Der katarische Regierungschef Mohammed bin Abdelrahman Al-Thani hat bei einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance in Washington eine Wiederbelebung der diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Irankriegs gefordert.
Al-Thani habe bei dem Treffen betont, dass sich »alle Parteien an den laufenden Vermittlungsbemühungen beteiligen müssen, um den Weg zu ebnen für die Bekämpfung der Ursachen der Krise durch friedliche Mittel und Dialog«, teilte das katarische Außenministerium am Freitag im Onlinedienst X mit. Ziel sei ein »umfassendes Abkommen, das dauerhaften Frieden in der Region gewährleistet«, sagte al-Thani dem Ministerium zufolge.
Bei dem Gespräch ging es demnach auch um die Vermittlungsbemühungen Pakistans in dem Konflikt. An der ersten Verhandlungsrunde in Islamabad hatte neben den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner auch Vance teilgenommen. Die Gespräche waren ohne Ergebnis zu Ende gegangen.
Trump gibt sich zuversichtlich, Trump droht
Zuletzt hatten US-Streitkräfte nach eigenen Angaben zwei iranische Öltanker im Golf von Oman angegriffen. Die leeren Schiffe hätten die US-Blockade auf dem Weg zu einem iranischen Hafen durchbrechen wollen. US-Kampfjets hätten die Schiffe unter Beschuss genommen und sie außer Gefecht gesetzt, hieß es vom US-Zentralkommando (Centcom) .
Auch die neuesten Äußerungen von US‑Präsident Trump passen in ein Muster, das sich inzwischen wiederholt gezeigt hat : Öffentlich wirkt Trump zuversichtlich, das iranische Regime auf diplomatischem Wege unter Druck setzen zu können, zugleich macht er aber klar, dass im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen erneut massive Luftangriffe nicht ausgeschlossen seien.
Iran hat seit Beginn des Kriegs am 28. Februar wiederholt Ziele in Katar angegriffen. Der Golfstaat beherbergt wichtige US-Militärstützpunkte.
