitsestablishment.« Einige der ins Visier genommenen Personen seien aber »auch dafür verantwortlich, ihr Volk zu unterdrücken«.
Nachdem die von Teheran gesteuerte Hisbollah-Miliz Israel Montagfrüh angegriffen hat, ist die israelische Armee auch im Libanon aktiv. Neben Luftangriffen habe das Militär die »Vorwärtsverteidigung an der Nordgrenze ausgeweitet«, sagte Shoshani. Israelische Soldaten seien über die fünf Punkte, an denen sie bereits vorher postiert waren, hinaus auf libanesisches Territorium eingerückt. Es handle sich dabei aber lediglich um »einige wenige Höhenpunkte«, dies sei »ein taktisches Manöver, kein neues Bodenmanöver«.
Nachdem die von Teheran gesteuerte Hisbollah-Miliz Israel Montagfrüh angegriffen hat, ist die israelische Armee auch im Libanon aktiv. Neben Luftangriffen habe das Militär die »Vorwärtsverteidigung an der Nordgrenze ausgeweitet«, sagte Shoshani. Israelische Soldaten seien über die fünf Punkte, an denen sie bereits vorher postiert waren, hinaus auf libanesisches Territorium eingerückt. Es handle sich dabei aber lediglich um »einige wenige Höhenpunkte«, dies sei »ein taktisches Manöver, kein neues Bodenmanöver«.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Israel sendet weitere Truppen in den Libanon
Das israelische Militär hat über Nacht zusätzliche Truppen in den Südlibanon entsandt. Ziel sei es, Verteidigungspositionen einzunehmen, um israelische Zivilisten und strategisch wichtige Orte vor möglichen Angriffen der Hisbollah zu schützen, sagte ein Militärsprecher.
Verteidigungsminister Israel Katz sagte, er habe das Militär ermächtigt, vorzurücken und weitere Stellungen im Libanon zu übernehmen. Israel wolle damit die »Grenzgemeinden verteidigen«. Am späten Sonntagabend hatte die Hisbollah Raketen auf Israel abgefeuert. Seit November 2024 haben israelische Streitkräfte fünf Stellungen im Südlibanon besetzt.
Verteidigungsminister Israel Katz sagte, er habe das Militär ermächtigt, vorzurücken und weitere Stellungen im Libanon zu übernehmen. Israel wolle damit die »Grenzgemeinden verteidigen«. Am späten Sonntagabend hatte die Hisbollah Raketen auf Israel abgefeuert. Seit November 2024 haben israelische Streitkräfte fünf Stellungen im Südlibanon besetzt.
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Ella Knigge
Nachrichtenressort

Ölpreis steigt den dritten Tag in Folge
Nachdem Iran gedroht hat, auf jedes Schiff zu feuern, das versucht, die Straße von Hormus zu durchfahren, ziehen die Ölpreise weiter an. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 78,83 Dollar je Barrel. Das US-Leichtöl WTI legte um ein Prozent auf 71,97 Dollar zu.
Durch die Meerenge werden täglich etwa 17 Millionen Barrel Öl transportiert, was rund 20 Prozent der weltweiten Produktion entspricht. Laut Schiffsdaten lagen am Sonntag mehr als 200 Schiffe vor der gesperrten Meerenge vor Anker. Mehr zum Nadelöhr des weltweiten Ölhandels lesen Sie hier.
Durch die Meerenge werden täglich etwa 17 Millionen Barrel Öl transportiert, was rund 20 Prozent der weltweiten Produktion entspricht. Laut Schiffsdaten lagen am Sonntag mehr als 200 Schiffe vor der gesperrten Meerenge vor Anker. Mehr zum Nadelöhr des weltweiten Ölhandels lesen Sie hier.
Ein hochrangiger Vertreter der iranischen Revolutionswächter erklärte laut iranischen Medien, die Meerenge sei geschlossen. Versicherer haben ihre Deckung für Schiffe in der Region gestrichen, Analysten rechnen in den kommenden Tagen mit weiter steigenden Preisen für Öl.
Der Iran-Krieg hat den Preis für europäisches Erdgas am Dienstag weiter nach oben getrieben. Er kletterte auf den höchsten Stand seit über drei Jahren wegen eines fortgesetzten Lieferstopps von Flüssiggas aus dem wichtigen Förderland Katar.
