Israels Staatsflugzeug ist nach Beginn des Kriegs gegen Iran zum Berliner Flughafen BER gebracht worden – und damit außerhalb des Kampfgebiets. Fotos zeigen die für diplomatische Einsätze speziell ausgestattete Boeing 767 auf dem Rollfeld.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus deutschen Regierungskreisen landete das Flugzeug nach vorheriger Anmeldung auf Wunsch Israels in Berlin.
Nach Daten des Luftverkehr-Portals »Flightradar« war die Maschine am frühen Samstagnachmittag Ortszeit (kurz nach 13.00 Uhr MEZ) in Israel gestartet und kreiste dann stundenlang über dem Mittelmeer, bevor sie nach Deutschland flog und am Abend am BER landete. Israel und die USA hatten am Samstagmorgen breit angelegte Angriffe gegen Iran begonnen, der seitdem unter anderem Ziele in Israel beschießt.
Der Flughafen BER äußerte sich auf Anfrage der dpa nicht zum Aufenthalt des Flugzeugs, auch die israelische Botschaft reagierte zunächst nicht. Bereits bei früheren Konflikten war die Maschine nach israelischen Medienberichten zum Schutz vor Raketenangriffen außer Landes gebracht worden.
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Israels Staatsflugzeug »Wings of Zion« (auf Deutsch: »Flügel Zions«) wurde speziell für offizielle Regierungsreisen und diplomatische Missionen ausgestattet. Es dient sowohl dem Präsidenten als auch dem Ministerpräsidenten Israels und ist mit modernster Kommunikationstechnik gesichert.
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