SpOn 01.03.2026
19:39 Uhr

Iran: Ajatollah Ali Khamenei ist tot - So hat die CIA Khamenei ausgeforscht


Der Angriff gegen Irans Führung gelang wohl aufgrund monatelanger Geheimdienstarbeit. Nun erlauben erste Medienberichte einen Blick hinter die Kulissen.

Iran: Ajatollah Ali Khamenei ist tot - So hat die CIA Khamenei ausgeforscht

Sie beobachteten ihn seit Monaten. Wo er lebte. Mit wem er sich traf. Wie er kommunizierte.

Ajatollah Ali Khamenei ist durch die Luftschläge der USA und Israels getötet worden. Das gelang offenbar aufgrund monatelanger Geheimdienstarbeit, wie die »New York Times«  und CNN  unter Berufung auf Personen berichten, die in die Operation eingeweiht waren.

Khamenei galt als übervorsichtig, heißt es. Doch dann entdeckte der US-Auslandsgeheimdienst CIA eine Gelegenheit. Hochrangige Mitglieder der iranischen Führung planten, sich am Samstagmorgen in Teheran zu treffen. An unterschiedlichen Orten zwar, die aber dennoch zu einem Komplex gehörten. Dort befanden sich laut CNN die Büros des Ajatollahs, der iranischen Präsidentschaft und des Nationalen Sicherheitsrates.

»Wir schreiben Geschichte. Ich vertraue euch.«

Mehrere Quellen sagten CNN und der »Times«, ursprünglich sei ein nächtlicher Angriff geplant gewesen. Doch aufgrund des Treffens habe man sich umentschieden.

CNN zitiert aus einem Schreiben von Israels Generalstabschef Eyal Zamir an die Piloten der israelischen Luftwaffe: »Wir schreiben Geschichte. Ich vertraue euch.« Die Angriffe der Kampfflugzeuge begannen dann um sechs Uhr morgens, heißt es in dem Bericht. Die Jets waren demnach mit Langstreckenraketen und Präzisionswaffen ausgerüstet.

Alle drei Standorte mit den unterschiedlichen Führungspersönlichkeiten seien gleichzeitig getroffen worden. Die Raketen erreichten das Gelände laut »New York Times« gegen 9.40 Uhr Ortszeit. Stunden später gab Trump Khameneis Tod bekannt.

Die Führung traf sich in Teheran

Es ist unklar, was einige der höchsten Führer Irans dazu veranlasst hat, sich mitten in Teheran an demselben Ort wie Khamenei aufzuhalten. Und das zu einem Zeitpunkt, da die USA umfangreiche militärische Feuerkraft in der Region aufgeboten hatten, um Trumps Drohungen mit einem Angriff wahr zu machen.

Es war jedenfalls die CIA, so berichtete es auch die »New York Times«, die von dem Treffen erfahren hatte. Sie hatte demnach auch erfahren, dass Khamenei teilnehmen werde. Die CIA gab ihre Informationen an Israel weiter, berichtet die Zeitung.

Auch die »Times« berichtet von monatelanger Geheimdienstarbeit. Bereits im Juni letzten Jahres hatte Präsident Trump behauptet, die Vereinigten Staaten wüssten, wo sich Khamenei versteckt halte, und hätten ihn töten können.

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Diese Information, so ein ehemaliger US-Beamter zur »Times«, stützte sich auf dasselbe Netzwerk, auf das sich die Vereinigten Staaten am Samstag verlassen hatten.

Seitdem haben sich die Informationen, die die Vereinigten Staaten sammeln konnten, jedoch verbessert, sagten der ehemalige Beamte und andere Personen der Zeitung. Auch während des Zwölftagekrieges zwischen Israel und Iran im vergangenen Juni erfuhren die Vereinigten Staaten demnach noch mehr darüber, wie der Oberste Führer und die Revolutionswächter unter Druck kommunizierten und sich bewegten.

Die Operation scheint jedenfalls eins zu belegen: Die iranischen Führer haben es versäumt, angemessene Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Und das, obwohl sowohl Israel als auch die Vereinigten Staaten klare Signale gesendet hatten, dass sie sich auf einen Krieg vorbereiteten.

jpz