SpOn 05.01.2026
23:30 Uhr

Iran: Aktivisten melden 29 Tote und 1.200 Festnahmen bei Protesten


Die Proteste sollen bis zu 88 Städte in Iran betreffen, fast alle der 31 Provinzen des Landes, und sie breiten sich weiter aus. Auch wenn die Staatsführung noch mehr Gewalt ankündigt.

Iran: Aktivisten melden 29 Tote und 1.200 Festnahmen bei Protesten

Bei den anhaltenden Protesten in Iran sind nach Angaben von Aktivisten inzwischen mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Im Zuge der landesweiten Demonstrationen gegen die autoritäre Staatsführung seien zudem mehr als 1.200 Menschen festgenommen worden. Dies berichtet das in den USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk Human Rights Activists News Agency  (HRANA). Unter den Toten sollen sich demnach auch zwei Angehörige der Sicherheitskräfte befinden.

Den Aktivisten zufolge gab es in den vergangenen Tagen in mindestens 88 Städten Protestkundgebungen. Demonstrationen wurden demnach aus 27 der 31 Provinzen gemeldet. Nachdem Sicherheitskräfte hauptsächlich in ländlichen Gebieten gewaltsam gegen die Demonstrierenden vorgegangen waren, erreichten die Proteste erneut auch Metropolen wie Teheran und Maschhad.

Gewaltsame Repression

Auslöser der Proteste war vor mehr als einer Woche ein Schock am iranischen Devisenmarkt, der wütende Händler in Teheran spontan auf die Straße trieb. Die Demonstrationen schlugen jedoch rasch in politischen Protest um. Dieser wird, wie bereits in der Vergangenheit, mit Härte von der Staatsmacht verfolgt: Die Justiz der Islamischen Republik kündigte an, ohne Nachsicht vorzugehen.

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Laut HRANA haben sich landesweit an mindestens 17 Universitäten Studierende den Protesten angeschlossen. An der Hochschule in Birdschand, der Hauptstadt der Provinz Süd-Chorasan, kam es am Montagabend zu gewaltsamen Festnahmen auf dem Campus, wie die bekannte Hochschulzeitung Amir-Kabir berichtete.

dtt/dpa