SpOn 18.02.2026
15:01 Uhr

Haiangriffe in 2025: Datenbank verzeichnet weltweit 65 Fälle


Ein Hai attackiert Menschen: Im vergangenen Jahr endeten neun solcher Fälle tödlich. Die meisten Angriffe fanden an der Küste der USA und vor Australien statt.

Haiangriffe in 2025: Datenbank verzeichnet weltweit 65 Fälle

Im vergangenen Jahr gab es 65 Fälle, in denen Haie Menschen angegriffen haben, ohne dass diese die Tiere zuvor provoziert hatten. Das teilte das Florida Museum of Natural History in Gainesville mit. Es erfasst in der Datenbank »International Shark Attack File« (Isaf) Haiangriffe weltweit.

Die Zahl liegt etwas niedriger als der Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (72 Fälle). Neun Attacken endeten den Angaben zufolge tödlich.

Die Daten zeigen, wie unwahrscheinlich es ist, von einem Hai getötet zu werden. Allein in den USA würden etwa über 4000 Menschen jährlich ertrinken, hieß es vom Museum. Durch Blitzeinschläge kämen weltweit geschätzt 24.000 Personen im Jahr ums Leben.

Oft trifft es Surfer

In den USA ereigneten sich mit 25 Fällen die meisten Angriffe, dahinter folgt Australien (21). Dort leben drei Haiarten, die für die schwersten Bisse verantwortlich sind: der Weiße Hai, der Tigerhai und der Bullenhai. In australischen Gewässern sind zudem alle 13 Arten vertreten, von denen bekannt ist, dass sie teilweise Menschen angreifen.

Rund ein Drittel der erfassten Angriffe betraf Surfer, wie schon in den vergangenen Jahren. Der Chef des Haiforschungsprogramms, Gevin Naylor, sagte dazu 2025: »Die Menschen surfen dort, wo es gute Wellen gibt.« Dort sei das Wasser oft trüb, und es gebe Fische, die Haie anziehen. Die Tiere könnten durch die Trübung wiederum schlechter sehen und attackierten womöglich die falsche »Beute«.

29 Angriffe, bei denen Haie absichtlich oder unbeabsichtigt berührt oder gereizt wurden, zahlen nicht auf die Bilanz ein. Solche Vorfälle ereignen sich etwa beim Speerfischen oder beim Versuch, Haie aus einem Fischernetz zu befreien.

Untersuchungen zufolge sind die Populationen großer Haiarten heute wesentlich kleiner als noch vor einigen Jahrzehnten. Viele Arten sind gefährdet.

esw/dpa