Der Iran-Krieg hat den Preis für europäisches Erdgas am Dienstag weiter nach oben getrieben. Er kletterte auf den höchsten Stand seit über drei Jahren wegen eines fortgesetzten Lieferstopps von Flüssiggas aus dem wichtigen Förderland Katar.
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Betrug bei Flugumbuchung – Polizei warnt vor Fake-Hotlines
Wegen des Kriegs in Iran müssen derzeit viele Menschen ihre Flüge umbuchen. Nachdem eine Frau aus Niederbayern dabei um 2500 Euro betrogen wurde, warnt die Polizei vor Service-Hotline-Betrug.
Verbraucher sollten Hotlines ausschließlich über die offizielle Website des Buchungsportals oder der Fluggesellschaft recherchieren – und nicht über teils gekaufte Anzeigen bei Suchmaschinen, empfiehlt das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA).
Verbraucher sollten Hotlines ausschließlich über die offizielle Website des Buchungsportals oder der Fluggesellschaft recherchieren – und nicht über teils gekaufte Anzeigen bei Suchmaschinen, empfiehlt das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA).
Bei Mitteilungen über Flugstornierungen sollten Reisende niemals auf Rückrufnummern oder fremde Supportlinks reagieren, die sie nicht überprüft haben. Stattdessen solle man Buchungsänderungen nur über das eigene Kundenkonto vornehmen.
Verlange ein vermeintlicher Servicemitarbeiter am Telefon Fernzugriff auf Smartphone oder Computer, heiße es: Gespräch abbrechen, Internetverbindung trennen und die Bank kontaktieren. Das BLKA rät zudem, Pushbenachrichtigungen der Bank zu aktivieren, um ungewollte Abbuchungen zu bemerken, und bei Verdacht sofort Anzeige zu erstatten.
Verlange ein vermeintlicher Servicemitarbeiter am Telefon Fernzugriff auf Smartphone oder Computer, heiße es: Gespräch abbrechen, Internetverbindung trennen und die Bank kontaktieren. Das BLKA rät zudem, Pushbenachrichtigungen der Bank zu aktivieren, um ungewollte Abbuchungen zu bemerken, und bei Verdacht sofort Anzeige zu erstatten.
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Trittin kritisiert Irankurs der Bundesregierung
Grünenpolitiker Jürgen Trittin wirft der Bundesregierung Versagen im Umgang mit der Irankrise vor. »Sich jetzt offen gegen das Völkerrecht zu stellen, verletzt elementare Sicherheitsinteressen Deutschlands«, schreibt der frühere Grünenchef in einer Erklärung. »Niemand weint Khamenei und seinen Generälen eine Träne nach. Ihre Tötung ist aber nicht vom Völkerrecht gedeckt«, erklärt Trittin mit Blick auf den am Samstag getöteten iranischen Staatsführer.
Das Völkerrecht sei keine moralische Petitesse. »Das Völkerrecht schützt gerade diejenigen, die nicht mit Gewalt ihr eigenes Recht schaffen können.« Dazu gehöre auch Deutschland.
Das Völkerrecht sei keine moralische Petitesse. »Das Völkerrecht schützt gerade diejenigen, die nicht mit Gewalt ihr eigenes Recht schaffen können.« Dazu gehöre auch Deutschland.
Jürgen Trittin spricht auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen (November 2024). Foto: Michael Kappeler / dpa
Auch das iranische Atomprogramm rechtfertige den Krieg nicht, argumentiert Trittin. »Irans Atomprogramm war bis zur Kündigung durch Trump 2017 besser unter Kontrolle als es das heute nach zwei US-Angriffen ist. Trump hat sich und die Welt mit der Kündigung des Atomabkommens in Gefahr gebracht.« Diese Gefahr zu mindern erfordere aber eine Zusammenarbeit mit China, das Iran Öl zu Preisen unterhalb des Weltmarktniveaus abnehme.
