Die Suche nach einem vermissten Besatzungsmitglied des Tankers »Songa Pearl« vor dem niedersächsischen Cuxhaven ist eingestellt worden. Es gebe keine Hoffnung mehr, den 29 Jahre alten Seemann lebend zu finden, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit. »Es ist alles Menschenmögliche getan worden, sogar noch weit darüber hinaus«, sagte ein Sprecher.
Selbst mit einem Überlebensanzug sei die mögliche Überlebenszeit bei Wassertemperaturen von rund einem Grad deutlich überschritten, sagte der Sprecher.
In der Elbmündung bei Cuxhaven hatten Rettungskräfte seit den frühen Morgenstunden nach dem Seemann gesucht, der über Bord gegangen sein könnte. Er gehörte zur Besatzung des Tankers »Songa Pearl«, unterwegs von Antwerpen nach Danzig. Der 29-Jährige sei »einige Stunden« vor der Vermisstenmeldung zuletzt an Bord des Schiffs gesehen worden, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit.
Eine Stunde nach der Alarmierung habe der Seenotrettungskreuzer »Anneliese Kramer« einen Rettungskragen mit Blinklicht gefunden, der eindeutig dem Tanker zuzuordnen sei. Alle beteiligten Einheiten, darunter mehrere Rettungs- und Polizeiboote sowie ein Rettungshubschrauber, konzentrierten ihre Suche anschließend zunächst auf den Küstenbereich zwischen Groden und Otterndorf auf der Unterelbe. Wegen der Strömungsverhältnisse hatte sich die Suche mit der Zeit nach Nordwesten verlagert.
