Haben Sie an den Feiertagen gut und viel gegessen? Dann ist Ihnen nach all der Völlerei jetzt vielleicht eher nach leichter Kost. Oder vielleicht sogar gar nicht nach Essen?
Wenn Sie sich zeitweisen Nahrungsverzicht vorstellen können, sollten Sie dabei bestimmte Regeln beachten.
Mein Kollege Jörg Blech hat sich mit den Auswirkungen des sogenannten Intervallfastens beschäftigt, Studien dazu ausgewertet und mit Expertinnen gesprochen.
Essen nach der Uhr (Symbolbild): Nicht ständig snacken
Foto: David Malan / Getty ImagesDas Ergebnis seiner Recherchen: Beim gesunden Essen kommt es vor allem auf das richtige Timing an und weniger auf das Weglassen bestimmter Dickmacher. Statt ständig zu snacken, sollte man die Nahrungsaufnahme auf ein Zeitfenster von maximal zehn Stunden am Tag beschränken – und bis zur nächsten Mahlzeit entsprechend mindestens 14 Stunden durchgehend fasten.
Das hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern wohl auch gegen bestimmte Krankheiten. Die Biologin Silke Kiessling von der University of Surrey in England etwa ließ Mäuse, die eine Darmentzündung hatten, nur in einem eng begrenzten Zeitfenster fressen. Daraufhin gingen die Entzündungen im Darm der Tiere zurück, denn die Essenszeiten passten zum Rhythmus ihrer körperlichen Aktivität. Mit diesem Ansatz, so Kiessling, »könnte es in Zukunft möglich sein, die Beschwerden von Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zu lindern«.
Welche weiteren erstaunlichen Effekte Intervallfasten bei Menschen und im Tierversuch hat und wie auch bei dieser Art der Ernährung Geselligkeit und Genuss nicht zu kurz kommen, können Sie hier nachlesen .
Ich wünsche Ihnen einen fröhlichen und gesunden Start ins neue Jahr.
Herzlich,
Ihre Julia Koch
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Foto: HHU / Institute of Evolutionary Genetics