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CDU-Politiker Kiesewetter für deutsche Beteiligung am Irankrieg
Nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Roderich Kiesewetter sollte Deutschland die USA und Israels bei den Angriffen in Iran »vollumfänglich und aktiv unterstützen«. Deutschland habe zwar nur sehr begrenzte Fähigkeiten und Mittel. »Aber in Absprache mit unseren Partnern können wir als Europa schon mehr leisten, wenn wir den Willen dafür haben«, sagte er der »Augsburger Allgemeinen«. Man solle »nichts ausschließen«.
Für Iran sei auch Deutschland Kriegsziel, so Kiesewetter. »Es wäre deshalb geostrategisch klug, wenn wir weitere Maßnahmen in Erwägung ziehen.« Als Beispiele nannte er militärische Hilfe durch Luftbetankung und medizinische Versorgung sowie Aufklärung, aber auch »konkrete Beteiligung an Luftverteidigung bis hin zu offensiven Maßnahmen zur Störung und Bekämpfung militärischer Infrastruktur des iranischen Regimes«.
- Mehr Hintergründe hier: Das sind die größten Risiken für Deutschland in der Irankrise
Roderich Kiesewetter. Foto: Monika Skolimowska / dpa
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Machtwechsel in Iran? Laut JD Vance nicht das vorrangige Ziel der USA
Vertreter der US-Regierung betonen, dass es Präsident Donald Trump in Iran nicht in erster Linie um einen Machtwechsel gehe. In einer »perfekten Welt« würden die USA es begrüßen, wenn jemand in Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagte US-Vizepräsident JD Vance dem Sender Fox News. Trumps vorrangiges Ziel sei aber, dass Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere.
US-Außenminister Marco Rubio hatte kurz zuvor erklärt, dass es Unterschiede zwischen nachrangigen Wünschen der US-Regierung und konkreten Zielen ihres Einsatzes gebe: Zwar wünsche man sich eine neue Führung in Iran. Entscheidend sei aber, dass wer auch immer in einem Jahr regiere, nicht über Drohnen und ballistische Raketen verfügen werde.
Noch deutlicher formulierte es der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson: »Das Ziel war nicht ein Regimewechsel.« Vielmehr stünden die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms sowie der iranischen Marine im Fokus.
- Mehr dazu, warum Trump sich gerade jetzt zum Schlag gegen Iran entschied, erfahren Sie hier.
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Netanyahu: Angriff auf Iran war unumgänglich
Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hat den Angriff auf Iran mit dem angeblichen Bau neuer Bunker zum Schutz der iranischen Raketen- und Atomprogramme gerechtfertigt. »Der Grund, warum wir jetzt handeln mussten«, sei, dass Iran nach den Bombardierungen seiner Atomanlagen und seiner Raketenarsenale im vergangenen Jahr mit dem Bau »neuer Anlagen, unterirdischer Bunker« begonnen habe, sagte Netanyahu dem US-Sender Fox News.
Das Raketen- und »Atombombenprogramm« wäre sonst »innerhalb von Monaten« unangreifbar gewesen, behauptete Netanyahu.
Das Raketen- und »Atombombenprogramm« wäre sonst »innerhalb von Monaten« unangreifbar gewesen, behauptete Netanyahu.
Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu. Foto: Ohad Zwigenberg / AP / dpa
Israel hatte Iran bereits im Juni vergangenen Jahres angegriffen. Das US-Militär hatte sich knapp eine Woche später Israel angeschlossen und Irans Atomanlagen bombardiert. »Man könnte meinen, sie hätten ihre Lektion gelernt«, sagte Netanyahu nun. »Aber das haben sie nicht, denn sie sind unverbesserlich. Sie sind völlig fanatisch, was ihr Ziel angeht, Amerika zu zerstören.«
Netanyahu erklärte auch, es werde sich nicht um einen »endlosen Krieg« gegen Iran handeln: »Es kann einige Zeit dauern, aber es wird keine Jahre dauern.«
Netanyahu erklärte auch, es werde sich nicht um einen »endlosen Krieg« gegen Iran handeln: »Es kann einige Zeit dauern, aber es wird keine Jahre dauern.«
- Mehr Hintergründe hier: Worum es Israel bei dem Angriff wirklich geht
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US-Botschaft in Riad angegriffen
Die amerikanische Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist von zwei Drohnen attackiert worden: Es sei ein »begrenztes Feuer« ausgebrochen, aber nur geringer Sachschaden entstanden, teilte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums bei X mit.
