Fußball-Bundesligist Hamburger SV und Sportvorstand Stefan Kuntz haben sich überraschend auf die Auflösung des Vertrags geeinigt. Der 63-Jährige hatte den Aufsichtsrat der AG nach den Weihnachtsfeiertagen aus persönlichen, familiären Gründen um eine sofortige Beendigung seiner Tätigkeit zum 31. Dezember 2025 gebeten, wie der Klub mitteilte .
»Manchmal gibt es wichtigere Dinge als Fußball. Das ist nun bei mir der Fall. Mehr möchte ich dazu nicht sagen und bitte darum, dies zu respektieren«, wird der frühere Profi in der Mitteilung zitiert. »Dem HSV danke ich für tolle anderthalb Jahre. Ich wünsche den Teams und der gesamten Geschäftsstelle weiterhin das Beste.«
Papenfuß: »Gut aufgestellt«
Bislang war vor allem über die Verlängerung seines im kommenden Sommer auslaufenden Vertrags spekuliert worden. Jetzt steht der Klub beim heutigen Trainingsstart überraschend ohne Sportvorstand da.
Vorerst will der Klub wohl mit dem vorhandenen Personal weiter agieren. »Wir haben in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt und sind mit Vorstand Eric Huwer und einer starken zweiten Führungsebene gut aufgestellt für die kommenden Aufgaben«, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Papenfuß. Der Fokus richte sich auf Teil zwei der Bundesliga-Saison und selbstverständlich auch auf die aktuelle Transferperiode, sagte Papenfuß weiter.
Kuntz hatte den Klub im Mai 2024 von Vorgänger Jonas Boldt übernommen. Ein Jahr später konnte Kuntz, der als Spieler 1996 Europameister wurde, nach sieben Jahren Zweitklassigkeit die Rückkehr des Hamburger SV in die Bundesliga feiern. Nach 15 Spieltagen der Saison 2025/2026 liegt der HSV mit 16 Punkten auf dem 13. Platz.
