Bei einem Brand auf einer Fähre vor der Küste der indonesischen Urlaubsinsel Bali ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Rettungskräfte suchten am Donnerstag nach eigenen Angaben zudem nach fünf Vermissten, nachdem das Schiff am Mittwoch auf dem Weg zur Nachbarinsel Lombok in Brand geraten war. Dutzende Passagiere waren auf der Flucht vor den Flammen über Bord gesprungen.
Wie der Rettungsdienst in Mataram auf Lombok mitteilte, wurden insgesamt 211 Menschen gerettet. Mehrere Schiffe, die zum Unglücksort in der Lombok-Straße eilten, brachten die Überlebenden an Land. An der Rettungsaktion waren demnach auch ein Marineschiff und eine weitere Fähre beteiligt. Am Donnerstag bat der Rettungsdienst vorbeifahrende Schiffe, auch nach möglichen Opfern Ausschau zu halten.
Ein Überlebender berichtete, er habe sich nach dem Ausbruch des Feuers eine Rettungsweste geschnappt und sei zusammen mit mehreren anderen Passagieren über Bord gesprungen. Erst nach »ein paar Stunden« sei die Rettungsaktion angelaufen, sagte der 25-Jährige. Ein 45-Jähriger schilderte die dramatische Rettungsaktion bei hohem Wellengang: »Als das Rettungsschiff kam, waren die Wellen höher als die Fähre.«
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In Indonesien, einem Archipel aus mehr als 17.000 Inseln, sind Schiffsunglücke keine Seltenheit. Ursachen sind vor allem laxe Sicherheitsstandards sowie das unvorhersehbare Wetter. Vergangene Woche kamen fünf Menschen ums Leben, als eine Fähre vor der Küste Javas in Brand geriet. Im Juli war eine Fähre mit mehr als 70 Passagieren auf dem Weg zur Insel Selayar südlich von Sulawesi gesunken. Mindestens 4 Menschen starben, weitere 14 Menschen wurden nach dem Einstellen der Suchaktion noch vermisst.
