In Hongkong hat eine dreitägige Trauerperiode zum Gedenken an die Opfer des schlimmsten Brandes in der jüngeren Geschichte der Stadt begonnen. In den Morgenstunden legten Regierungschef John Lee und führende Beamte der Sonderverwaltungszone mit rund 7,5 Millionen Einwohnern eine dreiminütige Schweigeminute ein. Bis einschließlich Montag werden sämtliche Flaggen vor Regierungsgebäuden auf halbmast gehisst.
Auch zahlreiche Bewohner der Stadt haben am Wochenende der Opfer gedacht. Sie legten Blumen nieder, trugen sich in Kondolenzbücher ein oder versammelten sich zum Gebet.
Mindestens 146 Tote
Am Mittwoch war im Wohnkomplex Wang Fuk Court im Stadtteil Tai Po ein Großbrand ausgebrochen, der gleich mehrere Hochhäuser in Flammen aufgehen ließ. Nach derzeitigem Kenntnisstand kamen mindestens 146 Menschen ums Leben, rund 200 Menschen gelten laut Behördenangaben weiterhin als vermisst. Die Opferzahl könnte also noch erheblich steigen.
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Die Feuerwehr hat die Flammen mittlerweile gelöscht und ihre Suche nach möglichen Überlebenden eingestellt. Nun geht es darum, weitere Leichen in den verkohlten Wohnungen zu finden und zu identifizieren.
Gedenken in Hongkong: Es beginnt die Suche nach den Verantwortlichen
Foto: Chan Long Hei / APErste Festnahmen
Mindestens elf mögliche Mitverantwortliche wurden infolge der Brandkatastrophe festgenommen, darunter mehrere Mitarbeiter einer Baufirma. Bei Renovierungsarbeiten an der Wohnanlage waren offensichtlich nicht zugelassene Materialien für Netze an den Gerüsten verwendet worden.
Einige Fenster waren mit Polystyrolplatten versiegelt. Die leicht entflammbaren Materialien spielten laut Experten eine Schlüsselrolle bei der rasanten Ausbreitung des Feuers.
Wie ein Feuerwehr-Forscher die Brandkatastrophe bewertet, lesen Sie hier .