Die US-Botschaft empfahl ihren Landsleuten in dem Königreich, sich sofort in Sicherheit zu bringen und die Botschaft bis auf Weiteres zu meiden, da es zu einem Angriff auf die Einrichtung gekommen sei.
Die US-Botschaft empfahl ihren Landsleuten in dem Königreich, sich sofort in Sicherheit zu bringen und die Botschaft bis auf Weiteres zu meiden, da es zu einem Angriff auf die Einrichtung gekommen sei.
Aus der saudi-arabischen Armee nahestehenden Kreisen wurde berichtet, dass die saudi-arabische Luftverteidigung vier Drohnen abgefangen habe, die das diplomatische Viertel im Westen Riads angesteuert hätten. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die US-Armee werde »bald« Vergeltungsmaßnahmen wegen des Angriffs auf die US-Botschaft ergreifen.
Auch die US-Botschaft in Kuwait soll bei einem Drohnenangriff direkt getroffen worden sein, wie ein in Kuwait stationierter Diplomat berichtete. Im Gebäude brach offenbar ein Feuer aus. Augenzeugen hatten von aufsteigendem Rauch an dem Gebäude berichtet.
Auch die US-Botschaft in Kuwait soll bei einem Drohnenangriff direkt getroffen worden sein, wie ein in Kuwait stationierter Diplomat berichtete. Im Gebäude brach offenbar ein Feuer aus. Augenzeugen hatten von aufsteigendem Rauch an dem Gebäude berichtet.
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Israels konkrete Angriffspläne setzten USA unter Druck
Seit Beginn der Angriffe auf Iran haben die USA diverse Begründungen für ihren Einsatz vorgebracht. Nach Darstellung des Sprechers des US-Repräsentantenhauses hat Druck Israels maßgeblich zur US-Entscheidung für einen Angriff beigetragen. »Israel war entschlossen, hier zu seiner eigenen Verteidigung zu handeln, mit oder ohne amerikanische Unterstützung«, sagte der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, nach einem Iran-Briefing hochrangiger Vertreter der US-Regierung.
Man habe deshalb eine schwierige Entscheidung treffen müssen. Die Regierung habe die Bedrohungen für die USA, für deren Soldaten und Einrichtungen in der Region und darüber hinaus bewerten müssen, sagte Johnson. Auf Basis »hervorragender Geheimdienstinformationen« sei sie zu dem Schluss gekommen, dass Iran im Fall eines Angriffs durch Israel sofort mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA reagieren würde. Er sei überzeugt, dass die US-Regierung das Richtige getan habe.
Mike Johnson nach Iran-Briefing. Foto: Will Oliver / EPA
Zuvor hatte bereits US-Außenminister Marco Rubio eine ähnliche Begründung gegeben und die Angriffe seines Landes auf Iran auch als proaktive Maßnahme zum eigenen Schutz gerechtfertigt. Ohne eigene Präventivschläge hätten die USA »höhere Verluste erlitten«, sagte Rubio.
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Leseempfehlung: So lief die »Hart aber fair«-Sendung zum Irankrieg
Bei »Hart aber fair« wünscht die Runde, die iranische Bevölkerung würde ihre Zukunft bald selbst in die Hand nehmen. Wie das gehen, und wie diese Zukunft aussehen sollte, bleibt allerdings ein Rätsel, schreibt Arno Frank. Hier geht’s zu seinem Bericht.
Moderator Klamroth mit seinen Gästen: Das Thema der Sendung lautete »Angriff auf Irans Regime: Wohin führt der neue Krieg?«. Foto: Dirk Borm / WDR
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Israel attackiert Hisbollah im Libanon
Die israelische Armee hat in der Nacht erneut im Libanon angegriffen. Ziel seien Kommandozentralen und Waffenlager der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt Beirut – unter anderem in den als Dahija bekannten Vororten, wie die Armee mitteilte.
Als Reaktion auf die Tötung des obersten Führers Irans, Ajatollah Ali Khamenei, hatte die Hisbollah in der vorherigen Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Hier lesen Sie mehr darüber, wie die Hisbollah in Israels Falle getappt ist.
Als Reaktion auf die Tötung des obersten Führers Irans, Ajatollah Ali Khamenei, hatte die Hisbollah in der vorherigen Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Hier lesen Sie mehr darüber, wie die Hisbollah in Israels Falle getappt ist.
