SpOn 15.02.2026
11:20 Uhr

Hillary Clinton nennt Trumps Haltung zur Ukraine »schändlich«


US-Demokratin Hillary Clinton hat Trumps Vorgehen bei den Ukraineverhandlungen kritisiert: Der Präsident würde das Land zu einem Diktatfrieden zwingen wollen – und ignoriere oder verstehe das Leid der Menschen nicht.

Hillary Clinton nennt Trumps Haltung zur Ukraine »schändlich«

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat Präsident Donald Trumps Haltung zur Ukraine scharf kritisiert: Diese sei »schändlich«. »Ich halte den Versuch, die Ukraine zu einem Kapitulationsabkommen mit Wladimir Putin zu zwingen, für beschämend«, sagte die 78-Jährige auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die USA hatten zuletzt mit Russland und der Ukraine in Abu Dhabi über die Zukunft des angegriffenen Landes verhandelt. Unklar ist unter anderem, wie es mit dem Osten des Landes – dem Gebiet Donbass – weitergeht. (Lesen Sie hier mehr dazu.)

Entweder verstehe Trump das Leid der Ukrainer nicht, oder es sei ihm gleichgültig, sagte die einstige Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten. Die Ukraine kämpfe an der Front für Demokratie und Freiheit, verliere dabei Tausende Menschen und werde durch die Besessenheit eines einzelnen Mannes zerstört, sie zu kontrollieren, sagte Clinton. Der russische Angriffskrieg gegen das Nachbarland begann vor fast vier Jahren auf Befehl Putins. Große Teile der russischen Bevölkerung unterstützen seine Pläne. (Lesen Sie hier mehr dazu .)

Clinton und ihr Ehemann, der frühere Präsident Bill Clinton, zählen zu den Kritikern Trumps. In den USA steht das Paar aktuell jedoch weniger wegen seiner Haltung zur Regierung als wegen der veröffentlichten Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in der Öffentlichkeit. Die Namen beider Politiker tauchen – wie der von Trump und zahlreichen anderen Prominenten – in den Akten auf. Ein Fehlverhalten konnte weder dem demokratischen Politikerpaar noch Trump nachgewiesen werden. Die Clintons sollen vor einem Untersuchungsausschuss im Kongress aussagen.

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Neben Clinton nehmen auch sämtliche hochrangige Staats- und Regierungschefs sowie Ministerinnen und Minister an der Münchner Sicherheitskonferenz teil: Am Freitag sprach unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz , am Samstag US-Außenminister Marco Rubio und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj .

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels fehlte im Vorspann das Wort »nicht«. Wir haben es ergänzt.

atr/dpa