SpOn 16.08.2026
00:36 Uhr

Hurrikan »Lala« erreicht Hawaii


Der tropische Sturm »Lala« hat sich zum Hurrikan verstärkt und zieht dicht an Hawaiis Hauptinsel vorbei. Tausende sind bereits ohne Strom, Straßen überflutet. Auch die Inseln Maui und Oahu müssen sich auf Sturm und Starkregen einstellen.

Hurrikan »Lala« erreicht Hawaii

Der Tropensturm »Lala« ist unmittelbar vor Hawaii zu einem Hurrikan geworden und sorgt auf der größten Insel der Inselgruppe bereits für Überschwemmungen, Stromausfälle und Straßensperren. Das US-Hurrikanzentrum stufte »Lala« am Samstagmorgen (Ortszeit) als Hurrikan der Kategorie 1 ein. Die anhaltenden Windgeschwindigkeiten haben demnach 120 Kilometer pro Stunde erreicht.

Die Meteorologen hatten prognostiziert, dass die sogenannte Eyewall im Zentrum des Sturms mit den stärksten Winden im Laufe des Samstags über oder nahe der Südspitze von Big Island, der Hauptinsel Hawaiis, hinwegzieht. Es war also nicht ausgemacht, ob »Lala« als Hurrikan auf Land trifft. Offenbar hat Big Island Glück gehabt: Gegen 9.00 Uhr Ortszeit befand sich das Auge des Hurrikans rund 135 Kilometer südsüdöstlich von South Point, der Südspitze der Insel. 16.00 Uhr war es etwa 55 Kilometer südlich der Südspitze positioniert – und sollte sich laut Prognose weiter Richtung Westen bewegen und damit an der Insel vorbei.

Tausende ohne Strom

Starker Regen und heftige Windböen durch die Ausläufer des Hurrikans sorgten auf Big Island für Überschwemmungen. Bäume stürzten um, Straßen wurden gesperrt. Laut Daten der Webseite poweroutage.com waren am Nachmittag gegen 16.00 Uhr (Ortszeit) allein auf der Hauptinsel rund 40.000 Stromkunden ohne Versorgung, etwa 44 Prozent aller erfassten Anschlüsse. An mehreren Stellen blockierten umgestürzte Bäume, herabgefallene Stromleitungen, Geröll und Erdrutsche Straßen. Mehr als 130 Menschen hatten demnach Schutz in Notunterkünften gesucht.

Big Island: Menschen spazieren auf einem Weg im Waikoloa Beach Resort, während sich Hurrikan »Lala« mit immer stärkerem Wind ankündigt

Big Island: Menschen spazieren auf einem Weg im Waikoloa Beach Resort, während sich Hurrikan »Lala« mit immer stärkerem Wind ankündigt

Foto: Stephen Lam / San Francisco Chronicle / AP / dpa

Der öffentliche Nahverkehr auf Big Island wurde eingestellt, Parks und Strände geschlossen. Am Flughafen der Stadt Hilo waren für den Rest des Tages keine Flüge mehr geplant, der Flughafen von Kona sollte am Nachmittag geschlossen werden. Dutzende Flüge innerhalb Hawaiis und zum US-Festland wurden gestrichen oder geändert.

Captain Cook (Hawaii): Menschen füllen Sandsäcke, um sich auf das Eintreffen des Hurrikans vorzubereiten

Captain Cook (Hawaii): Menschen füllen Sandsäcke, um sich auf das Eintreffen des Hurrikans vorzubereiten

Foto: Stephen Lam / San Francisco Chronicle / AP / dpa

Besonders groß ist die Sorge vor extremem Regen. Der Nationale Wetterdienst rechnet an den windzugewandten Seiten von Big Island im Verlauf des Sturms mit insgesamt 25 bis 50 Zentimetern Regen, örtlich könnte noch mehr fallen (mehr hier ). Damit drohen lebensgefährliche Sturzfluten und Erdrutsche, insbesondere in steilem Gelände. An der Ostseite von Big Island wird zudem eine Sturmflut erwartet.

Auch Maui, Oahu und Kauai betroffen

Auch auf den anderen Inseln gelten Warnungen. Für Maui, Molokai, Lanai, Kahoolawe, Oahu, Kauai und Niihau wurde vor Tropensturm-Bedingungen gewarnt, inklusive starken Winden, bis zu 30 Zentimeter Regen, Sturzfluten und Erdrutschen. An der Ostküste Mauis soll die Brandung am Abend Höhen von etwa vier bis fünfeinhalb Metern erreichen.

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Der aktuelle Kurs führt das Zentrum von »Lala« voraussichtlich aber südlich an den übrigen Hauptinseln vorbei. Für Sonntag rechnen die Meteorologen damit, dass »Lala« westwärts weiterzieht und sich abschwächt. Am Montag soll sich die Wetterlage allmählich beruhigen.

hda/dpa