SpOn 05.03.2026
09:33 Uhr

Iran: Erster deutscher Evakuierungsflug aus Oman in Frankfurt gelandet


Seit Beginn des Irankriegs sitzen Tausende Deutsche in der Region fest, darunter viele Urlauber. Ein erster Sonderflug der Lufthansa für besonders schutzbedürftige Gruppen hat nun Frankfurt erreicht.

Iran: Erster deutscher Evakuierungsflug aus Oman in Frankfurt gelandet

Für mehr als 250 Menschen hat der Schrecken des Irankriegs ein Ende: Am Frankfurter Flughafen ist am Morgen der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten gelandet.

Der Lufthansa-Airbus vom Typ A340-300 mit der Flugnummer LH345 landete kurz nach halb acht Uhr. Die planmäßige Ankunft war vom Flugtrackingportal Flightradar eigentlich mit 5.45 Uhr angegeben worden, allerdings war der Flieger bereits mit Verspätung in Oman gestartet.

An Bord befinden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren wie Zehntausende infolge des US-Angriffs auf Iran in der Golfregion gestrandet und mussten nun zunächst über den Landweg nach Maskat gebracht werden.

Nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul sollten besonders verwundbare Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder. Weitere Evakuierungsflüge sind geplant. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze.

Es handelt sich nicht um die erste Maschine, die seit Kriegsbeginn Deutschland erreicht: Bereits seit Dienstag hatten insbesondere Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einzelne Flüge angeboten.

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Darüber, inwiefern das Auswärtige Amt (AA) von Minister Johann Wadephul (CDU) bei der Evakuierung deutscher Staatsangehöriger tätig werden sollte und ob die Warnhinweise des AA ausreichend scharf und früh genug angepasst wurden, war zuletzt eine Debatte entbrannt.

Wadephul hatte zudem bei einem Fernsehauftritt für Verwirrung gesorgt, indem er fälschlicherweise gesagt hatte, für die Golfstaaten, Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten, habe früh eine Reisewarnung vorgelegen. Tatsächlich erging diese erst am Samstag.

Reisewarnungen enthalten laut den Richtlinien des AA einen »dringenden Appell«, Reisen in ein Land oder eine Region zu unterlassen. »Sie werden in der Regel dann ausgesprochen, wenn allen Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht. Deutsche, die sich in diesem Land aufhalten, werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert.« Mehr über das seltsame Krisenmanagement des Ministers lesen Sie hier .

fek/dpa