Rauch steigt auf nach israelischen Luftangriffen in Dahija, einem südlichen Vorort von Beirut. Foto: Bilal Hussein / AP / dpa
Der der Hisbollah nahestehende Sender Al-Manar erklärte im Onlinedienst Telegram, die israelische Armee habe sein Büro in dem Gebiet Harat Hreik im Süden Beiruts attackiert. Zuvor hatte die israelische Armee die Bewohner von 31 Dörfern im Süden des Libanon zur Evakuierung aufgerufen und Einsätze gegen die Hisbollah angekündigt. Die Bewohner sollten ihre Häuser »sofort« verlassen und sich in Richtung Norden begeben, erklärte der israelische Armeesprecher Avichay Adraee am Montagabend im Onlinedienst X.
Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der Hisbollah-Miliz wegen der erneuten militärischen Auseinandersetzungen mit Israel für illegal erklärt, wie Ministerpräsident Nawaf Salam in einer Fernsehansprache sagte. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation. Die Hisbollah ist der wichtigste nicht staatliche Verbündete für Iran und gilt als verlängerter Arm Teherans, insbesondere im Kampf gegen den gemeinsamen Erzfeind Israel.
Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der Hisbollah-Miliz wegen der erneuten militärischen Auseinandersetzungen mit Israel für illegal erklärt, wie Ministerpräsident Nawaf Salam in einer Fernsehansprache sagte. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation. Die Hisbollah ist der wichtigste nicht staatliche Verbündete für Iran und gilt als verlängerter Arm Teherans, insbesondere im Kampf gegen den gemeinsamen Erzfeind Israel.
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Expertin warnt vor hohen Energiepreisen in Deutschland
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat vor einem neuen Energieschock für Deutschland durch die Eskalation im Nahen Osten gewarnt. »Ein erneuter Energieschock würde eine Wirtschaft belasten, die sich noch immer von den vergangenen Preissprüngen erholt«, sagte Grimm dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Öltanker in der Straße von Hormus (Dezember 2018). Foto: Hamad I Mohammed / REUTERS
Analysten hielten einen Ölpreis von über 100 Dollar für möglich, wenn die Straße von Hormus faktisch gesperrt bleibe. Durch diese Meerenge verliefen rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte. Die Gaspreise seien zuletzt auf über 40 Euro gestiegen. Falls die LNG-Produktion in Katar nicht bald wieder aufgenommen werde, drohten weitere empfindliche Anstiege.
Deutschland treffe dies in einer ohnehin fragilen Lage, erklärte die Ökonomin, die seit 2020 dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angehört. Besonders betroffen wären energieintensive Branchen wie Chemie, Stahl, Glas oder Papier. »Wir müssen uns auf eine längere Phase erhöhter Unsicherheit einstellen«, sagte Grimm.
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Amerikaner sollen Dutzende Länder in Nahost sofort verlassen
Das Washingtoner Außenministerium hat US-Amerikaner in einer Vielzahl von Ländern im Nahen Osten dazu aufgerufen, diese sofort zu verlassen. Zur Begründung verwies eine Vertreterin des Ministeriums auf der Plattform X auf »schwerwiegende Sicherheitsrisiken« wegen des Krieges zwischen Israel sowie den USA und Iran. Die Aufforderung betrifft folgende Länder und Regionen:
- Bahrain
- Ägypten
- Iran
- Irak
- Israel
- Westjordanland
- Gazastreifen
- Jordanien
- Kuwait
- Libanon
- Oman
- Katar
- Saudi-Arabien
- Syrien
- Vereinigte Arabische Emirate
- Jemen
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Israel meldet neuen Raketenangriff aus Iran
Die Flugabwehr sei derzeit im Einsatz, um eine Bedrohung abzuwehren, erklärt die israelische Armee: Iran habe erneut Raketen in Richtung Israel abgefeuert. In Tel Aviv und anderen Gebieten heulten die Sirenen. Die Bevölkerung wurde zunächst aufgefordert, sich in Schutzräume zu begeben. Kurz darauf durften sie wieder ins Freie – sie sollten sich laut der Armee aber weiter in der Nähe der Schutzräume aufhalten.
