SpOn 13.07.2026
15:18 Uhr

Hitze: Jeder Dritte in Deutschland kämpft mit Müdigkeit, Schlafproblemen oder Kreislaufbeschwerden


Knapp jeder Dritte kämpft bei Hitze mit Müdigkeit, Schlafproblemen oder Kreislaufbeschwerden. Nur die wenigsten gehen deswegen zum Arzt.

Hitze: Jeder Dritte in Deutschland kämpft mit Müdigkeit, Schlafproblemen oder Kreislaufbeschwerden

30 Prozent der Menschen in Deutschland hatten bereits gesundheitliche Probleme durch Hitze. Das ist das Ergebnis einer neuen repräsentativen Forsa-Umfrage  im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. In der gleichen Umfrage in den Jahren 2022 bis 2025 hatten nur zwischen 20 und 26 Prozent der Befragten angegeben, schon einmal hitzebedingte Gesundheitsprobleme gehabt zu haben.

Zu den aktuell am häufigsten genannten Beschwerden gehörten Müdigkeit und Abgeschlagenheit (71 Prozent) sowie Schlafprobleme (68 Prozent). Außerdem gab jeweils mehr als die Hälfte der Menschen mit Gesundheitsbeschwerden an, unter Kreislaufbeschwerden (64 Prozent) und Kopfschmerzen (52 Prozent) gelitten zu haben. Schwindel (32 Prozent) und Appetitlosigkeit (27 Prozent) traten ebenfalls auf; einige Menschen (7 Prozent) klagten auch über Verwirrtheit.

Von den befragten Frauen erklärten 40 Prozent, belastet zu sein – der Wert liegt fast doppelt so hoch wie bei den Männern (21 Prozent). Fünf Prozent der Befragten haben nach ihren Angaben wegen Beschwerden infolge von Hitze einen Arzt aufgesucht. Deutlich mehr meinten aber, ein Arztbesuch wäre sinnvoll gewesen: 13 Prozent stimmten dem zu.

In der DAK-Studie gaben knapp zwei Drittel der Befragten an, sie machten sich große oder sehr große Sorgen wegen Hitze. Drei Viertel halten die aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für nicht ausreichend.

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Die größte Betroffenheit sieht die Mehrheit der Befragten vor allem bei denjenigen, die schwere körperliche Arbeit verrichten, etwa im Handwerk, Bau und Produktion (89 Prozent). Auch in der Pflege wird die Betroffenheit als sehr hoch angesehen (86 Prozent). 58 Prozent der Befragten sehen Schulen und Kindergärten durch Hitze stark eingeschränkt.

mha/dpa