SpOn 15.01.2026
17:53 Uhr

Iran: Kanadischer Staatsbürger offenbar gestorben


In Iran ist eine Person mit kanadischem Pass gestorben. Das teilt Kanadas Außenministerin mit. Die Verantwortung dafür liege bei Teheran.

Iran: Kanadischer Staatsbürger offenbar gestorben

In Iran ist offenbar eine Person mit kanadischem Pass getötet worden. Die Verantwortung dafür trage das iranische Regime, teilte Kanadas Außenministerin Anita Anand in den sozialen Medien mit. Das kanadische Konsulat stehe mit der Familie des Opfers in Kontakt. Einzelheiten über die tote Person oder die genauen Umstände nannte sie nicht.

»Die friedlichen Proteste des iranischen Volkes, das angesichts der Unterdrückung durch das iranische Regime und der anhaltenden Menschenrechtsverletzungen Gehör fordert, haben dazu geführt, dass das Regime Menschenleben in eklatanter Weise missachtet«, schrieb Anand weiter.

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Der Uno-Sicherheitsrat will sich noch am Abend mit der Situation in Iran beschäftigen. Auf Bitten der USA setzte die derzeitige somalische Ratspräsidentschaft für 21 Uhr MEZ eine Sitzung des Gremiums in New York an.

Seit Beginn der Massenproteste gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik vor gut zwei Wochen hatte US-Präsident Donald Trump Iran mehrfach mit einem Eingreifen der USA gedroht. Ausgelöst wurden die Proteste unter anderem von einer dramatischen Wirtschaftskrise, einer sehr hohen Inflationsrate und großer Unzufriedenheit mit der Führung in Teheran. Irans Sicherheitsapparat geht brutal dagegen vor, es gibt Berichte über Tausende Tote.

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Die US-Regierung hat zudem am Donnerstag neue Sanktionen verkündet. Die Strafmaßnahmen richteten sich unter anderem gegen den Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Larijani, sowie weitere Vertreter der Sicherheitsbehörden, die das gewaltsame Vorgehen gegen die Proteste organisiert hätten, sagte US-Finanzminister Scott Bessent. »Die Vereinigten Staaten stehen fest hinter dem iranischen Volk und dessen Ruf nach Frieden und Gerechtigkeit.«

Das Regime in Iran muss um sein Überleben fürchten. Wie es so weit kommen konnte und was die Zukunft bringen könnte – lesen Sie hier einen Gastbeitrag von Ali Fathollah-Nejad .

svs/Reuters/dpa