Erstmals seit fast zwei Jahren hat die Großreederei Maersk wieder ein Containerschiff durch das Rote Meer fahren lassen. Das unter singapurischer Flagge fahrende Schiff »Maersk Sebarok« habe am Morgen die Meerenge Bab al-Mandab passiert, teilte die dänische Reederei am Freitag mit .
Für die Durchfahrt seien die »höchstmöglichen Sicherheitsmaßnahmen« getroffen worden, hieß es. Seit Januar 2024 leiten Maersk und andere Reedereien ihre Schiffe wegen Angriffen der Huthi-Miliz auf der Route durch das Rote Meer um.
Die Miliz hatte ihre Überfälle auf Schiffe mit ihrer Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen begründet. Die Schiffe nahmen stattdessen die längere Route um das Kap der Guten Hoffnung, die Südspitze des afrikanischen Kontinents in Südafrika.
Mögliche Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs
Dass die Fahrt erfolgreich war, sei »ein bedeutender Schritt nach vorn«, erklärte Maersk. Allerdings sei es noch zu früh, den regulären Verkehr durch den Suezkanal wiederaufzunehmen, so die Reederei. Das würde Maersk demnach nur erwägen, wenn die Sicherheit weiterhin gegeben sei. Für diesen Fall sollen vereinzelte Fahrten die Route schrittweise wieder erschließen. Aktuell sei jedoch keine Fahrt geplant.
