SpOn 29.11.2025
07:40 Uhr

Gute Nachrichten der Woche: Ein Geflüchteter wird Sumo-Champion und Wasser für Gaza


Ein junger Ukrainer schafft es in Japan zum Sumo-Champion. Ein Berliner Start-up bringt Wasserversorgung nach Gaza. Und: Schon mit wenig Training halten Sie Ihre Hüfte gesund. Die guten Nachrichten der Woche.

Gute Nachrichten der Woche: Ein Geflüchteter wird Sumo-Champion und Wasser für Gaza

Sumo ist ein urjapanischer Sport, der bis ins achte Jahrhundert zurückreicht. Doch Japans traditionellen Sumo-Schulen fehlt der Nachwuchs. An jeder Schule darf immer nur ein Ausländer ausgebildet werden. So gab es im vergangenen Jahr nur vier europäische Sumo-Profis in Japan. Einer von ihnen ist Danilo Yavhushyshyn. Der 21-Jährige hat in den vergangenen Jahren nicht nur im Sumosport gerungen, sondern auch mit großen Lebensfragen. Als Wladimir Putin den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine begann, floh der Ukrainer aus seinem Heimatland. Mein Kollege Marco Fuchs hat Yavhushyshyns einzigartige Geschichte aufgeschrieben.

Yavhushyshyn konnte über einen befreundeten Ringer bei einer Familie in Kobe unterkommen, in Japan ist er in Sicherheit, weit weg vom Krieg. Er hat sich sogar einen neuen Namen gegeben. »Als Aonishiki Arata mischt der 21-Jährige die japanische Sumo-Szene auf«, schreibt Marco. Der japanische Kampfname ist eine Hommage an die ukrainische Flagge: »Das blaue Juwel«. Er hat unter anderem das Grand Sumo Tournament in Fukuoka gewonnen.

Durch großes Talent, harte Arbeit und viel Unterstützung hat Yavhushyshyn einen Platz im Ajigawa-Stall bekommen. Er trainiert dort fünf Stunden täglich und spricht mittlerweile fließend Japanisch. Bald soll er zum »Ozeki« befördert werden, dem zweithöchsten Rang unter dem »Yokozuna« oder Großmeister.

Sumo hat Yavhushyshyn geholfen, ihm vielleicht sogar das Leben gerettet. Doch auch der junge Ukrainer belebt Sumo neu. Talente wie er helfen dem Sport und der japanischen Tradition zu überleben. Den ganzen Text lesen Sie hier.

Was diese Woche noch gut war – für die Welt:

Wasser für Gaza
Ein Berliner Start-up wagt sich in Kriegsgebiete, die viele Firmen scheuen. Vergangenes Jahr baute Boreal Light Europas größte solare Meerwasserentsalzungsanlage in der Ukraine. So können 250.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Nun wollen die Gründer auch im Gazastreifen helfen. Eine Trinkwassermaschine haben sie schon auf den Weg gebracht. Ein Großauftrag mit 100 weiteren Anlagen ist derzeit in der Ausschreibung. Für die Menschen in Gaza und den Wiederaufbau des Küstenstreifens sind sie essenziell. Lesen Sie den ganzen Text meiner Kollegin Kathrin Werner. 

Vier Schanzen für Frauen
Die Vierschanzentournee ist seit 1953 eine Institution des Skisports zum Jahreswechsel. Bisher waren es nur die Männer, die in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen springen durften. In der nächsten Saison ist damit jedoch Schluss: 2026/2027 soll es zum ersten Mal auch die Vierschanzentournee für Frauen geben. Für die deutsche Skispringerin Katharina Schmid könnte das sogar bedeuten, dass sie ihr Karriereende doch noch etwas hinausschiebt. Die ganze Meldung lesen Sie hier.

Emmy für Deutschland
Die MDR-Serie »Auf Fritzis Spuren – Wie war das so in der DDR?« hat einen internationalen Emmy gewonnen. Die deutsche Produktion konnte sich in der Kategorie »Kids: Factual & Entertainment« gegen Konkurrenz Südafrika, Brasilien und Großbritannien durchsetzen. In sechs teils animierten Folgen zeigt die Serie einem jungen Publikum das geteilte Deutschland kurz vor der Wende. Lesen Sie die ganze Meldung hier.

