SpOn 03.01.2026
09:57 Uhr

Intervallfasten als Medizin und Rasen für die Reichweite: Die Lese-Empfehlungen vom SPIEGEL


Intervallfasten als Medizin und Rasen für die Reichweite: Das sind die Lese-Empfehlungen der Woche aus der Wissenschaftsredaktion des SPIEGEL.

Intervallfasten als Medizin und Rasen für die Reichweite: Die Lese-Empfehlungen vom SPIEGEL

Haben Sie an den Feiertagen gut und viel gegessen? Dann ist Ihnen nach all der Völlerei jetzt vielleicht eher nach leichter Kost. Oder vielleicht sogar gar nicht nach Essen?

Wenn Sie sich zeitweisen Nahrungsverzicht vorstellen können, sollten Sie dabei bestimmte Regeln beachten.

Mein Kollege Jörg Blech hat sich mit den Auswirkungen des sogenannten Intervallfastens beschäftigt, Studien dazu ausgewertet und mit Expertinnen gesprochen.

Essen nach der Uhr (Symbolbild): Nicht ständig snacken

Essen nach der Uhr (Symbolbild): Nicht ständig snacken

Foto: David Malan / Getty Images

Das Ergebnis seiner Recherchen: Beim gesunden Essen kommt es vor allem auf das richtige Timing an und weniger auf das Weglassen bestimmter Dickmacher. Statt ständig zu snacken, sollte man die Nahrungsaufnahme auf ein Zeitfenster von maximal zehn Stunden am Tag beschränken – und bis zur nächsten Mahlzeit entsprechend mindestens 14 Stunden durchgehend fasten.

Das hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern wohl auch gegen bestimmte Krankheiten. Die Biologin Silke Kiessling von der University of Surrey in England etwa ließ Mäuse, die eine Darmentzündung hatten, nur in einem eng begrenzten Zeitfenster fressen. Daraufhin gingen die Entzündungen im Darm der Tiere zurück, denn die Essenszeiten passten zum Rhythmus ihrer körperlichen Aktivität. Mit diesem Ansatz, so Kiessling, »könnte es in Zukunft möglich sein, die Beschwerden von Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zu lindern«.

Welche weiteren erstaunlichen Effekte Intervallfasten bei Menschen und im Tierversuch hat und wie auch bei dieser Art der Ernährung Geselligkeit und Genuss nicht zu kurz kommen, können Sie hier nachlesen .

Ich wünsche Ihnen einen fröhlichen und gesunden Start ins neue Jahr.

Herzlich,

Ihre Julia Koch


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Männliche Bienen, auch Drohnen genannt, müssen von weiblichen Bienen Futter erbetteln, sie würden sonst verhungern. Forschende der Uni Düsseldorf haben die genetische Grundlage für dieses Verhalten sichtbar gemacht, berichten sie im Fachblatt »Nature Communications«. Sie brachten bestimmte Nervenzellen im Gehirn von Drohnen zum Leuchten. Der grüne Schein im Fluoreszenzmikroskop zeigt, dass darin ein bestimmtes Protein aktiv ist. Schalteten die Forschenden dieses Protein gezielt aus, bettelten die Drohnen nicht um Nahrung.

Männliche Bienen, auch Drohnen genannt, müssen von weiblichen Bienen Futter erbetteln, sie würden sonst verhungern. Forschende der Uni Düsseldorf haben die genetische Grundlage für dieses Verhalten sichtbar gemacht, berichten sie im Fachblatt »Nature Communications«. Sie brachten bestimmte Nervenzellen im Gehirn von Drohnen zum Leuchten. Der grüne Schein im Fluoreszenzmikroskop zeigt, dass darin ein bestimmtes Protein aktiv ist. Schalteten die Forschenden dieses Protein gezielt aus, bettelten die Drohnen nicht um Nahrung.

Foto: HHU / Institute of Evolutionary Genetics