Im Harz sind drei Menschen beim Sturz von einem Aussichtsturm gestorben. Für sie kam jede Hilfe zu spät, wie ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte. Wie es zu dem Unglück am Nachmittag kommen konnte, war zunächst unklar. Inzwischen geht die Polizei von einem suizidalen Hintergrund aus. Zwei Erwachsene und ein Kind seien ums Leben gekommen. Bei ihnen handele es sich um eine Familie.
Die Touristenattraktion befindet sich im niedersächsischen Altenau im Landkreis Goslar. Ein technischer Defekt am Turm lag laut den Ermittlern nicht vor. Zuerst hatte die »Goslarsche Zeitung« über das Unglück berichtet.
In diesem Text geht es um massive Gewalt und Suizid. Wenn Sie mit Suizidgedanken kämpfen oder selbst Opfer von Gewalt im Netz geworden sind, gibt es viele Stellen, die Ihnen helfen können. Einige finden Sie hier:
Telefonhotline für Hilfe bei Suizidgedanken: 0800 111 0 111
Hilfe nach sexuellem Missbrauch: 0800 2255 530
Online-Suizidprävention: https://www.u25-deutschland.de/
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Zahlreiche Rettungskräfte und Polizisten waren nach dem Vorfall für mehrere Stunden vor Ort. Die Feuerwehr wurde gegen 16.45 Uhr alarmiert. Sie sperrte die Einsatzstelle ab und errichtete Sichtschutzwände. Auch das Kriseninterventionsteam des Landkreises ist im Einsatz.
Laut Betreiber höchster Turm dieser Art in Deutschland
Der Harzturm ist ein 65 Meter hoher Aussichtsturm im Oberharz und ein markantes Wahrzeichen in der Region. Nach Betreiberangaben ist er der höchste deutsche Aussichtsturm in Holz-Stahl-Konstruktion. Der rund zehn Millionen Euro teure Bau, den Land und Bund mit etwa 1,4 Millionen Euro förderten, bietet zwei Aussichtsplattformen und einen »Skywalk« mit Glasboden in 45 Meter Höhe.
Der Aufstieg ist zu Fuß über Treppen und per Fahrstuhl möglich, hinunter geht es unter anderem über eine 110 Meter lange Rutsche. Im Gebäude befinden sich zudem ein Restaurant und ein Souvenirshop.
Die Fertigstellung der Attraktion hatte sich mehrfach verschoben. Nach Angaben der Betreiber wegen der Coronapandemie, des Kriegs gegen die Ukraine und der Energiekrise. Der erste Spatenstich war im Mai 2021, offiziell eingeweiht wurde der Turm am 1. November 2024 durch Niedersachsens damaligen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD). Vollständig nutzbar waren alle Bereiche erst später.