Produzenten Anke Lindemann und Ralf Kukula mit dem Emmy für »Auf Fritzis Spuren – Wie war das so in der DDR?«

Produzenten Anke Lindemann und Ralf Kukula mit dem Emmy für »Auf Fritzis Spuren – Wie war das so in der DDR?«

Foto: Charles Sykes / Invision / AP

Ehe für alle, international
Der Europäische Gerichtshof hat zwei polnischen Männern recht gegeben, die ihre Ehe in ihrem Heimatland anerkannt haben wollten. Die beiden – einer hat auch die deutsche Staatsbürgerschaft – hatten in ihrem Wohnort Berlin geheiratet. Da sie nach Polen umziehen wollten, beantragten sie, die Eheurkunde dort umschreiben zu lassen. In Polen ist die gleichgeschlechtliche Ehe nicht zulässig, und die Umschreibung wurde abgelehnt. Der EuGH hat nun jedoch festgestellt, dass die Ehe nach EU-Recht anerkannt werden muss. Die ganze Meldung lesen Sie hier.

Was gut ist – für Sie:

Neuer Hüftschwung
Schmerzen an der Hüfte können ganz unabhängig vom Alter auftreten. Bei älteren Menschen denkt man sofort an Verschleiß, doch auch junge und aktive Menschen klagen über eine ziehende oder blockierte Hüfte. Oft liegen die Ursachen nicht im Gelenk selbst, sondern in verkürzten Muskeln, schwacher Tiefenmuskulatur oder einseitigen Bewegungsmustern. Fachleute raten daher, schmerzende Gelenke nicht zu schonen, sondern dosiert zu belasten. Schon zehn bis fünfzehn Minuten Training ein paar Mal die Woche helfen Ihrer Hüfte. Zuerst sollte natürlich trotzdem immer ein Arzt konsultiert werden. Doch Studien belegen, dass regelmäßiges Training die Gelenke schützt. Lesen Sie den ganzen Artikel mit Beispielübungen hier. 

Schon wenige Übungen können Ihre Hüfte gesund halten

Schon wenige Übungen können Ihre Hüfte gesund halten

Foto:

Olga Pankova / Getty Images

Gute Bindung
Ein gutes Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern ist nicht immer leicht. Grade im Erwachsenenalter prallen das Leben und Erwartungen aufeinander. Doch Sozialpsychologin Sarah Trentzsch gibt Tipps, wie Sie die Mutter-Tochter-Beziehung verbessern können. Ein ganz wichtiger Punkt dabei: »Eine gute Mutter zeichnet aus, dass sie auch ohne ihre Kinder glücklich ist und ein erfülltes Leben hat.« Beide müssten Grenzen setzen. Töchter dürften nicht in eine Opferrolle fallen. Noch mehr Tipps der Expertin lesen Sie hier. 

Gesunde Gebärmutter
Neue Studien zeigen, dass eine HPV-Impfung das Risiko von Gebärmutterhalskrebs wahrscheinlich erheblich senkt. Forschende haben mithilfe von »Real-World«-Daten aus 225 Beobachtungsstudien aus mehr als 40 Ländern mit Daten von über 132 Millionen Menschen gearbeitet. Sie haben herausgefunden, dass sich bei geimpften Menschen das Krebsrisiko um 80 Prozent verringerte, sofern die Person spätestens im Alter von 16 Jahren geimpft worden war. Die Impfung sei zudem gut verträglich, und es gebe keine Hinweise auf schwere unerwünschte Nebenwirkungen. Die ganze Meldung finden Sie hier.

Die Impfung gegen HPV-Viren hat keine schweren Nebenwirkungen

Die Impfung gegen HPV-Viren hat keine schweren Nebenwirkungen

Foto: Westend61 / Getty Images

Und sonst?

Möchte ich Ihnen gern die Schachkolumne meines Kollegen Florian Pütz empfehlen. Ich interessiere mich eigentlich überhaupt nicht für Schach, spiele es auch nicht. Trotzdem ist dieser regelmäßige Einblick in die Schachwelt, ihre Protagonisten und deren Machtkämpfe sehr unterhaltsam. Auch gibt Florian immer wieder hilfreiche Tipps, falls Sie tatsächlich Schach lernen wollen.

In der aktuellen Kolumne  geht es um alles, was Sie vom Großmeister Daniel Naroditsky lernen können. Aber lesen Sie selbst! Und wenn das noch nicht genug Schachcontent ist: Auch auf Instagram teilt Florian auf seinem Account @Schachmatters  Tipps, Geschichten und lustige Funfacts rund ums Thema Schach.

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Ihre Charlotte Lüder, Redakteurin im Nachrichtenressort des SPIEGEL