SpOn 05.02.2026
08:12 Uhr

ICE: Donald Trump spricht über »sanfteres« Vorgehen der Abschiebepolizei


Maskierte Männer verbreiten Angst und Schrecken, Menschen werden erschossen: Die ICE-Einsätze in den USA haben für massive Empörung gesorgt. Nun deutet der Präsident eine neue Strategie an.

ICE: Donald Trump spricht über »sanfteres« Vorgehen der Abschiebepolizei

Die US-Regierung steht nach den Gewaltausbrüchen der ICE-Abschiebepolizei in Minneapolis massiv unter Druck. Mittlerweile bemüht sich das Weiße Haus offenbar, die Lage vorerst zu deeskalieren. In einem ersten Schritt hatte US-Präsident Donald Trump den als besonders brutal geltenden Grenzschutzkommandeur Gregory Bovino aus Minneapolis abgezogen. Dann hieß es, 700 Einsatzkräfte des Bundes sollten den Bundesstaat Minnesota ebenfalls verlassen. Nun brachte Trump einen generellen Kurswechsel im Auftreten der ICE-Polizei ins Spiel.

Er habe nach Gesprächen mit lokalen Verantwortlichen gelernt, dass in der angespannten Lage möglicherweise ein anderer Ton nötig sei, sagte Trump in einem Interview mit dem US-Fernsehsender NBC News . »Ich habe gelernt, dass wir vielleicht etwas sanfter vorgehen können.«

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Der US-Präsident setzt seit seinem Amtsantritt auf eine harte Migrationspolitik. ICE-Bedienstete gehen brutal gegen Migranten und US-Amerikaner vor. Im Januar waren in Minneapolis zunächst Renée Good und dann Alex Pretti bei ICE-Einsätzen erschossen worden. Kritiker fordern eine rechtsstaatliche Untersuchung der tödlichen Schüsse.

Trump betonte nun, er habe angeordnet, 700 Angestellte der Grenzschutzbehörde aus Minneapolis abzuziehen. Zuvor hatte bereits der Grenzschutzbeauftragte Tom Homan angekündigt, 700 Bundesbedienstete nicht mehr in Minnesota einzusetzen. Dies beträfe die Abschiebepolizei ICE und die Grenzschutzagentur CBP. Demnach sollen rund 2000 Kräfte in dem Bundesstaat verbleiben. Der Teilabzug wird als Reaktion auf heftige Proteste gegen die Einsätze verstanden.

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Trump will allerdings nach eigenen Angaben weiterhin Härte demonstrieren. Man habe es nach wie vor mit Schwerstkriminellen zu tun und warte darauf, dass Minneapolis diese an die Bundesbehörden übergebe.

Wie Eltern in Minnesota versuchen, ihre Kinder vor Trumps Abschiebepolizei ICE zu schützen, lesen Sie hier .

tin/dpa/AFP