SpOn 07.12.2025
02:25 Uhr

Indien: Viele Tote bei Brand in indischem Nachtclub in Goa


Einsatzkräfte konnten das Feuer löschen, aber für viele Besucher eines Nachtklubs im indischen Bundesstaat Goa kam die Hilfe zu spät. Mindestens 23 Menschen kamen ums Leben. Der tödliche Vorfall soll untersucht werden.

Indien: Viele Tote bei Brand in indischem Nachtclub in Goa

Bei einem Brand in einem Nachtklub im indischen Bundesstaat Goa sind am Sonntag nach behördlichen Angaben mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Der Regierungschef des Bundesstaats, Pramod Sawant, kündigte auf der Plattform X eine Untersuchung des Vorfalls an.

Das Feuer brach nach Angaben des Polizeichefs kurz nach Mitternacht Ortszeit in dem Dorf Arpora aus. Der Brand sei inzwischen eingedämmt und alle Leichen seien geborgen worden.

Regierungschef Sawant schrieb von einem »schmerzhaften Tag« für seinen Staat. Er habe eine Untersuchung der Umstände des Großbrands angeordnet. Verantwortliche würden »mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft« und jede Fahrlässigkeit »konsequent geahndet«.

Lokalmedien berichteten unter Berufung auf die Polizei, dass der Brand vermutlich durch eine »Gasflaschenexplosion« ausgelöst worden sei. Weitere Ermittlungen seien erforderlich. Die Agentur PTI schrieb unter Berufung auf den Regionalparlamentsabgeordneten Michael Lobo, Feuerwehrleute und Polizei hätten die ganze Nacht über Rettungsmaßnahmen ausgeführt. Behördenvertreter würden ähnliche Lokale wie den von dem Großbrand betroffenen Klub untersuchen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.

In den am Arabischen Meer gelegenen indischen Bundesstaat Goa reisen jedes Jahr Millionen von Touristen. Beliebt ist die frühere portugiesische Kolonie Goa unter anderem wegen ihres Nachtlebens und ihrer Badestrände.

Brände sind in Indien häufig, unter anderem wegen Mängeln in der Bausubstanz sowie der Überbelegung von Gebäuden und der Missachtung von Sicherheitsvorschriften. Im Mai waren beim Brand eines dreistöckigen Wohngebäudes in der Großstadt Hyderabad mindestens 17 Menschen gestorben.

hen/Reuters/AFP