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Leseempfehlung: Die Hisbollah tappt in Israels Falle
Nach der Tötung von Irans Oberstem Führer schießt die libanesische Schiitenmiliz Raketen und Drohnen auf Israel. Dessen Armee scheint nur darauf gewartet zu haben, schreiben Katharina Osterhammer, Fritz Schaap und Thore Schröder. Hier können Sie den Text lesen.
Einschlag einer israelischen Rakete im Hisbollah-Gebiet. Foto: Ibrahim Amro / AFP
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Israel bombardiert Irans Rundfunksender Irib
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Dienstag den Sitz des iranischen Staatsrundfunks Irib im Norden Teherans »angegriffen und zerstört«. Seit Jahren habe die iranische Rundfunkbehörde zur Zerstörung des Staates Israel und zum Einsatz von Atomwaffen aufgerufen, hieß es. Kurz vor dem Angriff habe das israelische Militär zur Evakuierung des Gebietes aufgerufen.
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Kuwaits Armee verzeichnet erste Todesopfer
Das Militär des Golfstaats Kuwait hat die ersten beiden Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region gemeldet. Zwei Marinesoldaten seien heute im Dienst bei einem »Militäreinsatz« ums Leben gekommen, teilte der Generalstabschef der kuwaitischen Armee mit. Details dazu, wo und wie genau die Soldaten ums Leben gekommen sind, wurden nicht genannt.
Seit den amerikanisch-israelischen Angriffen in Iran greift Teheran als Reaktion unter anderem Ziele in den Golfstaaten an, darunter zivile Ziele und auch Stützpunkte des US-Militärs. In Kuwait kam es bereits zu mehreren Angriffen, bei denen mindestens ein Mensch getötet und Dutzende weitere verletzt wurden. Am Montagmorgen stürzten in Kuwait mehrere US-Militärflugzeuge durch sogenanntes friendly fire, also versehentlichen Beschuss, ab. Die Besatzung überlebte. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Video.
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Jakob Hallmann
Newsdesk

US-Außenminister Rubio verteidigt »präventiven« Angriff auf Iran
Marco Rubio, Außenminister der USA, hat die Angriffe seines Landes gegen Iran auch als proaktive Maßnahme zum eigenen Schutz gerechtfertigt. »Die unmittelbare Gefahr bestand darin, dass wir wussten, dass Iran, wenn er angegriffen würde – und wir gingen davon aus, dass er angegriffen werden würde –, sofort gegen uns vorgehen würde«, sagte Rubio vor Journalisten.
»Wir wussten, dass es zu einem israelischen Eingreifen kommen würde. Wir wussten, dass dies einen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte auslösen würde«, führte Rubio aus. Die USA seien zu der Einschätzung gekommen, dass sie mehr Verletzte und Tote zu verzeichnen hätten, wenn sie unter diesen Umständen nicht »präventiv« gegen Iran vorgegangen wären. »Wir haben proaktiv auf defensive Weise gehandelt, um zu verhindern, dass sie größeren Schaden anrichten.«
»Wir wussten, dass es zu einem israelischen Eingreifen kommen würde. Wir wussten, dass dies einen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte auslösen würde«, führte Rubio aus. Die USA seien zu der Einschätzung gekommen, dass sie mehr Verletzte und Tote zu verzeichnen hätten, wenn sie unter diesen Umständen nicht »präventiv« gegen Iran vorgegangen wären. »Wir haben proaktiv auf defensive Weise gehandelt, um zu verhindern, dass sie größeren Schaden anrichten.«
Rubio wandte sich außerdem mit einer Videobotschaft an US-Bürgerinnen und -Bürger, die sich derzeit noch in Nahost aufhalten:
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Israel beginnt nächste Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran gestartet. Augenzeugen berichteten von heftigen Explosionen. Der Staatssender PressTV berichtete, das Gelände der IRIB-Rundfunkanstalt sei attackiert worden.
Zuvor hatte ein Sprecher der israelischen Armee auf Persisch im Internet alle Bewohner des Stadtteils Evin aufgerufen, sich angesichts unmittelbar bevorstehender Bombardierungen in Sicherheit zu bringen. Dazu wurde eine Karte der Hauptstadt mit dem markierten Gebiet veröffentlicht. In dem Gebiet liegt die iranische Rundfunkanstalt.
