Die USA haben nach eigenen Angaben einen iranischen Topkader getötet. Er soll für einen Anschlagsversuch auf Präsident Donald Trump im Wahlkampf 2024 verantwortlich gewesen sein. Die Islamische Republik hat eine Verstrickung in den Mordkomplott als »völlig unbegründet und haltlos« zurückgewiesen.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte nun am Mittwoch im Pentagon: »Iran hat versucht, Präsident Trump zu töten, aber Präsident Trump hat zuletzt gelacht.« Um wen es sich bei dem Getöteten handelt, erklärte er nicht.
Der für gewöhnlich gut unterrichtete israelische Journalist Amit Segal erklärte, es handele sich demnach um Rahman Mokadam; er soll die Abteilung für Spezialoperationen der Revolutionswächter geleitet haben.
Trump hatte die Tötung von Ajatollah Ali Khamenei am Sonntag unter anderem mit solchen Anschlagsplänen begründet – und damit erstmals persönliche Motive eingeräumt. »Ich habe ihn erwischt, bevor er mich erwischt hat«, sagte der US-Präsident über Khamenei. Iran habe »zweimal versucht«, ihn umzubringen, betonte er.
US-Verantwortliche sehen hinter den mutmaßlichen Anschlagplänen Versuche Irans, den Tod des einflussreichen iranischen Generals Qasem Soleimani zu rächen. Die USA hatten ihn auf Anordnung Trumps im Januar 2020 mit einer Drohne im Irak getötet.
US-Botschaft fordert eigene Staatsbürger zum Verlassen des Irak auf
Die US-Botschaft in Bagdad hat die eigenen Staatsbürger derweil aufgefordert, den Irak so schnell wie möglich zu verlassen. »US-Bürger im Irak werden nachdrücklich aufgefordert, das Land zu verlassen, sobald sie dazu sicher in der Lage sind«, erklärte die Botschaft am Mittwoch im Onlinedienst X. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine Ausreise gefahrlos möglich sei, sollten sie sich an einem sicheren Ort aufhalten.
Unterdessen war das ganze Land von einem Stromausfall betroffen. Alle Provinzen seien ohne Strom, teilte das für Elektrizität zuständige Ministerium laut der irakischen Nachrichtenagentur INA mit. Nach der Ursache werde gesucht.
Aus Sicherheitskreisen verlautete, nahe dem Flughafen von Bagdad seien Drohnen abgeschossen worden. Aus der Nähe des Flughafens Erbil im Nordirak berichteten AFP-Journalisten von Explosionen. Dort wurden in den vergangenen Tagen mehrfach Drohnen abgefangen. In Erbil befinden sich nicht nur US-Truppen, sondern auch ein US-Konsulat.
