Die schwache Nachfrage nach Bier veranlasst den Brauereikonzern Heineken zu einem drastischen Stellenabbau. Weltweit sollen bis zu 6000 Arbeitsplätze wegfallen, wie der niederländische Konzern mitteilte. Zudem schraubte das Unternehmen die Gewinnerwartungen für das Jahr 2026 herunter.
Der Stellenabbau solle in den kommenden zwei Jahren stattfinden und sei Teil einer neuen Strategie bis zum Jahr 2030. Ziel sei es, mit weniger Ressourcen ein höheres Wachstum zu erzielen. Davon erhofft sich der Konzern, zu dem unter anderem Marken wie Tiger, Amstel und Desperados gehören, deutliche Einsparungen.
Der Bierabsatz (Volumen) von Heineken sank im Geschäftsjahr 2025 konzernweit um 1,2 Prozent, vor allem in Europa und Amerika. Für das laufende Jahr geht der Konzern von einem »unveränderten Konsum in den meisten unserer Märkte« aus; er bleibe daher »vorsichtig«.
Heineken ist nach Börsenwert der zweitgrößte Brauereikonzern der Welt mit insgesamt mehr als 85.000 Beschäftigten.
Im abgelaufenen Jahr 2025 übertraf Heineken die Erwartungen noch. Der Betriebsgewinn legte organisch um 4,4 Prozent zu, Analysten hatten mit einem Plus von vier Prozent gerechnet.
Für 2026 zeigte sich das Management jedoch zurückhaltender: Der Betriebsgewinn soll nur noch um zwei bis sechs Prozent zulegen, zuvor hatte Heineken eine Spanne von vier bis acht Prozent in Aussicht gestellt.
Konzernchef Dolf van den Brink hatte im Januar überraschend seinen Rücktritt zum 31. Mai angekündigt. Einen Grund nannte der 52-Jährige nicht, er erklärte lediglich: »Ich glaube, es ist der richtige Zeitpunkt.«
