Faustschläge gegen den Kopf und Tritte: Ein Bahn-Mitarbeiter ist in Hamburg attackiert und verletzt worden. Er wurde laut der Bundespolizeiinspektion der Hansestadt am Dienstagnachmittag angegriffen, während er den Bahnsteig beaufsichtigte.
Tatverdächtig ist demnach ein 43-jähriger Mann. Er soll den Bahn-Mitarbeiter mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben und ihn getreten haben, als dieser am Boden lag. Ein Bahn-Kollege habe ihm schließlich geholfen und den Angreifer in den Schwitzkasten genommen, hieß es in einer Mitteilung . Ein Polizist, der privat am Bahnsteig stand, habe dann eingegriffen. Der Bahn-Mitarbeiter erlitt Kopfverletzungen laut Bundespolizei und wurde mit dem Verdacht einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus gebracht.
Die Polizei geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter sich im Dienstraum der Bahn am Gleis aufwärmen wollte. Die Situation sei eskaliert, als er darauf hingewiesen worden sei, dass er diesen Raum nicht betreten dürfe. Der 43-Jährige blieb laut Bundespolizei auf freiem Fuß. Er habe nachweisen können, dass er einen dringenden OP-Termin in einem Krankenhaus hatte. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.
Am Tag zuvor verstarb ein Zugbegleiter, nachdem er in einem Regionalexpress in Rheinland-Pfalz von einem Fahrgast attackiert wurde. Nach der Tat forderte Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) höhere Strafen für solche Taten. »Der strafrechtliche Schutz für Mitarbeiter bei Dienstleistungsunternehmen wie der Bahn muss deutlich verschärft werden«, sagte Dobrindt am Mittwoch. »Der Strafrahmen muss ausgeweitet und die Mindeststrafen für Angriffe deutlich erhöht werden.« Die steigende Gewalt gegenüber Mitarbeitenden des öffentlichen Dienstes und Dienstleistern wie der Bahn brauche »entschiedene Konsequenzen«.
Anmerkung der Redaktion: An dieser Stelle stand zeitweise eine falsche Korrektur zum Tathergang, wie ihn die Behörden schildern.
