Mehr als tausend Menschen sind bei den schweren Unwettern in mehreren Ländern Südostasiens gestorben. Besonders betroffen sind Indonesien, Thailand und Malaysia. Ein seltener Tropensturm hatte sich in der Straße von Malakka gebildet und für heftige Regenfälle und Windböen gesorgt.
Der Dauerregen zwang verzweifelte Bewohner, sich auf den Dächern festzuklammern und auf Rettung per Boot oder Hubschrauber zu warten. Ganze Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten.
Mindestens 502 Todesopfer wurden am Montag allein aus Indonesien gemeldet. Zuletzt war von etwa 300 Toten die Rede, mehr als 400 Menschen werden weiterhin vermisst. »Das Schlimmste ist hoffentlich überstanden«, sagte Indonesiens Präsident Prabowo Subianto in Nordsumatra. Die Region war am stärksten betroffen, heftige Regenfälle auf dem steilen Terrain hatten Erdrutsche ausgelöst, ländliche Straßen weggespült und wichtige Verkehrsverbindungen unterbrochen, so die Behörden.
Die Regierung konzentriere sich nun vorrangig darauf, schnellstmöglich die notwendige Hilfe zu leisten, insbesondere für die von der Versorgung abgeschnittenen Gebiete.
Auswirkungen der Sturzflut in Padang Panjang in der Region Sumatra
Foto: Ali Nayaka / AP / dpaIn Sri Lanka meldeten die Behörden am Montag mindestens 340 Todesopfer infolge der sintflutartigen Regenfälle. Viele Menschen würden noch immer vermisst. In Sri Lankas Hauptstadt Colombo waren die nördlichen Viertel infolge des raschen Anstiegs des Flusses Kelani überflutet worden. Über Nacht erreichte das Hochwasser seinen Höchststand. Da es mittlerweile aufgehört hat zu regnen, hofften die Menschen auch auf den Rückgang des Wassers. Einige Läden und Büros öffneten bereits wieder.
Auch in Thailand führte der Starkregen zu schweren Überschwemmungen. Dabei kamen nach offiziellen Angaben mindestens 176 Menschen ums Leben. Die Behörden sprachen am Montag von einer der schwersten Überflutungen in dem südostasiatischen Land seit zehn Jahren.
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