Nach dem S-Bahn-Unfall in Hamburg am Donnerstag kann die S1 nach Angaben der Deutschen Bahn auf dem Abschnitt wieder verkehren. Die Strecke ist seit Betriebsbeginn am Morgen frei und kann befahren werden, wie eine Sprecherin der Bahn am Freitag sagte.
Am Donnerstag gegen 17.30 Uhr war eine S-Bahn der Linie 1 (Wedel-Poppenbüttel/Hamburg Airport) im Westen Hamburgs gegen ein Auto gefahren, das auf dem Bahnübergang Sieversstücken stand. Die Bahn habe das Auto Hunderte Meter mitgeschleift, teilte die Bundespolizei mit .
Im Gleisbett am Bahnübergang festgefahren
Es gab bisherigen Erkenntnissen nach keine körperlich Verletzten. Die Strecke wurde nach dem Unfall gesperrt. Die 245 Passagiere der Bahn mussten in Busse umsteigen. Ein 34 Jahre alter Fahrgast soll sich geweigert haben, die Bahn zu verlassen. Die Polizei nahm ihn eigenen Angaben zufolge in Gewahrsam.
Den Ermittlungen der Bundespolizei zufolge kam es zu dem Unfall, weil eine 64 Jahre alte Frau sich mit ihrem Auto im Gleisbett am Bahnübergang festgefahren hatte. Sie tätigte einen Notruf und verließ das Fahrzeug. Weil die Frau laut Polizei unter Schock stand, wurde sie zur Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht.
Nach Einschätzung der Bundespolizei wurden während des Unfalls die Schienen, die S-Bahn und das Auto erheblich beschädigt.