»Liebe Bürgerinnen und Bürger, zu Ihrer Sicherheit und Gesundheit bitten wir Sie dringend, das auf der Karte markierte Gebiet unverzüglich zu verlassen. Ihre Anwesenheit in diesem Gebiet gefährdet Ihr Leben«, war auf Persisch zu lesen. Allerdings dürfte die Warnung die Menschen kaum erreichen, da die Behörden das Internet in Iran nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe am Samstag gesperrt haben.
Einsatzkräfte in Teheran auf den Trümmern einer einstigen Polizeistation (am Montag). Foto: Vahid Salemi / AP / dpa
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Jakob Hallmann
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Zahl getöteter US-Einsatzkräfte steigt auf sechs
Streitkräfte der USA haben eigenen Angaben zufolge die Leichen zweier vermisster Soldaten aus einer Einrichtung geborgen, die während der ersten Angriffe Irans in der Region getroffen worden sei. Das teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit. Damit sind nun seit Beginn des Militäreinsatzes gegen Iran insgesamt sechs US-Einsatzkräfte ums Leben gekommen.
Wie das US-Kommando weiter mitteilte, dauern die Kämpfe in der Region an. Die Identität der Gefallenen werde nach der Benachrichtigung der Angehörigen noch 24 Stunden lang zurückgehalten.
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Jakob Hallmann
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Weltkulturerbe in Teheran offenbar bei US-israelischen Angriffen beschädigt
Der Golestan-Palast in Teheran ist iranischen Medienberichten zufolge bei einem Angriff auf den Arag-Platz am Sonntagabend von Druckwellen getroffen worden. Fenster, Türen und Spiegel seien beschädigt worden. Das meldeten die Nachrichtenagenturen Isna und Mehr.
Die Unesco äußerte ihre »Besorgnis über den Schutz der Kulturerbestätten angesichts der eskalierenden Gewalt im Nahen Osten«. Weiter erklärte die Organisation, sie habe »allen betroffenen Parteien die geografischen Koordinaten der Stätten auf der Welterbeliste sowie der Stätten von nationaler Bedeutung mitgeteilt, um mögliche Schäden zu vermeiden«.
Die Unesco äußerte ihre »Besorgnis über den Schutz der Kulturerbestätten angesichts der eskalierenden Gewalt im Nahen Osten«. Weiter erklärte die Organisation, sie habe »allen betroffenen Parteien die geografischen Koordinaten der Stätten auf der Welterbeliste sowie der Stätten von nationaler Bedeutung mitgeteilt, um mögliche Schäden zu vermeiden«.
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Jakob Hallmann
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US-Militär: Iran hat keine Schiffe mehr im Golf von Oman
Die iranische Führung hat nach Angaben des US-Militärs keine Schiffe mehr im Golf von Oman. Vor zwei Tagen seien es noch elf Schiffe gewesen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit.
»Das iranische Regime hat jahrzehntelang die internationale Schifffahrt im Golf von Oman schikaniert und angegriffen. Diese Zeiten sind vorbei«, hieß es dort. US-Streitkräfte würden die Freiheit der Seeschifffahrt weiterhin verteidigen.
US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth haben die Zerstörung der iranischen Marine als eines ihrer Kriegsziele benannt.
US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth haben die Zerstörung der iranischen Marine als eines ihrer Kriegsziele benannt.
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Leseempfehlung: Diese Bilder zeigen das Ausmaß des Kriegs in Iran und den Nachbarländern
Im Irankrieg setzen die Militärs vor allem auf Schläge aus der Distanz. Aufnahmen von Satelliten verdeutlichen, wie breit gestreut und verheerend die Angriffe sind. Sehen Sie hier den grafischen Überblick unserer Kollegen Nikolai Antoniadis, Oliver Imhof, Niklas Marienhagen und Bernhard Riedmann.
Foto: [M] DER SPIEGEL; Satellitenbild: Vantor / EPA
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Die USA und Israel greifen Ziele in Iran an, Teheran antwortet mit Gegenschlägen. Was am Montag noch geschah, lesen Sie hier im Newsblog.
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Mit Material der Agenturen








